Pressemitteilung

14.August 2025
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Jung: Mögliche Verbesserungen im Stuttgart-Bodensee-Netz stehen auf tönernen Füßen

Kapazitätsprobleme könnte Südbahn Ulm-Friedrichshafen abkoppeln

 

Zu Berichterstattungen zur Neuvergabe des Stuttgart-Bodensee-Netzes, das den Einsatz von ETCS-Fahrzeugen voraussetze und hieran Mangel bestehen könne, sagte der verkehrspolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg, Dr. Christian Jung:

 

„Es erfüllt mich mit Sorge, dass die in Aussicht gestellten Verbesserungen durch die Neuvergabe des Stuttgart-Bodensee-Netzes bei Lichte betrachtet auf tönernen Füßen steht. Der Grund ist, dass Züge, die den neuen digitalen Bahnknoten Stuttgart durchfahren wollen, das Zugsicherungssystem ETCS an Bord haben müssen. Es kann Stand heute gut sein, dass gar nicht alle für einen reibungslosen und umsteigefreien Betrieb der Linie Karlsruhe-Stuttgart-Ulm-Friedrichshafen erforderlichen Züge im Dezember 2026 tatsächlich da sind. Ich will zu diesem Punkt Klarheit und werde das zum Thema im Landtag machen. Es kann nicht angehen, dass Noch-Verkehrsminister Winfried Hermann diese Woche große Ankündigungen zu Verbesserungen macht und er dann im Dezember 2026 gallige Zurufe von der Seitenlinie als Polit-Pensionär macht, wenn sein Konzept in der Praxis nicht aufgeht. Man kann niemandem entlang der Strecke Ulm-Friedrichshafen erklären, dass der vermeintliche Fortschritt ein faktischer Rückschritt durch Umstiege auf andere Züge in Ulm sein soll. Denn wenn es zu wenig ETCS-Züge gibt, müssen diese prioritär im Bahnknoten Stuttgart verkehren. Die Peripherie könnte mit alten Fahrzeugen bedient werden. Das bedeutet Umstieg mit Zeitverlust. Dann würde die Südbahn in die Röhre gucken. Das wäre ein Treppenwitz der Eisenbahngeschichte. Seit Jahren mahne ich, dass die ETCS-Züge und -Nachrüstungen zu spät und zu kompliziert angegangen wurden.“

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