Pressemitteilung

27.Dezember 2024

Birnstock: Statt teurer Rückkehrprämie braucht es spürbare Entlastung für vorhandene Fachkräfte

Birnstock: Statt teurer Rückkehrprämie braucht es spürbare
Entlastung für vorhandene Fachkräfte
Unausgereifte Vorschläge helfen nicht weiter – Teufelskreis aus zu hoher Belastung und zu wenig
Personal muss mit umfassenden Maßnahmenpaket durchbrochen werden
Zur Meldung, wonach die SPD für eine Rückkehr-Prämie für Erzieher plädiert, sagt der Sprecher für
frühkindliche Bildung der FDP/DVP-Fraktion, Dennis Birnstock:
„Kreative Ideen zur Lösung des Personalmangels im frühkindlichen Bereich sind prinzipiell immer
willkommen. Doch eine teure Rückkehr-Prämie für Erzieher kann und wird das Problem nicht lösen
und ist nicht zu Ende gedacht. Die pädagogischen Fachkräfte verlassen aufgrund der zu hohen
Belastung ihren Beruf – nicht aufgrund der Bezahlung. Zudem würden mit einer Rückkehr-Prämie
diejenigen, die bislang in der Kita geblieben sind, leer ausgehen. Dabei müssen wir genau diese
Fachkräfte im Beruf halten.
Der Teufelskreis aus zu hoher Belastung und zu wenig Personal muss dringend durchbrochen
werden. Dies gelingt jedoch nur mit einer spürbaren Entlastung der vorhandenen Fachkräfte und
einer Attraktivierung des Berufsfelds für zusätzliches Personal. Hierfür braucht es statt kosmetischer
Verbesserungen ein umfassendes Maßnahmenpaket für den frühkindlichen Bereich: Die Ausweitung
der Ausbildungskapazitäten, eine attraktive Anschlussfähigkeit für ungelerntes und AssistenzPersonal, den umfassenden Einsatz von Hauswirtschafts- und Verwaltungskräften, die Erhöhung der
Leitungszeit, die Stärkung multi-professioneller Teams, die Zusammenarbeit mit Sport-, Kunst- und
Musikschulen sowie kreative Konzepte und flexible Lösungen vor Ort.“

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