Pressemitteilung

09.November 2011 - Wirtschaft

Rülke: FDP-Landtagsfraktion lehnt einen flächendeckenden Mindestlohn ab

Aber Zustimmung zu branchenspezifischen Mindestlöhnen, um Missbrauch zu bekämpfen – In einer Landtagsdebatte über das Für und Wider von Mindestlöhnen hat der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, die ablehnende Haltung seiner Fraktion zu einem flächendeckenden Mindestlohn zum Ausdruck gebracht. Rülke: „Die FDP-Landtagsfraktion bekennt sich zum Prinzip, dass man von Vollzeitbeschäftigung leben können muss und dass die Löhne nicht sittenwidrig sein dürfen.“ Es dürfe aber nicht dazu kommen, dass die Tarifautonomie ausgehebelt wird und einfache Beschäftigungsverhältnisse vernichtet werden.

Nach den Worten des FDP-Fraktionsvorsitzenden kann ein Alleinverdiener selbst bei Ver-wirklichung der Linken-Forderung nach einem Mindestlohn in Höhe von zehn Euro seine Familie mit mehreren Kindern nicht ernähren. Deshalb werde es auch in Zukunft ohne staatliche Aufstockungen nicht gehen. Und: Das Prinzip des Mindesteinkommens bleibe wichtiger als das des Mindestlohns. So seien von 1,4 Millionen sogenannten Aufstockern nur knapp ein Viertel Aufstocker aus Gründen der Lohnhöhe.Hans-Ulrich Rülke kritisierte, dass es unklar bleibe, was die CDU wolle. Lohnuntergrenzen durch Tarifpartner seien ja unstreitig. Doch: „Will man Untergrenzen durch die Politik? Oder Untergrenzen durch einen neutralen Experten oder Schlichter?“Rülke: „Die FDP will jedenfalls Chancen für die Geringqualifizierten offen halten. Wir schließen branchenspezifische Mindestlöhne nicht aus, weil wir den Missbrauch bekämpfen wollen. Wir wollen auch Geringverdienern helfen und die Tarifautonomie erhalten. Deshalb sagt die FDP-Landtagsfraktion Ja zum Mindesteinkommen, zu branchenspezifischen Mindestlöhnen und Ja zu von Tarifpartnern vereinbarten Lohnuntergrenzen.“ Die FDP-Fraktion sage aber Nein zu branchenübergreifenden politischen Mindestlöhnen, so Rülke.

Weitere Pressemitteilungen zum Thema

07.04.2022 - Posted in:ÖPNV/ Straßenverkehr/ Verkehr/ Wirtschaft

Jung und Scheerer: Krise erfordert integrierte Verkehrspolitik

07.04.2022 - Posted in:Wirtschaft

Scheerer: Baden-Württemberg braucht eine übergreifende Arbeits- und Fachkräftestrategie

06.04.2022 - Posted in:Wirtschaft

Schweickert und Reith: Wirtschaftsministerium lässt Korrektur von Fehlern und positive Lernkultur vermissen

25.02.2022 - Posted in:Einzelhandel/ Mittelstand und Handwerk/ Wirtschaft

Schweickert: Umsetzung der Restart-Prämie ist eine lange überfällige Forderung der FDP

16.02.2022 - Posted in:Berufliche Bildung/ Wirtschaft

Scheerer: Ausbildungspflicht angesichts unbesetzter Ausbildungsstellen überflüssig und löst keine Probleme

11.02.2022 - Posted in:Wirtschaft

Scheerer: Gesprächsformate ersetzen noch keine umfassende Fachkräftestrategie

08.02.2022 - Posted in:Migration/ Wirtschaft

Scheerer: Fachkräftemangel verlangt insbesondere Aufwertung der dualen Ausbildung

04.02.2022 - Posted in:Europa und Internationales/ Wirtschaft

Scheerer und Trauschel: Menschenrechtslage in China muss trotz wirtschaftlicher Verflechtungen kritisch beobachtet werden

20.01.2022 - Posted in:Einzelhandel/ Mittelstand und Handwerk/ Wirtschaft

Schweickert: Politische Versäumnisse führen zur Schlechterstellung der baden-württembergischen Unternehmen

15.12.2021 - Posted in:Einzelhandel/ Haushalt/ Mittelstand und Handwerk/ Start-ups/ Tourismus/ Unternehmen/ Wirtschaft

Reith und Schweickert: Zielgerichtete Investitionen für Zukunftsthemen Einzelhandel, StartUps und Tourismus notwendig