Archiv für das Monat: Dezember, 2025

Homöopathie und zur Rolle


komplementärer Heilverfahren

Die FDP/DVP-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg setzt sich für Vielfalt und Selbstbestimmung im Gesundheitswesen ein. Wir wollen, dass Patientinnen und Patienten in Baden-Württemberg auch künftig frei entscheiden können, welche Therapiewege sie für sich als hilfreich erleben.

Dafür setzen wir uns ein:

  • Wir verteidigen Patientensouveränität und Therapiefreiheit

    Homöopathie bleibt Teil einer pluralen Versorgung.

  • Wir sehen keinen Handlungsbedarf für ein Erstattungsverbot.

    Das finanzielle Volumen ist gering, die Entscheidungshoheit der Kassen bewährt.

  • Wir erkennen Baden-Württemberg als Kernland der Komplementärmedizin an - mit traditionsreichen Herstellern.

  • Wir stehen an der Seite qualifizierter Heilpraktiker und homöopathisch tätiger Ärztinnen/Ärzte mit klaren Sicherheits- und Qualitätsstandards.

  • Wir fördern Forschung und Evidenzgewinn in der komplementären und integrativen Medizin.

  • Wir lehnen ideologische oder symbolische Abwertungen ab.

    Gesundheitspolitik muss den Menschen dienen, nicht einer Symbolpolitik.

Wir brauchen ein Gesundheitswesen, das wissenschaftlich ambitioniert, innovativ, wirtschaftlich stark und zugleich freiheitlich-plural bleibt.



Abgeordnete

Jochen Haußmann

Wahlkreis Schorndorf
Themen:Gesundheit

Mitarbeiter

Markus Flandi

Stv. Geschäftsführer & Parlamentarischer Berater für Verkehr und Gesundheit
Tel.: +49 711 2063-9021

Wir brauchen weniger und mehr Europa:


Ein Neustart

EU unter Druck:

Die Europäische Union (EU) steht unter großem Druck – politisch, wirtschaftlich und institutionell. Im Jahr 2007 wurde mit dem Vertrag von Lissabon das letzte große Reformwerk der Europäischen Union unterzeichnet. Seitdem ist der Anteil der EU am Welt-Bruttoinlandsprodukt von knapp 31 % im Jahr 2007 auf 16,9 % im Jahr 2024 gefallen. Gleichzeitig mit dieser Nahezu-Halbierung wirtschaftlichen Gewichts fand in fast allen größeren Mitgliedsländern der EU mindestens eine Verdopplung der Stimmenanteile rechtsextremer und/oder europafeindlicher Parteien statt.

Unsere Sorge ist:

Die Europäische Union – das größte Friedensprojekt der Menschheitsgeschichte – steht vor dem Aus, wenn wir nicht dort wo es notwendig ist, mehr Europa wagen, die EU stärker und resilienter machen und dort, wo es nicht notwendig oder sogar hinderlich ist, die Kettensäge anlegen.


Nur so lässt sich die EU und ihre Grundidee wieder mit Leben füllen, statt sie der Abschaffung durch Relevanzverlust und Extremisten preiszugeben.


Dazu haben wir in zwei thematischen Bereichen jeweils verschiedene Forderungen bzw. Maßnahmen identifiziert.

Bürokratie:

Niemand Seriöses bestreitet die Sinnhaftigkeit der Abkehr von fossilen Energieträgern oder die Wichtigkeit des Erhalts intakter Lebensgrundlagen. Aus dem Blick geraten sind aber insbesondere der Von-der-Leyen-Kommission die Maßstäbe für Verhältnismäßigkeit, die Negativwirkungen für die Wirtschaft sowie die Mitnahme der Bevölkerung. Die österreichische Wirtschaftskammer hat zum Jahresbeginn 2019 rund 12.900 EU-Rechtsakte gezählt, zum Jahresende 2024 dann 25.964. Diese Entwicklung zeigt, dass der Regulierungsaufbau seit 2019 aus dem Ruder gelaufen ist. Hier muss am Vehementesten eingegriffen werden.

Daher fordern wir auf dem Sondergipfel zur Wettbewerbsfähigkeit Europas 2026 auf:

  • dass die Regierungschefs der Kommission mitteilen, dass weder das Tempo, noch die Ambition der Kommission hinsichtlich des Bürokratieabbaus und der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit ausreichend sind.

  • die nationalen Regierungen deshalb zunächst die vollständige Aussetzung nicht gesundheits- oder sicherheitsrelevanter Berichtspflichten, die auf Europarecht beruhen, in den Nationalstaaten anweisen werden, bis die Kommission weitreichende Entlastungen sowie komplette Streichungen vorschlägt.

Weitere Ziele des Gipfels sind:

  • eine Übereinkunft mit größtmöglicher qualifizierter Mehrheit zu erreichen, die der Kommission mitteilt, dass es künftig im Rat nur dann eine Mehrheit für jedweden Rechtsakt gibt, wenn daran die ersatzlose Streichung zweier anderer Rechtsakte gekoppelt ist.

  • alle regulatorisch einschränkenden und nicht technologieoffenen Maßnahmen des Green Deals zurückzunehmen, so dass der Emissionshandel zum zentralen Instrument der Treibhausgasreduktion wird.

  • die Verabredung eines klaren Fahrplans für eine grundlegende EU-Reform, der die akuten wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Herausforderungen endlich in den Mittelpunkt stellt.

Beim Thema Bürokratie muss die EU wieder auf null gesetzt werden und neu anfangen.

In diesem Sinne bedarf es eines neuen Vertrags von Lissabon. Um diesen zu erzwingen, müssen die Nationalstaaten im Komitologieverfahren einstweilen alle neuen Kommissionsverordnungen blockieren und bestehende im Wege einer „demokratischen Notwehr“ national nicht mehr ausführen bzw. kontrollieren.

Nach einem neu zu verhandelnden Vertrag von Lissabon dürfen folgende Regularien auf keinen Fall mehr gelten:

  • Technologieverbote im Verkehrssektor wie CO2 - Flottengrenzwerte und das daraus folgende faktische Verbrennerverbot ab 2035

    (Verordnung (EU) 2019/631 + 2023/851 / Verordnung (EU) 2019/1242 + 2024/1610)

  • praxisferne EU-Lieferketten-Sorgfaltspflichten

    mit unverhältnismäßiger Haftungs- und Dokumentationslast für Unternehmen (CSDDD: Richtlinie (EU) 2024/1760)

  • mittelstandsfeindliche Nachhaltigkeitsberichtersattungspflichten

    (CSRD/ESRS: Richtlinie (EU) 2022/2464; Delegierte Verordnung (EU) 2023/2772)

  • bürokratische Vorgaben im Zuge des Green Deals (Mittelung COM (2019) 640 final)

    etwa praxisferne Renovierungsquoten nach der EU-Gebäuderichtlinie (Richtlinie (EU) 2024/1275), die Energieeffizienz-Richtlinie
    (Richtlinie (EU) 2023/1791), die Taxonomie-Verordnung
    (Verordnung (EU) 2020/852)

  • grundrechtsgefährdende Zensurmechanismen wie Uploadfilter

    (Richtlinie (EU) 2019/790 – DSM-Richtlinie)

  • die Entwaldungsverordnung

    überfordert Handwerksbetriebe mit Nummernketten- und Nachweisbürokratie

  • EU-Renaturierungsgesetz

    überfordert Land- und Forstwirtschaft durch Eingriffe in Nutzung und Eigentum

  • marktwirtschaftsfeindliche Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2023/1184

    machen Wasserstofferzeugung unwirtschaftlich

  • realitätsferne Mehrwegquoten der EU-Verpackungsverordnung

    belasten Unternehmen und stören Lieferketten

  • strangulierende Vorgaben für das Inverkehrbringen von Medizinprodukten

    erschweren Innovationen und verschlechtern Produktverfügbarkeit

Zudem lehnen wir ab:

  • Planungen für Chatkontrollen als Einstieg in anlasslose digitale Massenüberwachung

  • Überlegungen der Kommission zur Schaffung eines europäischen Geheimdienstes

Resilienz und Freihandel:

Wir müssen einerseits die sich verstärkenden Angriffe und Attacken in einer auf Stärke ausgerichteten multipolaren Weltordnung besser abwehren zu können, andererseits wirtschaftliche und politische Stabilität erhalten und wiederherzustellen, um auch bei der Bevölkerung wieder mehr Akzeptanz zu erhalten.

Deshalb brauchen wir in Europa mehr Wehrhaftigkeit, Resilienz, Markt, Handel und außenpolitische Agilität. Daher fordern wir:

  • eine bessere Verzahnung der Verzahnung der Verteidigungs-Fähigkeiten der Mitgliedsstaaten

    zur Reduktion von Ineffizienzen

  • den Aufbau einer europäischen Armee

  • die Aufhebung des Einstimmigkeitsprinzips

    zu Gunsten von Mehrheitsentscheidungen in der GASP, um agiler zu werden und Erpressungsmöglichkeiten zu tilgen.

  • die rasche Vollendung des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS)

    insbesondere des Aufbaus der Mechanismen und Asylzentren an den Außengrenzen

  • den Aufbau einer Weltfreihandelszone der liberalen Demokratien

    beginnend mit dem Abschluss des Mercosur-Abkommens und der größtmöglichen Einbindung Kanadas sowie Gespräche mit der weltgrößten Freihandelszone RCEP zum Abbau von Handelshemmnissen

  • den verstärkten Aufbau EU-eigener sicherheits- und versorgungsrelevanter Systeme

    insbesondere in den Bereichen kritischer Infrastruktur sowie dort, wo erhebliche Schäden bei der Unterbrechung von Lieferketten entstehen können (Energie, kritische Rohstoffe, (Cyber-)Sicherheit)

  • die größtmögliche Finalisierung des Binnenmarkts

    insbesondere im Energiesektor

  • den Ausbau von Partnerschaften mit Nordafrika

    insbesondere in den Bereichen Energie und Migration

Auch für die Themen Resilienz und Freihandel braucht es im Sinne des Vertrags von Lissabon einen Neuanfang.


Sollten die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten nicht die Kraft zu einem derartigen vertraglichen Neuanfang finden, so ist die unausweichliche Alternative, dass sukzessive in immer mehr Mitgliedsstaaten europafeindliche Populisten an die Macht gewählt werden.



Mit deren gezielter Fokussierung auf die negativen Auswüchse des Bürokratiewahns aus Brüssel würden sie die europäische Idee und damit das größte Friedensprojekt der Menschheitsgeschichte zertrümmern.



Unsere Positionen als Download

Abgeordnete

Dr. Hans-Ulrich Rülke

Wahlkreis Pforzheim/Enzkreis