Pressemitteilung

13.Mai 2022 - Landwirtschaft

Heitlinger: Es ist allerhöchste Zeit, dass die Landesregierung ihren agrarpolitischen Kurs korrigiert

Baden-Württemberg muss seinen Beitrag zur globalen Ernährungssicherheit leisten.


Anlässlich der Beratungen der G7-Minister zu den weltweiten Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf die Ernährungssicherheit und die Folgen für die Agrarmärkte, fordert der agrarpolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion, Georg Heitlinger:

 

„Es ist allerhöchste Zeit, dass die Landesregierung ihren agrarpolitischen Kurs korrigiert. Sie muss jetzt alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, damit Baden-Württemberg seinen Beitrag zur globalen Ernährungssicherheit leisten kann.

 

Ideologiegetriebene Ziele wie den Anteil der ökologischen Landwirtschaft auf 30 bis 40 Prozent bis 2030 auszubauen, müssen neu bewertet werden – strikt wissenschaftlich und mit Folgeabschätzungen für die Nahrungsmittelversorgung im globalen Kontext. Mehr Ökolandbau bringt hierzulande geringere Erträge. Fehlende Erträge müssen in anderen Teilen der Welt produziert werden. Mehr Ökolandbau erhöht also unsere Abhängigkeit von Lebensmittelimporten und verschärft die angespannte globale Situation der Nahrungsmittelversorgung.

 

Wir leben in einer klimatisch günstigen Region mit guten Böden. Die müssen wir auch für den Anbau von Nahrungsmitteln nutzen. Kein weiterer Hektar an wertvoller Ackerfläche darf mehr geopfert werden. Zwar muss Baden-Württemberg beim Ausbau der erneuerbaren Energien sehr viel schneller vorankommen, das darf aber nicht auf Kosten der Ernährungssicherung gehen.

 

Es ist jetzt außerdem allerhöchste Zeit für einen faktenbasierten und offenen Umgang mit der Grünen Biotechnologie anstatt pauschalisierender Verbote. Das habe ich bereits vor dem Hintergrund des Klimawandels seit Jahren angemahnt.

 

Die aktuelle politische Situation verdeutlicht einmal mehr, dass wir uns nach Kräften für den Erhalt und die Förderung der bäuerlichen Familienbetriebe sowie eine flächendeckende, umwelt-, klima- und tiergerechte Landwirtschaft in Baden-Württemberg einsetzen müssen. Die Ernährungssicherheit muss neben dem Biodiversitätsschutz und der Stärkung des ländlichen Raumes ein fester Bestandteil der Agrarpolitik werden.

 

Wir in Baden-Württemberg können und müssen unseren Beitrag zur globalen Ernährungssicherung leisten. Die Landwirte sind bereit dazu. Sie brauchen jetzt aber die entsprechenden Rahmenbedingungen und Planungssicherheit.“

Weitere Pressemitteilungen zum Thema

08.08.2022 - Posted in:Landwirtschaft

Heitlinger: Nachdem Özdemir einlenkt, kann sich Hauk nicht mehr hinter der Bundespolitik verstecken

03.08.2022 - Posted in:Landwirtschaft

Heitlinger: Landesregierung setzt aus Bequemlichkeit auf Freiflächen-Photovoltaik statt die Agri-Photovoltaik zu stärken

05.07.2022 - Posted in:Klimaschutz/ Ländliche Räume/ Landwirtschaft/ Naturschutz

Rülke: Landesgartenschauen sind ein Erfolgsmodell und wichtiger Impulsgeber nachhaltiger Infrastruktur

04.07.2022 - Posted in:Landwirtschaft

Heitlinger: Für die Biodiversität, die Kulturlandschaft und die Wertschöpfung im ländlichen Raum braucht es Nutztiere

23.06.2022 - Posted in:Landwirtschaft

Heitlinger: Der agrarpolitische Kurs der Landesregierung ist ein Luxus auf Kosten der Ernährungssicherheit

22.06.2022 - Posted in:Landwirtschaft

Heitlinger: Landwirte brauchen Planungssicherheit und Handlungsspielräume – aber keine Panikmache

02.06.2022 - Posted in:Jagd und Fischen/ Landwirtschaft

Heitlinger und Hoher: Die Lage ist ernst – die Afrikanische Schweinepest bedroht die Existenz der Schweinehalter

01.06.2022 - Posted in:Landwirtschaft

Hoher: Die Zukunft des Weinbaus sieht düster aus – das Land muss seine ideologiegetriebenen Ziele korrigieren

31.05.2022 - Posted in:Energie/ Landwirtschaft

Heitlinger: Der grün-schwarze Kompromiss zum Solarausbau löst den Flächennutzungskonflikt nicht

30.05.2022 - Posted in:Landwirtschaft

Heitlinger: Hauk muss den Verbrauchern reinen Wein einschenken anstatt Schönwetterpolitik zu betreiben