Hoher: Wir müssen heute Bäume pflanzen, die dem Klima in 100 Jahren gewachsen sind
Der bewirtschaftete Wald ist der beste Wald: Wir müssen nutzen, was wir schützen
Anlässlich der Veröffentlichung des aktuellen Waldzustandsberichts, der insgesamt eine leichte Entspannung der Waldgesundheit zeigt, aber große Unterschiede zwischen den häufigsten Baumarten Baden-Württembergs, meint der forstpolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion, Klaus Hoher:
„Wir müssen heute Bäume pflanzen, die dem Klima in 100 Jahren gewachsen sind. Wir werden die Zukunft nicht mit überalterten Waldbeständen oder mit einer überalterten Baumartenwahl meistern und auch nicht mit minimalinvasiven Eingriffen. Der bewirtschaftete Wald ist der beste Wald. Wir müssen nutzen, was wir schützen.
Das sollte auch die grün-geführte Landesregierung endlich verstanden haben. Sie aber lässt unseren Wald zur Projektionsfläche für grüne Phantasien und Prestigeprojekte verkommen. Mit der beschlossenen Erweiterung des Nationalparks hat sie ihr ideologisches Ziel durchgeboxt, zehn Prozent der Fläche des Staatswalds unter Prozessschutz zu stellen. Wer aber immer mehr Waldflächen aus der nachhaltigen Nutzung nimmt, opfert den Klimaschutz. Ist ein Baum abgestorben und bleibt das Holz im Wald, wird ein Großteil des CO2 wieder an die Atmosphäre abgegeben.“
Laut Hoher könnte die sogenannte ‚unterstützte Migration‘ eine Lösung sein: „Dabei werden Samen von Baumarten aus anderen Regionen ausgewählt, die am besten an zukünftige Klimabedingungen angepasst sind.“


