Goll: Strobls Schönfärberei ist unerträglich
500 Köpfe mehr entsprechen nur 200 Vollzeitstellen – weniger Eigenlob, mehr Demut wären ratsam
Aktuelle Medienberichte sagen aus, dass die Landespolizei trotz Pensionierungswelle aktuell rund 500 Polizistinnen und Polizisten mehr beschäftige als zu Beginn der sogenannten „Einstellungsoffensive“ im Jahr 2016. Das relativiert Julia Goll, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und innenpolitische Sprecherin der FDP/DVP-Fraktion, unter Verweis auf Drucksache 17 / 8831 deutlich:
„Für 500 Polizeivollzugsbeamte mehr hat Strobl 8 Jahre gebraucht. Das will er nun binnen zweier Jahre wiederholen. Angesichts der anstehenden Pensionierungen und der leider hohen Abbrecherquote in der Polizeiausbildung dürfte diese Behauptung unhaltbar sein.
Viel schlimmer ist aber, dass dabei bewusst die Tatsache verschwiegen wird, dass der bisherige Zuwachs von rund 500 Köpfen in Wirklichkeit nur etwa 200 Vollzeitäquivalenten entspricht. Das musste die Landesregierung auf unseren Antrag hin erst im Juni offenlegen.
Diese Schönfärberei ist wirklich unerträglich. Baden-Württemberg hat seit Jahren die geringste Polizeidichte aller Bundesländer. Da wären weniger Eigenlob und mehr Demut angebracht.“


