Grüne und SPD verweigern weitere Unterstützung der örtlichen Leistungsschauen – Der Vorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, kritisiert das Nein der grün-roten Mitglieder im Finanz- und Wirtschaftsausschuss des Landtags zur weiteren Förderung der örtlichen Leistungsschauen von Gewerbe- und Handelsvereinen. Nach den Worten des FDP-Fraktionsvorsitzenden wurde der Antrag von FDP und CDU, für den Haushalt 2012/2013 wieder Zuschussmittel bereitzustellen, von der grün-roten Regierungs-mehrheit abgelehnt.

Rülke: „Mit dieser Entscheidung macht die neue Landesregierung klar, dass sie von der Förderung der mittelständischen Wirtschaft, des Handwerks und der Dienstleistungsunternehmen schlichtweg nichts hält. Denn die Leistungsschauen sind für die Betriebe seit Jahren die beste Gelegenheit, sich den Bürgerinnen und Bürgern ortsnah vorzustellen und ihre Leistungsangebote zu präsentieren.“Grün-Rot erschwere mit der Ablehnung einer weiteren Förderung auch Veranstaltungen der örtlichen Handels- und Gewerbevereine zu den Themen Altbausanierung, Energieeffizienz, Energieeinsparung und erneuerbare Energien. Rülke: „Grün-Rot verpflichtet sich im eigenen Koalitionsvertrag zur Stärkung des Mittelstands sowie zur ökologischen Modernisierung – vollmundige Versprechungen und nichts dahinter, das bedeutet in Wirklichkeit der grün-rote Wechsel.“ Zu Zeiten der schwarz-gelben Vorgängerregierung hatte sich die FDP-Landtagsfraktion erfolgreich dafür eingesetzt, das Zuschussprogramm für örtliche Leistungsschauen in Höhe von 150.000 Euro pro Jahr weiterzuführen.

FDP-Fraktionsvorsitzender erhält entsprechende Auskunft von Finanzminister Schmid – Die grün-rote Landesregierung wird nach Mitteilung des Vorsitzenden der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, die Erhöhung der Grunderwerbssteuer voraussichtlich am Freitag, 4. November 2011 in Kraft setzen. Auf die Frage des FDP-Fraktionsvorsitzenden, an welchem Datum mit der Steuererhöhung zu rechnen sei, antwortete Finanzminister Nils Schmid (SPD) vor dem Ausschuss für Finanzen und Wirtschaft, er werde die Erhöhung nach dem Landtagsbeschluss in der kommenden Woche „nicht vor dem 4. November“ in Kraft setzen.

Nach den Worten von Rülke haben FDP und CDU angekündigt, die von Grün-Rot geplante Erhöhung der Grunderwerbssteuer von 3,5 auf 5 Prozent im Landtag abzulehnen. Aufgrund der Mehrheitsverhältnisse im Landtag sei aber damit zu rechnen, dass Grün-Rot die Steuererhöhung verabschieden wird. Hans-Ulrich Rülke rät daher den Bürgerinnen und Bürgern, die Grundstücke beziehungsweise Immobilien erwerben wollen, den Kauf nach Möglichkeit noch vor dem 4. November abzuschließen, um der Mehrbelastung noch zu entgehen.

Es ist besser, wenn Stadtwerke statt ein französischer Staatskonzern EnBW-Aktien besitzen – Der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, und der energiepolitische Sprecher Andreas Glück begrüßen, dass Ministerpräsident Kretschmann die EnBW-Aktien an Stadtwerke und regionale Energieversorger weiter veräußern will. Rülke und Glück: „Das war im Jahr 2010 genau die Intention der FDP, da es besser ist, wenn Stadtwerke im Besitz dieser Aktien sind, als ein französischer Staatskonzern. Wir beglückwünschen den Ministerpräsidenten zur Annäherung an unsere Position, nachdem man damals einen Weiterverkauf von grüner Seite ausgeschlossen hat.

Etwas beunruhigt sind wir allerdings, dass Herr Kretschmann Kaiser Vespasian zitiert, wonach Geld nicht stinke. Wir hoffen, dass der Ministerpräsident sich mit diesem Zitat – im Rahmen seiner rasend schnellen Positionsveränderungen – nicht der Welt der Heuschrecken und Finanzhaie zuwenden will.“

Obwohl Gesetzesgrundlage geschaffen wurde, schlägt Grün-Rot Millonen-einnahmen aus – Der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, hat die durch Finanzminister Schmid auf dem SPD-Parteitag angekündigte Ablehnung des Steuerabkommens zwischen der Schweiz und Deutschland durch die grün-rote Landesregierung im Bundesrat kritisiert: “Da bei einer Verabschiedung des Gesetzes endlich eine effektivere Besteuerung von Vermögenswerten deutscher Steuerpflichtiger in der Schweiz sichergestellt würde, ist es nicht nachzuvollziehen, dass Finanzminister Schmid jetzt zusätzliche Einnahmen für Land und Kommunen in dreistelliger Millionenhöhe ausschlägt.”

Die Gründe für die Ablehnung durch Landesregierung seien “windig”, sagte Rülke. So sei mit dem Steuerabkommen endlich eine einvernehmliche durch Gesetz legalisierte Lösung zur Abschöpfung von unversteuerten Geldern gefunden worden. Im Streit um den Ankauf von illegal beschafften Disketten im Jahr 2010 habe jedoch die SPD den Ankauf der Daten durch die damalige schwarz-gelbe Landesregierung gefordert, obwohl die Rechtslage nicht geklärt war. “Damals hat also der Zweck die Mittel geheiligt”, so Rülke.

Grün-Rot schadet mit unsozialer Steuererhöhung auch mittelständischen Unternehmen – „Die Erhöhung der Grunderwerbssteuer von 3,5 auf 5 Prozent durch die grün-rote Landesregierung ist ein familienfeindlicher Akt. Sie richtet sich vor allem gegen junge Familien mit Kindern. Eine zusätzliche finanzielle Belastung zwischen 3000 und 5000 Euro kann durchaus dazu führen, dass sich eine Familie mit Kindern den geplanten Erwerb von Eigentum nicht mehr leisten kann. Gleichzeitig richtet sich diese Erhöhung gegen den Mittelstand.” Dies sagte der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, in der ersten Beratung des Landtags über den Gesetzentwurf der Landesregierung (Drucksache 15/497).

Nach den Worten von Rülke kommt auch das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung in einer von der IHK Region Stuttgart beauftragten Untersuchung zum Schluss, dass eine Erhöhung der Grunderwerbssteuer Familien mit Kindern mehr trifft als andere Bevölkerungsgruppen. Familien bevorzugen aufgrund der familiären Situation den Kauf von Eigentum, seien aber im Durchschnitt finanzschwächer als Singles und Paare ohne Kinder, die in der Tendenz das Wohnen in Miete bevorzugen. Rülke: „Wenn die grün-rote Landesregierung sparsamer wirtschaften würde und nicht eine Stellenvermehrung zugunsten ihrer eigenen Klientel betreiben würde, dann könnte sie auf diesen unsozialen Akt verzichten.” Das Rheinisch-Westfälische Institut stellt weiter fest, dass die Begründung der Landesregierung, mit den zusätzlichen Einnahmen Projekte für Kinderbetreuung und Bildung zu finanzieren, eher „ein finanzpsychologischer Versuch ist, politischem Widerstand gegen die Steuererhöhung den Wind aus den Segeln zu nehmen“. Auch mittelständische Unternehmen sind nach den Worten von Rülke betroffen. Da eine Minimierung der Grunderwerbssteuer ein wichtiger Punkt der betrieblichen Steuerplanung ist, sei nicht auszuschließen, dass sich in Zukunft weniger Unternehmen in Baden-Württemberg niederlassen. Weiter werden betriebliche Nachfolgeregelungen erschwert. Junge Unternehmer, die einen Betrieb übernehmen wollen, müssen in Zukunft einen höheren Preis bezahlen und kämen unter Umständen in Finanzierungsschwierigkeiten.

Verbesserter Versorgungsfonds für Beamte würde Haushalt auf Dauer entlasten – Der Gesetzentwurf der FDP-Landtagsfraktion (Gesetz zur Änderung des Gesetzes über einen Versorgungsfonds des Landes Baden-Württemberg”, Drucksache 15/206) hat das Ziel, langfristig weitaus höhere Anteile der Versorgungsleistungen des Landes aus den im Fonds angesammelten Mitteln bestreiten zu können. Dabei soll der monatliche Zuführungsbetrag von 500 Euro auf 1200 Euro erhöht und entsprechend der linearen Erhöhung der Beamtengehälter regelmäßig dynamisiert werden. Der FDP-Vorschlag, der zu einer erheblichen Entlastung des Haushalts führen würde, orientiert sich auch an den Ausführungen des Rechnungshofes in der Denkschrift 2010.

Der Fraktionsvorsitzende Dr. Hans-Ulrich Rülke forderte in einer Landtagsdebatte die grün-rote Regierungsmehrheit auf, dem Gesetzentwurf zur Änderung des Versorgungsfonds für Beamte zuzustimmen. „Angesichts der über Erwarten hohen Haushaltseinnahmen und der in Zukunft auf das Land zurollende Pensionslastenwelle gibt es keinen Grund, den liberalen Vorschlag abzulehnen”, sagte Rülke. Mit einem Nein missachte Grün-Rot den eigenen Koalitionsvertrag, in dem versprochen wird, die „Pensionen der Beamtinnen und Beamten nachhaltig zu sichern”.Der FDP-Fraktionsvorsitzende sagte, dass in der Vergangenheit vor allem die Vertreter der grünen Fraktion „mehr durch diffuse Ausflüchte als durch konkrete Vorschläge aufgefallen sind”. Rülke: „Wir werden auch den SPD-Finanzminister immer wieder daran erinnern, dass jetzt die Gelegenheit da ist, Haushaltspolitik zukunftsfest zu gestalten – wenn Nils Schmid auch nur den strikten Willen zur Haushaltskonsolidierung hätte.”

Grün-Rot spart selbst nicht, sondern erhöht zu Lasten des Mittelstands und der jungen Familien die Grunderwerbssteuer – Zum Vorwurf von Finanzminister Schmid (SPD), die schwarz-gelbe Vorgängerregierung habe in Baden-Württemberg einen “Schuldensumpf” hinterlassen, sagte der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke:

“Wer beim Amtsantritt erst einmal hunderte von Parteigängern mit gut dotierten Pöstchen in der Landesverwaltung versorgt, sollte vorsichtig mit Vorwürfen an andere sein. Außerdem kann diese Regierung selbst nicht sparen, sonst müsste sie nicht zu Lasten des Mittelstands und von jungen Familien mit Kindern die Grunderwerbssteuer erhöhen.”

FDP-Landtagsfraktion sieht auch Einsparung von 380 Millionen positiv – Zur Ankündigung von Finanzminister Schmid, im Jahr 2012 die Nettoneuverschuldung Null zu erreichen, sagte der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke:

„Die FDP-Landtagsfraktion begrüßt den Vorsatz, auch im Jahr 2012 einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen und eine Einsparung von 380 Millionen Euro vorzunehmen.“

Sprecher für Mittelstand und Handwerk nimmt am Runden Tisch in Albbruck teil – Der Sprecher für Mittelstand und Handwerk der FDP-Landtagsfraktion, Leopold Grimm, der an dem Runden Tisch für die vom Aus bedrohte Papierfabrik in Albbruck teilnahm, sagte, dass es sich um eine strategische Entscheidung des Eigners handele. Grimm begrüßte es, dass UPM es nach den heutigen Verhandlungen dem Unternehmen, Belegschaft und Gewerkschaft erlaube, mit möglichen Investoren Kontakt aufzunehmen.

UPM wolle anscheinend seine Kapazitäten bündeln und seine strategische Produktlinie teilweise an einem anderen Ort unterbringen. Diese Entscheidung würde es allerdings einem eventuellen Investor schwer machen, bei der Papierfabrik einzusteigen, so Grimm.

Regierungsmehrheit lehnt FDP-Antrag fürs verbesserten Versorgungsfonds ab – Der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion und finanzpolitische Sprecher Dr. Hans-Ulrich Rülke kritisiert, dass die grün-rote Mehrheit im Finanz- und Wirtschaftsaus-schuss des Landtags, den Antrag der FDP für einen verbesserten Versorgungsfonds für Beamte abgelehnt hat. Mit diesem Nein missachte die Grün-Rot den eigenen Koalitionsvertrag, in dem festgeschrieben sei, dass die „Pensionen der Beamtinnen und Beamte nachhaltig zu sichern sind“.

Der Gesetzentwurf der FDP-Landtagsfraktion („Gesetz zur Änderung des Gesetzes über einen Versorgungsfonds des Landes Baden-Württemberg“, Drucksache 15/206) hat das Ziel, langfristig weitaus höhere Anteile der Versorgungsleistungen des Landes aus den im Fonds angesammelten Mitteln bestreiten zu können. Dabei soll der monatliche Zuführungsbetrag von 500 Euro auf 1200 Euro erhöht und entsprechend der linearen Erhöhung der Beamtengehälter regelmäßig dynamisiert werden. Aufgrund der steigenden Zahl von Pensionären, die ehemals Bedienstete des Landes Baden-Württemberg waren, rollt auf das Land eine Pensionslastenwelle zu. Aus Sicht der FDP-Landtagsfraktion ist es notwendig, im Landeshaushalt hierfür noch besser Vorsorge zu schaffen. Mit diesem Modell, das für die Zukunft eine erhebliche Entlastung des Haushalts bewirkt hätte, knüpft die FDP-Fraktion auch an Vorschläge des Landesrechungshofes aus der Denkschrift 2010 an.

Befürchtungen der Liberalen übertroffen – Kretschmann in Verantwortung – Zu der von den Stuttgarter Nachrichten berichteten grünen „Vetternwirtschaft“ bei einer Stellenbesetzung im Staatsministerium der Landesregierung sagte der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke:

„Wir fühlen uns in unserer Kritik an der dreisten Personalpolitik der grün-roten Landesregierung voll bestätigt. Die jetzt ans Tageslicht gekommene Beförderung eines offenbar nicht genügend qualifizierten grünen Parteigängers an eine Referentenstelle im Amtssitz des Ministerpräsidenten, übertrifft allerdings die schlimmsten Befürchtungen. Es ist festzustellen, zu Lasten des Steuerzahlers ver-antwortet Winfried Kretschmann eine unverfrorene grüne Günstlingswirtschaft in seiner unmittelbaren Umgebung.“

Offene Auseinandersetzung mit Kündigungsgesetz im Ausschuss nicht gewünscht – Der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, kritisiert, dass die grün-rote Mehrheit im Ständigen Ausschuss und im Ausschuss für Verkehr und Infrastruktur einen Antrag der FDP-Landtagsfraktion zur Durchführung einer gemeinsamen Anhörung zum S 21-Kündigungsgesetz abgelehnt hat. Die Liberalen hatten beantragt, in den kommenden Ausschussberatungen unter anderem den bisher von der Landesregierung nicht beteiligten Bund der Steuerzahler einzubeziehen.

„Dies ist also erneut das wahre Gesicht der von Grün-Rot propagierten Politik des Gehörtwerdens“, sagte Rülke. Wie befürchtet habe die Landesregierung einen genauen Fahrplan, der dem Parlament vorschreiben soll, wie mit dem Kündigungsge-setz umzugehen ist. Darüber hinausgehende Diskussionen und eine intensive Par-lamentsbefassung seien offenbar nicht gewünscht. Rülke: „Gerade bei einem solchen Vorhaben wäre der Bund der Steuerzahler zu beteiligen gewesen. Hier sieht man, dass für Grün-Rot die Frage einer möglichen Verschwendung von Steuergeldern offenbar keine Rolle spielt.“

Land vergibt Chance, mit beherzter Sparpolitik Vorbild für Schulden-Staaten zu sein – „Statt: der Politikwechsel beginnt, muss es jetzt schon heißen: der Politikwechsel verklingt.” Dies sagten die stellvertretenden Vorsitzenden der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Friedrich Bullinger und Jochen Haußmann anlässlich der ersten 100 Tage grün-roter Landesregierung in Baden-Württemberg. „Kretschmann und Co. leben von ihren Ankündigungen, wenig Konkretes ist in Sicht, von Tatkraft keine Spur.“ Dabei ist nach den Worten der beiden stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden das Sünden-register von Grün-Rot so umfangreich, dass einem um das Wohl des Landes angst und bange sein müsste, wenn sich Baden-Württemberg in den letzten Jahren unter Schwarz-Gelb nicht so stark entwickelt hätte. Eine der gravierendsten Verfehlungen ist aus Sicht der Liberalen, dass die Landesregierung angesichts der bis dahin hervorragenden konjunkturellen Lage und weit überproportional steigender Steuereinnahmen nicht die Chance genutzt hat, die Nettoneuverschuldung Null im Staatshaushaltplan 2011 zu verankern.

Stattdessen bunkere man in einer Art Reservekasse 560 Millionen Euro, um damit in den nächsten Jahren mit Wohltaten aufwarten zu können. „Jetzt drohen die Auswirkungen der Schuldenkrise in den südlichen europäischen Ländern auch Baden-Württemberg zu erreichen – der Südwesten hätte hier mit einer beherzten Sparpolitik ein Vorbild für andere sein können“, sagte Jochen Haußmann. Stattdessen möchte Grün-Rot in einem familienfeindlichen Akt die Grunderwerbssteuer erhöhen und betreibt eine kostentreibende, völlig unangebrachte Stellenvermehrung im Verkehrs- und neu geschaffenen Integrationsministerium. „Auf Grund des heftigen Dauerstreits über eines der größten grünen Zukunftsprojekte der Landesgeschichte, Stuttgart 21, kam die neue Landesregierung bei vielen Themen über bloße Ankündigungen nicht hinaus“, sagten Bullinger und Haußmann. Das gelte für die Polizeireform, deren erste Umrisse vom Innenminister gleich wieder kassiert worden seien. Gleich-wohl, so Haußmann, sei positiv hervorzuheben, wenn das Motto ‚Mehr Polizisten auf die Straße“ ohne weiteren Stellenzuwachs umgesetzt würde. „Positiv bewerten wir auch, dass die Standesämter nun auch im Freien Trauungen vornehmen dürfen.“ Auch der Ausbau der Kleinkindbetreuung bleibt bisher im Vagen. Zwar wird schon mal mit den Mehreinnahmen aus der Grunderwerbssteuer gerechnet, doch von den dafür notwendigen gesetzlichen Regelungen, wann und wie den Städten und Gemeinden das Mehraufkommen aus der Steuer-erhöhung zuverlässig und dauerhaft zufließt, ist von der Landesregierung bisher nichts zu hören. Das gelte auch für die angekündigte Gemeinschaftsschule, die von der FDP kritisiert wird, und den künftigen Wegfall der Studiengebühren. Auch fordert die FDP-Landtagsfraktion die Wissenschaftsministerin auf, es bei der Differenzierung und Vielfalt im Bereich der Lehrerbildung zu lassen. Ankündigungen kommen auch vom Umweltminister, jetzt wieder zum „geplanten Klimaschutzgesetz“, zu dem bislang nur ein Richtwert existiert. Bullinger und Haußmann kritisierten, dass der Verkehrsminister mit seiner Verhinderungspolitik bei Stuttgart 21 und im Straßenbau potenzielle Investoren beziehungsweise Handwerk und Mittelstand verunsichere. „Diese negative Signalwirkung könnte auf Dauer schädlich für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes sein.“ Die beiden stellvertretenden Vorsitzenden abschließend mit Augenzwinkern: „Ein Trost bleibt uns, der Ministerpräsident hat sich zwar fast aus der Tagespolitik verabschiedet, aber zum Landesvater hat er es in kürzester Zeit gebracht.“

Wirtschaft und Verbraucher müssten mit explodierenden Zinsen für Fehler anderer büßen – Der Fraktionsvorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, hat dem Vorschlag von Finanzminister Nils Schmid, sogenannte Eurobonds, sprich gemeinsame Staatsanleihen der Euroländer einzuführen, energisch widersprochen.

Rülke: “Offensichtlich geht es Finanzminiser Nils Schmid, der sich ja immer auch als Verteidiger des Länderfinanzausgleichs hervorgetan hat, darum, jetzt auch auf europäischer Ebene eine Transferunion zu etablieren.Die Umsetzung von Schmids Ideen hätte dramatische Auswirkungen auf Baden-Württemberg. Nicht nur würde der deutsche Steuerzahler dauerhaft für die mangelnde Haushaltsdisziplin anderer EU-Staaten in Haftung genommen, sondern es müssen auch die Wirtschaft und die Verbraucher des Landes mit explodierenden Zinsen für die Fehler anderer büßen.”

Finanzminister will Mehreinnahmen aus der Grunderwerbssteuer zunächst für sich behalten – Zur Antwort der Landesregierung auf eine FDP-Anfrage zur Erhöhung der Grunderwerbssteuer sagten der Vorsitzende und finanzpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, und der sozialpolitische Sprecher Jochen Haußmann:

“Wenn die grün-rote Landesregierung schon ankündigt, dass für die Städte und Gemeinden das goldene Zeitalter anbricht, in dem sie für den Ausbau der Kleinkindbetreuung Mittel aus der Erhöhung der Grunderwerbssteuer bekommen, dann muss schnellstmöglich die dafür notwendig gesetzliche Regelung geschaffen werden. Diese sollte dafür sorgen, dass den Städten und Gemeinden das Mehraufkommen aus der Steuererhöhung zuverlässig und dauerhaft über das Finanzausgleichsgesetz zufließt. Über das Wie und Wann schweigt sich die Landesregierung in ihrer Antwort auf eine entsprechende Anfrage der FDP-Fraktion aus (Drucksache 15/208).Finanzminister Schmid teilt in seiner Antwort allerdings mit, dass die Stadt-und Landkreise nur noch im Jahr 2011 mit ihrem seitherigen Anteil am Mehreinkommen aus der Erhöhung der Grunderwerbssteuer beteiligt werden, während ab dem Jahr 2012 erreicht werden soll, dass das Mehraufkommen aus der Steuererhöhung „zunächst“ nur noch dem Land zukommt. Welche Anteile die Kommunen bekommen, soll nach Aussage der Landesregierung erst noch verhandelt werden. Die Kommunen brauchen für den durch Grün-Rot angekündigten Ausbau der Kleinkindbe-treuung und frühkindliche Bildung rasch eine verlässliche gesetzliche Regelung und nicht eine Mittelverteilung nach Haushaltslage“, so Rülke und Haußmann.

Negative Äußerungen sind auch dem Innovations- und Forschungsklima abträglich – In einer von der FDP-Landtagsfraktion beantragten Aktuellen Debatte hat der Sprecher für Mittelstand und Handwerk, Leopold Grimm, Ministerpräsident Kretschmann vorgeworfen, den Automobilstandort Baden-Württemberg schlecht zu reden. Seine negativen und widersprüchlichen Äußerungen seien auch dem Innovations- und Forschungsklima im Land abträglich. „Mit dem Satz ‚Weniger Autos sind natürlich besser als mehr‘ haben Sie die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Automobilindustrie samt der vielen Zulieferbetriebe verunsichert – und das im Automobilland Nr. 1 Baden-Württemberg, in dem jeder Zehnte der über fünf Millionen Beschäftigten direkt oder indirekt in der Kfz-Branche tätig ist“, sagte Grimm. 40 Prozent steuere die Automobilbranche mit ihren vielen mittelständischen Zulieferbetrieben zur Forschung und Innovation in der deutschen Wirtschaft bei.

Es sei auch kein gutes Signal für den weltweit guten Ruf der heimischen Automobilindustrie, wenn der Ministerpräsident jetzt seinem Kabinett Mittel- statt Premiumklasse als Dienstwagen vorschreiben wolle. Dabei übersehe der grüne Ministerpräsident, dass die Autoindustrie zunächst die Oberklasse mit der innovativsten Umwelt- und Sicherheitstechnologie ausstatte und später die Mittelklasse. „Damit fahren unsere großen baden-württembergischen Autos im globalen Konkurrenzkampf an der Spitze und sind so begehrt, dass Baden-Württemberg mehr exportiert als alle anderen Autoländer in der Welt.“Grimm: „Selbst Ihr Koalitionspartner, Herr Ministerpräsident, beurteilt Ihre Äußerungen als ‚Nicht das Gelbe vom Ei‘. Wir können nur hoffen, dass Sie unser Land nicht von der Oberklasse in die Mittelklasse versetzen wollen.“

FDP lehnt Nachtrag ab – Grün-Rot soll Verpflichtung eingehen, Schulden weiter zu senken – Der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, hat die grün-rote Landesregierung in einer Landtagsdebatte über die Verabschiedung des vierten Nachtragshaushalts aufgefordert, künftige Steuermehreinnahmen zur weiteren Absenkung der Neuverschuldung einzusetzen. „Wenn Sie sich im aktuellen Nachtragshaushalt schon geweigert haben, die Neuverschuldung auf null zu senken, sollten Sie sich jetzt verpflichten, die bis Ende des Jahres 2011 erwarteten Steuermehreinnahmen, die über die Haushaltsansätze hinausgehen, weitestgehend für die Verringerung der Kreditaufnahme zu verwenden“, sagte Rülke. Ein entsprechender Änderungsantrag der FDP-Landtagsfraktion liege zur Abstimmung vor, es sei unbedingt geboten, entsprechende Regelungen zu treffen.

Nach den Worten von Rülke erkenne die liberale Fraktion an, dass es zwangsläufige Ausgaben gibt, die mit dem aktuellen Nachtrag abgedeckt werden müssen. Beispielsweise gebe es Mehrkosten für die Aufnahme von Flüchtlingen, im Besoldungs-und Tarifbereich, bei der Polizei oder bei energie- und klimapolitischen Maßnahmen. Rülke: „Aber wir kritisieren, dass Sie unsere Änderungsanträge ablehnen, obwohl sie gegengerechnet sind, also nicht zu Mehrausgaben führen.“ So beispielsweise mehr Zuschüsse für überbetriebliche Berufsbildungszentren im Bereich der energetischen Sanierung oder für die Unwetterhilfe des Landes an landwirtschaftliche Betriebe.Für Hans-Ulrich Rülke ist der heute gegen die Stimmen der FDP-Landtagsfraktion verabschiedete vierte Nachtrag ein Dokument der Mutlosigkeit: „Mit Transparenz, Klarheit und Wahrheit als die Hauptprinzipien der Haushaltswirtschaft hat dieser Nachtrag nichts zu tun. Sie haben die Chance vertan, jetzt schon die Nettoneuver-schuldung Null im Staatshaushaltsplan 2011 zu verankern.“

Palmer interpretiert die Formulierung „wirtschaftlich optimale Qualität“ als „durchgefallen“ – Zum Urteil von Oberbürgermeister Palmer über das Ergebnis des Stresstests sagte der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke:

„Bemerkenswert sind die Äußerungen des Tübinger Oberbürgermeisters Boris Palmer. Er war es, der die Gutachterfirma sma vorgeschlagen hat, und jetzt interpretiert er die Formulierung ‚wirtschaftlich optimale Qualität‘ als ‚durchgefallen‘. Seit Hölderlins letzten Lebensjahren im Turm hat kein Tübinger mehr derart wirr daher geredet.“

FDP-Fraktion bringt Gesetzentwurf ein – Grün-Rot soll Ankündigungen Taten folgen lassen – In einer Landtagsdebatte über einen von der FDP-Fraktion eingebrachten Gesetzentwurf zur Änderung des Versorgungsfonds für Beamte forderte der Fraktionsvorsitzende Dr. Hans-Ulrich Rülke Finanzminister Schmid (SPD) und die grün-rote Koalition auf, ihren Worten Taten folgen zu lassen.

„Wir präsentieren dem Hohen Haus einen Vorschlag, der die monatliche Zuführungsrate von 500 auf 1200 Euro erhöht und zugleich langfristig Vorsorge für die künftigen Pensionsleistungen des Landes trifft“, sagte Rülke. Der Finanzminister hatte der schwarz-gelben Vorgängerregierung wiederholt vorgeworfen, ihren Versorgungsverpflichtungen gegenüber den Beamten unzureichend nachgekommen zu sein. Dazu hat die SPD in ihrem Wahlprogramm angekündigt, für jeden neuen Beamten oder jede neue Beamtin eine „volle Versorgungsrücklage einzustellen“. Im grün-roten Koalitionsvertrag heißt es dazu unter anderem: „Baden-Württemberg wird . . . die Pensionen der Beamtinnen und Beamten nachhaltig sichern.“Rülke: „Nun haben Sie die Gelegenheit, Ihre Ankündigungen umzusetzen. Unser ausgewogener Gesetzentwurf ist zugleich ein Test dafür, wie ernst es der Finanzministers und die grün-rote Regierung meinen, wenn sie eine umfassende Zukunftsvorsorge für die Pensionen für Beamtinnen und Beamte einfordern.“ Ziel des Gesetzentwurfs der FDP-Fraktion ist es, den bestehenden Versorgungsfonds so umzugestalten, dass langfristig weitaus höhere Anteile der Versorgungsleistungen des Landes aus den angesammelten Finanzmitteln bestritten werden können.

Mit Transparenz, Klarheit und Wahrheit hat der Nachtrag wenig zu tun – In einer Landtagsdebatte über den vierten Nachtragshaushalt des Landes, sagte der Fraktionsvorsitzende und finanzpolitische Sprecher, Dr. Hans-Ulrich Rülke:

„Es bleibt dabei: Der Entwurf des 4. Nachtrags ist genauso ein Dokument der Mutlosigkeit wie die Haushaltspolitik der grün-roten Koalition insgesamt. Wer sich nicht traut, trotz einer hervorragenden konjunkturellen Lage und überproportional steigender Steuereinnahmen jetzt eine Nettoneuverschuldung Null im Staatshaushaltsplan für 2011 zu verankern, soll von nachhaltiger Haushaltspolitik künftig schweigen. Und wer die Einhaltung der Schuldenbremse des Grundgesetzes auf 2020 – also den verfassungsrechtlich letztmöglichen Termin – vertagt, stellt Baden-Württemberg haushaltspolitisch auf eine Stufe mit Nordrhein-Westfalen. Das hat unser Land nun wirklich nicht verdient.Die Rücklage, in der stattdessen 560 Millionen Euro gebunkert werden sollen, ist tatsächlich eine Reservekasse der grün-roten Landesregierung. Mit Transparenz, mit Haushaltsklarheit und Haushaltswahrheit als den ehernen Prinzipien der Haushaltswirtschaft hat das wenig zu tun. Für uns Liberale ist klar: Die Nettokreditaufnahme kann und muss auf null. Diese Art von Rücklage brauchen wir nicht. Was wir dagegen brauchen, ist eine konsequente Politik der Haushaltskonsolidierung, die es dann auch ermöglicht, die Ansätze für den Erhalt Straßen und die Sanierung von Hochschulgebäuden auf dem in den letzten Jahren erreichten Stand zu halten und noch weiter zu steigern. Insgesamt aber stellt dieser Nachtrag die Weichen grundsätzlich falsch. Wenn jetzt schon keine Sparanstrengungen zu verzeichnen sind, wie soll es werden, wenn die wirtschaftliche Entwicklung nicht so erfreulich verläuft, wie es zurzeit der Fall ist? Wenn Sie sich nicht zu-trauen, die Schuldenbremse des Grundgesetzes schon jetzt einzuhalten, was dürfen wir von Ihnen erwarten, wenn es nach der Landeshaushaltsordnung daran gehen muss, die Kredit-aufnahmen aus Zeiten der Wirtschaftskrise wieder zu tilgen? Dieser Nachtrag leistet nichts an Vorsorge für die Zukunft, und deshalb werden wir ihn ablehnen.“

Klage einleiten, sollte es zu keiner Einigung bei Verhandlungen mit Nehmerländern kommen – Die Fraktionsvorsitzenden der FDP aus Baden-Württemberg, Bayern und Hessen, Dr. Hans-Ulrich Rülke, Thomas Hacker und Florian Rentsch fordern die Novellierung des Länderfinanzausgleichs nun endlich anzugehen. „Es kann nicht sein, dass wir eines der drängendsten finanzpolitischen Themen weiter auf die lange Bank schieben. Auf unsere Initiative hin haben sich die Ministerpräsidenten der drei Länder noch zu Jahresbeginn darauf verständigt, den bundesstaatlichen Finanzausgleich notfalls auch über den Klageweg neu auszurichten, sollte es zu keiner Einigung am Verhandlungstisch mit den Nehmerländern kommen“, so die drei Fraktionsvorsitzenden.

Die liberalen Politiker warnten vor einer rot-grünen Schuldenpolitik wie in Nordrhein-Westfalen und in Berlin. „Wer selbst in Zeiten wirtschaftlichen Aufschwungs so verantwortungslos mit den Steuergeldern umgeht, wie das in Düsseldorf und in Berlin der Fall ist, der disqualifiziert sich automatisch für höhere Aufgaben. Während auf Bundesebene von Herrn Trittin und Herrn Gabriel vehement ein Neuverschuldungsverbot gefordert wird, finanzieren die rot-grünen Landesfürsten ihre Wahlversprechen indem sie weiter Schulden machen – trotz der Zuwendungen, die sie über den Länderfinanzausgleich von Baden-Württemberg, Bayern und Hessen erhalten. Das passt nicht zusammen und unterstreicht einmal mehr, welch Geistes Kind sie sind. Die Verzögerungstaktik, die nun von Ministerpräsident Kretschmann an den Tag gelegt wird, dient lediglich dem Parteiinteresse und stellt keine qualifizierte Hilfe für eine Neuausrichtung des Länderfinanzausgleichs dar. Was wir brauchen, ist ein anreizorientiertes System“, so die liberalen Politiker.Im derzeitigen System sei es weder für die Geber-, noch für die Nehmerländer attraktiv, sich um eine Steigerung der Finanzkraft zu bemühen. Ein Geberland habe den größten Teil jedes hinzuverdienten Euros in den Länderfinanzausgleich einzubezahlen, während gleichzeitig ein Nehmerland seinerseits erhebliche Transfermittel verliere, wenn es aus eigener Kraft leistungsfähiger werde. „Um den momentanen Aufschwung auch für die zukünftigen Generationen zu sichern, ist es daher dringend notwendig, die Finanzausstattung der Länder, notfalls auch über den Klageweg, neu auszurichten. Es kann nicht sein, dass wir uns auf europäischer Ebene das Recht nehmen aktiv in die Finanz- und Haushaltspolitik souveräner Staaten einzugreifen und sie zu Sparmaßnahmen zwingen, während uns dies innenpolitisch versagt bleibt und Steuergelder nicht zum Wohle des Landes, sondern zum Machterhalt rot-grüner Wohlfahrtsstaaten verpulvert werden. Unser Vorschlag liegt auf dem Tisch. Nun erwarten wir, dass gehandelt wird“, so Rülke, Hacker und Rentsch.

Ja zu einem solidarischen Europa – Fachkräfte suchen in Spanien oder Italien – In einer Landtagsdebatte mit dem Titel „Den Fachkräftebedarf der Wirtschaft im Land im partnerschaftlichen Dialog mit der Wirtschaft nachhaltig sichern“ sagte der Sprecher für Mittelstand und Handwerk, Leopold Grimm unter anderem:

„Wenn ein neues Steuersystem angeblich auf einen Bierdeckel passen kann, meine Damen und Herren, dann braucht ein einziges Wort noch weniger Platz. Ich appelliere an die grün-rote Landesregierung, sagen Sie Ja. Sagen Sie Ja zum Fordern vor dem Fördern. Sagen Sie Ja zu dem in Deutschland erfolgreichsten Bildungssystem, um das uns die Welt und auch andere Bundesländer beneiden. Sagen Sie Ja zum bewährten Ausbildungssystem, von dem Wirtschaft, Schule und Verbände mehr verstehen als die Politik. Sagen Sie: Ja, wir wollen, dass jedes Kind Deutsch spricht, wenn es eingeschult wird, egal welcher Nationalität. Sagen Sie: Ja, ihr Eltern seid verantwortlich für Eure Kinder, Ihr könnt sie nicht einfach der Gesellschaft überlassen. Gehen Sie in die Betriebe, in die staatlichen und privaten Ausbildungsstätten und Berufsschulen, und Sie werden sehen: Ja, die Praxis funktioniert, trotz mancher Hindernisse.Sagen Sie Ja zur Subsidiarität und setzen Sie auf Eigenverantwortung vor staatlichem Handeln. Was beispielsweise in Tuttlingen oder Donaueschingen geregelt werden kann, muss nicht hier im Landtag oder von der Landesregierung geregelt werden. Schauen Sie über den Kirchturm, über Landes- und Bundesgrenzen: Sagen Sie Ja zur unbürokratischen Anerkennung gleichartiger Abschlüsse in Schule, Studium und Beruf, die nicht in Deutschland gemacht worden sind. Suchen Sie nicht hinter den sieben Bergen neue Fachkräfte, wenn Sie hier fehlen, sondern öffnen Sie einfach die Tür: Sie stehen davor, in Spanien, in Frankreich, in Italien oder sonst irgendwo in der EU. Sagen Sie Ja zu einem solidarischen Europa. Sagen Sie, Ja, kommt nach Deutschland, wenn Ihr ohne Arbeit seid und wir mehr davon haben, als wir bewältigen können.“

FDP kritisiert Personalpolitik von Ministerpräsident Kretschmann und Finanzminister Schmid – „Jeder, der per Saldo mehr Personalstellen schafft, erhöht auch die staatlichen Pen-sionsleistungen der Zukunft.“ Dies sagte der Vorsitzende und finanzpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, in einer aktuellen Debatte mit dem Titel „Massive Stellenvermehrung durch die Landesregierung zu Lasten des Steuerzahlers“.

Vor diesem Hintergrund kritisierte Rülke die Ankündigung von Ministerpräsident Kretschmann und Finanzminister Schmid, allein 180 neue Personalstellen aus Gründen einer neuen grün-roten Politik zu schaffen: „Herr Ministerpräsident, Sie können noch so lange vom ‚Ausfluss des Demokratieprinzips‘ reden – das, was Sie hier anstellen, hat Ihnen zu Recht eine Rüge des Rechnungshofs eingebracht. Ich stimme dem Präsidenten Munding ausdrücklich zu, wenn er Ihnen ins Stammbuch schreibt, ‚nicht Personalvermehrung, sondern Aufgabenkritik und Personalabbau sind gefragt‘“. Neue Stellen werden in folgenden Bereichen geschaffen: im Verkehrsministerium, im neu eingerichteten Integrationsministerium, im Staatsministerium. Weiter werden Stabsstellen und Planungsstäbe eingerichtet, die aus Sicht des Ministerpräsidenten und seines Stellvertreters Schmid mit zuverlässigem Personal besetzt werden sollen. Der FDP-Fraktionsvorsitzende kritisierte dieses Vorgehen als Herabsetzung des baden-württembergischen Berufsbeamtentums. Denn es gehe von der Unterstellung aus, dass die vorhandenen Beamten den politischen Willen der neuen Regierung nicht korrekt umsetzen könnten oder wollten. Rülke: „Ihr Nachtragshaushalt ist nicht nur ein Dokument der Aufblähung des Staatsapparats zu Lasten der Steuerzahler, sondern auch Ausdruck einer Missachtung der Beamten und Beamtinnen.“

Junge Familien besonders betroffen – Zynismus von Kretschmann und Schmid – Zur Ankündigung von Ministerpräsident Kretschmann und Finanzminister Schmid, die Grunderwerbssteuer ab Oktober von 3,5 auf 5 Prozent zu erhöhen, sagte der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke:

„Die Erhöhung der Grunderwerbssteuer ist ein familienfeindlicher Akt. Sie trifft besonders junge Familien, die jetzt vor der Frage stehen, ob sie ihren Wunsch nach eigenen vier Wänden noch finanzieren können. Die Belehrungen der Herren Kretschmann und Schmid, dass sich junge Familien den Kauf einer Immobilie sowieso nur leisten könnten, wenn Mann und Frau arbeiten, und Familien mit Alleinverdiener, die Erhöhung ‚locker verkraften´, sind zynisch. Denn sie werden den gänzlich unterschiedlichen Situationen in den Familien in keiner Weise gerecht. Auch die Investitionen in den Mietwohnungsbau werden durch die neue Bürgerregierung zum Nachteil von sozial Schwächeren erschwert.“

Rüge blamiert vor allem Finanzminister Schmid – Nachtragshaushalt gründlich überarbeiten – „Nachdem jetzt auch der Rechnungshof des Landes heftige Kritik am Vorhaben der grün-roten Regierung geübt hat, den Konsolidierungspfad bis 2019 zu strecken, und die Regierung aufgefordert hat, spätestens ab 2012 ausgeglichene Haushalte vorzulegen, muss der Finanzminister den Entwurf für den 4. Nachtrag 2011 grundlegend überarbeiten“, forderte der Vorsitzende und finanzpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke.

Und: „Diese Rüge des Rechnungshofs blamiert vor allem den sich immer so klug gebenden Finanzminister, also bitte noch einmal auf Anfang, Herr Schmid.“ Denn es könne nicht angehen, sich in der „Kassensturz“-Debatte weitgehend auf Analysen und Materialien des Rechnungshofs zu stützen, „um dann zwei Wochen später die Vorschläge und Mahnungen des Rechnungshofs in den Wind zu schlagen.“ Rülke weiter: „Die Regierung muss tun, was zweifellos unbequem ist: Neue Ausgaben nur vorsehen, wenn gleichzeitig an anderer Stelle Ausgaben wegfallen. Und Sie muss insbesondere im Bereich der Ministerien darauf verzichten, zusätzliche Ausgaben für Personal einzuplanen. Jetzt und in den Folgejahren gleichermaßen.“Die Anmerkungen des Rechnungshofs zur Praxis der Studiengebühren an baden-württembergischen Hochschulen bezeichnete Rülke als „sehr ausgewogenes Urteil.“ Kritik im Detail, zum Beispiel an der Geschwisterregelung, gehe einher mit einer insgesamt sehr posi-tiven Würdigung der Praxis der Erhebung und Verwendung der Studiengebühren. „Dies sollte für den Landtag Anlass sein, die Studiengebühren nicht mit einem nur ideologisch motivierten Schnellschuss abzuschaffen, sondern unter Einbeziehung der verschiedenen gesell-schaftliche Gruppierungen an konkreten Verbesserungen zu arbeiten, zu denen zweifellos auch die Vorschläge des Rechnungshofs gehören“, sagte Rülke