Vorgebrachte Begründung von zusätzlichen 180 Personalstellen ist nicht akzeptabel – Der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, kritisiert Ministerpräsident Kretschmann und seinen Stellvertreter Finanzminister Schmid nicht nur wegen der Schaffung von 180 zusätzlichen Stellen, sondern auch dafür, wie Nils Schmid dies auf einer gemeinsamen Pressekonferenz begründete. Laut Medienberichten sagte der stellvertretende Ministerpräsident:

Nur so könne nach 57 Jahren CDU-geführter Regierungen im Südwesten die Handlungsfähigkeit der neuen Regierung sichergestellt werden. Das hätten die Leute mit dem Regierungswechsel auch gewollt und gewählt. Schließlich könnten Straßenbauer nicht einfach neue Mobilitätskonzepte entwickeln oder Beamte, die bisher für die Atomaufsicht zuständig sind, sich mit Windradförderung befassen.Nach den Worten von Rülke sind die Äußerungen des stellvertretenden Ministerpräsidenten im Grunde eine Beleidigung der Beamten und Beamtinnen im Land. Das Berufsbeamtentum habe zu gewährleisten, dass durch das Ergebnis einer Wahl veränderte politische Vorgaben loyal, kompetent und sachgerecht umgesetzt werden. Rülke: „Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass die Bediensteten der Ministerien hierzu nicht in der Lage sind oder dazu nicht bereit wären.“ Klar sei, dass jeder Minister bestimmte Stellen mit Personen seines persönlichen Vertrauens besetzen wolle. „Was Grün-Rot jetzt aber anstellt, ist eine Aufblähung des Regierungsapparats und so nicht akzeptabel“, sagte Rülke.

Neuverschuldung Null wäre möglich – Stattdessen 560 Millionen in Rücklagen gesteckt – Zur Vorstellung des geplanten Nachtragshaushalts 2011 durch Ministerpräsident Kretschmann und Finanzminister Schmid sagte der Fraktionsvorsitzende und finanz-politische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke: „Es bleibt dabei, der grün-rote Nachtragshaushalt ist ein Dokument der Mutlosigkeit.

Die Absenkung der Kreditaufnahmen um 250 Millionen Euro reicht bei weitem nicht aus. Stattdessen bunkert der Finanzminister rund 560 Millionen Euro in den Rücklagen, um dann in den nächsten Jahren grün-rote Wohltaten zu verkünden. Stattdessen könnte man mit dieser Summe die Neuverschuldung auf null bringen, wie es CDU und FDP in den Haushaltsjahren 2008/2009 vorgemacht haben. Grün-Rot fehlt der Wille zum Sparen und bereitet lieber der schon angekündigten Erhöhung der Grunderwerbssteuer den Weg.“

Regierungserklärung des Finanzministers bleibt jeglichen Gesttaltungswillen schuldig – „Als durchsichtige Schauveranstaltung“ hat der Fraktionsvorsitzende und finanzpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, die Regierungserklärung von Finanzmi-nister Nils Schmid bewertet. Was Schmid aufgezählt habe, sei alles bekannt – man brauche lediglich die Denkschrift des Rechnungshofes aus dem Jahre 2010 zu lesen. „Sie kommen mir vor wie jemand, der in den Spiegel schaut, um zu erfahren, wie er aussieht“, so Rülke.

Dem Chef des Steuerzahlerbundes Baden-Württemberg sei beizupflichten: Wilfried Krahwinkel wirft der neuen Landesregierung vor, den angeblichen Sanierungsstau im Lande aufzubauschen, um die Haushaltskonsolidierung nach hinten verschieben zu können. Nach den Worten von Rülke ist die Verschuldung des Landes mit rund 43 Milliarden Euro nicht zu bestreiten. Wenn man allerdings wie der Finanzminister zusätzliche Leistungen – wie etwa für den Erwerb der EnBW-Anteile – hinzurechne, müsse man dem auch deren Wert entgegensetzen. Rülke: „Im Übrigen wäre die Verschuldung des Landes noch deutlich höher, wenn man den kostenträchtigen Anträgen der SPD aus deren Oppositionszeit auch nur gelegentlich gefolgt wäre.“Den Gipfel der Scheinheiligkeit erreiche Schmid aber, wenn er die hinterlassenen Pensions-verpflichtungen der alten Landesregierung geißle. Rülke: „Der einzige Ort, wo Grün-Rot bisher Gestaltungswille zeigt, ist der Regierungsapparat und dessen Aufblähung. Mehr Minister, mehr Beamtenstellen und die Höhergruppierung verdienter Parteigänger kurz vor deren Le-bensabend. So sieht der grün-rote Kampf gegen die Pensionslasten aus.“ Wenn ein abgewählter SPD-Abgeordneter jenseits der 60 von A13 nach B 3 hochgestuft werden solle, so könne man nur feststellen, dass Grün-Rot Wort halte: „Der Wechsel beginnt – aber nur von A 13 nach B 3!“Finanzminister Schmid lasse jegliche Konsolidierungsvorschläge vermissen. Es werde lediglich „Haltet den Dieb“ gerufen. Bezeichnend sei ja, dass Grün-Rot die Nullneuverschuldung auf 2020 verschoben habe. Die alte Landesregierung habe für 2011 zunächst 2,1 Milliarden an krisenbedingter Neuverschuldung vorgesehen gehabt. Im dritten Nachtrag zum Doppel-haushalt habe man diesen Betrag konjunkturbedingt bereits auf 800 Millionen absenken können. Bei aktuell rund einer Milliarde an Steuermehreinnahmen in diesem Jahr sei es ein Leichtes, zur Nullneuverschuldung der Jahre 2008 und 2009 durch die alte Landesregierung zurückzukehren. „Dass dies nicht geplant ist und man stattdessen über angebliche Erblasten lamentiert, spricht Bände zu der Frage der Solidität von Grün-Rot“, so Rülke.

Gewerbesteuer in ihrer heutigen Form eine ökonomische Fehlkonstruktion – Zu den Plänen der grün-roten Landesregierung, die Gewerbesteuer auf Freiberufler auszuweiten, sagte der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke:

“Die mit der Gewerbesteuer verbundenen Probleme, sowohl für die Kommunen wie auch die Wirtschaft, sind damit aber nun leider nicht gelöst. Der Reformbedarf bleibt: Denn die Gewerbesteuer in ihrer heutigen Form trägt den Interessen der Kommunen nicht Rechnung, die an einer Steuer mit einem stabilen, vom konjunkturellen Auf und Ab weitgehend unabhängigen Aufkommen interessiert sein müssen. Zugleich stellt die Gewerbesteuer ökonomisch eine Fehlkonstruktion dar, weil ihre Bemessungsgrundlage ertragsunabhängige Elemente enthält, und damit die Gefahr besteht, dass nicht der Ertrag, sondern die Substanz eines Unternehmens besteuert wird.”

Wenig Konkretes vom Ministerpräsidenten – Der Vorsitzende der FDP-Landtagfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, hat die Regierungserklärung von Ministerpräsident Kretschmann als eine Ansammlung von Lyrik, Plattheiten und polemischen Angriffen gegen die schwarz-gelbe Vorgängerregierung bezeichnet.

„Dass mit Grün-Rot nach den Worten von Herrn Kretschmann eine neue Gründerzeit beginnen wird, halte ich für pure Anmaßung. Es gab schon in den Zeiten der schwarz-gelben Koalition im Land beispielsweise eine weltweit führende und innovative Automobil-Industrie und andere heimische Unternehmen, die im Bereich der regenerativen Energien europäische Spitze sind. Jetzt so zu tun, als gehe mit der neuen Landesregierung in Baden-Württemberg nach langer Finsternis endlich die ökologische Sonne auf, grenzt an Unverfrorenheit“, sagte Rülke, der sich dagegen verwahrte, das Land schlecht zu reden. Kretschmann hat nach den Worten des FDP-Fraktionsvorsitzenden wenig Konkretes an den Tag gelegt. So kündige der Ministerpräsident unter der Plattitüde „Gute Arbeit“ an, die Langzeitarbeitslosigkeit „durch neue Wege“ zu bekämpfen, ohne die Instrumente zu benennen. Dass Baden-Württemberg mit Bayern bundesweit die geringste Arbeitslosigkeit hat, habe der Ministerpräsident dann lieber verschwiegen. Rülke: „Weiter summieren sich die Versprechen der neuen Regierung deutlich über eine Milliarde Euro. Wo er aber sparen werde, das sagte Herr Kretschmann nicht – um gleichzeitig bekannt zu geben, den Haushalt konsolidieren zu wollen.“ Für dreist hält der FDP-Fraktionsvorsitzende auch die Behauptung des Ministerpräsidenten, Baden-Württemberg stehe in der Gesamtverschuldung auf dem letzten Platz aller 13 deutschen Flächenländer. Rülke: „Diese Berechnung wurde wahrscheinlich schon in der neuen grün-roten Einheitsschule durchgeführt.“ Konstruktive Zusammenarbeit signalisierte der FDP-Fraktionsvorsitzende gegenüber der neuen Landesregierung bei den Themen Senkung des Quorums bei Volksentscheiden, Informationsfreiheit und Direktwahl der Landräte.

Grün-rote Katastrophengemälde: Neue Regierung muss zeigen, was sie tatsächlich kann – Zur Ankündigung von Ministerpräsident Kretschmann und vom Minister für Finanzen und Wirtschaft, Schmid, die zu erwartenden Steuereinnahmen zur Konsolidierung des Haushalts zu verwenden, sagte der Vorsitzende und finanz- und wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke: “Die grün-rote Landesregierung drückt sich davor, für das Jahr 2011 konkrete Ziele zur Haushaltskonsolidierung zu benennen.

Es wäre ohne Probleme möglich, im laufenden Jahr jegliche Neuverschuldung zu vermeiden, sofern auf kostspielige neue Ausgabenprogramme verzichtet wird. Das gilt trotz der grün-roten finanziellen Katastrophengemälde auch für die Folgejahre, soweit die der Steuerschätzung zugrunde liegenden Annahmen zur wirtschaftlichen Entwicklung sich als zutreffend erweisen. Weitere Konsolidierungsmaßnahmen sind dafür unerlässlich, aber gerade hier muss die neue Landesregieurng einmal zeigen, was sie tatsächlich kann.”

Fragwürdiger Umbau eines der erfolgreichsten Bildungssysteme Deutschlands – Zum heute vorgestellten Koalitionsvertrag der künftigen grün-roten Regierungspartner sagte der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke:”Dies ist also der angekündigte neue Politikstil von Grün-Rot: Aufblähung des Staatsapparats, Steuererhöhungen zu Lasten der Familien, fragwürdiger Umbau eines der erfolgreichsten Bildungssysteme Deutschlands.”

Nach den Worten von Rülke zeigt die Aufstockung auf elf Ministerien, wie uneinig sich die selbst ernannten Liebespartner im Grunde sind. Der höchst komplizierte gefundene Proporz zwischen Ministerien und Kabinettsstimmrechten sei den Koalitionären wichtiger gewesen als die sinnvolle Abgrenzung der Ressorts.Die Erhöhung der Grunderwerbssteuer von 3,5 auf 5 Prozent treffe besonders junge Familien, die jetzt vor der Frage stünden,ob sie ihren Wunsch nach eigenen vier Wänden noch finanzieren könnten. Auch die Investitionen in den Mietwohnungsbau würden durch Grün-Rot zum Nachteil von sozial Schwächeren erschwert.Die Vielfalt der Bildungswege sei ein Markenzeichen der baden-württembergischen Bildungspolitik. Rülke: “Die FDP wendet sich entschieden gegen grün-rote Versuche einer Gleichmacherei aus ideologischen Gründen. Das gilt auch für Pläne, den Bürgern durch ein bevormundendes Verfahren aus Zwängen und Anreizen eine Einheitsschule aufzunötigen.”

SPD einmal mehr umgefallen: Noch drastischerer Steuererhöhung zugestimmt – Der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, sagte zu den Bildungs- und Steuerbeschlüssen der künftigen baden-württembergischen grün-roten Koalition: “Winfried Kretschmann und Nils Schmid schrecken nicht davor zurück, zur Durchsetzung ihrer Bildungsideologie noch mehr Steuererhöhungen anzukündigen. So werden die Bürger weiter belastet und die Konjunktur abgewürgt.

Die SPD ist einmal mehr umgefallen: Zunächst wies sie ihren künftigen grünen Partner zurück, als dieser die Grunderwerbssteuer um einen Punkt erhöhen wollte. Eine neue Regierung solle sich doch nicht mit Steuererhöhungen einführen, hieß es. Und jetzt macht die SPD sogar bei einer Erhöhung um 1,5 Prozent mit. Hier will eine Koalition ans Werk gehen, die den Politikwechsel so versteht, dass die Bürgerinnen und Bürger abgezockt werden sollen.”

Kritik an Vorhaben, Gewerbesteuer auf Freiberufler und Selbstständige auszudehnen – Der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, bezeichnete das Vorhaben der künftigen grün-roten Koalition, die Gewerbesteuer auf Freiberufler und Selbstständige auszudehnen als pure Mittelstandsfeindlichkeit.

„Grün-Rot scheint mit Gewalt zu versuchen, den wirtschaftlichen Aufschwung abzuwürgen und die Bürokratie zu vergrößern“, sagte Rülke. Statt die konjunkturell anfällige Gewerbesteuer auszudehnen, muss es nach den Worten von Rülke darum gehen, diese abzuschaffen und den Kommunen stattdessen einen höheren Anteil an der Mehrwertsteuer zur Verfügung zu stellen. „Mit einem eigenen Hebesatzrecht auf die Einkommens-und Körperschaftssteuer ist den Kommunen besser gedient“, sagte Rülke. Und: „Freiberufler in die Gewerbesteuerpflicht einbeziehen zu wollen ist eine Milchmädchenrechnung, da dies mehr Aufwand als Ertrag bedeutet“.

Zahl und Qualität der Existenzgründungen soll deutlich steigen – Verbesserte Beratung – Die FDP-Landtagsfraktion und das Wirtschaftsministerium wollen die Zahl und Qualität der Existenzgründungen im Land deutlich steigern. „Das Ziel ist, der baden-württembergischen Gründerkultur einen weiteren Schub zu geben. Es gibt zahlreiche innovative Köpfe in unserem Land – dieses Potenzial werden wir durch eine Intensivierung der Beratung noch gezielter fördern“, sagten der Fraktionsvorsitzende Dr. Hans-Ulrich Rülke und Wirtschaftsminister Ernst Pfister auf einer Landespressekonferenz.

Nach den Worten von Rülke werde die FDP in der nächsten Legislaturperiode den Ausbau der sogenannten Mikrofinanzierung als weiteren Kernpunkt einer umfassenden Gründungskampagne vorantreiben. Bisher schon hätten die neuen Ansätze im Bereich der Mikrofinanzierung den Zugang zum Kapitalmarkt für Existenzgründerr mit kleinem Finanzierungsbedarf – unter 25.000 Euro – deutlich verbessert. Bereits 150 Gründungsvorhaben wurde so der Zugang zu Kleinkrediten verschafft. Ermöglicht wurde dies durch die seit einem Jahr im Modell erprobte Kopplung neuer Mikrofinanzierungsansätze mit den vom Wirtschaftsministerium geförderten Beratungsangeboten. „Auch den jungen Hightech-Unternehmen kommt im Blick auf die technologische Leistungsfähigkeit des Landes eine Schlüsselrolle zu“, sagte Ernst Pfister. Da diese vor allem in der risikoreichen Frühphase Schwierigkeiten hätten, Geldgeber zu finden, habe sein Ministerium mit der Aufstockung des Risikokapitalfonds des Landes bei der MBG sowie der Einrichtung eines sogenannten Seedfonds die Situation verbessert. „Die Einrichtung des Venture Capital Fonds, für den die Landesregierung in einem ersten Schritt vier Millionen Euro bereitstellt, ist der Grundstock für die Verbesserung der Frühphasenfinanzierung“, so der Wirtschaftsminister. Der weitere Ausbau sollte ein Schwerpunkt der Innovationspolitik in der nächsten Legislaturperiode sein. Und: „Unser großer Coup, das erfolgreiche Modell der Innovationsgutscheine, soll ausgebaut und verstärkt auch jungen innovativen Unternehmen zugutekommen“, so Pfister.

Rot-Grün und Rot-Rot haben schlechtes Gewissen und reagieren mit Populismus – In einer Aktuellen Debatte über den Länderfinanzausgleich sagte der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, die unsachlichen Reaktionen aus den Nehmerländern Nordrhein-Westfalen und Berlin zeigten einmal mehr die dringende Notwendigkeit, den „ungerechten und leistungsfeindlichen Finanzausgleich“ zu reformieren.

„Rot-Grün und Rot-Rot haben wohl ein schlechtes Gewissen und reagieren mit reinem Populismus auf die Kritik der Geberländer Baden-Württemberg, Bayern und Hessen“, sagte Rülke. Aus Sicht der FDP sei es jedoch nicht zu vermitteln, dass die Geberländer unter großen Anstrengungen ihre eigenen Haushalte konsolidieren und Nehmerländer infolge der Transfermittel des Finanzausgleichs großzügig auf Studien- oder Kindergartengebühren verzichten und Schuldenberge auftürmen. „Damit keine Missverständnisse entstehen – wir wollen unseren solidarischen Beitrag gerne im Wege eines dann reformierten Länderfinanzausgleichs leisten. Es kann aber nicht sein, dass Baden-Württemberg für seine Leistungskraft bestraft wird“, so Rülke. Vor diesem Hintergrund zeigte sich Rülke überzeugt, dass den Geberländern nur noch die Klage vor dem Bundesverfassungsgericht bleibt, „da es wohl aussichtslos ist, dass wir uns in Verhandlungen mit Argumenten durchsetzen.“ Ziel eines fairen Länderfinanzausgleichs müsse ein System sein, das Anreize dafür setzt, dass leistungsempfangende Länder sukzessiv aus ihrem Status herauskommen. Der Umstand, dass im Wesentlichen immer die gleichen Länder als Einzahler fungierten und dass nur ein einziges Land (Bayern) den Weg vom Nehmerland zum dauerhaften Geberland gefunden hat, verdeutliche die Unzulänglichkeit des bestehenden Systems. Die hierzu erstellten Rechtsgutachten von Prof. Dr. Kube (Mainz) sowie von Prof. Dr. Seiler (Tübingen) belegten nachdrücklich, dass das Ausgleichssystem in seiner derzeitigen Ausgestaltung nicht den objektiven Maßstäben entspricht, die das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil 1999 gefordert hat, so Rülke.

Batterie-Leasing könnte Kaufanreize setzen – Südwesten ist Land der Erfolgsbilanzen – In einer von der FDP/DVP beantragten Aktuellen Debatte über das „Erfolgsmodell Baden-Württemberg“ hat der Fraktionsvorsitzende Dr. Hans-Ulrich Rülke dazu aufgerufen, in der gegenwärtigen Diskussion über die Marktchancen von Elektromobilen neue Wege auszuloten.

Nach den Worten von Rülke könnten Kaufanreize unter Umständen auch über ein Modellprojekt Batterie-Leasing gesetzt werden. „Man muss das Auto der Zukunft ja nicht als untrennbare Einheit verstehen. Wenn man die Batterie leasen könnte, wäre ein Elektrofahrzeug für den normalen Bürger leichter erschwinglich“, so Rülke. Der Wettbewerb um das Antriebskonzept der Zukunft ist nach den Worten des Fraktionsvorsitzenden für die Liberalen von besonderer Bedeutung. Dabei böten die Brennstoffzellen-Technologie und die Weiterentwicklung der Verbrennungsmotoren weiter erfolgsversprechende Perspektiven. „Unser Kurs des Wachstums, der Innovation und Tradition hat dazu geführt, dass Baden-Württemberg das Land der Erfolgsbilanzen geworden ist. Dies ist dem Fleiß und der Tüchtigkeit der Arbeitnehmer und Unternehmer zu verdanken“, sagte Rülke weiter. Laut den aktuellen Zahlen der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit hat Baden-Württemberg jetzt mit 4,7 Prozent (Januar 2011) bundesweit die niedrigste Arbeitslosenquote erzielt und damit den Dauerkonkurrenten Bayern übertroffen. Man wolle sich aber nicht auf Erfolgsmeldungen wie beispielsweise dem bundesweit niedrigsten Armutsrisiko und dem europäischen Spitzenwert beim Innovationsindex ausruhen, so Rülke. Entscheidend seien die richtigen Weichenstellungen für die Zukunft. So stoße die Landesregierung auf Basis des McKinsey/IAW-Gutachtens Wegweisendes an: das neue Helmholtz-Institut Ulm für elektrochemische Energiespeicherung zur Optimierung der Batterietechnik, die neue Abteilung Leichtbau im Fraunhofer-Institut Stuttgart oder die Weiterentwicklung von Dünnschicht-Solarzellen für schnelleren Technologietransfer beim Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung.

Baden-Württemberg darf nicht für Leistungskraft bestraft werden – Kritik an Kurt Beck – Der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, begrüßte die Entscheidung der Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Bayern und Hessen, eine Verfassungsklage gegen den bestehenden Länderfinanzausgleich in Auftrag zu geben.

Eine Einigung über eine verfassungsgemäße Neugestaltung des Länderfinanzausgleichs mit den Nehmerländern „in letzter Minute“ sieht Rülke aber eher skeptisch: „Es ist nicht realistisch, dass sich in Verhandlungen die Geberländer gegen die Mehrheit der Nehmerländer mit Argumenten durchsetzen – letztlich bleibt uns nur die Klage vor dem Bundesverfassungsgericht. Denn es kann nicht sein, dass wir für unsere Leistungskraft bestraft werden und nach dem bestehenden Ausgleichssystem von einem Champions-League-Platz in die Abstiegszone abrutschen.“ Rülke entgegnete dem rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck, der es „seltsam“ findet, dass die baden-württembergischen Beamten vor den Tarifverhandlungen eine zweiprozentige Gehaltserhöhung erhalten werden: „Ich verbitte mir die Kritik von Kurt Beck, denn im Gegensatz zu Rheinland-Pfalz haben wir in Baden-Württemberg unseren Haushalt in Ordnung gebracht. Es zeigt sich, dass Rheinland-Pfalz nicht nur die Heimat von Pulver-Kurt, sondern auch die Heimat von Pleite-Kurt ist.“

Chancen bei Liberalisierung von Sportwetten – Durch Lizenzen mehr Geld in Wettmittelfonds – „In Sachen Glücksspiel ist eine Teil-Liberalisierung der richtige Weg, europarechtliche Vorgaben zu befolgen und dennoch stabile Finanzierungen von Sport, Kultur, Denkmalpflege und sozialen Aufgaben zu gewährleisten“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der FDP/DVP-Fraktion, Hagen Kluck, anlässlich einer beratenden Äußerung des Landesrechnungshofes.

Die Liberalen würden bei ihrer Auffassung bleiben, dass durch die Vergabe von Lizenzen an private Sportwetten-Anbieter wieder mehr Geld in den Wettmittelfonds fließen würde.Am Lotto-Monopol wolle auch die FDP festhalten. Hier schließe man sich der Auffassung des Rechnungshofs an. Die beratende Äußerung des Rechnungshofs insgesamt gibt jedoch nach Meinung der finanz- und sportpolitischen Sprecherin Heiderose Berroth lediglich einen Zwischenstand wieder. Die Einschätzungen des Justizministeriums und des Wirtschaftsministeriums seien nicht berücksichtigt worden. „Wir müssen bei Regelungen im Glücksspielbereich nach einer länderübergreifenden Lösung suchen“, sind sich Berroth und Kluck einig. „Bei einer Liberalisierung in anderen Bundesländern könnten schwere Wettbewerbsnachteile für Baden-Württemberg entstehen“. Außerdem sollte man europarechtliche Vorgaben nicht auf die leichte Schulter nehmen. „Hier müssen wir sorgfältig prüfen, wie wir allen Anforderungen gerecht werden“.

FDP setzt sich durch – Bei Lebensarbeitszeitkonto wird auf junge Beamte Rücksicht genommen – Der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, erklärte auf einer Landespressekonferenz, dass aus Haushaltsresten dem Wirtschaftsministerium rund weitere vier Millionen Euro für den Innovationsbereich zur Verfügung gestellt werden.

Diese Mittel werden vor allem kleinen und mittleren Unternehmen zugutekommen, beispielsweise zur besseren Verzahnung von Wirtschaft und Forschung. Weiter sagte Rülke, dass das von den Regierungskoalitionen beschlossene Lebensarbeitszeitkonto für Beamte auf Initiative der Liberalen Rücksicht auf Berufseinsteiger nehme. Nach den Worten von Rülke ist vereinbart, dass die Landesbeamten auf freiwilliger Basis Mehrarbeit leisten können. Falls das Modell bei nicht genügender Beteiligung verpflichtend werde, sollen die Berufsanfänger in den ersten fünf Jahren geschont werden. „Diese Rücksichtnahme ist aus unserer Sicht angebracht, da beispielsweise ein junger Lehrer nach dem Referendariat noch nicht die Routine eines erfahrenen Kollegen mit vielen Berufsjahren haben kann“, so Rülke.

Regierung und Fraktionen eröffnen Beamten mehr Gestaltungsspielräume/Tariferhöhung für Landesbeamte zum 1. April 2011 um 2,0 Prozent beschlossen – Die Koalition von CDU und FDP/DVP und die Landesregierung sind sich einig, dass die Konsolidierung des Landeshaushalts in den nächsten Jahren höchste Priorität hat. Aus diesem Grund müssen auch die gemeinsam vereinbarten Einsparungen im Personalbereich des Landes eingehalten werden.

Die Umsetzung dieser Einsparungen wird im Rahmen eines differenzierten Lebensarbeitszeitkontos erfolgen. Jeder Landesbeamte kann dadurch ganz persönlich von der Einführung einer freiwilligen Mehrarbeit profitieren“, sagten der Ministerpräsident Stefan Mappus, CDU-Fraktionschef Peter Hauk und FDP/DVP-Fraktionschef Dr. Hans-Ulrich Rülke am Mittwoch (12. Januar 2011), als Ergebnis der Klausurtagungen der beiden Regierungsfraktionen.In einem fruchtbaren Diskussionsprozess ist es der Regierung gemeinsam mit den Fraktionen gelungen, ein Konzept zu erarbeiten, das sowohl den Anforderungen des Haushalts-, der Familienpolitik als auch einer erfolgreichen und modernen Personalpolitik entspricht.„Durch gezielte Anreize kann die Bereitschaft der Beamten im öffentlichen Sektor zu Mehrarbeit gestärkt werden. Somit kann für jeden Einzelnen erkennbar sein, dass er durch die geleistete Mehrarbeit für sich selbst Gestaltungsspielräume eröffnen und zugleich sein individuelles Vorsorgebedürfnis erfüllen kann“, betonte Ministerpräsident Stefan Mappus. Eine Rückgabe über die gesamte Laufzeit oder bei Ausscheiden sei dabei gewährleistet.Für Regierung und Fraktionen stand bei der Ausgestaltung des Lebensarbeitszeitkontos die Stärkung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie von Pflege und Beruf im Mittelpunkt, betonten Hauk und Rülke.Das neue Lebensarbeitszeitkonto wird in einer Pilotphase bis zur Jahresmitte 2012 evaluiert. Wird der angestrebte Einsparbetrag bis dahin nicht erfüllt, wird ein verpflichtendes Modell der Mehrarbeit eingeführt.Einigkeit besteht bei Regierung und Fraktionen auch darüber, dass es mit der Einführung eines differenzierten Lebensarbeitszeitkontos zu keinen Kürzungen bei Gehalt und Pension sowie Beihilfe und der freien Heilfürsorge kommt.Im Vorgriff auf die anstehenden Tarifverhandlungen werden wir bereits zum 1. April 2011 für alle Beamten des Landes Baden-Württembergs eine Tariferhöhung von 2 Prozent vornehmen. Dies ist zum einen eine Wertschätzung für die gute Arbeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst, zugleich soll dies auch als Motivation für die erfolgreiche Umsetzung des differenzierten Lebensarbeitszeitkontos dienen, so Mappus, Hauk und Rülke.Die weitere Ausgestaltung des differenzierten Lebensarbeitszeitkontos wird vor Beginn der Erprobungsphase sowie im Anschluss in Abstimmung mit den betroffenen Berufsverbänden erfolgen.Die Eckpunkte des differenzierten Lebensarbeitszeitkontos gestalten sich wie folgt:1. Erprobungsphase 2011Es besteht Einigkeit darin, dass im Jahr 2011 – beginnend zum 1.9. – ein Einsparbetrag aus dem Personalbereich in Höhe von 20 Mio. Euro erbracht werden muss. Dieser Betrag wächst auf bis ins Jahr 2018 auf 160 Mio. Euro pro Jahr.2. Jeder Beamte im öffentlichen Sektor kann grundsätzlich eine Stunde Mehrarbeit erbringen. Darüber hinausgehende Mehrarbeit muss für eine Anrechnung durch den jeweiligen Dienstvorgesetzten genehmigt werden. Sie werden in ein Lebensarbeitszeitkonto gutgebucht.Aufgelaufene und genehmigte Überstunden zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Regelung können – ohne dass eine Kappung zum Jahresende erfolgt – auf Wunsch in das Lebensarbeitszeitkonto angespart werden. In der Ausgestaltung des Lebensarbeitszeitkontos soll möglichst hohe Flexibilität bestehen. Dies stärkt die operative Eigenständigkeit vor Ort. Die Ausgestaltung wird im Einvernehmen von Dienststellenleiter und dem örtlichen Personalrat vorgenommen.Auf Antrag können im Falle der Verpflichtung auch Berufseinsteiger in den ersten 5 Dienstjahren an diesem Modell teilhaben.3. Die Pilotphase des Lebensarbeitszeitkontos soll so evaluiert werden, dass Veränderungen zum 1.September 2012 möglich sind. Sollte der angestrebte Einsparbetrag am Ende der Pilotphase nicht erzielt worden sein, so wird ein verpflichtendes Modell der Mehrarbeit eingeführt.Über die prozentuale Verteilung des Einsparbetrags unter den Ressorts ist nach Einführung des verpflichtenden Modells neu zu entscheiden.4. Mit den betroffenen Berufsverbänden sind Gespräche über die nähere Ausgestaltung des Lebensarbeitszeitkontos vor Beginn der Erprobungsphase sowie im Anschluss turnusmäßig zu führen.

– Die Landtagsfraktionen von CDU, CSU und FDP aus Baden-Württemberg, Bayern und Hessen sprechen sich dafür aus, den aus ihrer Sicht ungerechten und verfassungsrechtlich fragwürdigen Länderfinanzausgleich zu reformieren und unverzüglich in Verhandlungen mit den Nehmerländern einzutreten.

Wie die Fraktionsvorsitzenden Dr. Hans-Ulrich Rülke (FDP) und Peter Hauk (CDU) aus Baden-Württemberg, Thomas Hacker (FDP) und Georg Schmid (CSU) aus Bayern sowie Florian Rentsch (FDP) und Dr. Christean Wagner (CDU) aus Hessen, mitteilten, sollte auf der Basis der vorliegenden Gutachten ein erneuter und letzter Versuch unternommen werden, zu einer politischen Übereinkunft mit den Nehmerländern zu kommen. Dies könne aber kein endloser Prozess sein. Wenn die Gespräche zu keiner Einigung führten, „müssten wir unseren Landesregierungen empfehlen, unverzüglich eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht einzureichen“, so die Fraktionsvorsitzenden. Der von den drei FDP-Fraktionen beauftragte Prof. Dr. Hanno Kube (Mainz) urteilt in seinem Gutachten, dass der bundesstaatliche Finanzausgleich in seiner derzeitigen Ausgestaltung verfassungswidrig sei. Der von der baden-württembergischen Landesregierung beauftragte Prof. Dr. Christian Seiler (Tübingen) kommt in seinem Gutachten zum selben Schluss. Die Fraktionsvorsitzenden führten aus, dass es im derzeitigen System weder für die Geber-, noch für die Nehmerländer attraktiv sei, sich um eine Steigerung der Finanzkraft zu bemühen. Ein Geberland habe den größten Teil jedes hinzuverdienten Euros in den Länderfinanzausgleich einzubezahlen. Ein Nehmerland verliere seinerseits erhebliche Transfermittel, wenn es aus eigener Kraft leistungsfähiger werde. Je weniger sich ein Nehmerland bemühe, desto mehr erhalte es von den Geberländern. „Es ist nicht zu vermitteln, dass die Geberländer unter großen Anstrengungen ihre eigenen Haushalte konsolidieren und Nehmerländer infolge der Transfermittel des Finanzausgleichs beispielsweise großzügig auf Studien- oder Kindergartengebühren verzichten“, so die Fraktionsvorsitzenden.

Mittelständische Beteiligung anstreben – Keine Einmischung in operatives Geschäft – In der Aussprache zur Regierungserklärung des Ministerpräsidenten sicherte der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, der Landesregierung die Unterstützung seiner Fraktion für den Rückkauf der Anteile an der EnBW zu: „Wir Liberale halten die Entscheidung der Landesregierung, jetzt bei der EnBW einzusteigen, für richtig. Ein Oligopolmarkt ist kein freier Markt, deshalb ist die reine Lehre von der sozialen Marktwirtschaft hier nicht anwendbar.“

Es sei sinnvoll, dass der Staat temporär eingreift, um den Wettbewerb auf dem Energiemarkt zu stärken, statt neue Abhängigkeiten entstehen zu lassen und ein Marktversagen zu riskieren. „Sonst bräuchte man auch kein Kartellrecht zur Verhinderung von Monopolen“, so der Vorsitzende.Nur durch den Wiedereinstieg des Landes sei eine nachhaltige Neuordnung der Beteiligungsverhältnisse zu realisieren. „Wir werden auf eine mittelständische Beteiligungsstruktur bei der EnBW hinwirken. Uns sind Stadtwerke als Anteilseigner lieber, als ein russischer Staatskonzern“, so Rülke. Der Fraktionsvorsitzende betonte, dass es mit den Liberalen eine dauerhafte Beteiligung des Landes an der EnBW nicht geben wird: „Das Bekenntnis der Landesregierung zur zeitnahen Privatisierung der Anteile ist Voraussetzung für unsere Zustimmung. Im nächsten Koalitionsvertrag werden wir deshalb die Veräußerung dieser Beteiligung festschreiben.“Rülke stellte zudem klar, dass die FDP auf die Einhaltung des ordnungspolitischen Prinzips der Nichteinmischung in das operative EnBW-Geschäft durch das Land strikt achten wird. „Anders als die SPD maßen wir uns nicht an, der bessere Unternehmer zu sein, deshalb werden keine Politiker in den Aufsichtsrat der EnBW einziehen“, so der Vorsitzende. Nach den Worten von Rülke sollte die Opposition vielmehr anerkennen, dass die Zeiten für die Energieriesen keineswegs so rosig sein werden, wie diese stets behaupten. „Der Ausstieg der EDF bei der EnBW ist ein klares Indiz dafür, dass Bund und Land den Übergang in das Zeitalter der erneuerbaren Energien erfolgreich gestalten. Das vorausschauende Handeln der Landesregierung wird hierzu beitragen.“

Es ist erklärtes Ziel des Landes, EnBW-Anteile alsbald an private Investoren zu veräußern – Der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, hat die Kritik der Monopolkommission am Wiedereinstieg des Landes Baden-Württemberg bei der EnBW zurückgewiesen. „Es ist erklärtes Ziel des Landes, die Anteile an der EnBW nicht dauerhaft zu halten, sondern alsbald an private Investoren zu veräußern. Insofern sehe ich keine ordnungspolitische Problematik“, so Rülke.

Dass es nicht das Ziel der Landespolitik sei, den Atomkonzernen die Taschen zu füllen, hätten Bundes- und Landesregierung mit ihren Gewinnabschöpfungsbeschlüssen für die erneuerbaren Energien und der Brennelementesteuer bewiesen. Diese Beschlüsse hätten die EDF maßgeblich dazu bewogen, ihre EnBW-Beteiligung wieder aufzugeben.Rülke: „Im Übrigen wäre die Alternative gewesen, dass die EDF ihren Anteil frei am Markt verkauft, was dann beispielsweise zu einem Einstieg des russischen Energiekonzerns Gazprom hätte führen können. Ob ein solches Engagement eher im Interesse der Monopolkommission gewesen wäre, mag die Monopolkommission selbst entscheiden.“

Weichenstellung zugunsten erneuerbarer Energien nicht nach Geschmack der EDF – Der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans Ulrich Rülke, bewertet die Ausstiegspläne des französischen Energiekonzerns EDF bei der EnBW als Beleg für die Mittelstandsfreundlichkeit der Energiepolitik der Bundesregierung und der baden-württembergischen Landesregierung. Rülke:

„Offenbar schätzt der atomenergielastige französische Staatskonzern die jüngsten energiepolitischen Weichenstellungen der Bundesregierung so ein, dass in Deutschland die erneuerbaren Energien einen für die EDF-Strategie zu hohen Stellenwert erhalten haben.“ Auch scheinen die Abschöpfungen, die das Energiekonzept der Bundesregierung den vier Energieriesen zumute, für den Geschmack der EDF zu einschneidend zu sein. Rülke: „Die Brennelementesteuer sowie die Abschöpfungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien nehmen den Konzernen bekanntlich rund 58 Prozent der Zusatzgewinne aus der Laufzeitverlängerung. Das ist offensichtlich für die Renditeerwartungen der EDF zu viel. Es wird deutlich, wie gut die Bundesregierung mit den Energieriesen verhandelt hat und wie günstig sich die Energiepolitik von Bund und Land auf die Zukunftschancen der mittelständischen Energiewirtschaft auswirken wird.“ Nach den Worten des Fraktionsvorsitzenden ist insbesondere die deutliche Ausrichtung der Energiepolitik von Bund und Land auf die Förderung der erneuerbaren Energien für einen so atomenergieorientierten Konzern wie die EDF offenbar nur schwer verdaulich. Rülke: „Die damalige rot-grüne Energiepolitik war der ideale Humus für oligopolistisch orientierte Staatsunternehmen, die einseitig auf die Atomenergie setzen. Die schwarz-gelbe Energiepolitik, die auf den Mittelstand und auf einen realistischen Ausbau der erneuerbaren Energien setzt, drängt diese Konzerne nun offensichtlich zurück.“

Grüne verweigern sich Pumpspeicherkraftwerken und Trassen zum Transport erneuerbarer Energien – Zum von den Grünen auf ihrem Parteitag angekündigten Kurswechsel zu einer grünen Wirtschaftspolitik erklärte der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke:

„Die Grünen wollen von Ihrer DagegenKultur ablenken. Wie soll das Land denn ein “grüner Industriestandort” werden, wenn man sich Pumpspeicherkraftwerken und Stromtrassen zum Transport der Erneuerbaren Energien verweigert.“

Gleichzeitig verhindern, dass Fachkräfte aus Baden-Württemberg abwandern – In einer von der FDP-Landtagsfraktion beantragten Aktuellen Debatte mit dem Titel „Zuwanderung und Integration als wichtige Bausteine zur Sicherung des Fachkräftebedarfs“ sagte der Vorsitzende Dr. Hans-Ulrich Rülke, dass 65 Prozent der mittelständischen Betriebe im Land Probleme haben, Fachkräfte zu finden. Rülke:

„Das Problem wird sich noch verschärfen. Nach einer Prognos-Studie werden im Jahr 2015 in Baden-Württemberg rund 280.000, im Jahr 2030 rund 500.000 Fachkräfte fehlen.“ Deshalb setze sich die FDP/DVP-Fraktion für eine qualifizierte Zuwanderung ein. Rülke: „Wir wollen keine Zuwanderung in die Sozialsysteme, sondern wir wollen Zuwanderung durch die Bildungssysteme“. Gleichzeitig müsse verhindert werden, dass Fachkräfte aus Baden-Württemberg abwandern.Rülke forderte, dass es für Zugewanderte im Bildungssystem „absolute Chancengleichheit“ geben müsse. „Auch wollen wir, dass mehr Menschen mit Migrationshintergrund einen möglichst qualifizierten Bildungsweg einschlagen.“ Damit dies gelinge, komme der Integration infolge frühkindlicher Sprachförderung und Bildung große Bedeutung zu.Nach den Worten des Fraktionsvorsitzenden sollte den ausländischen Absolventen deutscher Hochschulen mehr Zeit für die Suche nach einem Arbeitsplatz zugestanden werden. Die FDP/DVP-Fraktion schlägt vor, die nach dem Gesetz erlaubte Zeitspanne von einem auf zwei Jahre zu erhöhen. Die erlaubte berufliche Tätigkeit in diesem Zeitraum sollte 180 statt wie zurzeit 90 Tage betragen. Rülke sprach sich auch dafür aus, die Mindest-Einkommensgrenze für hochqualifizierte Zuwanderer aus Nicht-EU-Staaten von derzeit 66.000 auf 44.000 Euro zu senken. Gründe ein Migrant ein Unternehmen, sollte es in Zukunft möglich sein, die Mindest-Investitionssumme von 500.000 auf 250.000 Euro zu senken. Im Sinne einer qualifizierten Einwanderungspolitik schlug Rülke ein Punktesystem vor, das sich an den Erfahrungen von Ländern wie Kanada, Australien, Dänemark oder Großbritannien orientiert.

Bürgerliche Regierung soll 2011 weiterregieren und nicht Dagegen-Partei wie die Grünen – Der Innovationsindex für die Länder und Regionen in der Europäischen Union führt Baden-Württemberg mit deutlichem Abstand auf Platz 1. Der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, sieht damit die erfolgreiche Wirtschafts- und Innovationspolitik des Landes bestätigt.

Es wird nach den Worten Rülkes auch deutlich, dass es nur im Interesse der baden-württembergischen Wirtschaft sein kann, „wenn auch über das Jahr 2011 hinaus eine der Zukunft zugewandte bürgerliche Regierung in Baden-Württemberg weiter regiert und nicht eine den Fortschritt verweigernde Dagegen-Partei wie die Grünen“.

Baden-Württemberg nimmt bei „Gender Budgeting“ Spitzenposition ein – Vor einem Jahr übernahm das Land Baden-Württemberg eine Spitzenposition in Sachen geschlechtergerechter Haushaltsführung und führte auf Initiative der Abgeordneten Heiderose Berroth (FDP/DVP), Brigitte Lösch (Grüne), Veronika Netzhammer (CDU) und Christine Rudolf (SPD) ein Modellprojekt zu Gender Budgeting durch.

In seiner letzten Sitzung am vergangenen Donnerstag nahm der Finanzausschuss einen Arbeitsbericht zum Thema Gender Budgeting im Haushalt des Landes Baden-Württemberg entgegen. Daraufhin wurde die Landesverwaltung aufgefordert, in den ausgewählten Bereichen des Wirtschafts- und des Sozialministeriums die Haushaltsaufstellung so vorzunehmen, dass sie Gender Budgeting-Kriterien entspricht.Darüber hinaus wurde der kommende Landtag gebeten, in einem Jahr eine neue Arbeitsgruppe einzuberufen, die über die Ergebnisse und den daraus folgenden Fortgang berät.Gender Budgeting ist ein neues Kosten- und Analyseinstrument für die Erstellung und Abwicklung des Haushaltes unter dem Aspekt der Geschlechtergerechtigkeit.

Nicht realistisch, dass sich Geberländer gegen Mehrheit der Nehmerländer durchsetzen – Der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, sieht das von den FDP-Fraktionen in Baden-Baden-Württemberg, Bayern und Hessen in Auftrag gegebene Gutachten zum Länderfinanzausgleich von Professor Dr. Hanno Kube (Mainz) durch die Expertise des Tübinger Professors Dr. Christian Seiler bestätigt.

„Der derzeitige Länderfinanzausgleich ist ungerecht und leistungsfeindlich“, so Rülke. Da es wohl nicht realistisch sei, dass sich die Geberländer gegen die Mehrheit der Nehmerländer mit Argumenten durchsetzten, „bleibt uns am Ende nur die Klage vor dem Bundesverfassungsgericht“, sagte Rülke.Ziel müsse sein, dass Baden-Württemberg und die anderen Geberländer für ihre Finanzkraft weniger bestraft werden. Es sei im derzeitigen Finanzausgleichssystem weder für die Geber- noch die Nehmerländer attraktiv, sich um eine Steigerung der Finanzkraft zu bemühen: Baden-Württemberg habe den größten Teil jedes hinzuverdienten Euros in den Länderfinanzausgleich einzubezahlen. Ein Nehmerland verliere seinerseits erhebliche Transfermittel, wenn es aus eigener Kraft leistungsfähiger werde. Rülke: „Je weniger sich ein Nehmerland bemüht, desto mehr erhält es von den Geberländern.“ Weiter ist es aus Rülkes Sicht „den Bürgerinnen und Bürgern nicht länger zu vermitteln, dass Baden-Württemberg weiter konsequent seinen Staatshaushalt konsolidiert, während Nehmerländer infolge des Finanzausgleichs großzügig auf Studien- oder Kindergartengebühren verzichten“.