– Zur Forderung der hessischen FDP, die Finanzmittel des Bundes für das Bahnprojekt Stuttgart – Ulm in Hessen einzusetzen, falls das Bahnprojekt Stuttgart 21 in Baden-Württemberg nicht verwirklicht würde, sagte der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke:

„Die in langwierigen Verhandlungen eingeworbenen Mittel für Stuttgart 21 müssen in Baden-Württemberg bleiben. Wir brauchen klare Bekenntnisse zu Stuttgart 21, sonst wachsen die Begehrlichkeiten anderer Bundesländer. Die FDP im Land steht uneingeschränkt zu diesem zukunftsweisenden Bahnprojekt. Es ist jedoch deutlich geworden, dass auch in unserer Partei offensichtlich Landesinteresse vor der Solidarität mit Parteifreunden in anderen Bundesländern steht. Nach unserer Überzeugung stehen auch die Bürgerinnen und Bürger des Landes in ihrer Mehrheit hinter Stuttgart 21.“

Dienstleistungsoffensive des Landes soll zukunftssichere Arbeitsplätze schaffen – Der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, hat in einer Landtagsdebatte den Dienstleistungssektor als „Motor für Innovationen, Beschäftigung und Wohlstand in Baden-Württemberg“ bezeichnet.

Der Anteil der Dienstleistungen an der Bruttowertschöpfung liege schon jetzt bei rund 60 Prozent. Die Dienstleistungsoffensive des Landes werde nicht die traditionellen Produktionsstandorte verdrängen, sondern sie im Verbund unterstützen, um weitere zukunftssichere Arbeitsplätze zu schaffen. „Wir wollen im Bereich der Dienstleistungen die gleiche Exzellenz erreichen wie in unserer weltweit konkurrenzfähigen Produktionsindustrie“, sagte Rülke. Auf dem Weltmarkt als kompetenter Anbieter von umfassenden Problemlösungen auftreten zu können, sei ein unschätzbarer Vorteil. Die Verbindung von High-Tech-Produkten mit hochwertigen wissensintensiven Dienstleistungen – beispielsweise im Maschinen- und Anlagenbau – sei daher mit ein Garant für die Zukunftsfähigkeit des Landes. „Mit „services made in Germany“ könne sich Baden-Württemberg im Wettbewerb hervorragend positionieren“, sagte Rülke. „Wer die Zukunft gewinnen will, muss aktiv gestalten“, so der FDP-Fraktionsvorsitzende. Das Land habe ein dichtes Netz an Forschungseinrichtungen aufgebaut. Auf den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft werde großen Wert gelegt. Im Bereich der Dienstleistungsforschung habe sich Baden-Württemberg in den letzten zehn Jahren europaweit zu einem der wichtigsten Standorte entwickelt. Die Große Anfrage der FDP/FDP-Fraktion, wie auch das Gutachten von McKinsey und IAW mit dem Titel „Technologien, Tüftler und Talente“ zeigten Entwicklungen auf, für die die FDP seit Jahren eintrete, so Rülke.

Bei Wirtschaftswachstum und Beschäftigung bundesweit mit an der Spitze – „Mit dem bundesweiten Spitzenwert von fünf Prozent beim Wirtschaftswachstum, einer Arbeitslosenquote von 4,6 Prozent und einem Zuwachs beim Auftragseingang im verarbeitenden Gewerbe von 29 Prozent im ersten Halbjahr ist Baden-Württemberg hervorragend aufgestellt und kraftvoll aus der Krise gekommen.“

Dies sagte der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, in einer aktuellen Debatte über den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg.Der von der Landesregierung betriebene Mix aus Innovations- und Infrastrukturpolitik insbesondere für den Mittelstand sei die stärkste Triebfeder für die gute wirtschaftliche Entwicklung, sagte Rülke. Nach den Worten des wirtschaftspolitischen Sprechers wird in Baden-Württemberg so stark in Wissen und Zukunft investiert wie sonst in keiner anderen Region. Das Land verfüge über das dichteste Netz an Forschungseinrichtungen. „13 der 20 Top-Maschinenbauregionen sind in Baden-Württemberg, von 25 Regionen mit aussichtsreichen Branchen im PROGNOS Zukunftsatlas liegen allein zehn in Baden-Württemberg“, sagte der Fraktionsvorsitzende.„Wir Liberale stehen für Innovationen, Fortschritt und Wohlstand in unserem Land. Mit Zuversicht und Tatkraft treten wir für Entwicklungen ein, die der Zukunft unseres Landes dienen. Deshalb stehen wir klar zu Stuttgart 21 und der Schnellbahntrasse Wendlingen-Ulm“, so Hans-Ulrich Rülke. „Während Grün und zunehmend auch Rot die Vergangenheit verklären und wohl am liebsten zur Schwäbschen Eisenbahn zurückkehren wollen, fahren wir einen klaren Zukunftskurs. Schauen Sie sich die Daten im Land an, dann wissen Sie, wo die Zukunft zuhause ist – in Baden-Württemberg bei Schwarz-Gelb“, so Rülke.

Staatssekretär Hans-Joachim Otto: Wir sind gewählt, um Probleme dieses Landes zu lösen – Der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, hat die Grünen aufgrund ihrer oftmals ablehnenden Haltung zu Infrastrukturprojekten kriti-siert. Auf einer Diskussionsveranstaltung der FDP (Foyer liberal) mit dem Titel „Ba-den-Württemberg und das neue Energiekonzept der Bundesregierung“ sagte Rülke, dass die Grünen zwar immer wieder ökologische Infrastrukturprojekte forderten, aber dann deren Umsetzung blockierten.

Das sei beim ökologischen Projekt Stuttgart 21 der Fall oder auch bei Offshore-Windparks in der Nordsee. „Dann sind den Grünen plötzlich die Tunnels nicht recht, oder es ist in der Nordsee das Paarungsverhalten der Schweinswale ein scheinbar unüberwindbares Hindernis.“ Im Grund gehe es den Grünen nur um die Machtperspektive, indem sie versuchten, die verschiedenen Wi-derstandsströmungen einzubinden. Der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Hans-Joachim Otto, sagte, dass das Energiekonzept der Bundesregierung mit Sicherheit zu Diskussionen und auch Widerstand führen werde, wenn es beispielsweise um die Weitererkundung von Gorleben gehe. Otto: „Wir sind aber gewählt worden, um die Probleme dieses Landes zu lösen. Wir brauchen Regierungen, die ihrer Verantwortung gerecht werden und sich nicht in die Büsche schlagen. Wir müssen notwendige Zukunftsentscheidungen treffen und uns nicht von Populismus leiten lassen.“

Erneuerbare Energien profitieren von Laufzeitverlängerung – Hälfte der Fördermittel für die Länder – Der Vorsitzende und energiepolitische Sprecher der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, hat in einer Landtagsdebatte zum Thema Laufzeitverlängerung von Kernkraftwerken das neue Energiekonzept der Bundesregierung ausdrücklich begrüßt: „Zum ersten Mal liegt ein langfristig angelegtes, schlüssiges Energiekonzept vor.

Die schwarz-gelbe Bundesregierung beendet damit endlich die Flickschusterei der rot-grünen Ausstiegsregierung.“ Die Behauptungen der Opposition, es handele sich um einen Geheimvertrag bezeichnete Rülke als falsch: „Die getroffenen Vereinbarungen sind transparent und nachvollziehbar, ganz im Gegensatz zu den Stillhalteabkommen unter Bundesumweltminister Trittin.“Nach den Worten von Rülke ist das neue Energiekonzept vor allem ein geeigneter Wegweiser in ein regeneratives Zeitalter. Rund 60 Prozent der Zusatzerträge der Kraftwerksbetreiber durch die Laufzeitverlängerung werden abgeschöpft und zu einem erheblichen Teil über einen Fonds in die Erforschung erneuerbarer Energiequellen investiert. Dies mache es mit einem Volumen von ca. 16,9 Milliarden Euro zum investitionsreichsten Energieprogramm aller Zeiten. „Von der Laufzeitverlängerung profitieren in erster Linie die erneuerbaren Energien. Die Kernkraft ist somit die Brücke in ein regeneratives Zeitalter. Wer glaubt, dass eine Energiewende ohne sie möglich ist, der verkennt die Gefahr, dass ein überehrgeiziger Fahrplan für den Umbau unseres Energiesystems Strom zum Luxusgut für die Bevölkerung werden lässt“, hielt Rülke der Opposition entgegen.

FDP-Fraktionsvorsitzende Dr. Rülke, Hacker und Rentsch: Situation nicht länger hinnehmbar – „Der Länderfinanzausgleich muss eine aufgabenangemessene Finanzausstattung der Gebietskörperschaften sicherstellen. Daher müssen wir ihn entsprechend anreizorientiert und gerecht gestalten sowie sicherstellen, dass er zwischen bundesstaatlicher Eigenverantwortung und bundesstaatlicher Solidarität vermittelt – wie auch vom Grundgesetz verlangt. Dies ist im gegenwärtigen System jedoch nicht der Fall, weswegen wir eine Neuordnung anstreben. Während die Geberländer den größten Teil jedes hinzuverdienten Euros in den Länderfinanzausgleich einzahlen, verliert ein Nehmerland seinerseits erhebliche Transfermittel, wenn es aus eigener Kraft leistungsfähiger wird. Daher ist es weder für die Geber- noch für die Nehmerländer attraktiv, sich um eine Steigerung der Finanzkraft zu bemühen“, sagten die FDP-Fraktionsvorsitzenden Dr. Hans-Ulrich Rülke (Baden-Württemberg), Thomas Hacker (Bayern) und Florian Rentsch (Hessen)zu dem heute in München gemeinsam mit Prof. Hanno Kube (Johannes Gutenberg Universität Mainz) vorgestellten Gutachten zum bundesstaatlichen Finanzausgleich.

In dem von den drei Landtagsfraktionen beauftragten Gutachten kommt Prof. Kube zu dem Ergebnis, dass der bundesstaatliche Finanzausgleich in seiner derzeitigen Form verfassungswidrig sei und somit gegen das Grundgesetz verstoße. Die drei Fraktionsvorsitzenden betonten, dass es nicht zu vermitteln sei, dass die Geberländer unter großen Anstrengungen ihre eigenen Haushalte konsolidieren, während die Nehmerländer mit Mitteln des Länderfinanzausgleichs Leistungen erbringen, die in Bayern, Hessen und Baden-Württemberg schon lange nicht mehr gewährt werden können. „Niemand bestreitet die Grundsolidarität der Länder untereinander. Im Interesse unserer Bundesländer und in Verantwortung gegenüber den zukünftigen Generationen ist die bestehende Situation jedoch nicht länger hinnehmbar. Wir müssen dafür Sorge tragen, dass die Ausgleichsmittel in Zukunft von den Nehmerländern in die Entwicklung und Stärkung ihrer eigenen Wirtschaftskraft investiert werden. Dies wollen wir zunächst in den entsprechenden Gremien mit den Nehmerländern in Verhandlungen einvernehmlich erreichen. Da jedoch nicht davon auszugehen ist, dass wir uns gegen die Mehrheit der Nehmerländer mit Argumenten durchsetzen, erscheint eine Klage als Ultima Ratio unausweichlich. Das Gutachten von Prof. Kube bestätigt uns dabei in der Annahme, dass wir das Grundgesetz als auch das Bundes-verfassungsgericht auf unserer Seite haben“, so die drei Fraktionsvorsitzenden.

Bundesregierung beweist Handlungsfähigkeit – Der Vorsitzende und energiepolitische Sprecher der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, hat die Einigung der Bundesregierung über längere Laufzeiten der Kernkraftwerke begrüßt: „Die Bundesregierung hat Handlungsfähigkeit bewiesen und ein ausgewogenes Konzept zur Zukunft unserer Energieversorgung vorgelegt.“

Nach den Worten von Rülke hat die Entscheidung viele Vorzüge: Neben langfristiger Energiesicherheit stelle das Energiekonzept sicher, dass Energie auch zukünftig für die Bürgerinnen und Bürger und die Wirtschaftsunternehmen bezahlbar bleibe. Auch trage das neue Energiekonzept zum Klimaschutz bei, weil durch die Entscheidung für eine Laufzeitverlängerung nicht verstärkt auf fossile Energieträger zurück-gegriffen werden müsse.Rülke spricht von einem „guten Tag für die Umwelt“, vor allem, weil bis zu 15 Milliarden Euro für die Erforschung und den Ausbau erneuerbarer Energien aufgebracht werden sollen. „Ich freue mich, dass unsere Wahlversprechen eingehalten werden und die Konzerne sich nicht mit Ihrem Bestreben durchgesetzt haben, nur eine frei-willige Verpflichtung zur Förderung der erneuerbaren Energien einzugehen. Das Energiekonzept ist somit ein guter Wegweiser in ein regeneratives Zeitalter“, so Rülke.

Selbstverpflichtung umginge Wahlversprechen – Abschaltungsdrohung schreckt niemanden – Der Vorsitzende und energiepolitische Sprecher der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, hat dem Vorstandsvorsitzenden der EnBW, Hans-Peter Villis, aufgrund seiner Äußerungen über freiwillige Investitionen der Energieunternehmen widersprochen. Rülke: „Ich halte gar nichts von einer freiwilligen Verpflichtung der Energieriesen zu Investitionen in erneuerbare Energien.“ Nach den Worten von Rülke investieren die Energiekonzerne bereits heute aus gutem Grund in diese Zukunftstechnologie. Deswegen könne man jetzt nicht die Berechnungsgrundlage verändern, indem man auf Freiwilligkeit setze.

Der Vorsitzende erinnerte an den Stuttgarter Koalitionsvertrag und die Wahlaussagen der FDP: „Wir haben den Menschen versprochen, dass wir die Laufzeitverlängerung nur dann machen, wenn mindestens die Hälfte der Gewinne zugunsten der Erforschung und des Ausbaus erneuerbarer Energien abgeschöpft wird.“ Abschöpfen könne aber nur der Staat. „Alles andere ist eine Umgehung von Wahlversprechen“, so Rülke.Keinen Schrecken hat für Rülke die Drohung des EnBW-Chefs, im Zweifel Kernkraftwerke stillzulegen. „Auch eine halbe Million Gewinn am Tag ist noch hinreichend für einen Kraftwerksbetrieb“, sagte Rülke. Und: „Wenn Herr Villis dennoch Neckar-westheim I abschalten will, dann soll er abschalten. Ich jedenfalls verliere lieber ein Kernkraftwerk, als meine Glaubwürdigkeit!”

Baden-Württemberg gut aufgestellt: Letztes Jahr 42,4 Millionen Übernachtungen – Nach den Worten der tourismuspolitischen Sprecherin der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Beate Fauser, ist der Tourismus in Baden-Württemberg trotz Wirtschaftskrise mit einem blauen Auge davon gekommen. „Im Jahr 2009 konnten 42,4 Millionen Übernachtungen verbucht werden.“ Der Tagestourismus boome glücklicherweise weiterhin und habe 2009 ein erfreulich gutes Ergebnis mit rund 400 Millionen Tagestouristen vorzuweisen. „Ich rechne damit, dass die Insolvenzen aufgrund dieser positiven Zahlen in Hotellerie und Gastronomie nicht weiter steigen. Baden-Württemberg ist tourismuspolitisch sehr gut aufgestellt“, sagte Fauser.

„Die Umsätze im Jahr 2009 sind mit rund 15,5 Milliarden Euro ein respektables Ergebnis.“ Beate Fauser hofft, dass im Jahr 2010 „infolge der rasch wachsenden Konjunktur und steigender Ar-beitsplatzsicherheit die Menschen in Deutschland und in Baden-Württemberg wieder vermehrt Urlaub machen“. Laut Industrie- und Handelskammer Stuttgart hat sich die Reduzierung der Hotel-Mehrwertsteuer positiv bemerkbar gemacht. Zahlreiche Hotels und Gasthöfe konnten trotz des schwierigen Geschäftsumfeldes neue Investitionen in Angriff nehmen, um für die Zukunft gerüstet zu sein, so Fauser.Das Landestourismuskonzept, das Baden-Württemberg im Jahr 2009 gestartet hat, ziele auf die Leistungsfähigkeit, Wertschöpfung, Sicherung und darüber hinaus auf die Schaffung neuer Ar-beitsplätze. Nachhaltige Tourismusentwicklung und Stärkung des ländlichen Raums werde in den aktuellen Zuschussprogrammen des Landes sichergestellt. Dazu gehöre zum Beispiel das Programm Sanfter Tourismus. Der Naturpark Schwarzwald-Süd und Mitte-Nord und der Bio-sphärenpark Münsingen seien weitere gelungene Beispiele der nachhaltigen Tourismus-Infrastruktur des Landes. Fauser: „Schon heute will ich auf die SWR-Kampagne ‚Das Gesicht Baden-Württembergs‘ im Oktober aufmerksam machen.“

Fachkräfte dringend gesucht – Mehr Transparenz im Aus- und Weiterbildungsmarkt – „Im Jahr 2015 werden laut Prognos-Studie den baden-württembergischen Unternehmen bis zu 280.000 Fachkräfte fehlen. Deshalb ist zur Sicherung des Bedarfs an hochqualifizierten Fachkräften eine noch konsequentere berufliche Weiterbildung dringend notwendig.“ Dies sagte der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, auf einer Landespressekonferenz in Stuttgart.

„Wir wollen vermehrt kleinere und mittlere Betriebe für die berufliche Weiterbildung sensibilisieren“, so Rülke. Bestehende finanzielle Anreize für Weiterbildungsaktivitäten geben bereits wichtige Impulse. Die Förderung betrieblicher Weiterbildung nutzen kleinere und mittlere Unternehmen jedoch noch zu einem geringen Anteil. Auch seien die Beschäftigten selbst verstärkt zu Fort- und Weiterbildung zu motivieren. Rülke: „Aufstiegsfortbildungen zum Meister oder Fachkurse sichern die eigene Beschäftigungsfähigkeit und sind Garant für den Erhalt unserer Wirtschaftskraft. Wir wollen daher mehr Transparenz und Beratung im Weiterbildungsmarkt schaffen.“ Besonders zielführend ist nach den Worten der Obfrau der FDP/DVP-Fraktion in der Enque-tekommission „Fit fürs Leben in der Wissensgesellschaft – berufliche Schulen, Aus- und Weiterbildung“, Heiderose Berroth, die Verzahnung der Aus- mit der Weiterbildung. „Zusatzqualifikationen, die während oder nach einer dualen Ausbildung im Betrieb oder an der beruflichen Schule erworben werden können, sind für sowohl für Auszubildende als auch Unternehmen attraktiv und fördern die Weiterbildungskultur“, sagte Berroth. Nachwuchskampagnen für weniger bekannte Berufe sollen die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen steigern. „Das Fachkräftepotenzial ist auch durch Initiativen wie Verbesserung der Ausbildungsreife, Förderung benachteiligter Jugendlicher oder Gewinnung von Frauen für naturwissenschaftlich-technische Berufe besser auszuschöpfen.“ Weiter würdigte Berroth die Leistung beruflicher Schulen in freier Trägerschaft, insbesondere bezüglich der Ausbildung von Fachkräften in der Dienstleistungsbranche für Gesundheits- und Pflegeberufe sowie im technisch-wissenschaftlichen Bereich.

Stellenhebungen für mittleren und gehobenen Dienst – Weitere pädagogische Assistenten – Die finanzpolitische Sprecherin der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Heiderose Berroth,betonte in einer Landtagsdebatte über den Nachtrags-Haushalt, dass es der CDU/DVP-Koalition gelungen sei, im Vergleich zum ursprünglichen Haushalt die zusätzliche Neuver-schuldung um 50 Millionen Euro zu verringern.

Bei der Dienstrechtsreform wurde nach den Worten von Berroth als Leistungskomponente ein Strukturprogramm umgesetzt, das Stellenhebungen in verschiedenen Ressorts vorsieht. Schwerpunkte sind die Polizei mit 498 Hebungen im mittleren und 465 Hebungen im geho-benen Vollzugsdienst; die Justiz mit 353 Hebungen für Justizwachtmeister und Amtsmeister und 110 Hebungen für Rechtspfleger; die Steuerverwaltung mit 746 Hebungen im mittleren und 722 Hebungen im gehobenen Dienst sowie der Bereich der Fachlehrer und technischen Lehrer mit 500 Hebungen. Berroth: „Deutlich dargestellt ist auch die Umsetzung der wenigen Stellenhebungen in der B-Besoldung, die mit 307.000 Euro gerade 0,77 Prozent der Ge-samtsumme von 40 Millionen ausmachen. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf Verbesserungen im mittleren und gehobenen Dienst.“ Weiter sind im Nachtragshaushalt enthalten: die vorgezogene Absenkung des Klassenteilers an den Grundschulen, die Finanzmittel für die Einstellung von pädagogischen Assistenten auch an Grundschulen und die Umsetzung des Programms „Singen – Bewegen – Sprechen“ an Kindergärten und Grundschulen. Den Bereich Musik in der Grundschule zu stärken, sei ein besonderes Anliegen der FDP/DVP-Fraktion. Die Umsetzung geschieht in Kooperation mit Musikschulen und Laienmusikverbänden. Berroth: „Dies alles zeigt, dass Bildungspolitik bei uns weiterhin absolute Priorität genießt.“ Weitere Schwerpunkte sind die Umsetzung der Empfehlungen des Landtags-Sonderausschusses zur Amokprävention und die Bereitstellung von Mitteln für die im Dezember erwarteten Maßnahmenvorschläge der Beufsbildungs-Enquêtekommission „Fit für’s Leben in der Wissensgesellschaft“.

Ausbau nicht gegen den Willen der Bürger – Blick nicht auf Windkraft verengen – Der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, hat sich in einer Landtagsdebatte über das Thema Windkraft für einen Ausbau der Windkraftanlagen „mit Maß und Ziel“ ausgesprochen. „Es muss uns allen klar sein, dass in Baden-Württemberg die Windenergie einen kleinen Anteil an der Energieerzeugung insgesamt hat“, so Rülke, der auch wirtschafts- und energiepolitischer Sprecher der liberalen Fraktion ist.

Trotz eines deutlichen Ausbaus werde die Windkraft allein nicht in der Lage sein, die künftigen Energieprobleme in den Griff zu bekommen. Dazu bedürfe es eines zukunftsfähigen Energiemixes. Es sei nun einmal so, dass es in Deutschland windhöfferige Standorte gebe, als dies in Baden-Württemberg der Fall ist. SPD und Grüne sollten in der Öffentlichkeit nicht den Eindruck erwecken, dass in der Windkraft allein die Zukunft der Energieversorgung des Landes liege.Rülke wandte sich gegen den Vorschlag der Opposition, durch gesetzgeberische Maßnahmen mehr Windräder zu erzwingen. „Statt zentralistisch gegen die Regionalverbände vorgehen und den Regionen damit neue Windräder verordnen zu wollen, müssen die Bürger vor Ort überzeugt werden, dass die Ausweisung neuer Gebiete sinnvoll ist.“ Deshalb ist nach den Worten des FDP/DVP-Fraktionsvorsitzenden „der maßvolle Weg“ der Landesregierung zielführender. Rülke lobte Wirtschaftsminister Pfister, der die Regionalverbände anhalte, beim Thema Windenergie voranzukommen. In der Gesamtbetrachtung der Nutzung erneuerbarer Energieträger, zu der auch die Wasserkraft gehöre, sei Baden-Württemberg auf vorbildlichem Wege.

Ausgleichssystem muss einfach, transparent und vor allem gerecht sein – „Mit seinen ersten Überlegungen bestärkt uns Professor Dr. Hanno Kube in der Absicht, gegen den Länderfinanzausgleich Klage vor dem Bundesverfassungsgericht zu erheben. Wir sind nicht bereit, dieses ungerechte und leistungsfeindliche Aus-gleichssystem weiter hinzunehmen, eine Neuordnung ist unumgänglich.“ Dies sagten die Vorsitzenden der FDP-Fraktionen in den Landtagen von Baden-Württemberg, Hessen und Bayern, Dr. Hans-Ulrich Rülke, Florian Rentsch und Thomas Hacker auf einer Landespressekonferenz im Stuttgarter Landtag.

Prof. Dr. Kube ist von den drei Landtagsfraktionen beauftragt worden, bis zum Herbst dieses Jahres ein Gutachten für eine mögliche Verfassungsklage auszuarbeiten. Der Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht und Steuerrecht an der Universität Mainz kommt zum Schluss, dass die derzeitige Ausgestaltung des bundesstaatlichen Finanzausgleichs „den verfassungsrechtlichen Vorgaben nicht gerecht wird“. Nach den Worten von Prof. Kube fehlt es nach wie vor an einem klaren und eindeutigen Maßstäbegesetz, wie es das Bundesverfassungsgericht verlangt hat. Im Ausgleich zwischen Bund und Ländern sei vor allem zu bemängeln, dass das Umsatzsteueraufkommen nicht in der Weise verteilt wird, wie es das Grundgesetz vorschreibt. Im Ausgleich unter den Ländern sei festzustellen, dass deren Finanzkraft, nach der sich die Ausgleichsforderungen bemessen, gegenwärtig auf fragwürdige Weise ermittelt wird, insbesondere mit Blick auf die sogenannte Einwohner-veredelung. Auch sei zu prüfen, ob die derzeit erreichte Nivellierung noch verfassungsgemäß ist. Im Ergebnis gehe nicht an, dass Nehmerländer Leistungen finanzieren, die sich Geberländer versagen, so zum Beispiel den kostenfreien Besuch des Kindergartens. Schließlich sei zu klären, ob die Bundesergänzungszuweisungen in heutiger Ausgestaltung mit der Verfassung vereinbar sind. Problematisch erschienen, so der Mainzer Professor, etwa die Zuweisungen wegen überdurchschnittlicher hoher Kosten politischer Führung. Prof. Kube: „Es ist die autonome Entscheidung jedes Landes, als Land zu existieren, die Kosten der politischen Führung sind allerdings eine Folge dieser Entscheidung.“ Kubes Forderung: „Der Länderfinanzausgleich muss wieder hinreichend einfach, transparent und vor allem gerecht, das heißt insbesondere angemessen anreizorientiert geregelt werden.“ Auch sei der finanzielle Druck durch die neue Schuldenbremse und die europäischen Verpflichtungen zu be-rücksichtigen.Hans-Ulrich Rülke erinnerte daran, dass im baden-württembergischen Koalitionsvertrag festgehalten ist, dass eine erneute Klage des Landes vor dem Bundesfassungsgericht konkret zu prüfen sei. Rülke: „Für mich ist klar, dass ein Länderfinanzausgleich, der keine notwendigen Anreize für die Nehmerländer setzt, angreifbar und auf Dauer nicht zu halten ist. Die Nehmerländer haben systembedingt kein Interesse daran, in die Entwicklung und Stärkung ihrer eigenen Wirtschaftskraft zu investieren. Für uns bleibt die Klage vor dem Bundesverfassungsgericht Ultima Ratio. Sollte es auf Seiten der anderen Bundesländer jedoch keine Bereitschaft für eine einvernehm-liche Lösung geben, so sind wir fest entschlossen, den Klageweg zu beschreiten.“Florian Rentsch betonte, dass bedingungslose Solidarität aufgrund der durch Prof. Kube vorgetragenen Überlegungen „niemand mehr von uns abverlangen kann. Eine Neuordnung des Länderfinanzausgleichs ist unumgänglich.“ Thomas Hacker sagte, dass niemand die Notwendigkeit einer Grundsolidarität der Länder untereinander bestreite. „Im Interesse unserer Bundesländer und in Verantwortung gegenüber den Menschen in unserem jeweiligen Bundesland ist die bestehende Situation jedoch nicht länger hinnehmbar.“

Ausgleichssystem muss einfach, transparent und vor allem gerecht gestaltet werden – „Mit seinen ersten Überlegungen bestärkt uns Professor Dr. Hanno Kube in der Absicht, gegen den Länderfinanzausgleich Klage vor dem Bundesverfassungsgericht zu erheben. Wir sind nicht bereit, dieses ungerechte und leistungsfeindliche Ausgleichssystem weiter hinzunehmen, eine Neuordnung ist unumgänglich.“ Dies sagten die Vorsitzenden der FDP-Fraktionen in den Landtagen von Baden-Württemberg, Hessen und Bayern, Dr. Hans-Ulrich Rülke, Florian Rentsch und Thomas Hacker auf einer Landespressekonferenz im Stuttgarter Landtag.

Prof. Dr. Kube ist von den drei Landtagsfraktionen beauftragt worden, bis zum Herbst dieses Jahres ein Gutachten für eine mögliche Verfassungsklage auszuarbeiten. Der Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht und Steuerrecht an der Universität Mainz kommt zum Schluss, dass die derzeitige Ausgestaltung des bundesstaatlichen Finanzausgleichs „den verfassungsrechtlichen Vorgaben nicht gerecht wird“. Nach den Worten von Prof. Kube fehlt es nach wie vor an einem klaren und eindeutigen Maßstäbegesetz, wie es das Bundesverfassungsgericht verlangt hat. Im Ausgleich zwischen Bund und Ländern sei vor allem zu bemängeln, dass das Umsatzsteueraufkommen nicht in der Weise verteilt wird, wie es das Grundgesetz vorschreibt. Im Ausgleich unter den Ländern sei festzustellen, dass deren Finanzkraft, nach der sich die Ausgleichsforderungen bemessen, gegenwärtig auf fragwürdige Weise ermittelt wird, insbesondere mit Blick auf die sogenannte Einwohnerveredelung. Auch sei zu prüfen, ob die derzeit erreichte Nivellierung noch verfassungsgemäß ist. Im Ergebnis gehe nicht an, dass Nehmerländer Leistungen finanzieren, die sich Geberländer versagen, so zum Beispiel den kostenfreien Besuch des Kindergartens. Schließlich sei zu klären, ob die Bundesergänzungszuweisungen in heutiger Ausgestaltung mit der Verfassung vereinbar sind. Problematisch erschienen, so der Mainzer Professor, etwa die Zuweisungen wegen überdurchschnittlicher hoher Kosten politischer Führung. Prof. Kube: „Es ist die autonome Entscheidung jedes Landes, als Land zu existieren, die Kosten der politischen Führung sind allerdings eine Folge dieser Entscheidung.“ Kubes Forderung: „Der Länderfinanzausgleich muss wieder hinreichend einfach, transparent und vor allem gerecht, das heißt insbesondere angemessen anreizorientiert geregelt werden.“ Auch sei der finanzielle Druck durch die neue Schuldenbremse und die europäischen Verpflichtungen zu be-rücksichtigen.Hans-Ulrich Rülke erinnerte daran, dass im baden-württembergischen Koalitionsvertrag festgehalten ist, dass eine erneute Klage des Landes vor dem Bundesfassungsgericht konkret zu prüfen sei. Rülke: „Für mich ist klar, dass ein Länderfinanzausgleich, der keine notwendigen Anreize für die Nehmerländer setzt, angreifbar und auf Dauer nicht zu halten ist. Die Nehmerländer haben systembedingt kein Interesse daran, in die Entwicklung und Stärkung ihrer eigenen Wirtschaftskraft zu investieren. Für uns bleibt die Klage vor dem Bundesverfassungsgericht Ultima Ratio. Sollte es auf Seiten der anderen Bundesländer jedoch keine Bereitschaft für eine einvernehmliche Lösung geben, so sind wir fest entschlossen, den Klageweg zu beschreiten.“Florian Rentsch betonte, dass bedingungslose Solidarität aufgrund der durch Prof. Kube vorgetragenen Überlegungen „niemand mehr von uns abverlangen kann. Eine Neuordnung des Länderfinanzausgleichs ist unumgänglich.“ Thomas Hacker sagte, dass niemand die Notwendigkeit einer Grundsolidarität der Länder untereinander bestreite. „Im Interesse unserer Bundesländer und in Verantwortung gegenüber den Menschen in unserem jeweiligen Bundesland ist die bestehende Situation jedoch nicht länger hinnehmbar.“

Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke soll erneuerbaren Energien zugute kommen – Der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, hat in einer Aktuellen Debatte des Landtags weitere Abgaben der Energiewirtschaft gefordert. Die im Sparpaket der Bundesregierung enthaltene Brennelementesteuer, mit der die Betreiber der Kernkraftwerke 2,3 Milliarden Euro pro Jahr als Ausgleich für verlängerte Laufzeiten bezahlen sollen, „reicht nicht“, sagte Rülke. Nach den Worten des wirtschaftspolitischen Sprechers der liberalen Fraktion, „bleiben wir bei unserer Forderung, dass die Hälfte der erwirtschafteteten Gewinne aus der Laufzeitverlängerung abgeschöpft werden“. Wie die Brennelemente-Steuer sollen diese Gewinne für den Ausbau und die Erforschung der erneuerbaren Energien zur Verfügung gestellt werden.

In der von den Grünen beantragten Debatte forderte Rülke die Opposition weiter auf, ihren „immer wiederkehrenden krampfhaften Versuch aufzugeben, das Land Baden-Württemberg schlecht zu reden“. Das Land stehe am Ausgang der dramatischen Wirtschafts- und Finanzkrise beispielsweise mit einer Arbeitslosenquote von weniger als fünf Prozent im Vergleich der Bundesländer an vorderer Stelle. Rülke: „Wenn ich mir dazu noch die konjunkturelle Entwicklung im Frühjahr des Jahres 2010 anschaue, dann komme ich zum Ergebnis, dass diese dramatische Krise in Baden-Württemberg glänzend gemeistert wurde.“ Dies sei das Verdienst der Unternehmen des Landes und seiner Mitarbeiter, aber auch das Verdienst dieser Regierungskoalition.

Beate Fauser spricht sich vor 200 Unternehmerinnen für Abbau ausufernder Bürokratie aus – Der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, hat sich vor rund 200 Unternehmerfrauen auf dem FDP-Diskussionsforum „Foyer liberal“ für eine Reform der Erbschaftssteuer ausgesprochen. „Die baden-württembergische FDP tritt dafür ein, die Gesetzgebungskompetenz für die Erbschaftssteuer auf die Bundesländer zu übertragen“, sagte Rülke. Seiner Auffassung nach könnte Baden-Württemberg im Sinne eines Wettbewerbsföderalismus auf die den Mittelstand belastende Steuer verzichten.

„Dann werden wir sehen, dass sich noch mehr attraktive Unternehmen in unserem Land niederlassen“, so der FDP-Fraktionsvorsitzende. Weiter forderte Rülke, innerhalb der nächsten Monate eine Steuervereinfachung zum Thema zu machen, nachdem im Bund die CDU nicht bereit gewesen sei, zusammen mit der FDP einer Steuersenkung den Weg zu bereiten.Der Unmut der Unternehmerfrauen über eine „ausufernde Bürokratie“, die gerade die kleinen und mittleren Betriebe viel Zeit koste, war in der Diskussion deutlich zu spüren. Entsprechenden Zuspruch hatte die Sprecherin für den Mittelstand, Beate Fauser, parat: „In diesen schwierigen Zeiten sind Sie das Rückgrat Ihrer Unternehmen. Sie übernehmen im Betrieb die Jobs, denen sich die Männer nicht so gerne widmen. Als Angehörige der sogenannten Mittelschicht erfüllen Sie eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe.“ Beate Fauser nannte als Beispiele einer ausufernden Bürokratie die Schlachthygieneordnung und die EU-Maschinenrichtlinie. „Da könnte man auf so manche übertriebene Vorschrift verzichten“, so Fauser. Im Übrigen sei die Ausbildungsleistung des Handwerks hervorragend. Dies sei der Grund dafür, dass die Jugendarbeitslosigkeit in Baden-Württemberg vergleichsweise gering sei.Ruth Baumann, Präsidentin des Landesverbands der Arbeitskreise Unternehmerfrauen im Handwerk, kritisierte besonders ELENA, das Gesetz über das Verfahren des elektronischen Entgeltnachweises. Baumann: „Was als Meilenstein zum Abbau bestehender Bürokratie gedacht war, entpuppt sich als umständliches Verfahren, das uns keine Zeit erspart, aber gleich mal 120 Euro für einen Fortbildungskurs kostet“. Ein weiteres Ärgernis seien die doppelte Berechnung der Sozialabgaben und die zunehmende Pflicht, Statistiken zu erstellen. Auch die VOB, die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen“ müsse dringend reformiert werden. Nicht der billigste Anbieter dürfe zum Zug kommen, sondern der wirtschaftlichste, so Baumann. Prof. Dr. Markus Müller, Leiter der Abteilung Mittelstand im baden-württembergischen Wirtschaftsministerium, sagte, seine Behörde verstehe sich auch als Anwalt der kleinen und mittleren Unternehmen. Die Unternehmerfrauen sollten sich mit ihrer Kritik an das Wirtschaftsministerium wenden, „damit wir erfahren, wo Sie der Schuh drückt“. Müller schlug vor, Steuerrecht und die Erhebung von Statistiken mehr nach den Interessen des Mittelstands auszurichten. Im Übrigen seien nicht alle Statistiken Unsinn, sondern bringen dem Wirtschaftsministerium wertvolle Erkenntnisse.Norbert Leuz, Zweiter Vizepräsident der Steuerberaterkammer Stuttgart, regte die Einrichtung eines Kontrollrates an, der Gesetze darauf untersuche, ob sich ihr Aufwand im Vergleich zum finanziellen Ergebnis lohnt. Der Staat sollte nur Gesetze formulieren, die der Bürger versteht. „Das gilt besonders für die Erbschaftssteuer“, so Leuz.

Letztlich wird uns nur die Klage vor dem Bundesverfassungsgereicht bleiben – In einer Landtagsdebatte über die Neuordnung des Länderfinanzausgleichs bezeichnete der FDP/DVP-Fraktionsvorsitzende Dr. Hans-Ulrich Rülke das bestehende System als ungerecht, nicht transparent und leistungsfeindlich. „Ein Länderfinanzausgleich, der dazu noch keine notwendigen Anreize für die Nehmerländer setzt, ist auf Dauer nicht akzeptabel“, sagte Rülke. So hätten die Nehmerländer kein Interesse daran, die Ausgleichsmittel in die Entwicklung und Stärkung ihrer eigenen Wirtschaftskraft zu investieren.

Andererseits könne man von den Geberländern nicht verlangen, unter größten Anstrengungen ihre Haushalte zu konsolidieren, „während die Nehmerländer mit Hilfe des Länderfinanzausgleichs Leistungen erbringen, die in Baden-Württemberg nicht mehr vorstellbar sind“. Rülke: „Beispielsweise verteilt der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit in Berlin Wohltaten auf unsere Kosten. Dort ist der Kindergarten beitragsfrei und wir bezahlen es. Man könnte sagen, hier handelt es sich um Züge spätpreußischer Dekadenz.“Da es nach den Worten von Rülke nicht realistisch ist, dass die Geberländer sich gegen die Mehrheit der Nehmerländer mit Argumenten durchsetzen, „bleibt uns letztlich nur die Klage vor dem Bundesverfassungsgericht“. Ziel müsse sein, dass Baden-Württemberg für seine Finanzkraft weniger bestraft werde. Rülke: „Im Klartext – wir wollen weniger bezahlen.“ Niemand könne man in Baden-Württemberg erklären, dass das Land im Jahr 2009 einen Einbruch des Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 7,4 Prozent erlitten habe, nach zwei schuldenfreien Haushaltsjahren eine Neuverschuldung im aktuellen Doppelhaushalt in Höhe von 4,8 Milliarden Euro in Kauf nehmen müsse und dennoch im Jahr 2009 1,5 Milliarden Euro in den Länderfinanzausgleich einbezahlt habe.

Gewerbesteuer kein stabiles Fundament –Für Unternehmen bürokratisches Ärgernis – In einer von den Liberalen beantragten Aktuellen Debatte über die finanzielle Situation der Kommunen sagte der Vorsitzende der FDP/DVP-Fraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, dass infolge der Wirtschaftskrise manche Städte und Gemeinden erhebliche Einbußen bei den Gewerbesteuereinnahmen hinnehmen müssen.

Bei anderen Kommunen falle die Gewerbesteuer sogar ganz aus. „Das zeigt einmal mehr, dass die Gewerbesteuer kein stabiles Fundament für die Kommunalfinanzen ist“, so Rülke. Gleichzeitig sei die Gewerbesteuer für die Unternehmen ein bürokratisches Ärgernis, denn Personenunternehmen sind zur Aufstellung einer gesonderten Bilanz verpflichtet, um anschließend die Gewerbesteuer wieder mit der Einkommensteuer verrechnen zu können. Rülke: „Gerade in der Krise können also die gewinnunabhängigen Bestandteile der Bemessungsgrundlage in der Gewerbesteuer dazu führen, dass Unternehmen noch tiefer in die roten Zahlen rutschen.“ Nach den Worten des Fraktionsvorsitzenden ist es deshalb höchste Zeit für ein neues Gemeindefinanzsystem, das den Gemeinden ihre Finanzautonomie sichert und ihre Finanzierungsbasis stärkt. Bürgerinnen und Bürger sollten merkbar an der Finanzierung kommunaler Aufgaben beteiligt sein und nicht nur durch die anonyme 15-prozentige Beteiligung der Gemeinden an der Einkommensteuer. Rülke: „Diese versteckte Finanzierung durch die Bürger wollen wir offen ausweisen. Auch die Gemeindesteuern müssen sich an der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit orientieren.“ Die Liberalen setzen sich deshalb sei Jahren für den aufkommensneutralen Ersatz der Gewerbesteuer durch einen höheren Anteil an der Umsatzsteuer und einen kommunalen Zuschlag auf die Einkommens- und Körperschaftssteuer mit eigenem Hebesatzrecht ein. Nach den Worten von Rülke sollte sich auch die Ausgabenseite ändern. Die Hartz IV-Gesetze bürdeten den Kommunen große Belastungen auf. Der FDP-Fraktionsvorsitzende setzte sich dafür ein, im Grundgesetz ein ebenso striktes Konnexitätsprinzip zu verankern wie in der baden-württembergischen Landesverfassung.

Rechtsgutachten in Auftrag gegeben – Nach Sommerpause Gang nach Karlsruhe – Die Vorsitzenden der FDP-Landtagsfraktionen von Baden-Württemberg, Bayern und Hessen haben bei einem Treffen in Wiesbaden beschlossen, ein Rechtsgutachten gegen den aus ihrer Sicht ungerechten Länderfinanzausgleich in Auftrag zu geben.

Wie der baden-württembergische FDP-Fraktionsvorsitzende Dr. Hans-Ulrich Rülke sagte, soll das Gutachten Wege für eine erfolgreiche Klage vor dem Bundesverfas-sungsgericht aufzeigen. „Das Gutachten soll uns Hinweise geben, an welchen Stellen der Länderfinanzausgleich angreifbar ist“, so Hans-Ulrich Rülke. Nach den Worten des FDP-Fraktionsvorsitzenden könnte dann nach der Sommerpause die Klage in Karlsruhe eingereicht werden. „Das Ziel muss sein, dass die drei Geberländer Baden-Württemberg, Bayern und Hessen für ihre Finanzkraft weniger bestraft werden“, so Rülke.

„Stächele ruft FDP im Steuerstreit zur Mäßigung auf“ – Zur Kritik des baden-württembergischen Finanzministers Willi Stächele an der FDP sagte der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke:„Der Einzige, der in Baden-Württemberg die Regierungsarbeit erschwert, ist Finanzminister Stächele, der ständig ungefragt mit unausgegorenen Wortmeldungen glänzt.

Niemand fordert Steuersenkungen sofort. Es war die CSU, die das Jahr 2011 in den Berliner Koalitionsvertrag gebracht hat. Auch der Ministerpräsident hat wiederholt deutlich gemacht, dass Entlastungen im Laufe der Legislaturperiode kommen müssen. Nichts anderes fordert die FDP.“

– Der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, erstattet Strafantrag wegen übler Nachrede und Verleumdung gegen Personen des politischen Lebens gegen unbekannt.

Das Nachrichtenmagazin Focus hat ihm mitgeteilt, dass auf einer der Redaktion vorliegenden Daten-CD sein Name genannt sei. Danach führe Rülke bei der Schweizer Bank Julius Bär in Zürich ein Konto in Höhe von 600 000 Schweizer Franken. Rülke: „Die Informationen auf der CD entsprechen nicht den Tatsachen. Es ist offensichtlich, dass mich jemand verleumden will.“

FDP unterstützt Energiekonzept der Landesregierung – Blick nicht auf Windkraft verengen – Der Vorsitzende und energiepolitische Sprecher der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, hat sich in einer Landtagsdebatte zum Thema Windkraft für einen weiteren Ausbau dieser regenerativen Energiequelle in Baden-Württemberg ausgesprochen: „Wir wollen mehr Standorte. Die Möglichkeiten sind noch nicht ausgeschöpft.“

Rülke erteilte jedoch dem Vorschlag der Opposition, durch gesetzgeberische Maßnahmen mehr Windräder zu erzwingen, eine deutliche Absage: „Statt zentralistisch gegen die Regionalverbände vorzugehen und den Regionen damit neue Windräder zu verordnen, müssen die Verantwortungsträger vor Ort überzeugt werden, dass die Ausweisung neuer Gebiete sinnvoll ist.“ Im Einzelfall könnten dann zum Beispiel zur Ermöglichung von Windkraftanlagen Zielabweichungsverfahren stattfinden, so Rülke.Im Hinblick auf die Kritik der Opposition am Energiekonzept der Landesregierung warnte Rülke davor, den Blick auf die Windkraft als erneuerbare Energie zu verengen: „Wer den Eindruck erweckt, die Ziele des Energiekonzepts 2020 seien nur mit dem Ausbau der Windkraft zu erreichen, der verkennt die großen Fortschritte Baden-Württembergs in allen Bereichen der regenerativen Energieerzeugung.“ Für die libe-rale Fraktion stellte er klar: „Wir stehen zu dem Ziel, im Jahr 2020 mindestens 20 Prozent des Energiebedarfs aus regenerativen Energiequellen zu decken.“ 20 Prozent sei dabei die untere Zielmarke, die gerne übertroffen werden könne.

Liberaler Kongress mit Wirtschaftsminister Pfister – Dienstleistungen im Aufwind – „Die Innovationskraft der baden-württembergischen Unternehmen ist die beste Voraussetzung, um den Strukturwandel in den nächsten Jahren zu bewältigen. Die klassischen Industriebereiche wie Automobilwirtschaft und Maschinenbau haben zwar unter der Wirtschaftskrise Einbußen hinnehmen müssen, ihre Vielfalt an wirtschaftlichen Aktivitäten und ihre Kreativität geben aber zu großen Hoffnungen Anlass. Die Politik sollte nicht sagen, in welchen Bereichen sich die Schlüsselindustrien der Zukunft zu entwickeln haben, sondern sie sollte die notwendigen Rahmenbedingungen für eine positive Entwicklung setzen.“ Dies sagte der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans Ulrich Rülke, auf einem liberalen Wirtschaftskongress im Landtag mit dem Titel „Den Strukturwandel gestalten“.

Wirtschaftsminister Ernst Pfister betonte in seinem Vortrag, dass FDP-Fraktion und Wirtschaftsministerium die Stärkung des Dienstleistungsstandortes Baden-Württemberg zum „Top-Thema der Wirtschaftspolitik“ gemacht hätten. Die Dienstleistungswirtschaft des Landes trage heute 60 Prozent zur Wertschöpfung bei, stelle rund 60 Prozent der Ausbildungsplätze, zwei Drittel der Arbeitsplätze und fast 80 Prozent der Unternehmensgründer. Pfister: „Zwei Botschaften sind mir besonders wichtig – die Verflechtungen von Industrie und Dienstleistungen werden immer enger. Vor allem wissensintensive Dienstleistungen sind Treiber für Innovation und technischen Fortschritt. Und: Dienstleistungen ersetzen keine Industrieprodukte, sondern ergänzen sie mit einem die Produkte begleitenden Service. Die Stärke der baden-württembergischen Unternehmen besteht darin, dass sie statt singulärer Produkte komplette Problemlösungen mit einem hohen Dienstleistungsanteil anbieten können.“ Wie der Wirtschaftsminister weiter sagte, wolle die Landesregierung beispielsweise mit Autoherstellern und Zulieferern Baden-Württemberg als Motor, Modell-Land und Leitanbieter automobiler Zukunftstechnologien neu positionieren.Walter Ganz, Institutsdirektor des Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation in Stuttgart, sagte, dass die badenwürttembergischen Dienstleistungsunternehmen die Chance hätten, die gleichwertige Exzellenz zu erreichen, die das Land im industriellen Produktionsbereich auszeichne. Allerdings spüre die heimische Zulieferindustrie jetzt auch den Druck der internationalen Märkte. Das Fraunhofer Institut unterstütze dank der Förderung durch die Landesstiftung das Wirtschaftsministerium bei seiner Initiative, die neusten Erkenntnisse der Dienstleistungsforschung den kleinen und mittleren Unternehmen zu vermitteln.Zwei Vertreter der Dienstleistungsbranche stellten auf dem Wirtschaftskongress ihre Unternehmen vor. Jürgen C. Hinn konnte die „Testo industrial services GmbH“ in Kirchzarten in den Bereichen Messtechnik, Mitarbeiter-Qualifizierung und Informationstechnologie auf den internationalen Märkten platzieren. Martin Zimmermann, Geschäftsführer der „Visenso GmbH in Stuttgart, widmet sich der Visualisierung von virtuellen Techniken in den Bereichen Crash-Verhalten von Automobilen, Medizintechnik, Optik und Bildung. Er zitierte einen Physiklehrer mit den Worten: „Dank unseres hochmodernen Klassenzimmers werde ich von meinen Schülern zum ersten Mal in technischer Hinsicht ernst genommen.“

Kommunen sollen höheren Anteil an Umsatzsteuer und eigenes Hebesatzrecht bekommen – Der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, hat sich dafür ausgesprochen, die Gewerbesteuer abzuschaffen und dafür den Kommunen einen höheren Anteil an der Umsatzsteuer sowie ein eigenes Hebesatzrecht auf die Einkommen- und Körperschaftssteuer zu gewähren. „Die Wirtschaftskrise hat uns gezeigt, dass die Gewerbesteuer ein unberechenbares Instrument für die Finanzierung der Städte und Gemeinden sein kann“, sagte Rülke auf einem Kommunalkongress der FDP im Landtag. Mit einer Reform könnte eine weit weniger konjunkturanfällige Finanzausstattung der Städte und Gemeinden erreicht werden. Rülke setzte sich weiter dafür ein, im Verhältnis zwischen Bund und Kommunen ein ähnlich striktes Konnexitätsprinzip im Grundgesetz zu verankern wie in der baden-württembergischen Landesverfassung im Verhältnis zwischen Land und Kommunen. Den Kommunen dürften vom Bund nicht weiter Leistungen auferlegt werden, ohne dass damit ein fairer finanzieller Ausgleich verbunden sei, so Rülke.

Die finanzpolitische Sprecherin der FDP/DVP-Fraktion, Heiderose Berroth, sagte: „Das Land und die Kommunen mussten in der Wirtschaftskrise in erheblichem Umfang Steuermindereinnahmen verkraften. Die Kommunen hat es im Jahr 2009 sogar noch härter als das Land getroffen.“ Allerdings zeige der Blick auf den Zeitraum 1998 bis 2008, wie es insgesamt um die Finanzbeziehungen zwischen Land und Kommunen bestellt sei. Das Land konnte in diesen zehn Jahren bei den Steuereinnahmen einen Zuwachs um 2,8 Prozent verzeichnen, die Kommunen um 4,1 Prozent. Netto – also nach Berücksichtigung aller Verteilungssysteme – habe sich der kommunale Anteil an den Steuereinnahmen in diesen zehn Jahren von 41,8 auf 43,3 Prozent erhöht. Die vereinbarten Entnahmen des Landes aus der kommunalen Finanzmasse im Umfang von 405 Millionen Euro pro Jahr seien hier bereits berücksichtigt. Die künftige Ausgestaltung des Finanzausgleichs müsse mit Blick auf die realen Ergebnisse in den Jahren 2009 und 2010 wieder in gewohnt fairer Partnerschaft mit den Kommunen fest-gelegt werden, so Heiderose Berroth. Der rechtspolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion, Dr. Hans-Peter Wetzel, kritisierte, dass den Kommunen als Träger der Sozialleistungen von den Bundesregierungen der letzten elf Jahre eine Menge zusätzlicher Aufgaben „ohne fairen Finanzausgleich zugemutet wurde“. Es sei an der Zeit, die Grundlage für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit der verschiedenen staatlichen Ebenen zu schaffen. Wetzel: „Die rot-grüne Bundesregierung schuf beispielsweise eine Grundsicherung im Alter, die das Geltendmachen von Unterhaltsansprüchen gegenüber Kindern auf Fälle beschränkte, in denen das jährliche Gesamteinkommen über 100.000 Euro betrug. Man kann das für richtig halten, aber es ist schlicht unanständig, sich dafür feiern zu lassen, wenn gleichzeitig die Kommunen dafür aufkommen.“ Nach den Worten von Wetzel gehören die Sozialausgaben in allen Haushalten zu den größten Ausgabeposten. „Wir können nicht tatenlos zusehen, wie diese Ausgaben weiter steigen. Wir brauchen dringend eine Aufgabenkritik, um aus dieser Spirale herauszukommen.“Der sozialpolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion, Dr. Ulrich Noll, sagte: „Das Land und die kommunalen Landesverbände halten in ihren Vereinbarungen zum Haushalt 2010/2011 fest, dass es im Bereich der Kinderbetreuung gegenwärtig keinen Veränderungsbedarf gibt. Das ist richtig.“ Ebenso nachvollziehbar sei aber, dass die kommunalen Spitzenverbände dieses Thema Jahr für Jahr auf die Agenda der gemeinsamen Finanzkommission setzten. „Einen zusätzlichen Beitrag des Landes aufgrund eines über die aktuelle Prognose hinausgehenden Platzbedarfs werden wir mittragen.“ Denn der Ausbau der Kinderbetreuung sei eine gesamtgesellschaftliche Priorität. „Ich bin überzeugt, dass die Kommunen ihrer Verantwortung gerecht werden, wenn ihnen eine gesicherte Einnahmebasis zur Verfügung steht. Wir im Land sehen uns als Treuhänder der Kommunen gegenüber dem Bund“, sagte Noll.

Land zahlt pro Jahr 1,6 Milliarden – Zustimmung zu Regierungserklärung von Stefan Mappus – Der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, hat in einer Land-tagsdebatte die Unterstützung seiner Fraktion für die Regierungserklärung des Ministerprä-sidenten signalisiert. „Wir sind an der Seite von Stefan Mappus, wenn es darum geht, den Länderfinanzausgleich gerechter zu gestalten.“ Es sei ein nicht länger hinnehmbarer Zustand, dass Baden-Württemberg bei einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von acht Prozent zurzeit 1,6 Milliarden Euro pro Jahr in den Finanzausgleich einzahle. Rülke: „Deshalb fordere ich eine erneute Klage vor dem Bundesfassungsgericht.“

„Wir wirken auch mit, wenn es nach dem Ende der Finanz- und Wirtschaftskrise darum geht, den Landeshaushalt zu konsolidieren. Hier sind Denkverbote fehl am Platz“, sagte Rülke. Dies gelte für die Universitätskliniken, die beispielsweise in eine freie gemeinnützige Trägerschaft überführt werden könnten. Wenn man darüber nachdenke, von welchen Aufgaben der Staat sich trennen könnte, dann sei die FDP bereit, auch über Themen wie Flurneuordnungs- und Vermessungsverwaltung sowie Hochbau und Liegenschaften zu reden. Weiter müsse diskutiert werden, ob das Land seine Anteile an der Landesbank behalte oder private Modelle bevorzuge. Auch den Staatsdienern sei zuzumuten, angesichts der demographischen Entwicklung wie viele andere Bürger bis zum Alter von 67 Jahren zu arbeiten. Mit der Dienstrechtsreform sei der Regierungskoalition ein wesentlicher Schritt in die richtige Richtung gelungen.Erfreut zeigte sich Rülke über die Äußerung von Ministerpräsident Mappus, dass es die Ver-längerung der Laufzeit für Kernkraftwerke nicht ohne einen wesentlichen finanziellen Beitrag der Energieunternehmen gebe. Rülke: „Ich sage es noch einmal in aller Deutlichkeit, wir sind nicht bereit, den Energieversorgern die Gewinne aus einer Verlängerung der Laufzeit quasi zum Nulltarif in den Rachen zu werfen.“ Vielmehr müsse die Hälfte der Erlöse für die Erforschung und Weiterentwicklung der erneuerbaren Energien zur Verfügung gestellt werden. Beim Thema Ausbau der Verkehrsinfrastruktur sprach sich der FDP-Fraktionsvorsitzende für einen wesentlich stärkeren Ausbau der Bundesautobahnen und Bundesstraßen aus. Nachdem in den letzten 20 Jahren die meisten Finanzmittel in die östlichen Bundesländer geflossen sind, sei jetzt der Südwesten an der Reihe. Auch über neue Finanzierungsinstrumente wie die Maut oder Vignette dürfe nicht länger nur im Landtag diskutiert werden. Rülke: „Deshalb fordert die FDP/DVP-Landtagsfraktion, baldmöglichst eine entsprechende Bundesratsinitiative auf den Weg zu bringen.“