Kürzungen im Schienenpersonennahverkehr wären für Grüne Bankrotterklärung – Im Rahmen einer Aktuellen Debatte zum Thema „Abbestellungen im Schienenpersonennahverkehr – Missmanagement der Landesregierung“ sagte der verkehrspolitische Sprecher Jochen Haußmann am 18.04.2012 im Landtag in Stuttgart:

„Mit dem Szenario rund um den Schienenpersonennahverkehr hat der grüne Verkehrsminister Hermann sein Meisterstück im negativen Sinne abgelegt. Das neue Stationspreissystem wie auch das Trassenpreissystem der Deutschen Bahn AG gelten seit dem Jahr 2011. Auch die Energiepreissteigerungen waren im Hinblick auf die Energiewende absehbar. Hätte Hermann nicht seine ganze Kraft in den Kampf gegen Stuttgart 21 gesteckt und damit sein Ministerium blockiert, dann hätte bei sorgfältiger Arbeit die jetzige Entwicklung bereits letztes Jahr gesehen werden müssen. Bei der Diskussion ähnlicher Landtagsinitiativen im Ver-kehrsausschuss hat er bereits im September 2011 vorsichtige Andeutungen gemacht. Für die Aufstellung des Staatshaushaltsplans 2012 folgte hieraus jedoch gar nichts. Jetzt fällt Minister Hermann wieder einmal nichts Besseres ein, als auf die Vorgängerregierung zu schimpfen. Nach einem Jahr Regierungsverantwortung ist mehr gefordert, als billige Rhetorik und Ausreden. Ein chinesisches Sprichwort lautet: ‚Wer am Brunnenrand wartet, bis das Wasser aus der Tiefe steigt, wird verdursten‘. Die FDP-Landtagsfraktion fordert ein schlüssiges Handlungskonzept, wie Minister Hermann die grünen Versprechungen im Koalitionsvertrag zum Ausbau des ÖPNV umsetzen will. Angebote zu streichen, wäre eine Bankrotterklärung des Verkehrsministers. Zur Not muss Hermann einen gegenfinanzierten Nachtragshaushalt vorlegen, wenn Umschichtungen allein in seinem Haus nicht ausreichen sollten. Der gesamte Landeshaushalt darf jedoch nicht erhöht werden! Mir scheint es, dass auch in dieser Verkehrsfrage die SPD wie so oft den grünen Verkehrsminister wieder auf Kurs bringen muss. Die SPD-Politiker Minister Dr. Schmid und Kollege Haller haben sich bereits im Vorfeld der heutigen Debatte entsprechend geäußert.“

Typisch für Landesregierung – Grüne und Rote fallen an allen Fronten übereinander her – Zum Vorstoß von Verkehrsminister Hermann (Grüne) für eine City-Maut und den darauf folgenden Rüffel vom Koalitionspartner SPD sagte der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke: „Es ist typisch für die Grünen, sie suchen wie jetzt mit der City-Maut nach immer neuen Belastungen für die Bürger. Und es ist typisch für die Landessregierung, Grüne und Rote fallen an allen Fronten übereinander her.“

Diskussionsforum der FDP-Fraktion im Landtag mit namhaften Experten – „Mobilität ist für das Wirtschaftsland Baden-Württemberg ein zentraler Standortfaktor. So tun wir als Liberale gut daran, diesem Thema mit der Unterstützung von namhaften Experten einen ganzen Abend zu widmen. Die schwarz-gelbe Vorgängerregierung hat mit der Gründung der Landesagentur für Elektromobiliät und Brennstoffzellentechnologie den richtigen Kurs vorgegeben.“ Dies sagte der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, zum Auftakt der Diskussionsveranstaltung Foyer liberal mit dem Titel „Metropolmobilität der Zukunft“.

Jochen Haußmann, der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Landtagfraktion, sagte, Hochschulen und Forschungseinrichtungen widmeten sich zusammen mit den Entwicklungsabteilungen der Automobil- und Energiewirtschaft der Metropolmobilität. Dazu kommen der Anlagen- und Maschinenbau, die Informations- und Kommunikationstechnologie genauso wie Verkehrs-, Raum- und Städteplanung. Haußmann: „Mehrere Dutzend Unternehmen in der Region Stuttgart, die bundesweit eine der acht Modellregionen für Elektromobilität ist, sind Leuchttürme in dieser Zukunftsforschung.“ Trotz der intensiven Entwicklung von immer leistungsfähigeren reinen Elektrofahrzeugen werde der Verbrennungsmotor infolge elektrischer Zusatzmotoren (Hybrid-Technik) „noch lange Jahre Potenzial haben“, sagte Dr. Lothar Ulsamer, zuständig für Politik und Außenbeziehungen und Projektleiter bei der Daimler AG. Entscheidend für die Akzeptanz der Elektrofahrzeuge sei, dass ihr Strom von regenerativen Energien komme. Prof. Dr.-Ing. Ullrich Martin, Direktor des Instituts für Eisenbahn- und Verkehrswesen an der Universität Stuttgart, sagte auch mit Blick auf das Mietwagenkonzept „car2go“, dass neue Mobilitätsformen „einen lange Atmen brauchen und die Bürgerinnen und Bürger deshalb dabei mit auf die Reise zu nehmen sind“. Was im mit vielen steilen Straßen gesegneten Stuttgart erfolgreich getestet sei, „läuft überall in der Welt“, sagte Dr.-Ing. Rolf Bulander, Vorsitzender des Bereichsvorstands Gasoline Systems, Robert Bosch. Der Bosch-Konzern investiere im Jahr rund 400 Millionen Euro in die Fahrzeugsystem-Entwicklung. Schließlich blickte Thomas Bopp, Vorsitzender des Verbands Region Stuttgart, noch in die Zukunft: „Neue Wohngebiete werden im Regionalplan entlang der S-Bahn-Strecken ausgewiesen.“

Gesetzentwurf der FDP sorgt für raschen Ausbau mit Rechtssicherheit für Investoren – „Mit dem Vorschlag der FDP-Landtagsfraktion unterstreichen wir unser Interesse am zügigen und rechtssicheren Ausbau der Windenergie und dem Gelingen der Energiewende.“ Dies sagten der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, und der verkehrspolitische Sprecher Jochen Haußmann bei der Vorstellung des FDP-Gesetzentwurfs zur Änderung des Landesplanungsgesetzes. „Die grün-rote Regierungskoalition muss sich den Vorwurf gefallen lassen, mit ihrem Entwurf Kompetenzwirrwarr zwischen Gemeinden und Regionalverbänden sowie Doppelstrukturen zu fördern“, sagten Rülke und Haußmann. Es sei geradezu frappierend, wie unter der Überschrift einer Politik des Gehörtwerdens von Grün-Rot die Möglichkeiten der verbesserten Bürgerbeteiligung völlig außer Acht gelassen wurden.

„In unserem Gesetzentwurf sehen wir in § 12 Landesplanungsgesetz (LPlG) ausdrücklich die möglichst frühzeitige Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger vor“, sagten die beiden FDP-Politiker. Es müsse sichergestellt sein, dass beim Bau regional bedeutsamer Windkraftanlagen die Meinungen der Bürger konstruktiv einfließen könnten. Ein zentrales Anliegen sei, dass es eine kompetente Planung aus einer Hand gebe. „Die Regionalverbände sind die richtigen Adressaten für regional bedeutsame Planungsvorhaben wie große Windkraftanlagen. Sie haben bereits Planungsschritte für mehr Windenergie in Baden-Württemberg eingeleitet. Dieser Entwicklung wollen wir kraftvoll Rückenwind verleihen“, so Rülke und Haußmann.Im Gegensatz zum Regierungsentwurf sieht der liberale Gesetzentwurf eine Pflicht („Soll-Vorschrift“) der Regionalverbände zur Ausweisung von Vorranggebieten vor. Diese seien zudem als sogenannte Eignungsgebiete auszuweisen. Somit entstünden „modifizierte Vorranggebiete“, die eine Konzentrationswirkung entfalteten, weil außerhalb von ihnen grundsätzlich keine regional bedeutsamen Windkraftanlagen errichtet werden dürften. „Somit bleiben die Belange des Umwelt- und Naturschutzes sowie die Schutzinteressen der Anwohner wie auch des Tourismus gewahrt“, sagten Rülke und Haußmann. Die FDP-Landtagsfraktion legt besonderen Wert auf die aktive Beteiligung der Gemeinden. Sie benennen gegenüber den Regionalverbänden ihre Wunschstandorte, die von den Regionalverbänden möglichst zu berücksichtigen sind“, sagte Haußmann. Der Gesetzentwurf lege dies in § 11 Abs. 7 LPlG fest. In der Anhörung zum Regierungsentwurf am 21. März 2012 wiesen die Vertreter der kommunalen Landesverbände darauf hin, dass die Gemeinden für die neu zu übertragene Planungswahrnehmung in eigener Zuständigkeit für eine rechtssichere Durchführung eine Übergangsfrist von 18 Monaten nach Inkrafttreten des Gesetzes benötigten.„Diesen Zeitaufwand sparen wir uns durch die Kompetenzbündelung bei den Regionalverbänden“, so Rülke und Haußmann. Denn unklare Zuständigkeitskompetenzen zwischen Re-gionalverbänden und Gemeinden könnten für Investoren abschreckend wirken. Diese benötigten größtmögliche Planungssicherheit. „Wer den raschen und sachgerechten Ausbau der Windkraftanlagen will, kommt an der Ausweisung von modifizierten Vorranggebieten durch die Regionalverbände nicht vorbei“, so Rülke und Haußmann. Es sei wieder einmal typisch grün-rot, zusätzliche Verwaltungsstellen zu schaffen und das Verwaltungshandeln zu erschweren, sagten Rülke und Haußmann. „Neue Kompetenzzentren bei den Regierungspräsidien und parallele Planungen bei Kommunen und Regionalverbänden sind Geldverschwendung“. Den Ausbau der Windenergie könne man effizienter und effektiver haben – eben mit dem Modell der FDP-Landtagsfraktion.Sollte die Landesregierung ihren bisherigen Gesetzentwurf unverändert lassen, sei die Anhörung im Landtag eine Farce gewesen. Jeder neutrale Beobachter musste den Eindruck ge-winnen, dass der Regierungsentwurf nicht zielführend sei. Vielmehr würden Natur- und Umweltschutz sowie die Bürgerrechte geopfert. „Wir wollen deutlichen Rückenwind für die Windenergienutzung in Baden-Württemberg – aber sachgerecht. Hoffnungsvolle Symbolpolitik nach grün-roter Machart führt uns nicht weiter“, so Rülke und Haußmann. Deshalb sei im Gesetzentwurf der Liberalen auch eine Genehmigungsfrist enthalten. „Grundsätzlich nach drei Monaten muss das Ministerium die Regionalpläne genehmigen. Eine weitere Verlängerung um bis zu drei Monate ist möglich, wenn ansonsten nicht qualifiziert entscheiden werden kann. Ergeht keine Mitteilung, gilt der Plan als genehmigt. So halten wir die Verwaltung an, rasch zu entscheiden“.

Drohende Kürzung von Schienenverkehrsleistungen abwenden! – Zu der Meldung, im Regionalverkehr im Südwesten drohten erhebliche Einschnitte aufgrund von Kostenexplosionen bei Trassen- und Stationsgebühren im Schienen-nahverkehr sagte der verkehrspolitische Sprecher Jochen Haußmann:

„Verkehrsminister Hermann muss hier engagiert handeln, statt über die Situation zu hadern. Bei Schienenverkehrswegen und Bahnhöfen handelt es sich um natürliche Monopole. Einen Markt gibt es hier nicht. Also brauchen wir eine transparente Regulierung des Bundes, die sicherstellt, dass es zu keinen Quersubventionierungen innerhalb des Bahnkonzerns kommt. Das wäre an der Ursache der Preissteigerungen angesetzt. Als nächstes ist die Landesregierung gefordert, beim Bund daneben eine angemessene Kompensation zu verlangen. Und schließlich kommt das alles wohl nicht so überraschend, als dass man das in den erst kürzlich abgeschlossenen Haushaltsberatungen für das Jahr 2012 nicht schon hätte berücksichtigen können. Es wäre allemal besser gewesen, Vorsorge zu treffen, damit das Land einen attraktiven Schienenpersonennahverkehr sicherstellen kann, statt den Verwaltungsapparat in den Ministerien aufzublähen. Ich erwarte von Minister Hermann umgehend ein schlüssiges Handlungskonzept, wie er die Interessen der Menschen im Land wahren wird. Zur Not muss er einen gegenfinanzierten Nachtragshaushalt aufstellen. Dieses Thema jetzt erneut zum Argument gegen Stuttgart 21 zu verwenden, wie es Minister Hermann tut, könnte man in der jetzigen baden-württembergischen Abiturprüfungswoche schlicht als ‚Thema verfehlt‘ bezeichnen.“

Risiken und Nebenwirkungen des grün-roten Gesetzentwurfs überwiegen – Zur öffentlichen Anhörung des „Gesetzentwurfs der Landesregierung zur Änderung des Landesplanungsgesetzes“ (Drucksache 15/1368) sagte der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Jochen Haußmann:

„Die Risiken und Nebenwirkungen des grün-roten Gesetzentwurfs stehen in keinem angemessenen Verhältnis zum beabsichtigten Ziel. Beim Ziel sind wir uns einig – der Anteil der Windenergie an der Stromerzeugung im Land soll mindestens zehn Prozent betragen. Den grün-roten Weg sollten wir jedoch nicht beschreiten. Die Übergangsfristen sind weiterhin zu kurz – eine sorgfältige Planung, die allen Belangen ausreichend Rechnung trägt, ist so nicht möglich.Die Kommunen werden durch die beabsichtigten neuen Planungsaufgaben zudem vor erhebliche Kompetenzprobleme und Interessenkonflikte gestellt. Der zusätzliche bürokratische Aufwand durch Parallelarbeit von Regionalverband und Kommunen ist nicht vertretbar. Für den Ausbau der Windenergie ist es nicht erforderlich, Planungswirrwarr und verschwommene Kompetenzen zu produzieren.Investoren brauchen Planungssicherheit. Hier soll wohl nach dem Motto ‚der Zweck heiligt die Mittel‘ vorgegangen werden. Für die Windenergie werden viele Grundsätze eingeschränkt: Wald, Umwelt und Tierschutz werden auf ein Mindestmaß zurückgestutzt. Und von wegen ‚Bürgerregierung‘ und ‚Politik des Gehörtwerdens‘. Wo ist denn die institutionelle Bürgerbeteiligung auf Augenhöhe im Gesetzentwurf der Landesregierung? Nirgends. Also auch hier: Bitte nachbessern.“

FDP-Fraktionschef sagt Unterstützung bei Sanierung landeseigener Gebäude zu – Der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, hat in einer Landtagsdebatte Grünen und SPD Unterstützung bei der energetischen Sanierung landeseigener Gebäude zugesagt. Rülke: „Wenn man sich den vorliegenden SPD-Antrag anschaut, fällt auf, dass die neue Landesregierung genau den Weg fortsetzt, den CDU und FDP und auch die Grünen im Jahr 2007 mit einem gemeinsamen Entschließungsantrag begonnen haben. Die SPD stand da im Abseits, sie kam später hinzu.“

Die schwarz-gelbe Landesregierung habe dann im Jahr 2008 dem Landtag ein Konzept vorgelegt, dessen Finanzierungsmittel Jahr für Jahr erhöht wurden. „Ab dem Jahr 2010 stellte die schwarz-gelbe Vorgängerregierung jeweils zusätzlich 25 Millionen Euro für die energetische Sanierung zur Verfügung“, so Rülke. Damit war das Land Baden-Württemberg genau im Zeitplan, innerhalb von 20 Jahren den Investitionsbedarf in Höhe von 800 Millionen Euro abzuarbeiten. Rülke: „Grün-Rot braucht also nicht den Eindruck zu erwecken, dass das Thema energetische Sanierung von der neuen Landesregierung entdeckt wurde.“Der FDP-Fraktionsvorsitzende schlug vor, dass die Landesregierung dem Landtag jährlich darüber Bericht erstattet, ob die langfristigen Ziele erreicht werden können. Rülke: „Wir unterstützen Sie bei ihrem Vorhaben, aber falls die Konjunktur eines Tages einbrechen sollte und für den Landeshaushalt schwierige Zeiten anbrechen, könnte es sein, dass die energetische Sanierung der landeseigenen Gebäude nicht auf diesem Niveau zu halten ist.“

Öffentliche Anhörung wird zentrale Bedeutung haben – In der ersten Lesung des Gesetzentwurfs zur Änderung des Landesplanungsgesetzes sagte der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Jochen Haußmann:

„Wir begrüßen die Zielrichtung des Ausbaus der Windenergie in Baden-Württemberg ausdrücklich. Das war seit jeher die Position der FDP-Landtagsfraktion. Bei dem im Raum stehenden Gesetzentwurf der Landesregierung muss jedoch sorgfältig abgewogen werden, ob es letztlich tatsächlich zielführend ist, die Planung regional bedeutsamer Anlagen zur Windenergieerzeugung auch in die Kompetenz der Städte und Gemeinden zu überführen.Alternativ muss deshalb untersucht werden, ob nicht der Erhalt der Planungskompetenz in den Händen der Regionalverbände unter der Maßgabe der Verpflichtung zur Neuplanung nicht mindestens genauso gut zum Erfolg in Baden-Württemberg führen kann. Die Investoren brauchen schließlich Planungssicherheit.Zudem muss bei Anlagen von über 200 Metern Höhe die Frage zulässig sein, ob solch ein Großprojekt wie eine allgemeine Maßnahme in einem Flächennutzungsplan der Kommune geregelt werden sollte. Diese zentrale Frage muss im Rahmen der öffentlichen Anhörung sorgfältig erörtert werden. Völlig enttäuschend ist es hingegen, dass die selbsterklärte Bürgerregierung im Sinne einer Politik des Gehört-werdens keinerlei Verbesserung bei der Bürgerbeteiligung vornimmt. In diesem Bereich muss nachgebessert werden.Des Weiteren ist die Verlängerung der Fristen im Gesetzentwurf um lediglich vier Monate viel zu wenig. Der Gemeindetag hat beispielsweise 18 Monate verlangt.“

Beabsichtigte faktische Abschaffung ist Gift für den Nahverkehr, die Kunden und die Umwelt – In einer aktuellen Debatte über das Thema „Fortführung der Busförderung des Landes“ (Landtags-Drucksache 15/1180) sagte der verkehrspolitische Sprecher Jochen Haußmann:

„Die bisherige Busförderung des Landes hat nicht zuletzt dazu geführt, dass wir in Baden-Württemberg im Ländervergleich die modernste Busflotte haben. Die von Verkehrsminister Hermann beabsichtigte ‚ökologische und nachhaltige‘ Umgestaltung kommt jedoch einem Kahlschlag gleich und zieht den mittelständischen Busunternehmen im Land den Boden unter den Füßen weg. Die bisherige Grundförderung in Höhe von 45.000 Euro pro Bus soll es ab diesem Jahr nur noch für EURO 6-Fahrzeuge geben. Dabei ist es ungewiss, ob und welche Fahrzeughersteller noch im Jahr 2012 überhaupt serienmäßige Fahrzeuge liefern können. Die bestehende Förderung für Fahrzeuge mit der EEV-Abgasnorm, einer zusätzlichen Partikelminderung um 95 Prozent, wird drastisch abgesenkt. Und das, obwohl für die Filtersysteme Mehraufwendungen von rund 10.000 Euro, erhöhter Kraftstoffverbrauch und höhere Wartungskosten im Raum stehen. Die Folge ist, dass beabsichtigte Anschaffungen unterbleiben. Das kann nicht im Interesse des ÖPNV, der Kunden und erst recht der Umwelt sein. Ich fordere den Verkehrsminister auf, die bisherige Förderung beizubehalten, bis EURO 6-Busse serienmäßig lieferbar sind. Alles andere ist rücksichtslose Haushaltssanierung auf dem Rücken des Mittelstands. Hier ist also auch der Mittelstandsbauftragte der Landesregierung, Peter Hofelich, gefragt. Es kann nicht angehen, dass diese Landesregierung das hohe Lied auf den Mittelstand singt und ihm dann derart in den Rücken fällt. Es ist offenkundig, dass hier der Einstieg in den Ausstieg der Busförderung erfolgen soll. In diesem Jahr können kaum Mittel abgerufen werden, im nächsten Jahr heißt es dann, die Nachfrage war gering und ab 2014, wenn EURO 6 Standard ist, heißt es, es gibt keinen ökologischen Zusatznutzen. So sieht also grüne Verkehrspolitik in der Praxis aus. Dabei könnte gerade in diesem Bereich Mittelstandsförderung, Ökologie und Fahrgastkomfort als Leuchtturmprojekt für Baden-Württemberg fortgeführt werden.“

Bürger werden sich gegen die Einladung zu Trockenturnübungen wenden – Zu den Äußerungen des Amtschefs im Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, Hartmut Bäumer, im Rahmen des Filderdialogs zu Stuttgart 21 am 8. März 2012 und zum Zurückrudern seines Ministeriums am folgenden Tag erklärte der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Landtagfraktion, Jochen Haußmann: Hier wurde erneut ein klassiches Stück aus dem grünen Repertoire geboten.

Alle sollen sich wohlfühlen, jeder soll sich einbringen, jedem wird ein Gehörtwerden’ zuteil. Der richtigen Andeutung von Bäumer, dass ein kostenintensives Abweichen von der bisherigen Variante des Filderbahnhofs bei objektiver Betrachtung nicht ohne Auswirkungen auf eine Finanzierungsbeteiligung des Landes bleiben könne, erfolgt prompt die Korrektur seines eigenen Verkehrsministeriums. Herr Bäumer trägt dazu bei, dass der geplante Bürgerdialog somit gleich zu Beginn im Keim ertickt wird. So könnte man die abschließende Klarstellung des Verkehrsministeriums zusammenfassen. Ich glaube, dass diese Unredlichkeit von Amtschef Bäumer Folgen haben wird, denn ich bezweifle, ob sich die Bürger und Bürgerinnen diese Einladung zu Trockenturnrübungen gefallen lassen werden.”‘

Frühere Kannibalisierungss-Diskussion der Grünen erweist sich als Schimäre – Zur Einigung zwischen Bund und Land über eine Kostenübernahme von rund 250 Millionen Euro für verbesserten Lärmschutz beim Ausbau der Rheintalbahn sagte der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Jochen Haußmann: Es freut mich für die Bürgerinnen und Bürger entlang der Rheintalbahn, dass es zu ener Einigung zwischen Bund und Land über die Mehrkosten für einen lärmoptimierten und menschenfreundlichen Ausbau gekommen ist.

Das beweist einmal mehr, wie verzerrt die Bilder waren, die Verkehrsminister Hermann und die Grünen im Vorfeld der Entscheidung um Stuttgart 21 gezeichnet haben. Weder gibt es die viel zitierte Kannibalisierung’, noch stört sich heute ein Grüner an der Mischfinanzierung zwischen Bund und Land. Heute überwiegt die Freude über den Durchbruch bei der Europatrasse Baden 21.”‘

Es ist erfreulich, dass viele Kommunen den Wunsch ihrer Bürger für die alten Kennzeichen ernst nehmen – Auch Schwung der geplanten Reform der Zulassungsverordnung nutzen – Zur Absicht vieler Kommunen, wieder die alten KFZ-Ortskennzeichen einzuführen, sagte der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Jochen Haußmann: „Freie Fahrt für Stadtkennzeichen – es ist erfreulich, dass viele Kommunen den Wunsch ihrer Bürger ernst nehmen, wieder die alten KFZ-Ortskennzeichen einzuführen. Das stiftet regionale Identität und Verwurzelung. Darüber hinaus muss es aus meiner Sicht in Zukunft möglich sein, dass bei einem Umzug das alte Kennzeichen behalten wird. Zudem sollten die weiteren Formalitäten in Absprache mit dem Bürger von der Meldebehörde erledigt werden. Das spart den Autofahrerinnen und Autofahrern unnötige Behördengänge und Kosten, weil sie sich ohnehin als Bürger beim Einwohnermeldeamt ummelden müssen. Dann wäre nicht auch noch der Weg zur KFZ-Zulassungsstelle unbedingt erforderlich.“

„Neuausrichtung“ der Busförderung bedeutet faktisch deren Abschaffung – auch die Umwelt hat das Nachsehen – Zur Stellungnahme der Landesregierung zu seinem Antrag „Fortführung der Busförderung des Landes“ (Landtags-Drucksache 15/1180) sagte der verkehrspolitische Sprecher Jochen Haußmann:

„Was ich zum Thema Busförderung aus dem Verkehrsministerium mit Unterschrift des Ministers Hermann erfahren habe, verschlägt mir fast die Sprache. Einerseits wird bestätigt, dass die seit 1968 bestehende Busförderung des Landes ‚nicht zuletzt‘ dazu geführt habe, dass wir die modernste Busflotte in Baden-Württemberg im Ländervergleich haben. Und jeder weiß, dass bei Bussen, modern mit umweltfreundlich gleichzusetzen ist. Hermann plant, die bisherige Förderpraxis ‚ökologisch und nachhaltig‘ umzugestalten. Die bisherige Grundförderung in Höhe von 45.000 Euro pro Bus soll es ab diesem Jahr nur noch für EURO 6-Fahrzeuge geben. Hermann selbst sagt jedoch, dass es ungewiss sei, ‚ob und welche Fahrzeughersteller noch im Jahr 2012 serienmäßige Fahrzeuge liefern können‘. Die bestehende Förderung für Fahrzeuge mit EEV mit einer zusätzlichen Partikelminderung um 95 Prozent soll abgesenkt werden, wobei Minister Hermann selbst noch nicht weiß, wie hoch die Minderung sein soll. Vermutlich wird der Sparbedarf in seinem Haus die Messgröße sein. Die Förderbedingungen werden demnach faktisch so gestaltet, dass sie kaum einer in Anspruch nehmen kann. Wenn Minister Hermann noch nicht weiß, wie er die Förderung gestalten möchte, dann soll er die bestehende Förderung weiterführen, damit die Busunternehmen Planungssicherheit haben. Minister Hermann will offenbar, dass die inhabergeführten mittelständischen Busunternehmer im Land keine Anträge stellen können und somit zur Konsolidierung seines Haushalts beitragen. Die Leidtragenden sind dabei nicht nur die Unternehmen selbst, sondern die Fahrgäste und auch die Umwelt. An sich geplante Neuanschaffungen unterbleiben deshalb oder verschieben sich deutlich. Was mich nicht wundert: Minister Hermann hat natürlich für sein Lieblingsobjekt Fahrrad einen Fördertatbestand gesichert. Für Fahrradmitnahmen stellt er Förderungen in den Raum, ohne aber genau zu sagen, welche. Wenn der Verkehrsminister sagt, er will eine Umgestaltung nach ökologischen Kriterien, dann traue ich es ihm zu, die Grundförderung beim Kauf von Bussen ab dem Jahr 2014, wenn EURO 6 Standard wird, gänzlich zu streichen. Für mich ist das ein weiteres Beispiel dafür, wie hier grüne Verkehrspolitik gegen inhabergeführte mittelständische Unternehmen gerichtet gemacht wird. Dabei könnte gerade in diesem Bereich Mittelstandsförderung, Ökologie und Fahrgastkomfort als Leuchtturmprojekt für Baden-Württemberg fortgeführt werden.“

Statt der versprochenen Mittelerhöhung für den Erhalt gibt es eine Kürzung – Zu der Meldung, die Bereitstellung von 77 Mio. Euro für den Erhalt der Landesstraßen sei ein wichtiger Schritt hin zu einem leistungsfähigen Landesstraßennetz und liege über den Schnitt der Jahre 2001 bis 2010 sagte der verkehrspolitische Sprecher Jochen Haußmann:

„Verkehrsminister Hermann stellt seine Fähigkeit zur selektiven Wahrnehmung auch in dieser Frage eindrucksvoll unter Beweis. Die schwarz-gelbe Landesregierung hatte in ihrem letzten Regierungsjahr die Straßenbaumittel auf 105 Mio. Euro erhöht, weil erkannt wurde, dass nach Jahren der zwingenden Haushaltskonsolidierung hier mehr getan werden musste. Jetzt sprudeln die Steuern ganz erheblich. Dennoch wird das Wahlversprechen der SPD, mehr für den Erhalt der Landesstraßen zu tun, nur halbherzig in der Koalition aufgegriffen. Es stehen nämlich unter grün-rot brutto 5 Mio. Euro weniger zur Verfügung als unter schwarz-gelb. Zudem will Verkehrsminister Hermann wohl das Image des Straßenfeindes abstreifen, in dem er ein Interesse für eine leistungsfähige Straßeninfrastruktur vorgibt. Wenn es ihm ernst wäre, warum schichtet er dann die Bundesmittel für die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Kommunen zum Nachteil des Straßenbaus um? Ab dem Jahr 2014 fehlen hierdurch 35 Mio. Euro.“

Nach langem Hin und Her endlich verbindliche Zusagen für die Menschen vor Ort – Zur Meldung, Kabinett und Regierungsfraktionen hätten beschlossen, 50 Prozent der Mehrkosten für die Realisierung der Rheintalbahn als Europatrasse Baden 21 zu übernehmen, sagte der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Jochen Haußmann:

„Im Sinne der Menschen vor Ort entlang der Rheintalbahn begrüße ich, dass Grün-Rot nun endlich auf den vernünftigen Kurs der Vorgängerregierung einschwenkt. Letzte Woche bei der Debatte zum Verkehrsetat sah das noch ganz anders aus. Einen entsprechenden Antrag zur Lärmschutz-Kostenbeteiligung lehnte Grün-Rot ab. Die schwarz-gelbe Landesregierung hatte schon lange zugesagt, 50 Prozent der erforderlichen Mehrkosten für die Realisierung der Rheintalbahn als Europatrasse Baden 21 zu übernehmen.“

Schwung der geplanten Reform der Fahrzeugzulassungsverordnung nutzen – Zur Umfrage der Hochschule Heilbronn, nach der sich 70 Prozent der befragten Personen für eine Wiedereinführung der früheren Nummernschilder ausgesprochen haben, erklärte der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Jochen Haußmann:

„Die Landkreise sollten das Bürgervotum ernst nehmen. Die wohlvertrauten Stadtkennzeichen sollen wieder eingeführt werden können. Das stiftet regionale Identität und Verwurzelung. Darüber hinaus muss es aus meiner Sicht in Zukunft möglich sein, dass bei einem Umzug das alte KfZ-Kennzeichen behalten wird. Zudem sollten die weiteren Formalitäten im Auftrag des Bürgers von der Meldebehörde erledigt werden. Das spart den Autofahrern an sich unnötige Behördengänge und Kosten, weil er sich ohnehin als Bürger beim Einwohnermeldeamt ummelden muss. Dann ist nicht auch noch der Weg zur KfZ-Zulassungsstelle unbedingt erforderlich.“

Geißlers Vorschläge will in Stuttgart ohnehin keiner mehr hören – Zum Appell von Heiner Geissler an Bahn und Grüne, seinen Schlichterspruch zu Stuttgart 21 und den Baumfällarbeiten einzuhalten, sagte der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke:

„Nachdem es Herr Geißler selbst war, der mit seinem blödsinnigen Vorschlag eines Hoch-Tief-Bahnhofes im Rahmen der Präsentation des Stresstests im Sommer 2011 seinen eigenen Schlichterspruch vom Herbst 2010 ad absurdum geführt hat, hat der ehemalige Schlichter jedes Recht verwirkt, auf irgendetwas zu pochen. Geißlers Vorschläge wolle im Übrigen in Stuttgart ohnehin keiner mehr hören.“

Schäbiges Spiel hinter dem Rücken von Kretschmann – Zu der Meldung, die grüne Stadträtin Clarissa Seitz engagiere sich an der Spitze des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21 als eine der vier neuen Sprecher sagte der verkehrspolitische Sprecher Jochen Haußmann:

„Das unrühmliche Trauerspiel der Stuttgarter Grünen geht weiter. Sie können es nicht lassen, die Lunte ans Pulverfass Schlossgarten zu legen. Statt verantwortlich auf die teilweise vor blinder Wut schäumenden Intensiv-Aktivisten zuzugehen, setzen die Grünen das unwürdige Spiel hinter dem Rücken des Ministerpräsidenten fort. Es nützt für die konkrete Situation im Zusammenhang mit den anstehenden Baumfällarbeiten wie man sieht gar nichts, wenn Kretschmann landespolitische Theorie abhält und erklärt, dass das Ergebnis der Volksabstimmung zu akzeptieren sei und jetzt gebaut werde. So zeichnet sich die grüne Praxis vor Ort als schäbiges Spiel ab. Wohl im Vorgriff auf den OB-Wahlkampf soll erneut mit falschen Versprechungen gearbeitet werden. Das ist schlicht unwürdig und zeigt, dass die Grünen offenbar nicht in der Lage sind, umfassend Regierungsverantwortung zu tragen.“

Stellenaufbau im Ministerium und starke Bevorzugung des Radverkehrs ist nicht zielführend – In der zweiten Beratung des Staatshaushaltsplans 2012 für das Verkehrsministerium erklärte der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Jochen Haußmann:

„Der vorliegende Haushaltsentwurf ist vom Personalaufbau im Ministerium und der einseitigen Begünstigung des Radverkehrs gekennzeichnet. Eine ausgewogene Verkehrspolitik ist nicht zu erkennen. Die Wahlversprechungen der SPD zum Landesstraßenbau verpuffen. Der Zwist von Grün und Rot ist in allen Bereichen der Verkehrspolitik greifbar. Statt der versprochenen Erhöhung der Mittel für den Landesstraßenbau wird der Ansatz um fünf Millionen auf 100 Millionen Euro gekürzt. Weiter verschlimmert wird die Situation durch den Vorwegabfluss von 23,3 Millionen Euro für die Rückführung des Landesinfrastrukturprogramms. Zudem hat sich der grüne Verkehrsminister die Mittel als deckungsfähig mit dem Radverkehr erklären lassen. Zu den dort ohnehin veranschlagten mehr als vier Millionen Euro kann der Verkehrsminister am Landtag vorbei schalten und walten wie er will. Dazu kommen noch 600.000 Euro auf Antrag der Regierungsfraktionen für Fahrradabstellplätze. Das Auf-den-Kopf-stellen des Verteilungsschlüssel der Bundesmittel nach dem Entflechtungsgesetz leistet ein Übriges: Ab 2014 stehen 35 Millionen Euro jährlich weniger für den Straßenbau zur Verfügung. Mit bloßem Verweis auf den Koalitionsvertrag und ohne Beteiligung der Betroffenen wurde hier gekürzt. Es ist auch ein schwerer Fehler des Verkehrsministers, dem Bund keine Neubaumaßnahmen zu melden und einen Planungsstopp zu verhängen. Das Schwarze-Peter-Spiel, das Hermann zulasten des Bundes spielt, ist zu durchschaubar, als dass es verfangen könnte.“Info: Die Regionalisierungsmittel wurden bisher zu 60 Prozent für den Straßenbau der Kommunen und zu 40 Prozent für den so genannten Umweltverbund (Radverkehr, ÖPNV) verwandt.

Volksabstimmung und Projektförderungspflicht respektieren – In der einer aktuellen Debatte zum Thema „Projektförderungspflicht für Stuttgart 21 auf dem Prüfstand – Volkswillen verhindern oder Volkswillen beachten?“ erklärte der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Jochen Haußmann:

„Das Taktieren grüner Kreise, sei es direkt oder indirekt aus dem Verkehrsministerium heraus, sei es durch die Stuttgarter Grünen oder die Andeutungen des grünen OB-Kandidaten für Stuttgart gegen Stuttgart 21 müssen beendet werden. Auch ein Stil, wie ihn Staatssekretär Murawski gegenüber dem Bahnvorstand Dr. Kefer in dem veröffentlichten Brief zur Schau gestellt hat, muss überwunden werden. Grüne Besserwisserei und Arroganz helfen nicht weiter. Die politische Einmischung in die Planungen der Polizei, wie sie auch in der E-Mail des Amtschefs des Innenministeriums letztlich eingeräumt wurde, ist unerträglich. Die Gefälligkeitspolitik gegenüber den Parkschützern und des Bundes für Umwelt und Naturschutz muss ein Ende haben. Die Bahn darf bauen, also ist das endlich umzusetzen. Es ist auch eine Frage der Durchsetzungsfähigkeit des Ministerpräsidenten, ob er die Seinen auf Kurs bringen kann. Es nützt nämlich nichts, wenn er wohlmeinende Briefe wie kürzlich in Facebook in die Welt setzt, um staatsmännisch zu wirken. Er muss Staat machen, wenn er Staatsmann sein will. Die Grünen und deren Freunde im Park müssen überlegen, ob sie ihren eigenen Ministerpräsidenten demontieren wollen.“

Aushandlung eines Staatvertrags mit Schweiz ist sinnvoll – Maßstab Stuttgarter Erklärung – In der aktuellen Debatte „Fluglärm reduzieren – Südbaden entlasten“ erklärte der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Jochen Haußmann:

„Ich begrüße die Absichtserklärung, zeitnah einen Staatsvertrag mit der Schweiz abzuschließen. Die Stuttgarter Erklärung ist dabei nach einhelliger Meinung aller Fraktionen im Landtag der richtige Maßstab. Der Flughafen Zürich ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor auch für Baden-Württemberg. Die Bereitschaft, 80.000 Anflüge über deutschem Gebiet zuzulassen, ist ein deutliches Zeichen der Akzeptanz. Es muss jedoch bei den 80.000 bleiben. Insgesamt brauchen wir eine ausgewogene Lösung. Insbesondere was die nächtlichen Sperrzeiten von Flugbewegungen und die Aufbebung des Warteraums Rilax anbelangt, darf es für die Menschen in Südbaden keine Verschlechterungen geben. Die angekündigte gemeinsame Luftverkehrskommission für die Auslegung und Anwendung des Staatsvertrages erachte ich als einen wichtigen Bestandteil.“

FDP-Fraktionsvorsitzender nutzt Haushalt des Staatsministeriums zur Generalabrechnung mit dem Regierungschef – Nach den Worten des Vorsitzenden der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, hatte Winfried Kretschmann vor der Landtagswahl versprochen, dass es im Falle seines Wahlsiegs keine Landesmittel für Stuttgart 21 gebe. Im September habe Ministerpräsident Kretschmann dann zugegeben, „das Maul zu voll genommen und an dieser Stelle ein Glaubwürdigkeitsproblem zu haben“.

Aus Rülkes Sicht ist dies keineswegs das einzige Beispiel dafür, dass Kretschmann „das Maul zu voll genommen“ und deshalb ein „Glaubwürdigkeitsproblem“ hat. So habe er vor und nach dem Volksentscheid mehrfach versprochen, den Volkswillen zu beachten und das Bahnprojekt konstruktiv zu begleiten. In Wahrheit gehe es dem Ministerpräsidenten aber nach wie vor darum, seine Unterstützer unter den Bahnhofsgegnern bei der Stange zu halten. „Die Politik des Gehörtwerdens gilt für die Beamten, bei denen gespart werden soll, nicht, wohl aber für die Schuhewerfer vor dem Neuen Schloss, die beim anschließenden Neujahrsempfang noch für ihr Engagement gelobt werden“, so Rülke wörtlich. Deren Auftreten sei auch nicht verwunderlich: „Wer die Leute an über hundert Montagen vor den Bahnhof treibt, braucht sich nicht zu wundern, wenn die am Ende ihre ausgelatschten Schuhe bei ihm abgeben wollen.“ Aktuell sei es offensichtlich so, dass Ministerpräsident Kretschmann aus der Regierungszentrale heraus Einfluss auf den Polizeieinsatz im Schlosspark genommen hat. Offensichtlich habe der Regierungschef auch hier ein Glaubwürdigkeitsproblem. Immerhin habe man aus der Opposition heraus mit genau diesem Vorwurf vor einem Jahr einen Untersuchungsausschuss eingesetzt.Nach den Worten von Hans-Ulrich Rülke forderte der Oppositionspolitiker Kretschmann in der Haushaltspolitik stets die Verankerung der Landeshaushaltsordnung und der Schuldenbremse in der Verfassung. Jetzt in der Regierungsverantwortung wolle Kretschmann davon nichts mehr wissen. Er verantworte den aufgeblähtesten Haushalt aller Zeiten, erhöhe zusätzlich noch eine Steuer und tilge angesichts immer neuer Rekorde bei den Steuereinnahmen keinen Pfennig. Auch hier habe er „das Maul zu voll genommen“, auch hier habe er ein „Glaubwürdigkeitsproblem“, so Rülke.Anders als die Vorgängerregierung hat Grün-Rot angekündigt, eine Bürgerregierung sein zu wollen. Man habe eine Politik des Gehörtwerdens versprochen. In der Realität gebe sogar der ehemalige Abgeordnete, grüne Bürgermeister und mögliche OB-Kandidat Werner Wölfle zu, dass im Staatsministerium unfähige grüne Parteigänger versorgt würden. „Kein Unterschied zu den Schwarzen. Ist mir das peinlich“, so Wölfle wörtlich. Auch hier habe der Regie-rungschef „das Maul zu voll genommen“. Auch hier „hat er ein „Glaubwürdigkeitsproblem“.Im August habe Winfried Kretschmann der Wirtschaft mit einer „Innovationspeitsche“ gedroht. Anschließend habe er eingesehen, dass der Begriff missverständlich sei. „Deshalb werde ich ihn nicht mehr verwenden“, so Kretschmann damals wörtlich. Rülke: „Auch hier haben Sie das Maul zu voll genommen, auch hier haben Sie ein Glaubwürdigkeitsproblem.“ Kretschmann rede die Automobilwirtschaft ständig schlecht. Seine Zielformulierung, weniger Autos seien natürlich besser als mehr, „schaden dem Wirtschaftsstandort“, sagte Rülke. Es sei der Gipfel grüner Mobilitätsfeindlichkeit, wenn er den Autofahrern auf dem Automobiltag in Nürtingen zurufe: „Was dem Ami die Waffen, ist dem Deutschen das Rasen!“Wenn es um ihn selbst gehe, sei der Ministerpräsident aber weniger mobilitätsfeindlich. Zwar gebe es nun bei der Hubschrauberstaffel des Landes nach dem Prinzip ‚weniger Hubschrauber sind besser als mehr‘ nicht mehr so viele Luftfahrzeuge, dennoch sei er zur Ministerpräsidentenkonferenz in Lübeck mit dem Hubschrauber geflogen und habe den gepanzerten Dienstmercedes vorausfahren lassen. Begründung: Er brauche ja aus Sicherheitsgründen eine gepanzerte Limousine für den Stadtverkehr in Lübeck. Gleichzeitig erkläre Kretschmann aber öffentlich, künftig auf eine gepanzerte Limousine verzichten zu wollen. „Herr Ministerpräsident ist etwa Lübeck der einzige Ort auf der Welt, an dem Sie gefährdet sind? Auch hier haben Sie das Maul zu voll genommen. Auch hier haben Sie ein Glaubwürdigkeitsproblem“, so Rülke.Eine von oben erzwungene Polizeireform, keine Straßen mehr im ländlichen Raum, einen Nationalpark, den keiner wolle: „Dies alles sind Projekte gegen die Menschen im Land“, so Rülke. Von wegen Politik des Gehörtwerdens. Auch hier habe der Ministerpräsident ein Glaubwürdigkeitsproblem.Auch beim Länderfinanzausgleich tut sich nach den Worten von Rülke nichts. Im Landtag erkläre Kretschmann, man sei bei Verhandlungen mit den Nehmerländern auf gutem Wege. Gleichzeitig sage der Berliner Finanzsenator öffentlich, man wolle bis 2019 gar nichts ändern. Hans-Ulrich Rülke forderte den Ministerpräsidenten auf, endlich mit Bayern und Hessen zusammen gegen den ungerechten Länderfinanzausgleich zu klagen. „Auch hier gilt: Maul zu voll genommen und anschließend ein Glaubwürdigkeitsproblem“, so der FDP-Fraktionschef.Bei der EnBW habe der Ministerpräsident erklärt, über eine Kapitalerhöhung erst reden zu wollen, wenn eine Strategie vorliege. Gleichzeitig habe Kretschmann nach ausländischen Investoren gerufen und dazu erklärt, Geld stinke ja nicht. Als der Konzernchef Villis aber zur Strecke gebracht war, habe man auch ohne Strategie blitzschnell über eine Kapitalerhöhung entscheiden können. Auch hier wiederum „hat Kretschmann ein Glaubwürdigkeitsproblem“. Rülke: „Ministerpräsident Kretschmann hat einmal gesagt, ein guter Stolperer falle nicht. Diesen Satz hat sich Kretschmann wohl zum Leitbild seiner Amtszeit gemacht. Seine Regierung stolpert nämlich nur noch, egal bei welchem Thema.“ Kretschmanns selbsteingeräumtes Glaubwürdigkeitsdefizit sei aber beileibe nicht nur im Zusammenhang mit Stuttgart 21 erkennbar, sondern durchziehe wie ein grüner Faden sein gesamtes politisches Wirken. „Diese Regierung hat unser Land nicht verdient“, so das Fazit von Hans-Ulrich Rülke.

„Lavieren mit Halbwahrheiten und Stimmungsmache über Dritte muss unverzüglich beendet werden“ – Zum Internet-Brief des Ministerpräsidenten, wonach die Bürger die Volksabstimmung zu Stuttgart 21 akzeptieren sollten, sagte der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke:

“Statt sich an die Bürger zu wenden, sollte Kretschmann zuallererst im eigenen Kabinett und vor allem bei Verkehrsminister Hermann für die Verinnerlichung des Gesagten sorgen. Das Lavieren mit Halbwahrheiten und die Stimmungsmache über Dritte muss unverzüglich beendet werden. Wir brauchen eine konstruktive Politik zum Wohle unseres Landes statt Gefälligkeitspolitik gegenüber Parkschützer & Co.”

Den Schwung der geplanten Reform für Bürokratieabbau nutzen – Zur anstehenden Reform der Fahrzeugzulassungsverordnung erklärte der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Jochen Haußmann:

„Ich begrüße die Initiative des Bundesverkehrsministers, dass die vielen Bürgern ans Herz gewachsenen früheren Stadtkennzeichen wieder eingeführt werden können. Das stiftet regionale Identität und Verwurzelung. Ich appelliere an Verkehrsminister Hermann, den Schwung der Reform für das Bundesratsverfahren zu nutzen und beim Bürokratieabbau ein gutes Stück voranzukommen. Es sollte aus meiner Sicht in Zukunft möglich sein, dass bei einem Umzug das alte KfZ-Kennzeichen behalten wird. Zudem sollten die weiteren Formalitäten im Auftrag des Bürgers von der Meldebehörde erledigt werden. Das spart den Autofahrern unnötige Behördengänge, weil sie sich ohnehin als Bürger beim Einwohnermeldeamt ummelden müssen. Dann ist nicht auch noch der Weg zur KfZ-Zulassungsstelle unbedingt erforderlich.“

Neben Telematik und Fahrgemeinschaften müssen Standstreifen genutzt werden – Zur Ankündigung von Verkehrsminister Hermann, dem Stau im Südwesten den Kampf anzusagen, sagte der verkehrspolitische Sprecher Jochen Haußmann:

„Ich begrüße es, dass Verkehrsminister Hermann dem Stau auf den Straßen den Kampf ansagen will. Dazu braucht es aber eine umfassende Strategie, die vorhandene Potenziale erschließt. Dabei geht es mir um die Nutzung der brach liegenden Standstreifen für den rollenden Verkehr. Telematik ist sinnvoll, aber nicht alles. Die Idee der Fahrgemeinschaften-Börsen ist reizvoll. Viele brauchen jedoch aus beruflichen Gründen die Flexibilität der eigenen Autonutzung und können keine Fahrgemeinschaft bilden. Ich rate, sich an Hessen zu orientieren. Dort wurde ein Anti-Stillstand-Programm mit dem Titel „Staufreies Hessen 2015“ mit 150 Einzelmaßnahmen aufgelegt. Die Zahl der Staustunden in Hessen hat sich mittlerweile um 80 Prozent reduziert. Es war aus meiner Sicht auch ein schwerer Fehler, dem Bund gegenüber keine Neubaumaßnahmen für den Investitionsrahmenplan mehr zu benennen, weil angeblich keine Mittel vorhanden sind. So wird zukünftiger Stau programmiert. Mit dieser Begründung hätte man auch seitens des Landes nichts für den Schienenverkehr melden dürfen. Dort war Verkehrsminister Hermann jedoch rege.“