Jugendarbeitslosigkeit in Baden-Württemberg im Mai 2010 bei lediglich 3,5 Prozent – „Unser Ziel ist es nach wie vor, mehr Jugendliche direkt nach dem allgemein bildenden Abschluss in eine Duale Ausbildung zu bringen“, sagte die Obfrau der FDP/DVP-Landtagsfraktion für die Enquetekommission zur Beruflichen Bildung, Heiderose Berroth, anlässlich einer Landtagsdebatte.

Durch das Programm des Wirtschaftsministeriums „Azubi-Transfer“ werde dafür gesorgt, dass kein Auszubildender eines Insolvenzbetriebes auf der Straße steht. Bei der geringen Jugendarbeitslosigkeit von derzeit nur 3,5 Prozent in Baden-Württemberg fehle ihr jedes Verständnis für das Schlechtreden durch die Opposition. „Damit verunsichern Sie völlig ohne Not in unverantwortlicher Weise die jungen Menschen im Land“, so Berroth. „Und ein Rechtsanspruch auf Ausbildung gewährleistet noch lange keine Einlösung desselbigen“, bemerkte Berroth in Bezug auf die Forderung der Opposition. Wichtiger sei, dass die Wirtschaft floriere, damit entsprechende Ausbildungsplätze angeboten werden könnten. Projekte wie „Bildungspartnerschaften mit Migranteneltern“, das vom Justizministerium initiiert wurde, trügen dazu bei, Informationen zu möglichen Berufsausbildungen zielgenau weiterzugeben. Damit werde erreicht, dass viele bisher nicht besetzte Ausbildungsplätze nachvermittelt werden können. Ziel müsse bleiben, den Jugendlichen bereits in den allgemein bildenden Schulen die nötige Ausbildungsreife zu vermitteln. Vollzeitschulische Berufsbildungsgänge wie das Duale Berufskolleg Verzahnung zur Vorbereitung auf eine duale Ausbildung litten vor Ort immer noch an Akzeptanzproblemen und sollten deshalb nicht ausgedehnt werden.

FDP/DVP-Fraktion sieht Haushaltsmittel gut angelegt – Vereine leisten wertvolle Prävention – In einer von der FDP/DVP-Fraktion beantragten Debatte über „Fanprojekte in Baden-Württemberg“ sprach sich die sportpolitische Sprecherin Heiderose Berroth dafür aus, randalierenden Fans Stadionverbot zu erteilen. „Wer gewalttätig wird, muss die volle Konsequenz des Staates spüren“, sagte Berroth.

Fanprojekte könnten jedoch dazu beitragen, dass „Ultra- und Hooligan-Gruppen keinen Zuwachs bekommen“.Fanprojekte leisten nach den Worten von Berroth wertvolle Jugendsozialarbeit, sind Ansprechpartner und Vermittlungsinstanz, sorgen für Integration und entschärfen Konfliktsituationen – „Fanprojekte beugen gewaltsamen Ausschreitungen vor.“ Berroth: „Diese Projekte ergänzen polizeiliche Einsatzkonzeptionen, dies ist für das Land ein weiterer Grund, hier Geld in die Hand zu nehmen –es lohnt sich.“ Wenn man bedenke, dass in der vergangenen Saison über sechs Millionen Euro an Kosten für Polizeieinsätze entstanden sind, sei Geld für Fanprojekte im Landeshaushalt gut angelegt. Deshalb habe die FDP diese Mittel für 2011 um 60.000 Euro ausgedehnt. Berroth lobte die bestehenden Fanprojekte in Karlsruhe und Mannheim. Sie hoffe, dass Stuttgart bald dazukomme. Zu Gewalttätigkeiten sei es in letzter Zeit allerdings auch in den unteren Ligen wie der Regionalliga Süd gekommen. Sportvereine brächten ebenso einen wertvollen Beitrag zur Gewaltprävention, weil sie Jugendlichen jeglichen Alters und jeder Herkunft die Möglichkeit bieten, sich nach sportlichen Regeln auszutoben. Auch die Fanbeauftragten größerer Fußballvereine leisten nach den Worten der sportpolitischen Sprecherin wichtige Präventionsarbeit.

Land ist zuverlässiger Wächter der Subsidiarität – Einbindung des Landtags vorbildlich – Der europapolitische Sprecher der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Ulrich Noll, hat in einer Landtagsdebatte zum Thema Europakompetenz des Landes die aktive europapolitische Rolle der Landesregierung hervorgehoben: „Das Engagement Baden-Württembergs für die europäische Idee und die Weiterentwicklung der Europäischen Union ist beispielhaft und zeigt eindrücklich, was subnationale Akteure auf europäischer Ebene bewirken können.“

Der europapolitische Sprecher der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Ulrich Noll, hat in einer Landtagsdebatte zum Thema Europakompetenz des Landes die aktive europapolitische Rolle der Landesregierung hervorgehoben: „Das Engagement Baden-Württembergs für die europäische Idee und die Weiterentwicklung der Europäischen Union ist beispielhaft und zeigt eindrücklich, was subnationale Akteure auf europäischer Ebene bewirken können.“

Landtag debattiert über Novelle des Hochschulzulassungsgesetzes – In einer Debatte zur Novelle des Hochschulzulassungsgesetzes, das den Hochschulzugang für Meister, Techniker und beruflich Qualifizierte öffnet, sagte der Vorsitzende des Wissenschaftsausschusses im Landtag und FDP/DVP-Abgeordnete Dieter Kleinmann unter anderem:

„Warum sollte eine Hebamme nach mehreren erfolgreichen Berufsjahren noch ein Studium der Wirtschaftswissenschaften aufnehmen?“. Mancher Kritiker würde vielleicht fragen, ob das wirklich sein müsse?“ Ich würde darauf antworten: Es muss natürlich nicht sein, aber es muss natürlich möglich sein! Immerhin wäre jemand mit fundierten betriebs- und volkswirt-schaftlichen Kenntnissen und zugleich praktischen Erfahrungen und Fertigkeiten aus dem Gesundheitsbereich ein sehr geeigneter Bewerber, respektive Bewerberin, für eine leitende Funktion in einem Krankenhaus. Die Hebamme ist auch ein gutes Beispiel dafür, wie sehr zahlreiche Betriebe ebenso wie öffentliche Einrichtungen ein starkes Interesse an beruflich Qualifizierten haben, die sich an den Hochschulen weiterqualifizieren. Doch das ökonomische Erfordernis von ausreichend hoch qualifizierten Fachkräften war nicht allein ausschlaggebend dafür, dass wir mit dem vorliegenden Gesetzentwurf die Möglichkeit eines Studiums für Meister und beruflich Qualifizierte öffnen. Wir tragen mit diesem Schritt auch zur Verbesserung der Durchlässigkeit unseres Bildungswesens bei. Und zwar an einer entscheidenden Wegmarke von Bildungsbiographien, die sich im Sinne lebenslangen Lernens entwickeln. Zukünftig werden Meister, Techniker und vergleichbar Qualifizierte ein Studium ihrer Wahl aufnehmen können. Und beruflich Qualifizierte können nach mindestens zweijähriger Ausbildung, dreijähriger Berufspraxis und einem bestandenen Eignungstest ein ihrem angestammten Beruf affines Fach studieren. Allerdings steht fest: Wenn wir die Potenziale der beruflich Qualifizierten erkennen und fördern wollen, gibt es noch Einiges zu tun. Dies zeigt auch die geringe (absolute) Zahl derer, die sich bisher an den Hochschulen eingeschrieben haben: Waren es im Wintersemester 2008/09 gerade einmal 224 Personen, so waren es ein Jahr später 322 Personen. Gleichzeitig zeigen diese Zahlen aber auch einen erfreulichen Aufwärtstrend, nämlich eine Steigerung um über 40 %. Das belegt, dass schon die Öffnung von 2006 gut angenommen wurde. Und es ist ein Hinweis darauf, dass wir mit dem Hochschulzulassungsgesetz auf dem richtigen Weg sind.Hier kommt meines Erachtens nach Vor- und Begleitkursen die wichtige Funktion zu, Wis-senslücken zu schließen. Einige Weiterbildungsträger bieten hier Interessantes an, wie zum Beispiel die Technische Akademie Esslingen, deren Pre-University als Pilotprojekt von den südwestdeutschen Arbeitgebern unterstützt wird. Aber nicht jeder kann es sich leisten, seinen Beruf einfach für mehrere Jahre nicht auszuüben – aus zeitlichen, familiären, finanziellen oder häufig auch betrieblichen Gründen. Deshalb sind unsere Hochschulen aufgefordert, Teilzeitstudiengänge anzubieten, die man auch berufsbegleitend studieren kann. Als vorbildlich zu nennen ist hier die Hochschule Aalen, die in ihrer Weiterbildungsakademie fünf berufsbegleitende Studiengänge aktuell im Programm hat. Nicht unerwähnt lassen möchte ich die Studierfähigkeitstests, die zukünftig von den Hochschulen in verbindlicher Weise durchgeführt werden. Es erscheint mir richtig, in der Abwägung von Freiheit einerseits und einer Vergleichbarkeit des Zugangs zu den Hochschulen, mithin gleichen Chancen für die Bewerber, ein gemeinsames Ziel vorzugeben. Gleichzeitig bleibt das Ausgestalten der Tests aber den Hochschulen überlassen. Sie haben sich häufig schon an die Arbeit gemacht, kooperieren untereinander bei der Konzeption der Tests und bzw. beziehen externe Dritte je nach Sachgebiet mit ein. Es ist zu begrüßen, dass die Hochschulen diese Angelegenheit selbst in die Hand nehmen. Die Möglichkeit einer Auswahl der Studierenden durch die Hochschulen ist ein Herzstück der Hochschulautonomie – hierzu ist mit der Umwandlung der ZVS in eine Stiftung für Hochschulzulassung eine wichtige Grundlage gelegt worden. Ihre Dienstleistungen können von den Hochschulen in Anspruch genommen werden – aber wohlgemerkt: sie müssen nicht.“

Nutzerfinanzierung durch Maut einführen – Ausbau Südwest weiter vorantreiben – Der stellvertretende Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Hagen Kluck, hat sich in einer Landtagsdebatte zu den Kürzungen im Verkehrsetat der Bundesregierung für eine Veränderung der Finanzierungsgrundlagen des Fernstraßennetzes ausgesprochen: „Nur durch Einführung einer Nutzerfinanzierung durch Pkw-Maut, die die konjunkturanfällige Steuerfinanzierung weitestgehend ersetzt, kann es gelingen, den Investitionsstau im Fernstraßennetz sukzessive abzutragen.“

Das Bestreben der Landesregierung, dieses Thema auf Bundesebene weiter zu befördern unterstütze seine Fraktion deshalb vorbehaltlos. „Ungeachtet der Skepsis unserer Bundespartei: wollen wir Südwest-Liberalen die Pkw-Maut, wenn im Gegenzug die Kfz-Steuer fällt. Im Interesse einer wettbewerbsfähigen Verkehrsinfrastruktur gibt es hierzu keine Alternative“, so Kluck.Kluck erneuerte zudem die Forderung der FDP nach einem Ausbau Südwest, da Baden-Württemberg nach Jahrzehnten des Aufbaus Ostdeutschlands großen Nachholbedarf in der Fernstraßeninfrastruktur habe: „Herr Ramsauer sollte nicht vergessen, dass wir, anders als Bayern, nicht unmittelbar von den milliardenschweren Verkehrsprojekten Deutsche Einheit profitiert haben, jedoch bis heute durch unsere Wirtschaftskraft maßgeblich zur Finanzierung des Aufbaus Ost beitragen. Als eine der Herzkammern der europäischen Wirtschaft, als Exportgigant und Transitland im Herzen Europas braucht unser Land Fernstraßen- und Schienennetz, um seine Wirtschaftskraft zu erhalten.“ Dies sichere nicht nur den Wohlstand Baden-Württembergs, sondern der gesamten Bundesrepublik, so Kluck.Die SPD, die diese Debatte beantragt hatte, kritisierte Kluck scharf: „Sie hatten mehr als ein Jahrzehnt die Gelegenheit, das bis September letzten Jahres SPD-geführte Verkehrsministerium zu mehr Fernstraßeninvestitionen in unserem Land zu bewegen. Erreicht haben Sie für unser Land offensichtlich rein gar nichts. Ihre Kritik an den jüngsten Kürzungen ist deshalb mehr als scheinheilig.“

Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke soll erneuerbaren Energien zugute kommen – Der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, hat in einer Aktuellen Debatte des Landtags weitere Abgaben der Energiewirtschaft gefordert. Die im Sparpaket der Bundesregierung enthaltene Brennelementesteuer, mit der die Betreiber der Kernkraftwerke 2,3 Milliarden Euro pro Jahr als Ausgleich für verlängerte Laufzeiten bezahlen sollen, „reicht nicht“, sagte Rülke. Nach den Worten des wirtschaftspolitischen Sprechers der liberalen Fraktion, „bleiben wir bei unserer Forderung, dass die Hälfte der erwirtschafteteten Gewinne aus der Laufzeitverlängerung abgeschöpft werden“. Wie die Brennelemente-Steuer sollen diese Gewinne für den Ausbau und die Erforschung der erneuerbaren Energien zur Verfügung gestellt werden.

In der von den Grünen beantragten Debatte forderte Rülke die Opposition weiter auf, ihren „immer wiederkehrenden krampfhaften Versuch aufzugeben, das Land Baden-Württemberg schlecht zu reden“. Das Land stehe am Ausgang der dramatischen Wirtschafts- und Finanzkrise beispielsweise mit einer Arbeitslosenquote von weniger als fünf Prozent im Vergleich der Bundesländer an vorderer Stelle. Rülke: „Wenn ich mir dazu noch die konjunkturelle Entwicklung im Frühjahr des Jahres 2010 anschaue, dann komme ich zum Ergebnis, dass diese dramatische Krise in Baden-Württemberg glänzend gemeistert wurde.“ Dies sei das Verdienst der Unternehmen des Landes und seiner Mitarbeiter, aber auch das Verdienst dieser Regierungskoalition.

Liberale Fraktion stellt sich eindeutig hinter Präsidentschafts-Kandidaten Wulff – Nach Mitteilung des Vorsitzenden Dr. Hans-Ulrich Rülke hat die FDP/DVP-Fraktion einstimmig folgende Personen zur Wahl der Mitglieder für die 14. Bundesversammlung durch denbaden-württembergischen Landtag nominiert:

Heiderose Berroth, Dr. Friedrich Bullinger, Dieter Ehret, Beate Fauser, Prof. Dr. Ulrich Goll, Ernst Pfister und Dr. Hans-Ulrich Rülke.Als außerparlamentarisches Mitglied der Bundesversammlung hat die FDP/DVP-FraktionDr. Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees nominiert. Als Ersatzdelegierte wurden das Mitglied im FDP-Landesvorstand Bärbl Maushart und der Landtagsabgeordnete Dr. Hans-Peter Wetzel nominiert. Die FDP/DVP-Fraktion stellte sich eindeutig hinter den Präsidentschaftskandidaten von Union und FDP, Christian Wulff.

– Zur Nominierung des niedersächsischen Minderpräsidenten Christian Wulff durch die Parteivorsitzenden der Koalitionsparteien CDU, CSU und FDP sagte der FDP-Fraktionsvorsitzende, Dr. Hans-Ulrich Rülke: „ Ich begrüße die Nominierung von Christian Wulff für das Amt des Bundespräsidenten. Wulff führt eine funktionierende CDU/FDP-Koalition in Niedersachsen.“

– Der Vorsitzende der baden-württembergischen FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, äußerte sich mit großem Bedauern zum Rücktritt des Bundespräsidenten Horst Köhler. Deutschland verliere einen fähigen und beliebten Bundespräsidenten.

Gleichzeitig kritisierte Rülke die Opposition scharf. „In ihrem offenkundigen Bemühen, das Klima im Land zu vergiften, macht die Opposition auch vor der Institution des Bundespräsidenten nicht halt“, so Rülke. Nach den Worten von Rülke sei Köhler bewusst und böswillig missverstanden worden und schütze durch seinen Rücktritt nun das Amt vor den bösartigen Diffamierungen aus den Reihen von SPD, Grünen und Linken.

Beate Fauser spricht sich vor 200 Unternehmerinnen für Abbau ausufernder Bürokratie aus – Der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, hat sich vor rund 200 Unternehmerfrauen auf dem FDP-Diskussionsforum „Foyer liberal“ für eine Reform der Erbschaftssteuer ausgesprochen. „Die baden-württembergische FDP tritt dafür ein, die Gesetzgebungskompetenz für die Erbschaftssteuer auf die Bundesländer zu übertragen“, sagte Rülke. Seiner Auffassung nach könnte Baden-Württemberg im Sinne eines Wettbewerbsföderalismus auf die den Mittelstand belastende Steuer verzichten.

„Dann werden wir sehen, dass sich noch mehr attraktive Unternehmen in unserem Land niederlassen“, so der FDP-Fraktionsvorsitzende. Weiter forderte Rülke, innerhalb der nächsten Monate eine Steuervereinfachung zum Thema zu machen, nachdem im Bund die CDU nicht bereit gewesen sei, zusammen mit der FDP einer Steuersenkung den Weg zu bereiten.Der Unmut der Unternehmerfrauen über eine „ausufernde Bürokratie“, die gerade die kleinen und mittleren Betriebe viel Zeit koste, war in der Diskussion deutlich zu spüren. Entsprechenden Zuspruch hatte die Sprecherin für den Mittelstand, Beate Fauser, parat: „In diesen schwierigen Zeiten sind Sie das Rückgrat Ihrer Unternehmen. Sie übernehmen im Betrieb die Jobs, denen sich die Männer nicht so gerne widmen. Als Angehörige der sogenannten Mittelschicht erfüllen Sie eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe.“ Beate Fauser nannte als Beispiele einer ausufernden Bürokratie die Schlachthygieneordnung und die EU-Maschinenrichtlinie. „Da könnte man auf so manche übertriebene Vorschrift verzichten“, so Fauser. Im Übrigen sei die Ausbildungsleistung des Handwerks hervorragend. Dies sei der Grund dafür, dass die Jugendarbeitslosigkeit in Baden-Württemberg vergleichsweise gering sei.Ruth Baumann, Präsidentin des Landesverbands der Arbeitskreise Unternehmerfrauen im Handwerk, kritisierte besonders ELENA, das Gesetz über das Verfahren des elektronischen Entgeltnachweises. Baumann: „Was als Meilenstein zum Abbau bestehender Bürokratie gedacht war, entpuppt sich als umständliches Verfahren, das uns keine Zeit erspart, aber gleich mal 120 Euro für einen Fortbildungskurs kostet“. Ein weiteres Ärgernis seien die doppelte Berechnung der Sozialabgaben und die zunehmende Pflicht, Statistiken zu erstellen. Auch die VOB, die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen“ müsse dringend reformiert werden. Nicht der billigste Anbieter dürfe zum Zug kommen, sondern der wirtschaftlichste, so Baumann. Prof. Dr. Markus Müller, Leiter der Abteilung Mittelstand im baden-württembergischen Wirtschaftsministerium, sagte, seine Behörde verstehe sich auch als Anwalt der kleinen und mittleren Unternehmen. Die Unternehmerfrauen sollten sich mit ihrer Kritik an das Wirtschaftsministerium wenden, „damit wir erfahren, wo Sie der Schuh drückt“. Müller schlug vor, Steuerrecht und die Erhebung von Statistiken mehr nach den Interessen des Mittelstands auszurichten. Im Übrigen seien nicht alle Statistiken Unsinn, sondern bringen dem Wirtschaftsministerium wertvolle Erkenntnisse.Norbert Leuz, Zweiter Vizepräsident der Steuerberaterkammer Stuttgart, regte die Einrichtung eines Kontrollrates an, der Gesetze darauf untersuche, ob sich ihr Aufwand im Vergleich zum finanziellen Ergebnis lohnt. Der Staat sollte nur Gesetze formulieren, die der Bürger versteht. „Das gilt besonders für die Erbschaftssteuer“, so Leuz.

Private Geldgeber einbinden – Stärken ausbauen – Servicequalität entwickeln – „Zur Sicherung der Wirtschaftskraft des Landes Baden-Württemberg ist es notwendig, das Niveau bei Forschung und Entwicklung ständig weiterzuentwickeln. Dies setzt im Bereich der Wissenschaft voraus, dass exzellente Köpfe an exzellenten Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen forschen, lehren und studieren.“ Dies sagten der FDP/DVP-Fraktionsvorsitzende Dr. Hans-Ulrich Rülke und der hochschulpolitische Sprecher Dietmar Bachmann auf einer Landespressekonferenz. Nach den Worten von Rülke sollen die Vorschläge der liberalen Fraktion dazu beitragen, die internationale Spitzenposition des Landes im Bereich der Produktentwicklung und -herstellung zu sichern und auszubauen.

Wie Dietmar Bachmann sagte, beschreite die Regierungskoalition bei den Universitätskliniken mit der Möglichkeit, Private mit Teilbereichen von Kliniken zu beleihen, einen neuen Weg. Das im öffentlichen Recht bewährte Modell der Beleihung stelle sicher, dass private Geldgeber an die Leitlinien des Dekans und des Ärztlichen Direktors gebunden sind. Dieses Modell könnte sich, so Bachmann, auch für andere forschungsintensive Einrichtungen anbieten. Mittelständisch geprägte Unternehmen dürften ein Interesse daran haben, beispielsweise Anteile an Labors von Universitäten zu erwerben und damit in die Forschung eingebunden zu sein. Weiter muss nach den Worten von Dietmar Bachmann den Universitäten ermöglicht werden, ihre Stärken auszubauen, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Ein vielversprechender Weg sei der Verbund der Universitäten Hohenheim, Ulm, Stuttgart und Tübingen, in dem sich jede auf ihre Stärke konzentrieren kann. Dies bedeute aber, dass man ermöglichen müsse, die jeweils weniger gut aufgestellten Bereiche zu verlegen. Und: Um Spitzenkräfte zu halten und zu gewinnen, müssten sich unsere Universitäten am Campus-Modell angelsächsischer Hochschulen orientieren. „Die Betreuungs- und Servicequalität für Studierende, Wissenschaftler und ihre Familien, beispielsweise bei der Kinderbetreuung, gilt es weiter zu verbessern“, so Bachmann.

Fraktion billigt Gesetzentwurf – Land soll im Bund weitere Erleichterungen einfordern – In Ihrer heutigen Sitzung hat die FDP/DVP-Fraktion einem Gesetzentwurf der Landesregierung zur Einführung eines sogenannten Feuerwehrführerscheins für Fahrzeuge bis 4,75 Tonnen Gesamtgewicht (Fahrberechtigungsgesetz) zugestimmt, jedoch gleichzeitig die Landesregierung aufgefordert, sich auf Bundesebene für weitere Erleichterungen einzusetzen.

„Die Tatsache, dass die alte Bundesregierung den Ländern nur zugestanden hat, Landesregelungen für Fahrzeuge bis 4,75 t zu treffen, verhindert eine echte Entlastung insbesondere unserer Freiwilligen Feuerwehren“, sagte Fraktionsvorsitzender Dr. Hans-Ulrich Rülke. Viele Einsatzfahrzeuge hätten ein Gesamtgewicht zwischen 4,75 t und 7,5 t und würden folglich von der Erleichterung gar nicht erfasst. Nach dem Willen der Liberalen sollten ehrenamtliche Einsatzkräfte deshalb mit ihrem Pkw-Führerschein Klasse B nach einer organisationsinternen Schulung und Prüfung auch Einsatzfahrzeuge bis 7,5 t Gesamtgewicht fahren dürfen. „Wir wollen unseren Freiwilligen Feuerwehren so die Möglichkeit geben, ihre ehrenamtlichen Mitglieder auf den entsprechenden Fahrzeugen auszubilden. Die vom Bund vorgesehene Lösung „C1-Light“ ist trotz einiger Erleichterungen immer noch zu teuer, zu bürokratisch und löst die Probleme unserer Wehren nicht “, so der Fraktionsvorsitzende. Der vom Bund vorgesehene Feuerwehrführerschein für Einsatzfahrzeuge bis 7,5 t soll auch zukünftig den Erwerb der Führerscheinklasse C1 durch Fahrschulausbildung und –prüfung, allerdings ohne Theorieunterricht und mit reduzierter Fahrstundenzahl, erfordern. Sicherheitsbedenken lässt Rülke in diesem Zusammenhang nicht gelten: „Da vor Einführung des EU-Führerscheins eine 7,5 t-Lkw-Schulung ebenfalls nicht Bestandteil des Fahrunterrichts für den Führerschein Klasse 3 gewesen ist, finde ich diese Lösung übervorsichtig und umständlich. Ich bin mir sicher, dass die Verbände in der Lage sind, ihren Fahrernachwuchs sorgfältig und verantwortungsbewusst auszubilden.“

Bericht der Welternährungsorganisation macht Schluss mit Generalverdacht – Der agrarpolitische Sprecher der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Friedrich Bullinger, sieht den Beitrag der Landwirtschaft zum Klimaschutz durch einen aktuellen Bericht der Welternährungsorganisation (FAO) in das richtige Licht gerückt. Nach den Worten Bullingers mussten sich Landwirte mit intensiver Milchviehhaltung bisher den Vorwurf gefallen lassen, dass ihre Kühe mehr Treibhausgase erzeugen, als im Vergleich alle internationalen Transporte zusammen. Bullinger: „Mit diesem Generalverdacht ist jetzt Schluss. Die Landwirte in Deutschland und Europa schaden dem Klima nicht, sie nützen ihm. Kühe sind keine Klimakiller.“

Die FAO hat in ihrer aktuellen Studie verbesserte und differenzierte Zahlen vorge-stellt. Auf rund vier Prozent beziffert die FAO nun den Anteil, den Milchkühe weltweit an der Entstehung von Klimagasen haben. Diese Zahl beinhalte Produktion, Verarbeitung und Transport von Milchprodukten. Über Jahre war ein globaler Wert von 18 Prozent für alle Nutztiere zugrunde gelegt worden, den die FAO erstmals im Jahr 2006 in ihrer Studie „Livestock’s Long Shadow veröffentlicht hatte.„Die Produzenten in Europa schneiden zusammen mit ihren amerikanischen Kollegen nach der neuen Studie nun gut ab“, sagte Bullinger. Dort gebe es bezogen auf die produzierte Milchmenge die geringsten Emissionen. Durch die effiziente und nachhaltige Landwirtschaft hierzulande werde langfristig mehr CO2 gebunden als ausgestoßen. Diese Wirtschaftsform werde durch das Grünlandprogramm der schwarz-gelben Koalition gefördert. “Eine sogenannte Hochleistungs-Kuh produziert je Liter Milch weniger CO2 als eine weniger leistungsfähige Kuh”, sagte der gelernte Landwirt.

Verdacht liegt nahe, dass auch Südwest-Grüne Gelegenheit nutzen, sich mit Linkspartei zu verbünden – Der Vorsitzende der baden-württembergischen FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, hat die Grünen scharf kritisiert. Es sei offensichtlich, dass sie in Nordrhein-Westfalen lieber mit der Partei „Die Linke“ statt mit der FDP zusammenarbeiten wollten.

Nach den Worten von Rülke wird deutlich, dass die Grünen eben keine bürgerliche Partei seien, sondern eine linke Kaderpartei. Die Grünen bevorzugten deutlich die bundesweit berüchtigten und chaotischen nordrhein-westfälischen Kommunisten. Mit Blick auf den Südwesten dränge sich der Verdacht auf, dass auch die baden-württembergischen Grünen keine Sekunde zögerten, wenn sie nach der Landtagswahl im Frühjahr 2011 die Gelegenheit hätten, sich mit den Kommunisten zu verbünden, sagte Rülke.

180 Gäste gratulieren dem Justizminister und stellvertretenden Ministerpräsidenten – „Wir sind froh, dass wir dich haben. Wir brauchen dich noch lange, du gehörst noch längst nicht zum alten Eisen.“ Mit diesen Worten versicherte der Vorsitzende Dr. Hans-Ulrich Rülke beim Empfang zum 60. Geburtstag Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll die Wertschätzung der FDP/DVP-Landtagsfraktion. 180 Gäste waren ins Haus der Abgeordneten gekommen, darunter Ministerpräsident Stefan Mappus, Altministerpräsident Erwin Teufel, Landtagspräsident Peter Straub, Wirtschaftsminister Ernst Pfister, CDU-Fraktionsvorsitzender Peter Hauk, der hessische Justiz- und Europaminister Jörg-Uwe Hahn und der niedersächsische Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Jörg-Uwe Bode.

Hans-Ulrich Rülke würdigte die hervorragende Leistung des stellvertretenden Ministerpräsidenten Ulrich Goll in der Regierungskoalition. „Ihnen ist das Kunststück gelungen, mit der CDU so zusammenzuarbeiten, dass die Liberalen ernst genommen werden, aber gleichzeitig offener Streit vermieden wird.“ Zusammen mit dem Europaabgeordneten Michael Theurer überreichte Rülke das Geschenk der FDP/DVP-Landtagsfraktion: eine Patenschaftsurkunde für sechs Rebstöcke der Sorte Lemberger-Lämmle.Ministerpräsident Stefan Mappus zitierte in seiner Glückwunschrede den Kabarettisten Richard Rogler mit den Worten: „Wer die Freiheit aushält, hält auch die 60 aus.“Mappus bezeichnete es als „Glücksfall, in dieser Regierungskoalition mit Ulrich Goll, Ernst Pfister und Hans-Ulrich Rülke zusammenzuarbeiten und zeigen zu können, wie man geräuschlos erfolgreiche Politik gestaltet“. Und: „Wir in Baden-Württemberg führen den Beweis, dass das möglich ist.“ Damit der schnelle Autos schätzende Justizminister auch lerne zu „entschleunigen“ und den „Reiz der Langsamkeit zu entdecken“, schenkte der Ministerpräsident ihm „eine eintägige Fahrt mit Planwagen und Pferden“ auf der Schwäbischen Alb. Die Kutsche biete auch genügend Platz für Golls Ehefrau Julia und die fünf Kinder der Familie, so Mappus. Michael Theurer hielt in Vertretung des Bundesaußenministers Guido Westerwelle und der Vorsitzenden der FDP-Bundestagsfraktion, Birgit Homburger, die Laudatio. „Wir ehren mit Professor Dr. Ulrich Goll einen Mann, der für das Land Baden-Württemberg und für den südwest-deutschen Liberalismus in vielfältiger Weise Akzente setzt“, so Theurer. Ulrich Goll, mit zwölf Jahren Amtszeit dienstältester Justizminister Deutschlands, zeichne neben seiner umfassenden Sachkenntnis Zielstre-bigkeit, Beharrlichkeit, Verlässlichkeit und hintersinniger Humor aus. Freund und Feind beeindrucke er durch messerscharfe Analysen, dabei sei Goll in der Ausei-nandersetzung eher ein Mann der leisen Töne, sagte Theurer.Jörg-Uwe Hahn stellte Ulrich Goll auch im Namen der Justizministerkonferenz das beste Zeugnis aus. Der hessische Minister sagte voraus, dass Golls Amt als Koordinator der FDP für den Bundesrat mit dem Wegfall der schwarz-gelben Stimmenmehrheit infolge der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen noch schwieriger werde.Der Jubilar Ulrich Goll bedankte sich in seiner Rede für die „vielen netten Worte“ und die Geschenke. Statt auf die Patenschaft für die sechs Rebstöcke wolle er sich lieber darauf konzentrieren, die daraus resultierenden sechs Flaschen Lemberger zu leeren. Er sagte: „Ich verspreche, jenseits der 60 mich besonders am Riemen zu reißen, um ein ordentlicher Mensch – zu bleiben.“ Die einheimischen Blechbläser „Stuttgart Brass Quartett“ überzeugten durch die jazzig angehauchte Wiedergabe von eingängigen Standards.

FDP/DVP-Fraktion sieht Instrument der europäischen Bürgerinitiative positiv – Bei einer Landtagsdebatte über die europäische Bürgerinitiative hat der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Hagen Kluck betont, dass Liberale „Graswurzeldemokraten“ sind. „Wir wollen einen Staat, der von unten nach oben aufgebaut ist“, stellte der innenpolitische Sprecher der Landtagsliberalen fest. Deshalb sei der FDP mehr direkte Demokratie ein wichtiges Anliegen. Auf kommunaler Ebene habe man Bürgerbegehren und Bürgerentscheid bereits erleichtert. Die Verbesserung bei einer Volksabstimmung auf Landesebene sei auf den Weg gebracht.

Wenn die Bürgerinnen und Bürger diese Instrumente der direkten Einwirkung nur wenig nutzen, ist das laut Kluck kein Manko, sondern Ausdruck der Zufriedenheit mit den Entscheidungen der gewählten Vertretungen. Die FDP bekenne sich zur repräsentativen Demokratie. Man wolle diese aber um Elemente der direkten Demokratie bereichern. „Durch mehr direkte Beteiligungsmöglichkeiten werden Wege für mehr Demokratie eröffnet“, sagte Kluck. „Von Freiheit und Demokratie können wir gar nicht genug kriegen.“Die FDP habe immer gefordert, im Rahmen eines zusammengewachsenen Europas eine Bürgerbeteiligung auch auf europäischer Ebene zu ermöglichen. Demokratie lebe von der Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger am Geschehen in Gesellschaft und Staat. „Wir sind auf allen Ebenen für mehr Freiheit, indem wir es mehr Menschen ermöglichen, an der Gestaltung des Gemeinwesens mitzuwirken“, bekräftigte der stellvertretende Vorsitzende des Europa-Ausschusses. „Da brauchen wir keinen Nachhilfeunterricht obrigkeitsstaatlich fixierter Sozialdemokraten oder randgruppen-orientierter Grüner.“ Bei der europäischen Bürgerinitiative würden die Liberalen darauf achten, dass es beim Subsidiaritätsprinzip bleibe. „Die Abschaffung des Stierkampfes in Spanien kann genau so wenig Gegenstand einer europäischen Initiative sein wie die Kneipen-Sperrzeit in Irland“, stellte der Reutlinger Abgeordnete klar. Hagen Kluck hofft auf ein einfaches und nutzerfreundliches Verfahren, das Betrug und Missbrauch verhindert und Mitgliedsstaaten keine unnötigen Verwaltungslasten aufbürdet. Wenn die europäische Bürgerinitiative in diesem Sinne komme, könne sie ein wichtiger Fortschritt für die Demokratie sein. „Sie kann die Union bürgernäher gestalten und die grenzüberschreitende Debatte von EU-Themen fördern, indem Bürgerinnen und Bürger einer Vielzahl von Mitgliedsstaaten zusammen ein gemeinsames Anliegen unterstützen“, so Kluck. Die Stärkung der demokratischen Entscheidungsprozesse durch mehr Transparenz und mehr Bürgerbeteiligung sei ein altes liberales Anliegen.

Hochschulzugang für Meister und beruflich Qualifizierte in Zukunft erleichtert – In einer Landtagsdebatte zum Hochschulzulassungsgesetz sagte der wissenschaftspolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion, Dietmar Bachmann:„Zunächst möchte ich Ihr Augenmerk auf die Universitätsklinika richten. Das Gesetz eröffnet in Art. 3 die Möglichkeit, Dritte mit der Wahrnehmung der hoheitlichen Aufgaben und Befugnisse einer Universitätsklinik zu beleihen.

Der Wissenschaftsminister zeigt Ihnen gemeinsam mit der Fraktion der CDU und uns einen sehr eleganten Weg auf, Private in den Betrieb einer Universitätsklinik einzubinden. Sie erinnern die lange währenden Diskussionen über die Frage, ob man Universitätsklinika privatisieren soll oder nicht. Mit dem jetzt eingeschlagenen Weg vermeiden wir diese Grundsatzfrage und eröffnen dennoch die Möglichkeit, unseren Universitätsklinika frisches Geld aus privater Hand zuzuführen. Das ist wichtig, um trotz der Sparzwänge investieren zu können.Unsere Universitätsklinika spielen wie unsere Universitäten nicht in der Landes- oder Bundesliga. Sie bewegen sich auf UEFA und FIFA-Niveau, um im Bild zu bleiben. Und auf diesem Niveau muss man schon mal die Option haben, die eine oder andere größere Investition tätigen zu können, die unser Landesetat derzeit nicht hergibt. Eines muss dabei klipp und klar gesagt werden: Jeder Euro, der in unsere Klinika investiert wird, kommt kranken Menschen zugute. Von der Forschung – Heidelberg etwa liegt in der Krebsforschung weltweit ganz vorn – profitieren Menschen in aller Welt. Vor allem aber profitieren die Menschen in Baden-Württemberg. Sie sind es, deren Leben die Ärzte, Schwestern und Pfleger heute Tag für Tag bei Krankheiten retten, die früher den sicheren Tod bedeutet hätten.Die Kritik der SPD, die sicher kommen wird, wird lauten: Private haben nur den Profit im Auge und gefährden die Patienten. Dem ist das auch nicht ganz neue Standardargument entgegenzuhalten, dass nur gute Arbeit nachgefragt wird und Private auf Nachfrage angewiesen sind. Damit haben wir uns aber nicht begnügt. Zwei Airbags sieht das Gesetz vor, damit keine Hedge-Fonds in unsere Klinika investieren, sondern Institutionen, denen das wohl der Patienten ebenso am Herzen liegt wie uns. Zum einen stellt das Instrument der Beleihung sicher, dass die Privaten unter staatlicher Regie als Teil einer staatlichen Einrichtung arbeiten müssen. Zum anderen wird der Wissenschaftsausschuss in jedem Einzelfall befasst werden.In seinem Kern regelt das Gesetz den verbesserten Zugang beruflich Qualifizierter zum Studium. Dieser verbesserte Zugang ist eine alte liberale Forderung. In Zukunft wird der Metz-germeister eben nicht mehr vorrangig Lebensmitteltechnologie studieren müssen – einen seinem Beruf fachlich entsprechenden Studiengang. Er wird auch Philosophie studieren können. Und nicht mehr nur Meister werden studieren dürfen, sondern auch Menschen, deren Qualifikation im Beruf den Meistern gleichgestellt wird. Vielleicht fragen Sie sich, warum in Zukunft Hebammen nicht nur Medizin, sondern auch Luft- und Raumfahrt studieren dürfen. Darauf haben wir eine ganz einfache Antwort: Das ist die Sache mit der Freiheit! Wir wollen, dass alle Menschen nach ihrem freien Willen entscheiden dürfen.Ein Studium kostet aber auch Steuergeld. Und deshalb belassen wir es bei einem Korrektiv, den Eingangstests zum Studium. Die Universitäten und Hochschulen haben es in der Hand, durch gut gemachte Tests die Qualifikation für ein bestimmtes Studium zu prüfen. Diese Tests geben Chancengleichheit. Abiturienten, Hebammen und Metzgermeister werden denselben Eingangstest für Jura, Medizin und Lebensmitteltechnologie haben. Und die besten werden bestehen.Last but not least ebnet das Gesetz den Weg für das Serviceverfahren der Stiftung für Hochschulzulassung. Damit werden die Zulassungsverfahren bundesweit über eine Zentrale vernetzt, damit Universitäten und Hochschulen sofort online wissen, welche Bewerber noch auf dem Markt sind und nicht mehr Zulassungen an Studierende senden müssen, die sich längst für eine andere alma mater entschieden haben.“

Letztlich wird uns nur die Klage vor dem Bundesverfassungsgereicht bleiben – In einer Landtagsdebatte über die Neuordnung des Länderfinanzausgleichs bezeichnete der FDP/DVP-Fraktionsvorsitzende Dr. Hans-Ulrich Rülke das bestehende System als ungerecht, nicht transparent und leistungsfeindlich. „Ein Länderfinanzausgleich, der dazu noch keine notwendigen Anreize für die Nehmerländer setzt, ist auf Dauer nicht akzeptabel“, sagte Rülke. So hätten die Nehmerländer kein Interesse daran, die Ausgleichsmittel in die Entwicklung und Stärkung ihrer eigenen Wirtschaftskraft zu investieren.

Andererseits könne man von den Geberländern nicht verlangen, unter größten Anstrengungen ihre Haushalte zu konsolidieren, „während die Nehmerländer mit Hilfe des Länderfinanzausgleichs Leistungen erbringen, die in Baden-Württemberg nicht mehr vorstellbar sind“. Rülke: „Beispielsweise verteilt der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit in Berlin Wohltaten auf unsere Kosten. Dort ist der Kindergarten beitragsfrei und wir bezahlen es. Man könnte sagen, hier handelt es sich um Züge spätpreußischer Dekadenz.“Da es nach den Worten von Rülke nicht realistisch ist, dass die Geberländer sich gegen die Mehrheit der Nehmerländer mit Argumenten durchsetzen, „bleibt uns letztlich nur die Klage vor dem Bundesverfassungsgericht“. Ziel müsse sein, dass Baden-Württemberg für seine Finanzkraft weniger bestraft werde. Rülke: „Im Klartext – wir wollen weniger bezahlen.“ Niemand könne man in Baden-Württemberg erklären, dass das Land im Jahr 2009 einen Einbruch des Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 7,4 Prozent erlitten habe, nach zwei schuldenfreien Haushaltsjahren eine Neuverschuldung im aktuellen Doppelhaushalt in Höhe von 4,8 Milliarden Euro in Kauf nehmen müsse und dennoch im Jahr 2009 1,5 Milliarden Euro in den Länderfinanzausgleich einbezahlt habe.

Gewerbesteuer kein stabiles Fundament –Für Unternehmen bürokratisches Ärgernis – In einer von den Liberalen beantragten Aktuellen Debatte über die finanzielle Situation der Kommunen sagte der Vorsitzende der FDP/DVP-Fraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, dass infolge der Wirtschaftskrise manche Städte und Gemeinden erhebliche Einbußen bei den Gewerbesteuereinnahmen hinnehmen müssen.

Bei anderen Kommunen falle die Gewerbesteuer sogar ganz aus. „Das zeigt einmal mehr, dass die Gewerbesteuer kein stabiles Fundament für die Kommunalfinanzen ist“, so Rülke. Gleichzeitig sei die Gewerbesteuer für die Unternehmen ein bürokratisches Ärgernis, denn Personenunternehmen sind zur Aufstellung einer gesonderten Bilanz verpflichtet, um anschließend die Gewerbesteuer wieder mit der Einkommensteuer verrechnen zu können. Rülke: „Gerade in der Krise können also die gewinnunabhängigen Bestandteile der Bemessungsgrundlage in der Gewerbesteuer dazu führen, dass Unternehmen noch tiefer in die roten Zahlen rutschen.“ Nach den Worten des Fraktionsvorsitzenden ist es deshalb höchste Zeit für ein neues Gemeindefinanzsystem, das den Gemeinden ihre Finanzautonomie sichert und ihre Finanzierungsbasis stärkt. Bürgerinnen und Bürger sollten merkbar an der Finanzierung kommunaler Aufgaben beteiligt sein und nicht nur durch die anonyme 15-prozentige Beteiligung der Gemeinden an der Einkommensteuer. Rülke: „Diese versteckte Finanzierung durch die Bürger wollen wir offen ausweisen. Auch die Gemeindesteuern müssen sich an der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit orientieren.“ Die Liberalen setzen sich deshalb sei Jahren für den aufkommensneutralen Ersatz der Gewerbesteuer durch einen höheren Anteil an der Umsatzsteuer und einen kommunalen Zuschlag auf die Einkommens- und Körperschaftssteuer mit eigenem Hebesatzrecht ein. Nach den Worten von Rülke sollte sich auch die Ausgabenseite ändern. Die Hartz IV-Gesetze bürdeten den Kommunen große Belastungen auf. Der FDP-Fraktionsvorsitzende setzte sich dafür ein, im Grundgesetz ein ebenso striktes Konnexitätsprinzip zu verankern wie in der baden-württembergischen Landesverfassung.

Niedriger Zinssatz für Studiengebührenkredite sichert Menschen aus allen sozialen Schichten Zugang zum Studium – In einer Landtagsdebatte über Studiengebühren sagte der hochschulpolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion, Dietmar Bachmann, unter anderem:„Am 4. November 1982 brachte der wissenschaftspolitische Sprecher und Fraktionsvorsitzende der FDP/DVP-Fraktion, Hinrich Enderlein, einen Antrag ein, der sich u.a. mit Studiengebühren befasste.

Sie sollten nachlaufend sein, also erst zwei Jahre nach Studienende bezahlt werden. Und sie sollten sozialverträglich zurückgezahlt werden, also nur wenn man in einem festen Berufsverhältnis steht. Und sie sollten der Gesellschaftsgerechtigkeit Rechnung tragen. Gut verdienende Akademiker sollten elternunabhängig in größerem Umfang zur Finanzierung ihrer Ausbildung beitragen. Sie sehen, wie sozial FDP-Politik schon damals war.Heute, ein Vierteljahrhundert später, haben wir diesen Ansatz verwirklicht. Das ist ein sehr sozialer Ansatz. Gerade die SPD müsste als soziale Partei doch dafür eintreten, dass nicht die Kassiererin an der Supermarktkasse über ihre Steuern das Studium der späteren Vorstände ihres Konzerns finanziert. Gerade die SPD müsste doch fordern, dass die soziale Umverteilung von unten nach oben, die in einem ausschließlich steuerfinanzierten Studium liegt, gestoppt wird. Gerade die SPD müsste doch ein Modell nachlaufender und damit elternunabhängiger Studiengebühren fordern.Wir stehen zu unserer sozialen Verantwortung. Wir haben Studiengebühren eingeführt. Und wir haben diese Studiengebühren im Interesse der Studierenden als unecht nachlaufende Studiengebühren ausgestaltet. Das Geld steht während des Studiums der Betroffenen zur Verfügung. Und es kann über einen Studiengebührenkredit so zwischenfinanziert werden, dass es erst im Berufsleben zurückgezahlt werden muss. Ein Erfolg, auf den wir immer noch stolz sind, ist die neue Zinsobergrenze von 5,5 Prozeht. Und tatsächlich liegen die Zinsen der L-Bank für diese Kredite bei derzeit nur 3,869 Prozent. Damit ist sichergestellt, dass Studierende die Gebühren nicht während des Studiums aufbringen müssen.Es eine ganz billige Nummer der Opposition, jetzt an den Ausnahmetatbeständen herumzumachen. Natürlich könnte man die Geschwisterreglung wieder abschaffen. Aber wir wollen es kinderreichen Familien im Kinderland Baden-Württemberg leicht machen. Das ist keine hochschulpolitische, das ist eine ausschließlich familienpolitische Maßnahme. Und natürlich fehlt das Geld an den Hochschulen. Aber was ist die Alternative? Ihr Rezept einer Abschaffung würde doch dazu führen, dass nicht nur ein Drittel des Geldes fehlt, sondern alles. Könnten sie uns vielleicht den Gefallen tun und sich entscheiden? Jammern Sie, weil den Hochschulen das Geld fehlt? Da gibt es eine ganz einfache Lösung: Sie treten für höhere Studiengebühren und weniger soziale Abfederung ein – und schon ist das Geld da. Oder jammern sie, weil es Studiengebühren gibt? Dann stellen sie die Jammerei wegen der Einnahmeausfälle der Ehrlichkeit halber ein.Und bitte zeigen Sie uns nicht schon wieder den „Wir-finden-das-Geld-schon-noch“ – Weg auf. Wie sagte ihr Berliner Genosse Wowereit: „Arm aber sexy“. Gemeint hat er: „Reich und sexy mit anderer Leute Geld.“ Hier müssen ihre Wählerinnen und Wähler das Geld an Supermarktkassen verdienen, mit dem ihr Genosse Wowereit angehenden Investmentbankern in Berlin ein kostenloses Studium finanziert. Das ist Ihre Idee von sozialer Gerechtigkeit. Unsere Idee von sozialer Gerechtigkeit ist, dass gut verdienende Akademiker einen Beitrag zu den Mehrkosten ihrer Ausbildung leisten.“

Rechtsgutachten in Auftrag gegeben – Nach Sommerpause Gang nach Karlsruhe – Die Vorsitzenden der FDP-Landtagsfraktionen von Baden-Württemberg, Bayern und Hessen haben bei einem Treffen in Wiesbaden beschlossen, ein Rechtsgutachten gegen den aus ihrer Sicht ungerechten Länderfinanzausgleich in Auftrag zu geben.

Wie der baden-württembergische FDP-Fraktionsvorsitzende Dr. Hans-Ulrich Rülke sagte, soll das Gutachten Wege für eine erfolgreiche Klage vor dem Bundesverfas-sungsgericht aufzeigen. „Das Gutachten soll uns Hinweise geben, an welchen Stellen der Länderfinanzausgleich angreifbar ist“, so Hans-Ulrich Rülke. Nach den Worten des FDP-Fraktionsvorsitzenden könnte dann nach der Sommerpause die Klage in Karlsruhe eingereicht werden. „Das Ziel muss sein, dass die drei Geberländer Baden-Württemberg, Bayern und Hessen für ihre Finanzkraft weniger bestraft werden“, so Rülke.

Brain Drain – brain gain: Was tun, um kluge Köpfe im Land zu halten und ins Land zu holen? – „Der Rohstoff unseres Landes Baden-Württemberg liegt in den Köpfen der vielen hochqualifizierten Menschen, die wir dringend brauchen, um im internationalen Wettbewerb um Wirtschaftswachstum und Wohlstand bestehen zu können.“ Dies sagte der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, anlässlich des Diskussionsforums „Foyer liberal“ im Stuttgarter Landtag. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, „Was tun, um kluge Köpfe im Land zu halten und ins Land zu holen?“.

Der FDP-Fraktionsvorsitzende zitierte eine Studie des Instituts für angewandte Wirtschaftsforschung Tübingen, wonach pro Jahr rund 2200 Hochqualifizierte Baden-Württemberg verlassen, um im Ausland eine Arbeitsstelle anzutreten. Wenn es inzwischen auch positive Anzeichen für eine mögliche Trendwende gebe, „müssen wir alle Anstrengungen unternehmen, um den negativen Saldo ins Positive zu kehren“, sagte Rülke. Der hochschulpolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion, Dietmar Bachmann, hatte alarmierende Zahlen parat: So sind im Jahr 2008 rund 3000 Ärzte aus Deutschland ausgewandert, 19.000 praktizieren bereits im Ausland. „Jeder dieser Auswanderer kostet die Bundesrepublik 430.000 Euro – das ist der Saldo zwischen den Kosten seiner Ausbildung und seinem Beitrag zu unserem Bruttoinlandsprodukt. Wir büßten also allein im Jahr 2008 eine Summe in Höhe von 1,3 Milliarden Euro ein“, so Bachmann. Baden-Württemberg verliere Jahr für Jahr 0,4 Prozent seiner Hochqualifizierten. Eine Hauptursache für die dauerhafte Abwanderung sehe der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration darin, dass jungen Akademikern um durchschnittlich 20 Prozent höhere Bruttogehälter im Ausland winkten. „Hinzu kommt die besonders große Schere zwischen Brutto und Netto in Deutschland“, so Bachmann. „Hier müssen wir dringend unsere Hausaufgaben machen.“Im Gegensatz dazu sind nach Deutschland im Jahr 2007 nur rund 150 hochqualifizierte Akademiker zugewandert. Eine Ursache sieht Bachmann im Zuwanderungsgesetz mit seiner „absurd hohen Einkommensgrenze von 64.800 Euro pro Jahr. Wer zahlt das schon für Berufsanfänger?“. Weiter müsste nach Möglichkeiten gesucht werden, ausländische Studierende im Land zu halten. Zwar könnten diese nach dem Studium ein weiteres Jahr bleiben, um sich einen Arbeitsplatz zu suchen – „aber die Perspektiven für ein langfristiges Bleiben fehlen“, konstatierte der hochschulpolitische Sprecher. Und: „Im Übrigen konkurrieren wir nicht mit Bremen oder Brandenburg, wir wollen uns mit den besten Unis der Welt messen.“Der baden-württembergische Wissenschaftsminister Prof. Dr. Frankenberg nutzt nach seinen Worten immer die Gelegenheit, deutsche Studenten über die Motive ihres Auslandsstudiums zu befragen. „Ein Leitmotiv, das ich immer wieder höre, ist die bessere Planbarkeit des Karriereweges.“ In Deutschland sei das System mit seinen langen Zeitabschnitten nicht so flexibel – „die Karrierewege bei uns sind zu starr“, so Frankenberg, der allerdings klar zwischen Baden-Württemberg und Deutschland unterschied: „Ich mache mir mehr Sorgen um die Bundesrepublik als um Baden-Württemberg, dessen Hochschulsystem in punkto Selbstständigkeit führend ist.“ Frankenberg war sich mit dem Direktor des Max-Plank-Instituts für Metallforschung, Prof. Dr. Rühle, darüber einig, dass vor allem das „fehlende angelsächsische Umfeld“ in Baden-Württemberg der Grund sei, warum nicht mehr ausländische Studenten an den hiesigen Unis studierten oder Wissenschaftler forschten. Er schlug ein intensiveres Marketing im Ausland vor, damit Hochqualifizierte nicht in die USA, sondern nach Baden-Württemberg gingen. Dr. Annette Schmidtmann, verantwortlich für die Nachwuchsförderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, sieht einen „Stimmungswandel“. Das Deutschlandbild verbessere sich dank der Exzellenz-Initiativen an den Universitäten. Viele Deutsche, die im Ausland studiert hätten, „wollen zurück zur europäischen Kultur, zurück zur Familie und ihre Kinder die guten deutschen Schulen besuchen lassen.“ Prof. Dr. Dr. Hans-Peter Liebig, Rektor der Universität Hohenheim, sprach sich im Sinne der Weiterentwicklung der Wissenschaft für einen weltweiten Austausch der Experten aus. Es sei für ihn nicht erschreckend, dass sie ins Aus-land gehen. „Die unterschiedlichen Charaktere der Wissenschaftler können sich so geistig gegenseitig befruchten, und dann kann es nach vorne gehen.“ Für Baden-Württemberg sieht Liebig eine gute Entwicklung. Es sei gelungen, die Differenzierung zwischen den Hochschulen voranzutreiben und beispielsweise mit dem MIT in Karlsruhe eine Hochschule internationalen Ranges zu gründen. „So können wir die besten Wissenschaftler abgreifen“, so Liebig.

Bankinstitut Julius Bär: Nicht als Inhaber eines Kontos oder Depots vermerkt – Der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, hat von der Schweizer Bank Julius Bär jetzt die klare Bestätigung erhalten, dass er bei diesem Institut kein Bankkonto führt. Nachdem die Bank dem FDP-Fraktionsvorsitzenden vor Tagen zunächst mitgeteilt hatte, bei Julius Bär eine „unbekannte Person zu sein“, ergriff Hans-Ulrich Rülke noch einmal die Initiative.

Zwar ließ sich aus der ersten Auskunft der Bank, eine „uns unbekannte Person“ zu sein, der eindeutige Schluss ziehen, dort kein Konto zu führen, doch nun äußerte sich die Bank Julius Bär hieb- und stichfest. „Entsprechend bestätigen wir Ihnen gestützt auf unsere internen Abklärungen, dass Sie in unseren Unterlagen nicht als Inhaber einer Konto-/Depotbeziehung zu unserem Haus vermerkt sind“, heißt es in einem Schreiben an den FDP-Fraktionsvorsitzenden. Rülke: „Dieses jetzt völlig klare und in keinster Weise in Zweifel zu ziehende Schreiben der Schweizer Bank freut mich.“ (Siehe Anlage mit Originalschreiben)Hans-Ulrich Rülke war von dem Nachrichtenmagazin „Focus“ informiert worden, dass der Redaktion eine Daten-CD vorläge, wonach er bei der Schweizer Bank Julius Bär ein Konto in Höhe von 600.000 Schweizer führe. Rülke hatte aufgrund dieser falschen Behauptung Strafantrag wegen übler Nachrede und Verleumdung gegen den Focus-Informanten gestellt und den Vorgang von sich aus öffentlich gemacht. Nach Zeitungsberichten beurteilt mittlerweile auch Focus seinen Informanten als „Trittbrettfahrer“, der im Zuge der bundesweiten Steuer-CD-Debatte das Geschäft gewittert habe. Focus hat von einer eigenen Berichterstattung auch wegen der von Anfang an glaubwürdigen Aussage von Hans-Ulrich Rülke abgesehen.

Pflichtunterricht darf aufgrund von Lehrermangel nicht ausfallen – „Das strukturelle Defizit in unseren beruflichen Schulen muss beseitigt werden“, sagte die Obfrau der FDP/DVP-Landtagsfraktion in der Enquetekommission, Heiderose Berroth, anlässlich der Kritik des Vorsitzenden des Berufsschullehrerverbandes Futter.

„Es kann nicht sein, dass Pflichtunterricht aufgrund von Lehrermangel ausfallen muss. Damit berufliche Bildung in Baden-Württemberg auch zukünftig den Spitzenplatz belegt, werden wir uns in der Enquetekommission für dieses Ziel stark machen.“ Berroth unterstützt daher diese Forderung des BLV nachdrücklich. Die FDP/DVP-Landtagsfraktion weist darauf hin, dass die Regierungskoalition den Ausbau beruflicher Gymnasien stark vorangetrieben habe. Hierzu haben auch die neu eingerichteten sozialwissenschaftlichen Gymnasien beigetragen. Das Prinzip „Kein Abschluss ohne Anschluss“ bleibe weiterhin wichtiges Ziel. Berufliche Gymnasien müssen daher bedarfsgerecht ausgebaut werden.Angesichts der wirtschaftlich schwierigen Situation stehe auch das Duale System vor besonderen Herausforderungen. Daneben gelte es, die Ausbildungsreife von Jugendlichen zu verbessern, den Unterrichtsausfall weiter zu minimieren sowie das Elternengagement zu fördern.

FDP-Fraktionschef hält Strafantrag wegen Verleumdung gegen Focus-Informanten aufrecht – Das Züricher Bankhaus Julius Bär hat dem Vorsitzenden der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, auf seine Anfrage hin bestätigt, dass er bei diesem Bankhaus eine „uns unbekannte Person” sei. Rülke war von dem Nachrichtenmagazin “Focus” informiert worden, dass der Redaktion eine Daten-CD vorliege, wonach er bei der Schweizer Bank ein Konto in Höhe von 600.000 Schweizer Franken unterhalte. Rülke hatte aufgrund dieser falschen Behauptung Strafantrag wegen übler Nachrede und Verleumdung gegen den Focus-Informanten gestellt und den Vorgang öffentlich gemacht.

Das Bankhaus Julius Bär weist den FDP-Fraktionsvorsitzenden in diesem Schreiben darauf hin, dass man Unbekannten grundsätzlich keine Auskünfte zu Geschäftsbeziehungen geben dürfe. Allerdings ist aus Rülkes Sicht infolge der Bestätigung der Tatsache, dass er der Bank unbekannt sei, zu schließen, dass er dort auch kein Konto unterhalte.Der Fraktionschef der Liberalen sieht damit den Verdacht widerlegt, ein Steuersünder zu sein. Seinen Strafantrag gegen den Focus-Informanten hält Hans-Ulrich Rülke aufrecht.Nach Medienberichten beurteilt mittlerweile auch das Nachrichtenmagazin Focus seine Quelle als unseriös. Der zuständige Redakteur bezeichnet den Informanten in der heutigen Ausgabe der Stuttgarter Nachrichten als “Trittbrettfahrer, der im Zuge der bundesweiten Steuer-CD-Debatte das Geschäft witterte“. Deshalb hatte der Focus auch von einer eigenen Berichterstattung abgesehen. An dieser Stelle sieht sich Rülke zusätzlich entlastet.