Ministerpräsident hauptverantwortlich für unverantwortliche Schuldenpolitik – In der Generaldebatte zum Haushalt des Ministerpräsidenten hat der FDP-Fraktionsvorsitzende Dr. Hans-Ulrich Rülke Ministerpräsident Winfried Kretschmann Totalversagen auf allen Feldern der Landespolitik vorgeworfen. So trage Kretschmann als Regierungschef die persönliche Verantwortung für eine vollkommen verantwortungslose Schuldenpolitik mit 3,3 Milliarden Euro neuen Schulden trotz sprudelnder Steuereinnahmen in den nächsten beiden Jahren.

Die Absicht der Regierung Kretschmann, bis 2020 noch viele Milliarden weiterer Schulden machen zu wollen zeige, dass die derzeitige baden-württembergische Regierung nicht besser sei, als dies in Griechenland über Jahrzehnte der Fall gewesen wäre. Winfridos Kretschmannakis treibt das Land in den Ruin!, so Rülke wörtlich.In der vergangenen Woche habe Kretschmann in Karlsruhe erklärt, die Verschuldung des Landes habe biblische Ausmaße erreicht. Wenn unsere Verschuldung biblische Ausmaße erreicht hat, dann gefallen sich die Herrschaften Kretschmann, Schmid, Schmiedel und Sitzmann wohl in der Rolle der vier apokalyptischen Reiter aus der Offenbarung des Johannes, die Baden-Württemberg dem Weltuntergang zuführen!, mutmaßte Rülke. Auch der eigene Haushalt des Ministerpräsidenten weise maßlose Ausgabensteigerungen aus. So stiegen die Ausgaben für die Staatsrätin von 200.000 auf 350.000 Euro in nur einem Jahr. So gebe es unzählige Posten im Staatshaushaltsplan, wo der Ministerpräsident jeweils erkläre, das sei doch nicht viel im Vergleich. Am Ende summiere sich all dies aber zu dem Schuldenhaushalt, vor dem das Land nun stehe. Dem stünden keinerlei Konsolidierungsanstrengungen gegenüber. Typisch für den Politikstil des Ministerpräsidenten sei sein Lavieren beim Thema Länderfinanzaus-gleich. Im Februar 2012 habe er kraftvoll die Abschaffung gefordert und mit einer Klage gedroht. Im Juli 2012 habe er dann kleinlaut wieder von Verhandlungen gesprochen. Im Ergebnis habe er nichts erreicht.Seine Regierung falle auch nicht gerade durch Konsolidierungsmaßnahmen im Personalbereich auf. Alles, was ein grünes oder rotes Parteibuch in der Tasche hat und bei drei noch nicht auf den Bäumen ist, wird in einem Landesministerium in der B-Besoldung zwangsverbeamtet!, so Rülke.Mit seinem Kampf gegen das Steuerabkommen mit der Schweiz liefere Kretschmann einerseits einen Beleg dafür ab, dass er dem Land mit seiner Politik finanziellen Schaden zufüge, andererseits werde sein scheinheiliger Politikstil höchst eindrucksvoll offenbar. Vor wenigen Wochen habe er vor der Landespressekonferenz erklärt, er mache keinen Kuhhändel, weil er sich der Gattung der Rindviecher nicht zugehörig fühle. Das habe schon einmal anders geklungen. Der Neuen Zürcher Zeitung habe er im Mai erklärt: Er könne seine Skepsis gegenüber dem Abkommen je nach Höhe der Einnahmen für die Bundesländer überdenken. Und am 30.04.2012 habe er der Nachrichtenagentur dpa gesagt: Manchmal müsse ein Politiker Grundsätze elastisch anwenden. Zitat: Man darf auch nicht in Dogmatismus verfallen, so Kre-tschmann. Auch habe sich Kretschmann bei der Ratifizierung des ESM und des Fiskalpakts als veritabler Kuhhändler erwiesen. Damals habe man nämlich im Bundesrat nur unter der Bedingung zugestimmt, dass der Bund die Kommunen bei der Grundsicherung entlaste. Rülke stellte fest: Herr Ministerpräsident, genau das ist doch die Sprache des Kuhhändlers. Sie zählen wohl nicht zur Gattung der Rindviecher, aber ganz sicher zur Gattung der Heuchler und der falschen Heiligen!Der Ministerpräsident habe generell weder einen Kurs noch eine Richtung. Bei der Diskussion um den Filderbahnhof habe er erst eine finanzielle Beteiligung des Landes in Aussicht gestellt und dann seine Aussage wieder korrigiert. Beim Fluglärm-Staatsvertrag wollte er den Kompromiss erst zähneknirschend akzeptieren, hinterher doch wieder nicht. Herr Kretschmann, alle diese Beispiele zeigen: Ihr politischer Kompass ist der Windbeutel!, bilanzierte Rülke.Das gelte auch für seinen Umgang mit dem Thema Stuttgart 21. Am 6. Februar 2012 habe Kretschmann erklärt: Damit entfällt für die Politik und für mich als Ministerpräsident die Legitimation, das Projekt Stuttgart 21 dem Grunde nach immer und immer wieder in Frage zu stellen. In einem kürzlich erschienenen Buch höre sich das ganz anders an. Auf Seite 47 von Reiner Wein erkläre Kretschmann, er würde sich, sollte S 21 noch scheitern, auf jeden Fall heimlich, vielleicht auch öffentlich freuen. Es käme auf die Situation an. Auch hier sei die Maske des Biedermanns verrutscht und das wahre Gesicht zum Vorschein gekommen: Von wegen Demokrat, von wegen Volksabstimmung akzeptieren, von wegen Projektförderungspflicht. Vor allem aber: von wegen Ehrlichkeit!, so Rülke.Kretschmann versage auf allen Politikfeldern. Die Kultusministerin habe ein komplettes Chaos in der Schulpolitik zu verantworten und wird aus den eigenen Reihen beschossen. Statt für Ordnung zu sorgen, falle Kretschmann nur ein, dass er hinter ihr stehe.Bei der Energiewende habe seine Regierung nichts erreicht und blockiere nur im Bundesrat wichtige Vorhaben des Bundes wie die zeitgemäße Weiterentwicklung des EEG und die steuerliche Anrechenbarkeit der energetischen Sanierung.Rülkes Fazit: Am Ende dieses Jahres bleibt festzuhalten: Seit der Landesgründung im Jahre 1952 wurde Baden-Württemberg nie so schlecht regiert. Dieses Land hat diese Regierung nicht verdient und es hat auch diesen Ministerpräsidenten nicht verdient!

Plädoyer für Bildungsföderalismus und nachlaufende Studiengebühren – In der Landtagsdebatte über den Wissenschaftshaushalt 2013/14 sagte der wissen-schaftspolitische Sprecher der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Timm Kern: Bei näherer Betrachtung der grün-roten Weichenstellungen für die Finanzierung des Wissenschaftsbereichs wird deutlich, dass dieser Haushalt auf Sand gebaut ist. Es ist höchst fraglich, ob sich der Kurs der verlässlichen finanziellen Rahmenbedingungen, wie ihn die CDU/FDP-Landesregierung mit dem Solidarpakt für die Wissenschaft eingeschlagen hat, auch mittel- oder gar längerfristig durchhalten lässt. Denn die zur Verfügung gestellten Mittel müssen auch im Jahr 2020 noch ausreichen, so dass unsere Hochschulen und Forschungseinrichtungen im internationalen Wettbewerb um die beste Forschung und Lehre weiterhin mithalten können.

Auf den Wissenschaftsbereich kommen zusätzliche Aufgaben zu. Insbesondere gilt es, im Interesse der künftigen Studierenden und im Interesse der Fachkräftesicherung, den Stand des aktuellen Hochschulausbaus zu halten. Das Masterausbauprogramm, die logische Folge des Ausbaus der Studienanfängerplätze der vergangenen Jahre, ist jedoch vollständig abhängig vom Abbau der Anfängerplätze. Für jeden zusätzlichen Masterstudienplatz muss demnach erst ein Bachelorstudienplatz abgebaut sein. Das ist alles andere als ein bedarfsgerechter Masterausbau. Und es ist etwas ganz anderes, als Grüne und SPD im Wahlkampf versprochen haben. Völlig unklar bleibt daher, wo der Ministerpräsident noch vor 2020 den Rotstift im Wissenschaftsbereich ansetzen will, wie er angekündigt hat. Man sollte ihm klarmachen, dass er das besser bleiben lässt.Aber statt nach wirksamen Lösungsansätzen zu suchen, macht es sich die grüne Wis-senschaftsministerin sehr einfach und ruft nach dem Bund. Dabei weiß Frau Bauer genau, dass der Bund für die Hochschulfinanzierung nicht zuständig ist. Und obwohl der Bund über 12 Milliarden Euro in dieser Legislaturperiode für Bildung zusätzlich aufwendet und vieles freiwillig mitfinanziert wie die Exzellenzinitiative, hält auch er auch keinen Dukatenesel zur wundersamen Geldvermehrung in einem Berliner Keller versteckt. Denn genauso wie bei den Ländern greift beim Bund im Jahr 2020 die Schuldenbremse. Da wäre es aus Sicht der FDP klüger, die baden-württembergische Landesregierung nähme eine konsequente Haltung für den Wettbewerbsföderalismus im Bildungsbereich ein und würde sich eindeutig zur seiner Verantwortung für die Hochschulen bekennen. Denn nur wer für einen Bereich verantwortlich ist, kann auch mit Recht einfordern, dass er für die Erfüllung seiner Aufgaben die nötige Finanzausstattung braucht. Zu kritisieren ist aus Sicht der FDP vor allem, dass sich Grün-Rot bislang jeglicher Prüfung von Alternativen zu einer Totalabschaffung von Studiengebühren verweigert hat. Und dabei sind nachlaufende Studiengebühren, die erst ab einer bestimmten Einkommensgrenze zur Rückzahlung fällig werden, durchaus eine Möglichkeit, Sozialverträglichkeit mit einer angemessenen finanziellen Beteiligung der Studierenden an ihrem Hochschulstudium zu verbinden. Nach außen die Monstranz der Studiengebührenfreiheit herumzutragen und gleichzeitig den Verwaltungskostenbeitrag schleichend zu er-höhen, ist dagegen scheinheilig. Die FDP schlägt mit dem vorliegenden Entschließungsantrag erneut vor, mit Experten ein Konzept nachlaufender Studiengebühren für Baden-Württemberg zu erarbeiten. Es wurde übrigens keineswegs eine Vollkompensation der Studiengebühren vorgenommen. Grün-Rot hat bei der Pro-Kopf-Kompensation nämlich nicht 500 Euro angesetzt, sondern 280 Euro. Dieser Durchschnittswert kam vor allem durch die Befreiungen aufgrund der Geschwisterregelung zustande. Eine Geschwisterbefreiung wäre aber bei nachlaufenden Studiengebühren obsolet, so dass den Hochschulen mehr Mittel zur Verfügung gestellt werden könnten. Und die Koalitionäre können es drehen und wenden, wie sie wollen: Die rund 170 Millionen Euro Kompensationsmittel würden an anderer Stelle im Hochschulbereich dringend gebraucht.

FDP will einseitige Kürzungen zu Lasten der kleinen Theater rückgängig machen – Der Sprecher für Wissenschaft, Forschung und Kunst der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Timm Kern, warf dem grünen Kunst-Staatssekretär in der Landtagsdebatte über den Kunstetat vor, es mangele ihm an einem ordnungspolitischen Kompass. Vordergründig werde das Schauspiel inszeniert, dass die Kunst unter Grün-Rot endlich wieder einen Stellenwert habe. Festgemacht wird dies beispielsweise daran, dass die von allen Fraktionen angestrebte 2:1-Förderung für Kulturinitiativen und Soziokulturelle Zentren jetzt endlich umgesetzt wurde. Aber schaut man hinter die Vorhang, ist hier schon wieder ein Deckel eingefügt, das heißt, eine Obergrenze für die maximale Förderung. Das trifft dann diejenigen, die erfolgreich Mittel beziehungsweise kommunale Zuschüsse einwerben.

Timm Kern warf der grün-roten Landesregierung zudem vor, für die 2:1-Förderung zwei Millionen aus dem fünf Millionen umfassenden Innovations-fonds Kunst hinter dem Rücken des Parlaments abgezogen zu haben. Kern wörtlich: Die Mittel waren ja eigentlich für innovative Projekte und nicht für eine Grundförderung gedacht, die eben aus einem anderen Topf hätte kommen müssen. Da wir so etwas ahnten, beantragten wir in den vergangenen Haushaltsberatungen eine konkrete Ausgestaltung des Innovationsfonds. Ein Teil der Mittel hätte demnach für Kooperationsprojekte von Schulen und Kunstschaffenden, ein weiterer Teil für einen Wettbewerb mit Jury für innovative Kulturprojekte und schließlich ein Teil für eine Koordinierungsstelle zur Provenienz-Forschung ausgegeben werden sollen. Ziel war ein transparentes Verfahren und ein fairer Zugang zu den bereitgestellten Mitteln. Der Antrag der FDP-Fraktion wurde als Oppositionsantrag natürlich abgelehnt.Immerhin, wenn auch sehr spät, habe das Ministerium dann doch noch ein Jury einberufen, für die Kooperationsprojekte Schule-Kulturschaffende wurden dann im Haushalt 2013/14 Mittel an anderer Stelle veranschlagt. Es verstärke sich aber die Befürchtung, dass der Kulturhaushalt zunehmend zu einer intransparenten Schatulle wird, aus der der grüne Staatssekretär nach eigenem Gutdünken Wohltaten verteilt. Bestätigt werde dies durch eine massive Kürzungsrunde im jetzt vorliegenden Kulturhaushalt 2013/14, die nahezu ausschließlich zu Lasten der kleineren und freien Theater geht. Da Grün-Rot einen Antrag der FDP/DVP-Fraktion auf Rücknahme dieser einseitigen Kürzungen im Finanz- und Wirtschaftsausschuss abgelehnt hat, haben wir Liberalen für die besonders betroffene Gruppe der kleineren Bühnen den Antrag noch einmal gestellt. Mit der Politik des eigenen Gutdünkens und ohne ordnungspolitischen Kompass demotivieren Sie die Kulturschaffenden. Dabei stellen sich gerade in Zeiten knapper werdender öffentlicher Mittel im Kulturbereich Fragen der Transparenz und der Fairness umso drängender.

Neue Landesregierung schaltet Etats der Ministerien verstärkt auf Expansion – Der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, hat die Landesregierung bei der Haushaltsdebatte über den Etat des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft erneut scharf kritisiert. Ihr Marsch in den Schuldenstaat mit der aktuellen Aufnahme von 3,3 Milliarden Euro neuer Schulden für die Jahre 2013/14 lässt sich anhand der Zuwachsraten der Haushalte seit der Regierungsübernahme durch Grün-Rot anschaulich dokumentieren, sagte Rülke. So weise der noch von der schwarz-gelben Vorgängerregierung auf den Weg gebrachte Staatshaushaltsplan des Jahres 2010 ein Volumen von 34.93 Milliarden Euro auf. Mit dem von der neuen Landesregierung erstmals verantworteten vierten Nachtragsplan für den Haushalt 2011 erfolgte dann ein Anstieg auf 36,76 Milliarden, mit dem grün-roten Haushaltsplan 2012 ein Anstieg auf 38.85 Milliarden und dem aktuellen Staatshaushaltsplan 2013 eine weitere Steigerung auf 40,7 Milliarden Euro. Rülke: Ich stelle fest, unter Grün-Rot sind die Haushalte viel stärker auf Expansion geschaltet, als dies vorher der Fall war.

Aus dem Vergleich zwischen dem grün-roten Haushalt 2012 und dem schwarz-gelben Ur-Etat des Jahres 2011 ergibt sich weiter, dass die den einzelnen Ministerien aus dem allgemeinen Steueraufkommen zur Verfügung gestellten Beträge (Zuschussbedarf des Ressorts) in diesem Jahr um mehr als 1,5 Milliarden Euro angewachsen sind (2012: 20,63 Mia, 2011: 19,06 Mia). Im Jahr 2013 fällt der Zuwachs zwar geringer aus, er liege aber wiederum deutlich über den Steuermehreinnahmen, die netto mit rund 600 Millionen Euro veranschlagt sind. Mit Ausnahme der Etats des Finanzministeriums und des Landtags, für die aber Sonderbedingungen gelten, wurden alle Etats der anderen Ministerien aufgebläht, und zwar insgesamt um 721 Millionen Euro mehr. Rülke: Ihre grün-roten Träumereien sind alle nur durch Schulden finanziert, dies gilt auch für die im Vergleich zu 2012 zusätzlich veranschlagten 152 Millionen Euro für Gehaltserhöhungen beim Personal. Natürlich ist es Ihr gutes Recht Schwerpunkte zu setzen, aber Sie haben es sträflich versäumt, an anderer Stelle einzusparen. Dies ist unverantwortlich, mit dieser grün-roten Unart treiben Sie das Land in den finanziellen Ruin.

Grüne und SPD verweigern im Finanz- und Wirtschaftsausschuss Zuschüsse für örtliche Leistungschauen – Der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, hat das Nein der Grünen und SPD im Finanz- und Wirtschaftsausschuss zur weiteren Förderung der örtlichen Leistungsschauen kritisiert. Nach den Worten von Rülke zeigte sich die grün-rote Mehrheit nicht bereit, wie von der FDP vorgeschlagen einen Förderbetrag von 150000 Euro für die Unterstützungt der Gewerbe- und Handelsvereine in den Haushalt 2012 einzustellen.

Damit demonstriert die grün-rote Koalition erneut ihre mittelstandfeindliche Gesinnung. Denn die Leistungsschauen sind für Wirtschaftsbetriebe, das Handwerk und Dienstleistungsunternehmen die beste Gelegenheit, sich den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort vorzustellen, sagte Rülke. Zu Zeiten der schwarz-gelben Vorrängerregierung hatte sich die FDP-Landtagsfraktion erfolgreich dafür eingesetzt, das Zuschussprogramm für örtliche Leistungsschauen in Höhe von 150000 Euro pro Jahr weiterzuführen.

120 Gäste bei Diskussion zu „Basel III – Chance oder Risiko für Mittelstand und Bankensystem?“ – „Wir Liberale folgen einem ordnungspolitischen Leitbild: So viel Freiheit wie möglich, aber so viel Bankenregulierung wie nötig. Das heißt, wir brauchen notwendige Regeln, damit bestimmte Auswüchse bei den Banken unterbleiben. Aus unserer Sicht kann man kleine und mittlere Banken nicht mit internationalen Geldhäusern gleichbehandeln. Es kann nicht sein, dass Kreditgeschäfte für den Mittelstand auf gleicher Stufe stehen wie hochspekulative Fi-nanzmarkttransaktionen. Gerade in einer Zeit, in der wir dringend Investitionen und Wachstum brauchen, darf der Mittelstand nicht für Fehler anderer in Anspruch genommen werden.“ Mit diesen Worten eröffnete der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion Dr. Hans-Ulrich Rülke vor über 120 Gästen im Landtag das Diskussionsforum „Foyer liberal“ zum Thema „Basel III – Chance oder Risiko für Mittelstand und Bankensystem?“.

Prof. Dr. Ashok Kaul (Universität Saarland) sagte in seinem Eingangsreferat, dass das Ziel der Bankenregulierung „ein gesundes – nicht notwendigerweise betriebswirtschaftlich hoch-profitables – Bankensystem sein muss, das dem Mittelstand faire Kreditbedingungen gibt“. Es sei weder eine Subventionierung noch eine Benachteiligung des Mittelstandes durch die Regelungen von Basel III wünschenswert. Aktuell mangele es an empirisch fundierten Untersuchungen, die eine Höhe für die Absenkung der Eigenmittelunterlegung des Mittelstand-kredites quantifizieren. Daher bedürfe es einer ausreichenden Übergangszeit, um auch durch mehr und bessere Forschung die tatsächliche Risikostruktur des Mittelstandkredits zu bemessen, so Prof. Kaul. Auch der mittelstandspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Leopold Grimm, hob hervor, dass Basel III nicht zu Lasten der mittelständischen Unternehmen in Deutschland gehen dürften. „Basel III muss für alle gelten, damit nie wieder eine Krise wie 2008 und 2009 passiert”, sagte Grimm. Auch wenn Banken derzeit darauf verwiesen, dass es keine Kreditklemme gebe, so verhielten sich Geldinstitute gegenüber dem Mittelstand leider oft so wie jemand, „der einen Regenschirm bei Sonne verleiht, ihn bei Regen aber zurückfordert“. Der stellvertretende Vorsitzende der FDP im Europäischen Parlament, Michael Theurer, sagte: „Die FDP im Europäischen Parlament kämpft dafür, dass bei Basel III die Interessen des Mittelstands nicht unter die Räder kommen. Konkret unterstützen die Liberalen die Position des Berichterstatters des Europäischen Parlaments, Kredite an mittelständische Unternehmen von den Banken mit einem Drittel weniger Eigenkapital unterlegen zu müssen.” Zur Problematik, dass die USA ankündigen, Basel III nicht umzusetzen, sagte Theurer weiter: „Das sind schlechte Nachrichten. In der eng verflochtenen Weltwirtschaft brauchen wir einheitliche Regeln. Europa sollte im Zweifel allerdings mit gutem Beispiel vorangehen. Das Ziel ist, die Finanzwirtschaft wieder auf eine solidere Grundlage zu stellen. Finanzkrisen wie bei Lehman gefährden alle und müssen künftig verhindert werden.” Helmut Gottschalk, Sprecher des Vorstands der Volksbank Herrenberg-Rottenburg und Vorsitzender des Verbandsrats des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes, forderte mit Blick auf Basel III faire Regelungen für die Genossenschaftsinstitute wie Volks- und Raiffeisenbanken und die öffentlich-rechtlichen Sparkassen. „Die Politik sollte bedenken, dass neun von zehn Unternehmen ihre Kredite über diese Institute finanzieren“, so Gottschalk. Geleitet wurde die anschließende Diskussion von Klaus Köster, Leiter des Wirtschaftsressorts der Stuttgarter Nachrichten.

Von der Versorgung von Parteigängern und der Populationszugehörigkeit des Ministerpräsidenten – In einer von der FDP-Fraktion beantragten Aktuellen Debatte im Landtag von Baden-Württemberg zum Thema Günstlingswirtschaft hat der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, der Regierung Kretschmann/Schmid Vetternwirtschaft in bislang ungekannter Dreistigkeit vorgeworfen. Mit dem Stuttgarter Bürgermeister Werner Wölfle habe selbst ein prominenter Grüner darüber geklagt, dass unqualifizierte grüne Parteigänger im Staatsministerium versorgt würden. „Ist mir das peinlich!“, hatte Wölfle ausgerufen. Dies treffe aber bei den Grünen nicht nur im Staatsministerium zu. So habe man den gescheiterten Berliner Grünenpolitiker Volker Ratzmann in der Landesvertretung des Landes Baden-Württemberg versorgt und in kürzester Zeit mehrfach befördert. Im Verkehrsministerium habe Minister Hermann bereits so viele Parkschützer eingestellt, dass die Zahl der sogenannten „Montagsdemonstranten“ vor dem Stuttgarter Bahnhof dramatisch zurückgehe.

Noch toller als die Grünen würde es aber die SPD – ganz besonders der Parteichef und Minister Schmid – treiben. Zunächst habe er einen zwar unqualifizierten, aber treuen Genossen zum Amtschef in seinem Ministerium gemacht, mit dem dann aber ein hochnotpeinliches Debakel erlebt. Die Folge sei, dass das Land nun mit einem Versorgungsfall eines Beamten zu kämpfen habe, der nicht einmal ein Jahr im Landesdienst gestanden habe. Dann habe er in seinem Hause ein ominöses Referat 97 geschaffen, das kein Mensch brauche, das aber dazu diene, über ein „Projekt Genossensonne“ verdiente Parteigänger auskömmlich zu versorgen. Anschließend habe man mit Herrn Zylla einen, wie eine Zeitung schrieb, „kläglich gescheiterten OB-Kandidaten“ aus Konstanz ebenfalls wieder im Schmid-Ministerium für fürstliches Entgeld endgelagert. Parallel dazu habe man im Kultusministerium den abgewählten Abgeordneten Zeller als „rüstige Nachwuchskraft von Anfang 60“ zunächst von A13 nach B3 gehievt, um dann sogar den Versuch zu unternehmen, ihn nach B6 zu bringen. Doch sei dieses Manöver dann offensichtlich so dreist gewesen, dass selbst die hartgesottenen Filzokraten bei der Landes-SPD zurückgeschreckt seien. Der Gipfel im Kultusministerium sei aber die Ernennung des sogenannten Hauptschulrebellen Bosch zum Freiburger Schulpräsidenten. Dass Bosch nun oberster Chef aller südbadischen Gymnasien sei, das sei in etwa so grotesk, als wenn man Herrn Lukaschenko aus Weißrussland als EU-Wahlbeobachter nach Afrika schicken würde.Der Chef des Beamtenbundes, Volker Stich, habe dieses Treiben kürzlich so zusammengefasst: „Im Apparat wird flächendeckend nur noch nach Parteibuch entschieden, da kommen Normalbewerber kaum noch zum Zuge.“ (FAZ vom 23.11.12 ). An die Adresse der Regierung rief Rülke aus: „Sie machen sich den Staat zur Beute in einer Dreistigkeit und Unverfrorenheit, dass Transparency International das Land Baden-Württemberg wahrscheinlich bald hinter Tadschikistan führt!“Die Landesregierung gehe nun auf diesem Wege in immer größerer Frechheit weiter. Als im Jahre 2004 Friedhelm Repnik Lotto-Chef wurde, habe der damalige SPD-Fraktionschef Drexler vehement eine Ausschreibung gefordert. Der Abgeordnete Nils Schmid habe damals von „schamloser Versorgung ehemaliger CDU-Minister“ gesprochen. Nun versorge er eine ehemalige SPD-Staatssekretärin mit Repniks Nachfolge. Wenn die Versorgungsfälle ein SPD-Parteibuch in der Tasche trügen, sei derselbe Vorgang wohl weniger schamlos. Im Juli 2004 hätte die SPD-Fraktion in einem Dringlichkeitsantrag gefordert, die Position des Geschäftsführers der staatlichen Lotto-GmbH öffentlich auszuschreiben. Heute erkläre derselbe Nils Schmid zum Thema Ausschreibung: „Das kann man machen oder nicht.“ Überdies habe Schmid dem Ansehen des Unternehmens mit Form und Art seiner öffentlichen Kritik schweren Schaden zugefügt, nur um vom eigenen Nepotismus abzulenken. Es spreche Bände, dass der Betriebsrat sich beim Ministerpräsidenten über Schmid beschwert habe.Laut Bild-Zeitung habe der Ministerpräsident es abgelehnt, zu diesem Vorgang Stellung zu nehmen. Fremdschämen nenne man das wohl. 2004 habe Kretschmann im Falle Repnik vehement eine Ausschreibung gefordert und sogar von „Gaunereien“ gesprochen. Das Land habe ein Anrecht darauf, zu erfahren, was er zu den Gaunereien seiner eigenen Regierung sage. In der vergangenen Woche habe Kretschmann erklärt, er mache keine Kuhhändel, weil er sich nicht der Population der Rindviecher zugehörig fühle. Nachdem er aber damals von „Gaunereien“ gesprochen habe und nun nichts unternehme, stelle sich die Frage nach seiner Gattungszugehörigkeit völlig neu. Schmid habe dem Mannheimer Morgen gegenüber eingeräumt, dass die Grünen im Gegenzug den Chefposten bei Rothaus besetzen dürften. Rülke forderte die Regierung vehement dazu auf, eine Ausschreibung und eine Bestenauslese vorzunehmen. „Nachdem die SPD die ehemalige Drogenbeauftragte Caspers-Merk zur Lottofee macht, droht sonst womöglich, dass die Grünen den Valensina-Onkel Dittmeyer zum Brauereichef bei Rothaus machen“, so der FDP-Fraktionsvorsitzende.

– Ein neues Modell zur Reform des Länderfinanzausgleichs haben die drei Vorsitzenden der FDP-Landtagsfraktionen von Baden-Württemberg, Bayern und Hessen, Hans-Ulrich Rülke, Thomas Hacker und Wolfgang Greilich am heutigen Freitag im Münchner Maximilianeum vorgestellt. Das Gutachten „Optionen für eine Reform des bundesdeutschen Finanzausgleichs“ des Freiburger Volkswirtschaftlers Lars P. Feld und des Mainzer Finanzverfassungsrechtlers Hanno Kube macht Vorschläge für eine stärkere Finanzautonomie der Bundesländer.

Dies hat auch den Zweck, den Wettbewerb zwischen den Bundesländern zu beleben. Bundesländer, die ihre Haushalte konsolidieren, sollen nicht unverhältnismäßig für die Neuverschuldung anderer Bundesländer aufkommen müssen. Eine höhere Haushaltsautonomie stärkt auch die Demokratie in den Bundesländern, da Wählerinnen und Wähler mehr Einfluss darauf gewinnen, wie die Staatseinnahmen ihres Bundeslandes ausgegeben werden sollen. Ebenfalls wird klarer, wie sich Landespolitik auf die öffentlichen Finanzen vor Ort auswirkt.Thomas Hacker, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag: „Das Gutachten macht konstruktive Vorschläge für einen vernünftigen und verfassungsgemäßen Länderfinanzausgleich. Es zeigt auch, wo die Herausforderungen liegen. Wir wollen und werden an der Solidarität im Länderfinanzausgleich nicht rütteln. Aber es hat keinen Sinn, dass ein Bundesland wie Bayern eine solide Haushaltspolitik betreibt und eisern spart, um Schulden abbauen zu können – nur um schließlich immer mehr Überschüsse abgeben zu müssen an Länder, die weniger verantwortlich mit ihren Finanzen umgehen als wir.“ Wolfgang Greilich, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag: „Das Gutachten unterstützt unsere Position, dass der derzeitige Länderfinanzausgleich den Nehmerländern Anreize bietet, ihr eigenes Steueraufkommen geringer zu halten, um so mehr Geld von den Geberländern zu erhalten. Unsere bereits bekannte Forderung nach mehr Finanzautonomie und der Einführung deutlicher Anreize für Nehmerländer, ihre Einnahmen zu erhöhen, untermauert das Gutachten. Hessen wird in den Jahren 2013 und 2014 knapp 4 Milliarden Euro in den Länderfinanzausgleich zahlen und damit vermutlich wieder das Bundesland mit dem höchsten Betrag pro Kopf sein. Diese Zahlungen stellen eine schwere Zusatzhypothek bei der Konsolidierung unseres Landeshaushalts dar. Daher werden wir nicht bis zum Auslaufen der bisherigen Regelungen im Jahr 2019 warten, sondern in dem wahrscheinlichen Fall, dass sich die Nehmerländer weiterhin gegen Verhandlungen sperren, Anfang 2013 Klage vor dem Bundesverfassungsgericht einreichen.“Dr. Hans-Ulrich Rülke, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Landtag Baden-Württemberg: „Wir brauchen für alle Bundesländer ein stärkeres Anreizsystem, das Sparen belohnt und neue Schulden ahndet. Die Länder brauchen mehr Autonomie bei der Besteuerung, und der Ver-teilungsschlüssel muss sich künftig mehr am tatsächlichen Bedarf orientieren und weniger an der reinen Einwohnerzahl. Dieses Gutachten zeigt auf, wie eine Reform eines bundesdeutschen Finanzausgleichs ohne Grundgesetzänderung möglich ist. Wir müssen den bestehenden Länderfinanzausgleich vereinfachen und die derzeitigen Fehlanreize beseitigen. Beim Länderfinanzausgleich dürfen nicht mehr Verteilungskompromisse im Vordergrund stehen. Stattdessen brauchen wir eine transparente Systematik.“Die Gutachter sprechen sich dafür aus, die Lohn- und Einkommensteuer künftig nicht mehr nur nach dem Wohnsitzprinzip, sondern je zur Hälfte nach Wohnsitz und nach Betriebsstätten zu verteilen. Bundesländer sollen außerdem Zuschläge auf eine zuvor allgemein gesenkte Einkommenssteuer erheben können. Derzeit bestehe für Bundesländer ein Anreiz zur Einwohnermaximierung, nicht aber zur Maximierung ihrer Wirtschaftskraft – was vor allem Nachbarländer von Stadtstaaten begünstige. Bei der Umsatzsteuer plädieren Feld und Kube dafür, sie ausschließlich nach der Einwohnerzahl auf die Länder zu verteilen. Ausgleichszahlungen sollten sich nach Meinung der Gutachter künftig an den „tatsächlichen finanziellen Möglichkeiten“ und nicht mehr an den aktuellen Einnahmen der jeweiligen Länder orientieren, so Feld. „Die Summe der Bemessungsgrundlagen aus Einkommen-, Körperschaft-, Gewerbe- und Erwerbschaftsteuer bildet das Besteuerungspotential eines Landes gut ab“, so Kube. Ein sogenannter Finanzkraftindex könne künftig die fiskalischen Ressourcen anzeigen, die ein Bundesland hätte, wenn es pro Einwohner dieselbe Bemessungsgrundlage anlegte wie Gesamtdeutschland. „So ließen sich 5 bis 15 Prozent der neuberechneten Überschüsse abschöpfen und umverteilen. Eine Abschöpfungsrate von 15 Prozent ist dabei sicher zu hoch. Optimal dürfte eine Abschöpfung in der Mitte dieses Spektrums sein“, schließt Feld.

Grün-Rot opfert Interessen des Landes auf Altar eines grün-roten Wahlkampfkalküls – Zum Scheitern des Steuerabkommens mit der Schweiz aufgrund der Verweigerung von SPD und Grünen im Bundesrat sagte der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke:

„Die grün-rote Landesregierung hat mit Ihrer Verweigerungshaltung im Bundesrat das sorgfältig ausgehandelte Steuerabkommen mit der Schweiz mit zu Fall gebracht. Damit hat sie die Interessen des Landes auf dem Altar eines grün-roten Wahlkampfkalküls geopfert. Dies führt zu unnötigen Belastungen des guten nachbarschaftlichen Verhältnisses zwischen Baden-Württemberg und der Schweiz. Auch handelt die grün-rote Landesregierung unverantwortlich, wenn sie durch ihr Nein im Bundesrat Milliarden-Beträge ausschlägt, die dem überschuldeten Landeshaushalt zugutekommen würden.

Ehemalige Drogenbeauftragte Caspers-Merk als Lottofee ist wie table-dance von Alice Schwarzer – Mit scharfer Kritik hat der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, auf die Besetzung der Geschäftsführung der Toto-Lotto-Gesellschaft mit Marion Caspers-Merk durch Finanzminister Nils Schmid reagiert. Minister Schmid und die SPD würden mittlerweile mit ihrer Parteibuchwirtschaft alle Hemmungen fallen lassen. Dabei käme es zu absurden Personalentscheidungen. Einerseits warne die SPD ständig vor den Suchtgefahren des Glückspiels und andererseits mache man die ehemalige Drogenbeauftragte der Bundesregierung zur Lottofee. Dies sei so, als wenn man Alice Schwarzer als table-dancerin auftreten lasse.

Nach dem besseren Angebot des Bundes sind jetzt sogar 1,5 Milliarden Euro zu erwarten – Der Vorsitzende der baden-württembergischen FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, hat die grün-rote Landesregierung aufgefordert, dem Steuerabkommen mit der Schweiz zuzustimmen. „Jetzt wird nicht nur eine Milliarde Euro verschenkt, sondern nach dem noch besseren Angebot des Bundes sogar rund 1,5 Milliarden“, sagte Rülke. Die Landesregierung sollte sich die Chance nicht entgehen lassen, die immense Neuverschuldung spürbar zurückzufahren.

Rülke sagte weiter, dass das Steuerabkommen in mehreren Runden ausverhandelt worden ist, so dass eine deutliche Veränderung auf absehbare Zeit unrealistisch sei. Auch an den Misserfolgen der früheren sozialdemokratischen Finanzminister Eichel und Steinbrück gemessen, könne sich das Ergebnis durchaus sehen lassen.

Es ist schlechter Stil, zu Kompromissgesprächen einzuladen und sich dann völlig unbeweglich zu zeigen – Mit Unverständnis und Kritik hat der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke auf einen Brief des Ministerpräsidenten reagiert, in dem dieser jeden Kompromiss bei der Verankerung einer Schuldenbremse im Landesrecht ablehnt. In dem an den FDP-Fraktionsvorsitzenden gerichteten Brief bedankt sich der Ministerpräsident, dass „Ihre Fraktion weiterhin an einer Kompromisslösung hinsichtlich der Verankerung einer Schuldenbremse im Grundgesetz interessiert ist“. Es habe aber laut Kretschmann „gute Gründe, dass wir uns derzeit für die Ausschöpfung der vom Grundgesetz eingeräumten Übergangsfrist entscheiden mussten“. Nach den Worten von Rülke hat der Ministerpräsident die Opposition öffentlich zu gemeinsamen Gesprächen mit dem Ziel eingeladen, einen Kompromiss zu finden. Nun sei festzustellen, dass sich die Landesregierung „keinen Millimeter bewegt und auf Ihrem Ausgangspunkt beharrt, bis zum Jahr 2020 6,4 Milliarden Euro neue Schulden zu ma-chen“. Rülke: „Es ist schlechter Stil des Ministerpräsidenten, zu Kompromissgesprächen einzuladen und sich dann völlig unbeweglich zu zeigen.“

Der Ministerpräsident beteuert in seinem Brief, dass „die Nutzung der Übergangsregelung . . nichts mit fehlendem Sparwillen der Landesregierung zu tun“ habe, „sondern schlicht der Anerkennung der haushaltswirtschaftlichen Realität geschuldet“ sei. „Ich bedauere, dass es derzeit wohl keinen Weg eines Kompromisses zur Verankerung einer Schuldenbremse in der Landesverfassung gibt“, so Kretschmann weiter.Nach den Worten von Rülke wäre die FDP-Landtagsfraktion bereit gewesen, über ihren Ausgangspunkt Verankerung der Schuldenbremse im Jahr 2013 und sofortige Neuverschuldung Null zu verhandeln. So hätte man sich in der Mitte treffen können – beispielsweise 3,2 bis 3,4 Milliarden Euro Neuverschuldung und das Jahr 2016 als Endpunkt jeglicher Neuverschuldung. Rülke: „Kretschmann lässt jetzt die Katze aus dem Sack. Ein Kompromiss nach grün-roter Lesart heißt, wir machen die Vorgaben, und die Opposition hat dann unsere Vorgaben eins zu eins zu übernehmen.“

Ablehnung des Abkommens mit der Schweiz erfolgt aus wahlkampftaktischen Gründen – Zur Absicht der grün-roten Landesregierung, das Steuerabkommen mit der Schweiz im Bundesrat abzulehnen, sagte der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke:

„Die Landesregierung missachtet mit ihrer geplanten Ablehnung des Steuerabkommens im Bundesrat massiv die Interessen des Landes Baden-Württemberg. Der aktuelle Entwurf des Doppeletats 2013/14 zeigt überdeutlich, dass mit der zu erwartenden Steuermilliarde aus der Schweiz trotz unverantwortlicher grün-roter Ausgabenpolitik die Neuverschuldung gebremst werden könnte.Die Ablehnung des Steuerabkommens erfolgt einzig aus wahlkampftaktischen Gründen und nötigt den Staat zur dubiosen Zusammenarbeit mit Anbietern von Steuerdaten.“

Grün-Rote Schuldenpolitik führt Baden-Württemberg in die Haushaltskatastrophe – In der Landtagsdebatte zur Einbringung des Doppelhaushalts 2013/2014 hat der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, der grün-roten Landesregierung schwere Vorwürfe gemacht.

In seiner Entgegnung auf die Einbringungsrede von Finanzminister Nils Schmid warf der FDP-Fraktionschef dem Minister Zynismus vor. Wenn Schmid behaupte, dieser Haushalt führe in eine „Zukunft ohne Schulden“, so müsse die gesamte Regierungsbank vor Scham erröten. In den Jahren 2008, 2009, 2011 und 2012 seien ausgeglichene Haushalte in Baden-Württemberg realisiert worden. 2013 und 2014 sei die Einnahmesituation des Landes sogar noch besser als in jenen Jahren. Es sei eine Bankrotterklärung sondergleichen, in einer solchen Situation die nachfolgenden Generationen mit 3,3 Milliarden zusätzlichen Schulden zu belasten.Ausgeglichene Haushalte gebe es in Bayern, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg Vorpommern. Bayern tilge gar eine Milliarde Euro, während das Land Baden-Württemberg Milliarden an neuen Schulden mache. Das sei eben der Unterschied zwischen Schwarz-Gelb und Rot-Grün. So sehe es aus, wenn eine Regierung mit grüner Politik rote Zahlen schreibe. Erst für 2020 sei im Lande ein ausgeglichener Haushalt vorgesehen, während sogar Berlin bereits im Jahr 2015 so weit sein wolle. Mit Schuldenweltmeistern wie Bremen und dem Saarland wolle man sich auf eine Stufe stellen.Der Finanzminister habe dem Landtag ein Sammelsurium aus Märchen, Mythen und Legenden zugemutet, um von seinem Versagen abzulenken und um die grün-rote Verschwendungssucht zu kaschieren. Rülke nannte die „Legende von der Kompromissbereitschaft bei der Umsetzung der Schuldenbremse im Land.“ Bis 2020 wolle man neue Schulden machen. Aus Sicht der Opposition sei unmittelbar ein ausgeglichener Haushalt möglich. Das Kompromissangebot der Landesregierung war 2020. Man habe eine Unterwerfung der Opposition verlangt, die man als Kompromiss verkaufen wollte.Weiter nannte Rülke den „Mythos von der Verhandlungslösung beim Länderfinanzausgleich“. Ministerpräsident Kretschmann rede viel, habe praktisch jede Haltung zum Thema schon einmal eingenommen, blockiere eine Klage und behaupte immer, er sei einer Lösung nahe. In der Realität erreiche er aber null und nichts. Vermutlich habe er auch kein Interesse an einer Reform des Länderfinanzausgleichs, weil er selber fürchte, Baden-Württemberg mit seiner Politik zum Nehmerland herabzuwirtschaften.Der FDP-Fraktionsvorsitzende nannte das „Märchen vom strukturellen Sparen“. Von angeblich 640 Millionen an strukturellen Einsparungen seien schon auf den ersten Blick 460 Millionen offensichtlicher Betrug. 340 Millionen, die man den Kommunen wegnehme, seien keine Einsparung. Schon gar nicht sei diese Einsparung strukturell, da die Vereinbarung mit den kommunalen Spitzenverbänden bis 2016 befristet sei. Reine Volksverdummung sei es, 120 Millionen an Ausschüttung der LBBW als Einsparung zu bezeichnen. Und diese 120 Millionen dadurch für strukturell zu erklären, dass man sie in die Mittelfristige Finanzplanung einstelle, sei eine Beleidigung der Intelligenz der Bürger.Eine besonders dreiste Lüge sei aber die Behauptung des Finanzministers, das Land gebe eine Milliarde für Pensionsrückstellungen aus. Schmid rechne rund 600 Millionen an einbehaltenen Abzügen, die bei den Beamten selbst seit dem Jahr 1998 vorgenommen wurden mit ein und tue so, als ob dies Haushaltsmittel seien, die er als Finanzminister in einem Haushaltsjahr erbringe. Am Ende blieben im Jahr 2013 183,8 Millionen Euro, während der Minister von einer Milliarde spreche. Täuschen, Tricksen und Tarnen sei das Leitmotiv dieses Haushalts. „In Sachen kreative Buchführung kann selbst Silvio Berlusconi noch etwas von Ihnen lernen!“, rief Rülke dem Finanzminister zu.Wer auf 160 bis 170 Millionen im Jahr an Studiengebühren verzichte, wer die Projekte freiwilliges Lebensarbeitszeitkonto und Stellenabbauprogramm der Vorgängerregierung stoppe, wer in den eigenen Ministerien in einem B-Besoldungsrausch schwelge, wer unsinnige Doppelstrukturen von G-8 und G-9 schaffe, wer für sein Prestigeprojekt Gemeinschaftsschule Millionen hinauswerfe, wer Abermillionen für eine unsinnige und regional unausgewogenen Polizeireform verschwenden wolle und wer auf eine Milliardensumme aus dem Steuerabkommen mit der Schweiz verzichte, der belüge die Bevölkerung, wenn er behauptet, an all dem sei die Vorgängerregierung schuld.Es werde nicht gespart, wohl aber gebe es neue strukturelle Ausgaben. Zum Beispiel 20 Millionen für die Landesstraßen, 10 Millionen für die Polizeireform, 20 Millionen für Vertretungslehrer, 18 Millionen für den Naturschutz, 30 Millionen für den Hochwasserschutz, 21 Millionen für die Energiewende, 30 Millionen für die Duale Hochschule und natürlich 10 Millionen für Fahrradwege.Deshalb bescheinige das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) dieser Regierung und nicht der Vorgängerregierung eine schlechte Finanzpolitik. Die Schlagzeile des RWI bezogen auf unser Land sei bezeichnend: „Vom Musterschüler zum Problemfall“. Vor diesem Hintergrund erscheine der Titel des Koalitionsvertrags in ganz neuem Licht: ‚Der Wechsel beginnt‘. Rülke vermutete an die Adresse der Landesregierung: „Damit haben Sie wohl einen Schuldwechsel gemeint!“Bezeichnend seien auch die Einsparversprechungen des Finanzministers. Am selben Tag, an dem die Stuttgarter Nachrichten unter der Überschrift „Roter Filz“ die Versorgung zahlreicher SPD-Genossen mit hochdotierten Positionen im Landesfinanzministerium gegeißelt habe, lasse der Minister über die Nachrichtenagentur dpa wissen, man plane Portoeinsparungen in seinem Ministerium. Rülke mutmaßte, dass Briefe an die Genossen im Land nicht mehr notwendig seien, weil Nils Schmid bereits alle in seinem Ministerium versammelt habe.Beim Regierungswechsel mit dem Dritten Nachtrag zum Haushalt 2011 sei das Haushaltsvolumen bei 35,3 Milliarden gelegen. Mit dem Haushalt 2013 liege es bei 40,7 Milliarden. Die Steuereinnahmen seien in der Zeit von 28,6 auf 31,53 Milliarden gewachsen. Grün-Rot habe also drei Milliarden mehr zur Verfügung und gebe fünfeinhalb Milliarden mehr aus. Daher kämen die neuen Schulden und nicht aus einer angeblichen Erblast.Weder habe die Regierung ein Einnahmeproblem, noch ein Strukturproblem, sondern einzig und allein ein Ausgabenproblem. Diese Landesregierung könne nicht mit Geld umgehen und schmeiße es mit vollen Händen zum Fenster hinaus. Rülkes Fazit gegenüber Schmid: „Einen Finanzminister wie Sie müsste man eigentlich in die Wüste schicken, aber vermutlich würde dann der Sand knapp!“

Baden-Württemberg will sich mit Schuldenweltmeistern wie Bremen und Saarland gemein machen – Zur Haushaltsrede von Finanzminister Schmid im Landtag sagte der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke:

„Die Rede des Finanzministers ist ein Dokument der Schwäche und Armseligkeit. Während Länder wie Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen Schulden tilgen wollen und selbst Berlin bereits 2015 einen ausgeglichenen Haushalt plant, will sich Baden-Württemberg mit Schuldenweltmeistern wie Bremen und dem Saarland gemein machen und erst 2020 ohne neue Schulden auskommen. Dazu muss sogar die Landeshaushaltsordnung geändert werden, da die gültige Rechtslage in Zeiten derart sprudelnder Steuereinnahmen wie derzeit neue Schulden nämlich eindeutig ausschließt.“

Fünf Jahre Landesmesse sind eine Erfolgsgeschichte für Baden-Württemberg – In einer von der FDP-Landtagsfraktion beantragten Aktuellen Debatte zum Thema „Fünf Jahre Landesmesse – eine Erfolgsgeschichte!“ hat deren Vorsitzender Dr. Hans-Ulrich Rülke die zurückliegenden fünf Jahre Landesmesse als Erfolgsgeschichte gelobt. Ein Industrieland wie Baden-Württemberg brauche eine schlagkräftige und gut angebundene Landesmesse. Direkt an der A8 sowie am Landesflughafen gelegen, fehle nun noch die Realisierung von Stuttgart 21, um die Messe optimal für Besucher und Aussteller aus dem Land und außerhalb des Landes erreichbar zu machen. Die baden-württembergische Wirtschaft müsse die Gelegenheit haben, ihre Leistungskraft zu präsentieren. Sie müsse auch die Gelegenheit haben, dieses Schaufenster zu nutzen.

Die FDP-Landtagsfraktion begrüße auch das Kooperationsabkommen von Nanjing. Der chinesische Markt sei für Baden-Württemberg hochinteressant. Die Landesmesse könne sich über dieses Kooperationsabkommen weiter internationalisieren. Es seien auch vom asiatischen Markt her positive Rückkopplungen auf den Standort Stuttgart zu erwarten.Zu Beginn des Messeprojekts habe es ja erhebliche Skepsis gegeben. „Die Grünen waren wie immer dagegen!“, so Rülke wörtlich. Allen Unkenrufen zum Trotz habe es aber bei der Realisierung nicht nur eine finanzielle Punktlandung gegeben, sondern die Messe sei heute ein unumstritten positiver Standortfaktor für unser Land.Nun stelle sich aber die Frage, wie es mit der Landesmesse weiter gehen solle. Es gebe aktuell 107 Messetage im Jahr, dazu Auf- und Abbautage. Hinzu kämen eine ganze Reihe sonstiger Veranstaltungen. Insbesondere bei Spitzenmessen wie beispielsweise der AMB, der Internationalen Ausstellung für Metallbearbeitung, komme die Messe an ihre Grenzen. Hieraus resultiere der offenkundige Wunsch der Messeleitung, zwei weitere Hallen zu errichten. Auf eigenem Grund, ohne weiteren Landschaftsverbrauch und mit eigenen Mitteln finanziert.Die FDP-Landtagsfraktion wolle nun von der Landesregierung als Vertreterin des Gesellschafters Land wissen, wie sie dazu stehe. Unterstütze die Regierung Pläne, zusätzlich zu den aktuell rund 105.000 Quadratmetern 25.000 bis 35.000 Quadratmeter für den Messebetrieb zu erschließen? Das wolle man von der Regierung und den beiden Regierungsfraktionen wissen.

Gescheiterter grüner Landespolitiker wird erst auf Landeskosten versorgt und jetzt auch noch befördert – Mit scharfen Worten kritisiert der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, die Beförderung des ehemaligen grünen Landespolitikers Volker Ratzmann in der baden-württembergischen Landesvertretung in der Bundeshauptstadt.

Ratzmann war als Fraktionschef im Berliner Abgeordnetenhaus gescheitert und dann in der Landesvertretung vom Land Baden-Württemberg als Referatsleiter bestallt worden. Nun – nach wenigen Monaten – wird er zum Abteilungsleiter mit knapp fünfstelligem Monatssalär befördert. Aus Rülkes Sicht mache sich Grün-Rot das Land immer mehr zur Beute. Es sei auch den jungen Beamten des Landes nicht zu vermitteln, wenn angesichts von Milliarden neuer Schulden dieser Landesregierung bei ihnen gespart werde, während grünen Partei-Apparatschiks auf Kosten des Steuerzahlers fürstliche Apanagen zugeschanzt würden.

Verbalsparer Schmid hat den Ernst der Lage noch längst nicht erkannt – In einer von der FDP-Landtagsfraktion beantragten Aktuellen Debatte zur Verschuldungspolitik von Grün-Rot hat der Fraktionsvorsitzende Dr. Hans-Ulrich Rülke der Landesregierung eine die Zukunft des Landes gefährdende ausufernde Verschuldungspolitik vorgeworfen.

Finanzminister Schmid habe in der vergangenen Woche die Kategorien der „Verbalsparer“ und der „Realsparer“ erfunden. Rülke äußerte die Überzeugung, dass Schmid selbst eindeutig in die Kategorie der Verbalsparer gehöre.Seine mittel- bis langfristige Finanzplanung kenne nur das Prinzip Schulden über Schulden: 3,3 Milliarden Euro zusätzlich im Doppelhaushalt 2013/2014, gar 8,8 Milliarden bis 2020. Es sei bemerkenswert, dass Schmid nun unter dem Eindruck der öffentlichen Kritik von den 8,8 Milliarden nichts mehr wissen wolle und urplötzlich nur noch von 6,7 Milliarden spreche. Immerhin seien die 8,8 Milliarden hochoffiziell in einem „Referentenentwurf des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft für ein Gesetz zur Verankerung der Schuldenbremse in der Landesverfassung“ an die Opposition übermittelt worden.Der Vergleich mit anderen Bundesländern fällt nach den Worten von Rülke traurig für unser einstiges Musterländle aus. Bayern tilge eine Milliarde Euro, während Baden-Württemberg sich mit 3,3 Milliarden neu verschulde. Selbst Thüringen wolle tilgen und Sachsen sowie Mecklenburg-Vorpommern erreichten ausgeglichene Haushalte. „Mecklenburg-Vorpommern, Mecklenburg-Vorpommern, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen“, so Rülke wörtlich. „Mit Nils Schmid als Finanzminister wird Baden-Württemberg in der Haushaltspolitik das, was Bremen in der Bildungspolitik schon ist!“ rief Rülke dem Finanzminister zu.Der aktuelle Haushalt sei rechtswidrig, weil er gegen die Landeshaushaltsordnung verstoße. Die verbiete nämlich Neuverschuldung bei derart hohen Steuereinnahmen wie im Moment. Außerdem sei es Wahlbetrug, gemessen an den Ankündigungen zur Haushaltspolitik, die Grüne und Rote zu Oppositionszeiten gemacht hätten. Dass ausgeglichene Haushalte möglich seien, hätten CDU und FDP in den Jahren 2008 und 2009 gezeigt. Nach wie vor sei man kompromissbereit, um eine Verankerung der Schuldenbremse in der Landesverfassung zu erreichen. Obwohl man die Überzeugung vertrete, es sei sofort ein ausgeglichener Haushalt möglich, sei man bereit, einen vierjährigen Konsolidierungspfad zuzugestehen. Aber ganz sicher keinen achtjährigen bis 2020, wenn die Schuldenbremse des Grundgesetzes ohnehin greife.Als Verbalsparer statt Realsparer hätten sich Ministerpräsident Kretschmann und Schmid bereits beim aktuellen Haushalt hervorgetan. Die Vorstellung des grün- roten Landeshaushalts bei einer Landespressekonferenz habe auch wenig mit dem Auftritt eines Regierungschefs mit seinem Finanzminister zu tun gehabt, sondern habe viel eher an eine Folge aus der Serie „Hannes und der Bürgermeister erinnert“. Erst habe man die Hilfe der Ministerialbürokratie gebraucht, um die angeblichen Einsparungen überhaupt in den Unterlagen zu finden. Dann habe man überrascht festgestellt, dass man nur 640 statt 800 Millionen angeblich eingespart habe. Der Gipfel sei aber das, was man den Bürgerinnen und Bürgern als Einsparungen zu verkaufen versuche: 340 Millionen aus der kommunalen Kasse und noch dreister 120 Millionen Gewinnausschüttung der LBBW. Bei Lichte betrachtet gebe es keinerlei Einsparungen, die den Namen verdienten, wohl aber 203 Millionen an neuen strukturellen Mehrbelastungen. „Wenn Sie sparen, dann muss man an jenen Drei-Zentner-Mann denken, der abnehmen will und sich dann immer, wenn er auf die Waage steht an der Wand festhält!“, rief Rülke der Regierung zu.Hans-Ulrich Rülke forderte die Landesregierung dazu auf, ihre gebetsmühlenhaften Vorwürfe an die Opposition einzustellen, wonach man ja keine eigenen Sparvorschläge mache:• Wer habe denn durch die Abschaffung der Studiengebühren den Haushalt mit 170 Millionen strukturell belastet?• Wer habe ein mit dem Beamtenbund abgesprochenes Konzept zur Schaffung freiwilliger Lebensarbeitszeitkonten über 160 Millionen im Jahr gekippt?• Wer habe das schwarz-gelbe Stellenabbauprogramm des Doppelhaushalts 2010/2011 zeitlich gestreckt?• Wer habe hunderte neuer Stellen in den Ministerien geschaffen?• Wer habe an den Gymnasien unsinnige Doppelstrukturen von G8 und G9 geschaffen?• Wer bevorzuge die Gemeinschaftsschule bei der Lehrerversorgung gegenüber allen anderen Schultypen?• Und wer wolle eine unsinnige und regional unausgewogene Polizeireform, die hunderte von Millionen koste? „Das ist doch alles Ihre und nicht unsere Geldverschwendung“, warf Rülke der Regierung vor.Realsparer gebe es in der Regierung keine. Aber in der Sparte der Verbalsparer seien Kretschmann und Schmid Anwärter auf eine Oskar-Nominierung, so Rülke abschließend.

Wer mit den Liberalen eine Verständigung anstrebt, muss mit der Aufnahme neuer Schulden deutlich früher Schluss machen als im Jahr 2020 – Zum grün-roten Gesetzentwurf zur Verankerung einer Schuldenbremse in der Landeshaushaltsordnung, sagte der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke:

Die Finanzpolitik der Landesregierung bleibt ohne Ehrgeiz und lebt von purer Schuldenmacherei. Die Neuverschuldung auf 6,4 Milliarden Euro begrenzen zu wollen, ist absolut unzureichend und mit den Liberalen nicht zu machen. Wer mit der FDP-Landtagsfraktion eine Verständigung anstrebt, muss mit der Aufnahme von neuen Schulden deutlich früher Schluss machen als im Jahr 2020 und muss die in dieser Zeit noch aufzunehmenden Kredite deutlich absenken. Zutiefst unseriös ist es von Ministerpräsident Kretschmann und Finanzminister Schmid, nach der Bundestagswahl geplante grün-rote Steuererhöhungen in ihre Haushaltsplanung aufzunehmen.

Deutliche Worte der Opposition zeigen Wirkung – Der Vorsitzende der FDP Landtagsfraktion Dr. Hans-Ulrich Rülke wertet das Zurückrudern von Finanzminister Nils Schmid in der Frage künftiger Neuverschuldung bis zum Jahre 2020 als “ersten zaghaften Schritt in die richtige Richtung.” Die Landesregierung habe offenbar eingesehen, dass man die Schuldenorgien, die Grün-Rot geplant habe niemandem im Lande vermitteln könne.

“Milliarden um Milliarden Steuermehreinnahmen einerseits und Milliarden um Milliarden neue Schulden andererseits; das passt nicht zusammen”, so Rülke. Man werde die Landesregierung weiter treiben, so lange bis sie endlich solide Haushalte vorlege. Schmids Umfallen sei ein Zeichen dafür, dass die deutliche Kritik der Opposition erfolgt gehabt habe.

Ausweitung der Schuldengrenze für FDP-Landtagsfraktion nicht akzeptabel – Zur heute bekannt gewordenen Absicht der Landesregierung, die Grenze zur Aufnahme neuer Schulden von 6,6 auf 8,8 Milliarden auszuweiten, sagte der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke: “Die grün-rote Landesregierung benimmt sich immer dreister, als sie es bisher schon tut: Zuerst kommt sie trotz Rekord-Steuereinahmen nicht ohne neue Schulden aus. Dann scheitert sie an den selbst gesetzten Einsparzielen und jetzt will Grün-Rot auch noch die Grenze zur Aufnahme weiterer Schulden um 2,2 Milliarden Euro ausweiten. Dies ist für die FDP-Landtagsfraktion nicht akzeptabel.

Während andere Bundesländer ihre Schulden abbauen, macht sich Grün-Rot in Baden-Württemberg zur Umsetzung ihrer Klientelpolitik den Staat zur Beute.”

Schwarz-Gelb war dialogorientierter als Grün-Rot – Zur Meldung, Baden-Württembergs Beamtenbund gehe wegen der geplanten Einsparungen auf Konfrontationskurs mit der Landesregierung, sagte der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke:

„Einmal mehr werden die grün-roten Luftschlösser von der Realität eingeholt. Während Schwarz-Gelb in der Vergangenheit Vereinbarungen mit der Beamtenschaft erreichen konnte, gelingt dies der angeblichen Bürgerregierung des Gehört-werdens nicht.” Es zeige sich einmal mehr, dass alles Gerede vom Gehört-werden Volksverdummung sei, um knallhart grüne und rote Interessen durchdrücken zu können”, sagte Rülke.

Grün-Rot will erneut von eigener Unfähigkeit ablenken – Der Vorsitzende der FDP/DVP-Fraktion, Dr. Hans Rülke, hat die Aussagen von Finanzminister Schmid beim Landesparteitag der baden-württembergischen SPD zur Haushaltspolitik scharf kritisiert. Schmid habe nur eine einzige langweilige Leier auf Lager, um die Unfähigkeit und Verantwortungslosigkeit der grün-roten Landesregierung zu kaschieren. Er verweise gebetsmühlenartig auf die alte Landesregierung. „Nach eineinhalb Jahren an der Regierung ist es an der Zeit, dass Schmid sich zu seiner eigenen Verantwortung bekennt“, so Rülke abschließend.

Landtag berät Gesetzentwurf der FDP-Fraktion – Mehr Rechtssicherheit schaffen – In der abschließenden Landtagsdebatte über einen Gesetzentwurf der FDP-Landtagsfraktion hat sich der Fraktionsvorsitzende Dr. Hans-Ulrich Rülke erneut dafür ausgesprochen, den Kommunen des Landes spekulative Finanzderivategeschäfte zu untersagen. „Finanzgeschäfte, die auf Gewinnerzielung ausgerichtet sind, müssen klipp und klar verboten werden“, sagte Rülke. Im Geschäfts- und Kommunalfinanzbericht 2012 der Ge-meindeprüfanstalt (GPA) seien etliche Fälle aufgeführt, in denen Kommunen versuchten, mit Derivaten Einnahmen zu erzielen. So gibt es laut GPA 19 Fälle in Baden-Württemberg. Nach Auskunft der LBBW gibt es überdies 15 Fälle im Bereich der ehemals selbstständigen Sachsen-LB.

Rülke: „Laut unserem Gesetzentwurf soll ein Verbot von spekulativen Finanzderivategeschäften in Paragraph 77 der Gemeindeordnung explizit verankert und durch die Rechtsfolge der Nichtigkeit verbotswidriger Geschäfte wirksam ausgestaltet werden“. Damit gehe der Gesetzentwurf der FDP-Landtagsfraktion über die Regelungen der Gemeindeordnung und der Kommunalaufsicht hinaus. Schadenersatzansprüche könnten nicht mehr mit dem Hinweis auf (angeblich) ausführliche Beratungsgespräche, in denen die Funktionsweise wie die Risiken entsprechender Produkte umfassend dargestellt worden seien, abgewehrt werden. Somit werde ein wirksamer Beitrag zur Rechtssicherheit geleistet. „Damit ist zugleich sichergestellt, dass Banken kein Interesse mehr daran haben könnten, Kommunen entsprechend spekulative Papiere zu verkaufen“, so Rülke weiter. Aufgrund von Verweisungen in den einschlägigen Gesetzen gelte die Vorschrift auch für Landkreise, Zweckverbände und Eigenbetriebe. Für kommunale Unternehmen in privater Rechtsform werde Paragraph 102 der Gemeindeordnung entsprechend ergänzt.„Mit unserem Gesetzentwurf schaffen wir ein Mehr an Rechtsklarheit“, so der FDP-Fraktionsvorsitzende. Das Aufkommen von Derivategeschäften auf kommunaler Ebene mache eine klarstellende gesetzliche Regelung notwendig. Künftig solle nur noch die Absicherung von Zinsänderungsrisiken zulässig sein.

Der Ministerpräsident und sein Finanzminister versagen vor den Herausforderungen einer nachhaltigen und generationengerechten Haushaltspolitik – Zur Vorstellung der Haushaltseckpunkte 2013/14 durch Ministerpräsident Kretschmann und Finanz- und Wirtschaftsminister Schmid sagte der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke:

„Der Ministerpräsident und sein Finanzminister versagen vor den Herausforderungen einer nachhaltigen und generationengerechten Haushaltspolitik. Die Aufnahme neuer Schulden in Höhe von 3,3 Milliarden Euro bei Steuereinnahmen in Rekordhöhe ist eine Bankrotterklärung der Landesregierung. Grün-Rot zeigt keinerlei Ehrgeiz, die wirtschaftliche Spitzenstellung des Landes, die sich in den überschäumenden Steuereinnahmen niederschlägt, auch in der Haushaltspolitik zur Geltung kommen zu lassen. Der komplett falsche Weg ist es, bei den jungen Beamten zu kürzen, denn dadurch werden leistungsfähige Nachwuchskräfte abgeschreckt.“