FDP-Fraktion kritisiert Geheimklage der Landesregierung zu Lasten der EnBW scharf – Der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, hat in einer Landtagsdebatte mit dem Titel „Schaden für das Land und die EnBW“ heftige Kritik an der Schiedsklage der grün-roten Landesregierung zu Lasten des Energiekonzerns EnBW geübt. Einerseits verspreche die Regierung Kretschmann der Öffentlichkeit stets Transparenz, andererseits reiche man im Verborgenen eine Klage ein, mit dem Ziel, den Wert der EnBW zu halbieren. Einerseits erkläre man immer wieder öffentlich, man wolle die EnBW-Anteile langfristig halten, andererseits versuche man durch eine Klage den heimlichen Ausstieg durch die Hintertür.

Die FDP-Fraktion wolle wissen, ob die Landesregierung am Konzern beteiligt bleiben wolle oder nicht. Finanzminister Schmid habe in der vergangenen Woche erklärt, man wolle die Aktien „mittelfristig“ halten. Das Parlament und auch die Mitarbeiter der EnBW hätten ein Recht darauf zu erfahren, was „mittelfristig“ heiße.Mit einer Zwei-Milliarden-Klage gehe die Landesregierung von einem Aktienkurs von rund 25 Euro aus. Das Parlament wolle wissen, wie man auf so etwas komme. Immerhin liege auch noch nach Fukushima der aktuelle Aktienkurs bei etwa 34 Euro und der Aufsichtsrat der EnBW habe mit Schmids Beteiligung den Wert der zusätzlichen Aktien im Zuge der Kapitalerhöhung auf etwa 31 Euro festgelegt. Es gelte wohl die Logik des orientalischen Basars: Astronomische Forderungen erheben, um möglichst viel zu bekommen. Bislang habe aber niemand Belege für einen überhöhten Kaufpreis entdeckt. Der Untersuchungsausschuss nicht, die LBBW in ihrer Analyse nicht, der Miteigentümer OEW nicht und der Aktienkurs lasse trotz der Energiewende auch nicht darauf schließen.Die Landesregierung gefährde in ihrem Dilettantismus das Rating des Unternehmens, gefährde dessen Investitionsfähigkeit, spiele mit der Arbeitsplatzsicherheit von 20.000 Menschen und torpediere die von ihr selbst gepriesene Energiewende. Man provoziere Streit mit den Miteigentümern, müsse eine Klage der OEW fürchten verbunden mit einem Ende aller Vereinbarungen zum Wohle des Unternehmens. Darüber hinaus düpiere man die kleineren Verbände, die Aktien halten und die Kleinanleger. Die Regierung habe einen nicht zu überbietenden Scherbenhaufen angerichtet.Der Finanzminister habe auch in seiner öffentlichen Begründung der Klage gelogen. Zunächst hatte er behauptet, er fürchte ein Beihilfeverfahren durch die EU. Am vergangenen Donnerstag habe er dann plötzlich zugegeben, dass beide Verfahren doch nichts miteinander zu tun hätten. Zur Unfähigkeit komme ein weiterer Täuschungstatbestand. Es sei der Regierung allein um ein Kampfinstrument gegen die alte Landesregierung und damit gegen die Opposition gegangen. Zu diesem Zweck habe sie Parlament und Öffentlichkeit getäuscht, das Unternehmen auf dem Rücken der Mitarbeiter beschädigt, die Energiewende ad absurdum geführt und das Land blamiert. Das Laienspiel der Regierung in Sachen EnBW gleiche einer schlechten Seifenoper. Der Ministerpräsident habe vor einem Jahr bei Hannah Arendt angefangen und sei jetzt bereits bei Rosamunde Pilcher gelandet.

– Zur Ermahnung von Finanzminister Schmid, das grün-rote Kabinett solle mehr Spardisziplin an den Tag legen, sagte der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion Dr. Hans-Ulrich Rülke:

„Der Aufruf zu mehr Spardisziplin beeindruckt die FDP-Landtagsfraktion in keinster Weise. Auch diese Ermahnung der grün-roten Ministerriege durch den Finanzminister reiht sich in die bloßen Ankündigungen der letzten Zeit. Herrn Schmid ist erst Glauben zu schenken, wenn Grün-Rot endlich mit dem Sparen beginnen würde. Bisher hat die grün-rote Ministerriege den Haushalt nur belastet: durch die Streichung der Studiengebühren, die vielen Neustellen im Regierungsapparat, durch Fahrradwege und das rein ideologische Projekt der Gemeinschaftsschule.“

Selbst SPD-Abgeordnete von Klage nicht überzeugt / Schiedsverfahren ist kein Basar – „Dass das Land zwei Milliarden Euro zuviel bezahlt haben soll, nehmen dem Finanzminister offenbar nicht einmal seine SPD-Kollegen ab.“ Dies sagte der FDP-Obmann im Untersuchungsausschuss, Andreas Glück, nachdem der Finanzminister gestern die Milliardenforderung indirekt bestätigte, indem er einen Aktienwert von rund 25 Euro zu Grunde legte.

Glück wies darauf hin, es gebe nach wie vor keine belastbaren Hinweise darauf, dass der bezahlte Kaufpreis unangemessen hoch gewesen sei. Zu dieser Einsicht gelangten inzwischen offenbar auch die Parteifreunde des Finanzministers. Glück bezog sich dabei auf den SPD-Obmann im Untersuchungsausschuss, welcher in der letzten Sitzung am 25. Mai klargestellt habe, das Problem bestehe ja nicht darin, welcher Preis letztlich vereinbart wurde, sondern auf welcher Grundlage das Geschäft abgeschlossen worden sei. Und zwei Wochen zuvor habe der SPD-Obmann festgestellt, ob dann dieser Preis sich möglicherweise in einer objektiven Analyse auch korrekt ergeben hätte, sei die andere Frage. „Nach einem angenommenen Schaden in Milliardenhöhe klingt das jedenfalls nicht“, so Glück und empfiehlt dem Finanzminister auf diejenigen in seiner Partei zu hören, die sich im Untersuchungsausschuss vertieft mit der Frage der Angemessenheit des Kaufpreises beschäftigen. Dass der Finanzminister vom Schiedsgericht aufklären lassen wolle, ob das Land zu viel bezahlt habe, bezeichnete Glück als durchsichtiges Ablenkungsmanöver. Der Finanzminister wisse ganz genau, dass der Kläger bei einem solchen Schiedsverfahren in der Bringschuld sei. Das Schiedsgericht bewerte die vorgetragenen Argumente der Parteien, ermittle von sich aus aber keinen Sachverhalt. Offenbar habe die Landesregierung diese Klage eingereicht, ohne diese auch nur ansatzweise überzeugend begründen zu können.Empört sind der Fraktionsvorsitzende Dr. Hans-Ulrich Rülke und Andreas Glück über die Aussage des Finanzministers, die Landesregierung sei dem Steuerzahler diese Klage schuldig: „Der Finanzminister verwechselt das Schiedsverfahren offenbar mit einem Basar, auf dem sich der Händler sagt, ich muss zu Beginn viel verlangen, damit am Ende auch ein ordentlicher Betrag hängen bleibt.“ Die grün-rote Landesregierung werde mit ihren abenteuerlichen Anträgen scheitern und der Steuerzahler in Baden-Württemberg die Kosten zu tragen haben. Das gelte zunächst für Prozesskosten in Millionenhöhe. Ganz zu schweigen vom Schaden bei der EnBW, der noch nicht absehbar, aber immens sei.„Der Finanzminister spielt mit 20.000 Arbeitsplätzen im Land und das ohne Not. Entweder ist der Finanzminister einfach unwissend, oder er benutzt diese Klage als Showveranstaltung zur eigenen Profilierung“, so das Fazit von Rülke und Glück. Im Übrigen schädige die Landesregierung auch die anderen Anteilseigner. Wenn das Land zwei Milliarden verloren habe, dann auch die OEW. Das Land provoziere geradezu eine Schadensersatzklage der oberschwäbischen Landkreise, so die Befürchtung von Hans-Ulrich Rülke.

Baden-württembergische Kommunen schneiden im Ländervergleich gut ab – Der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, hat auf dem kommunalpolitischen Kongress der FDP-Fraktion im Stuttgarter Landtag die Landesregierung davor gewarnt, den allgemeinen kommunalen Finanzausgleich „als Reservekasse für Zeiten mit schlechter Konjunkturlage zu betrachten“. Rülke: „Gerade in wirtschaftlich schlechten Zeiten sind die Städte und Gemeinden darauf angewiesen, dass sich das Land nicht nach Belieben bedient.“Der FDP-Fraktionsvorsitzende sieht die gegenwärtige Finanzlage der Städte und Gemeinden als gut an. Im Jahr 2012 sei von einer weiter verbesserten Situation auszugehen, die etlichen Kommunen eine weitere Entschuldung erlaube. Dies sei auf die gute Entwicklung des allgemeinen Steueraufkommens zurückzuführen – beispielsweise bei der Gewerbesteuer und den Schlüsselzuweisungen des Landes. Entlastet würden die Kommunen weiter durch eine bessere Förderung der Kleinkindbetreuung und durch die in Stufen erfolgende Übernahme der Grundsicherung im Alter durch den Bund.

Nach den Worten des Fraktionsvorsitzenden war schon im Jahr 2011 der kommunale Finanzierungssaldo in einigen Bundesländern positiv. Baden-Württemberg lag hier an der Spitze – während im Südwesten ein Überschuss von 168 Euro pro Einwohner zu verzeichnen war, waren es in Bayern 39 Euro. Nordrhein-Westfalen ver-zeichnete dagegen pro Einwohner ein Defizit in Höhe von 126 Euro, Hessen sogar ein Defizit über 400 Euro. Rülke: „Diese Zahlen belegen die Qualität des kommunalen Finanzausgleichs in Baden-Württemberg. Und diese Zahlen belegen auch, dass die Finanzlage vieler baden-württembergischen Kommunen anderslau-tenden Gerüchten zum Trotz besser ist als die des Landes oder des Bundes.“

Dilettantisches Vorgehen von Grün-Rot / Unabsehbare Auswirkungen für EnBW – „Für die Liberalen steht fest, Finanzminister Schmid hat Parlament und Öffentlichkeit getäuscht und verunsichert die Beschäftigten der EnBW.“ Dies sagten der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, und der FDP-Obmann im Untersuchungsausschuss, Andreas Glück nach Bekanntwerden der Klageanträge des Landes bei der Internationalen Handelskammer in Paris im Zusammenhang mit dem Erwerb des EnBW-Anteils.

Dort verlangt das Land eine Rückzahlung von über zwei Milliarden Euro, hilfsweise die Rückabwicklung des Ankaufs. „Kein Mensch kann ernsthaft behaupten, dass für den erworbenen EnBW-Anteil über zwei Milliarden Euro zuviel bezahlt wurden. Würde diese absurde Behauptung der grün-roten Landesregierung zutreffen, hätte dies gravierende negative Auswirkungen auf die Anteilseigner, den Unternehmenswert, das Rating der EnBW, deren Investitionsfähigkeit, die 20.000 Arbeitsplätze und die Energiewende in Baden-Württemberg“, so Rülke und Glück. Und: „Schlicht verantwortungslos ist es, den Anteilserwerb gar rückabwickeln zu wollen. Die daraus resultierenden Konsequenzen für die EnBW und die Energiewende im Land wären unabsehbar“. Das Vorgehen der Landesregierung stehe im Widerspruch zu den bisherigen Aussagen der Landesregierung, die EnBW-Anteile halten zu wollen. „Es passt ins Bild, dass wir die wahren Absichten von Grün-Rot nicht von der Landesregierung erfahren, sondern aus Frankreich mitgeteilt bekommen. Es zeigt sich wieder, dass hier nicht eine vorgeblich auf Transparenz bedachte Bürgerregierung am Werk ist, sondern eine grün-rote Dilettantentruppe“, so Rülke.

Die SPD tut gut daran, aufgrund Personalmangels in den eigenen Reihen auf einen Parteilosen zurückzugreifen – Der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, betont, dass er nach wie vor die Einsparung einer Ministerialdirektorenstelle im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft begrüßt hätte. „Herr Schmid wollte ein Ministerium, dann reicht auch ein Amtschef”, so Rülke.Es sei aber zu begrüßen, dass der Finanzminister sich für einen parteilosen Fachmann entschieden habe und nicht erneut den Versuch unternommen habe, einen unqualifizierten Genossen zu Lasten des Steuerzahlers zu versorgen.

Handwerker und Mittelständler werden wie Zitronen ausgepresst, aber VW wird noch bei der Steuervermeidung beraten – Als unerhörten Vorgang bezeichnet der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, die offensichtliche Tatsache, dass das Finanzministerium des Landes Baden-Württemberg das Großunternehmen VW bei der Steuervermeidung beraten und unterstützt hat. Jeder Handwerker und Mittelständler werde wie eine Zitrone ausgepresst und VW bekomme noch mit Billigung des Finanzministers Nils Schmid einen Steuerfreifahrschein erster Klasse ausgestellt. Jeder anständige Steuerzahler in Baden-Württemberg könne erwarten, dass das Finanzministerium alles tue, damit Milliardäre wie Ferdinand Piech ihre Steuern bezahlen. Stattdessen mache man sich bei Herrn Piech noch zum Dienstleister der Steuervermeidung. Offensichtlich sei ja VW selbst unsicher ob dieser Steuertrickserei und habe deshalb nachgefragt. Die FDP-Fraktion hätte erwartet, dass das Land notfalls vor Gericht für seine Ansprüche kämpfe. Stattdessen strecke man vor diesem Großkonzern die Waffen, bevor der Kampf auch nur beginne.

FDP-Fraktionsvorsitzender: Wiedereinführung der Vermögenssteuer ist Unsinn – Der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, hat die Pläne von Finanzminister Schmid zur Wiedereinführung der Vermögenssteuer scharf kritisiert. Diese Pläne seien geeignet, den baden-württembergischen Mittelstand massiv zu belasten. Schmids Vorstellung, eine Vermögenssteuer vielleicht nur für Privatleute, aber nicht für die Wirtschaft zu erheben, sei realitätsfremd. Dies scheitere an verfassungsrechtlichen Problemen sowie an Abgrenzungsschwierigkeiten. Zudem strebe der Minister offensichtlich einen zusätzlichen bürokratischen Moloch an. Schmid täte gut daran, seine Energie auf die Haushaltskonsolidierung zu konzentrieren anstatt ständig neue Steuern für die Bürger und die Wirtschaft zu erfinden, so Rülke.

Mit der von Minister Schmid verfochtenen Transfergesellschaft wäre es zum Kreditausfall gekommen – „Es war richtig, dem insolventen Schlecker-Konzern keine Steuermittel zur Verfügung zu stellen – diese wären jetzt weg.“ Dies sagte der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke zur Erklärung des Gläubigerausschusses, dass die Rettung der Drogeriekette gescheitert sei. Rülke: „Die Haltung der FDP, nicht mit Steuergeldern zur Rettung des Konzerns zu eilen, war also korrekt. Kleineren und mittleren Unternehmen wird im Falle der Insolvenz auch nicht geholfen.“

Die Befürchtung der FDP, wonach Schlecker zu einem zweiten Fall Holzmann geworden wäre, hätte sich also bewahrheitet. Zunächst wird ein Großunternehmen mit Steuergeld künstlich am Leben erhalten und am Ende ist es doch pleite. Die von Finanz- und Wirtschaftsminister Schmid verfochtene Transfergesellschaft wäre mit einem KfW-Kredit finanziert worden, für den die Länder in vollem Umfang bürgen sollten – das Land Baden-Württemberg beispielsweise mit bis zu 70 Millionen Euro. Durch das jetzt bekanntgewordene Scheitern wäre es zum Kreditausfall gekommen und die Bürgschaft wäre zu Lasten der Steuerzahler in Anspruch genommen worden.Es zeige sich wieder einmal, dass der Minister überfordert sei, wenn es um marktwirtschaftliche Prinzipien gehe, so Rülke. Der FDP-Fraktionsvorsitzende forderte Nils Schmid erneut auf, das Wirtschaftsressort aufzugeben. Rülke: „Wirtschaft und Mittelstand des Landes brauchen endlich wieder einen Ansprechpartner, der einen ordnungspolitisch sauberen Kurs hält, ohne in planwirtschaftlicher Allmachtsfantasie das Geld der Steuerzahler zu verbrennen.”

Minister Schmid soll sich auch für Interessen der kleineren Handwerksbetriebe des Landes einsetzen – Der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, hat Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid dazu aufgefordert, sich gegen die von einigen Ländern vorgeschlagene Änderung des Steuerrechts zulasten der Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen einzusetzen. Hessen, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz und Bremen haben zur Vereinfachung des Steuerrechts unter anderem vorgeschlagen, dass haushaltsnahe Dienst- und Handwerkerleistungen künftig erst ab einem jährlichen Gesamtbetrag in Höhe von 300 Euro geltend gemacht werden sollen.

Rülke hatte Schmid zuvor um eine Stellungnahme zum Vorhaben aufgefordert (Drucksache 15/1664). Darin führt der Minister aus, dass die derzeitige Regelung zur Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen (§ 35a, Abs. 3 EStG) in Deutschland zu „Steuerausfällen“ in Höhe von 1,5 Milliarden Euro führe. Nach Darstellung der vier Länder, die den Vorschlag erarbeitet haben, seien durch die Einführung eines steuerlich nicht abzugsfähigen Sockelbetrages in Höhe von 300 Euro jährliche Mehreinnahmen des Staates zu Lasten von Bürgern und Handwerk in Höhe von 400 Millionen Euro zu erreichen. Betroffen wären sämtliche Steuerzahler mit steuerlich begünstigten Handwerkerleistungen, da der Sockelbetrag zumindest zu einer teilweisen Kürzung der steuerlich begünstigten Aufwendungen führt. Der Baden-Württembergische Handwerkstag befürchtet, dass im Falle einer Umsetzung des Ländervorschlags insbesondere die privaten Kleinaufträge im Maler- oder Fliesenlegerhandwerk zurückgehen oder in die Schwarzarbeit verlagert werden könnten. Schmid argumentiert hingegen, die derzeitige Steuerermäßigung erfasse auch Leistungen, bei denen es steuerlicher Anreize mit dem Ziel der Eindämmung von Schwarzarbeit nicht bedürfe, weil die Steuerzahler das Entstehen von Kosten kaum selbst beeinflussen könnten, zum Beispiel bei Heizungswartungen oder beim Kaminkehren. Anders sieht dies wiederum das Volkswirtschaftliche Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen. Die Volkswirtschaftswissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass die derzeitige Regelung sehr wohl der Bekämpfung von Schwarzarbeit dient. Der FDP-Fraktionsvorsitzende Rülke verwies darauf, dass der Vorschlag noch in der Schwebe sei und darüber in der Finanzministerkonferenz noch nicht abgestimmt wurde: „Ich erwarte vom Finanz- und Wirtschaftsminister des Landes, dass er sich auch für die Interessen der kleineren Handwerksbetriebe in Baden-Württemberg einsetzt. Dieser Vorschlag wäre pures Gift für deren Auftragslage und würde gesamtwirtschaftlich mehr Schaden als Einsparungen bringen. Herr Schmid muss sich jetzt klar dagegen positionieren.“

FDP-Fraktion begrüßt geplante Verankerung der Schuldenbremse in Landesverfassung – Zur Vorstellung des Gutachtens der Hertie School of Governance im Auftrag des Finanzministeriums sagte der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke:

„Die FDP-Landtagsfraktion sieht sich durch das Gutachten in ihrer Position bestärkt, die Schuldenbremse in die Landesverfassung zu übernehmen und dadurch dem Parlament ein Notwehrrecht gegen die Schuldenpolitik der Landesregierung einzuräumen. Allerdings wäre die Schuldenbremse schon seit 2011 in der Landesverfassung verankert, wenn sich Grün-Rot dieser Forderung der FDP nicht verweigert hätte. Deshalb dient das Gutachten Finanzminister Schmid vor allem als Alibi, im Haushalt 2013/14 nicht ausreichend zu konsolidieren, sondern neue Schuldenberge anzuhäufen.“ Rülke kritisierte, dass sich Finanzminister Schmid bei Hertie ein Gefälligkeitsgutachten gekauft habe mit dem Ziel, weitere Schulden zu machen. Schwarz-Gelb hätte im Jahr 2007 aus gutem Grund einen Schuldendeckel für Baden-Württemberg beschlossen. Nun lasse sich Grün-Rot mit pseudowissenschaftlichen Argumenten ein Alibi für dessen Aushebelung verschaffen.

Staatsgerichtshof soll Schuldenorgien bremsen können – Zum Gesetzentwurf der CDU-Fraktion mit dem Ziel einer Überprüfbarkeit der Einhaltung der Regeln der Landeshaushaltsordnung durch den Staatsgerichtshof sagte der Vorsitzende und finanzpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke:

„Es ist dringend notwendig, diese Möglichkeit zu schaffen!“ Die grün-rote Landesregierung wolle ja allgemein mehr Zuständigkeiten für und mehr Klagemöglichkeiten vor dem Staatsgerichtshof. Dies sei ja angeblich Teil ihrer Politik des „Gehörtwerdens.“ Die FDP-Fraktion interessiere sehr, ob dies auch für die Opposition gelte. Zu Oppositionszeiten habe Grün-Rot eine rasche Verankerung der Schuldenbremse in der Landesverfassung gefordert und nun halte man die Opposition seit Monaten hin. Gleichzeitig habe man das Beispiel Nordrhein-Westfalen vor Augen, wo eine rot-grüne Landesregierung mit ihrem Haushalt vor dem Verfassungsgericht gescheitert sei. Auch hier klaffe wieder ein gewaltiger Krater zwischen Anspruch und Wirklichkeit dieser Regierung. In der Opposition habe der heutige Staatssekretär Rust gewaltig die Backen aufgeblasen und im Dezember 2007 im Landtag das Verschuldungsverbot der schwarz-gelben Landesregierung als zu lasch kritisiert. Nun sei derselbe Ingo Rust, gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten und dem Finanzminister dabei, dieses „lasche“ Verbot aus den Angeln zu heben, um ungehemmt neue Schulden machen zu können. Ein Gefälligkeitsgutachten sei auf dem Weg, um Grün-Rot den Weg zu immer neuen Schuldenorgien zu ebnen. Die FDP-Fraktion wolle wissen, ob eine Änderung der Landeshaushaltsordnung auf dem Wege sei, um immer mehr Schulden machen zu können und ausgeglichene Haushalte auf den Sankt-Nimmerleinstag zu vertagen.Der CDU-Antrag sei ein Akt der Notwehr gegen den drohenden Griechenlandkurs der Landesregierung. Es müsse verhindert werden, dass Kretschmann und Schmid im Schulden-Sirtaki in die Staatspleite stolpern. Damit sei dieser Antrag auch ein Akt der Nothilfe für das Land und seine Bürger. Wer Grün-Rot heute nicht auf dem Weg in den Schuldenstaat stoppe, zahle später über viele Jahre die Zeche, so Hans-Ulrich Rülke.

Es ist nicht hinzunehmen, dass Oppositionsfraktionen an der Aufklärung behindert werden – Nach den Worten des Obmanns der FDP-Landtagsfraktion, Andreas Glück, behindert die grün-rote Ausschussmehrheit die Arbeit der Oppositionsfraktionen. „Ich bin nicht bereit, dies länger hinzunehmen“, sagte Glück. Trotz mehrmaliger Aufforderung sei die grün-rote Lan-desregierung – aus nicht nachvollziehbaren Gründen – nicht bereit, dem Untersuchungsausschuss die ICC-Klageschrift zur Verfügung zu stellen. Der einzige Hinweis auf den Inhalt der Klageschrift sei ein knappes Schreiben der EDF. In diesem ist von einer immensen Schadensersatzforderung oder einer möglichen Rückabwicklung des Kaufs die Rede. Glück: „Dies ist bedauerlich, da es bisher von allen im Landtag vertretenen Fraktionen für richtig gehalten wurde, die EnBW-Anteile beim Land zu wissen.“

Daher war es die Absicht der Oppositionsfraktionen, zumindest der EDF einen umfangreichen Fragenkatalog zuzusenden, der auch Fragen zu der vom Land erhobenen ICC-Schiedsklage beinhalten sollte. Dies wurde durch die grün-rote Ausschussmehrheit verhindert. Auch ein Kompromissvorschlag sei von Grün-Rot ohne Angabe von Gründen abgelehnt worden. Mit diesem Kompromiss sollte die EDF explizit und ausschließlich nach den Tatsachen gefragt werden, mit denen die grün-rote Landesregierung ihre angeblichen Ansprüche begründet. Glück: „Die Beantwortung dieser Fragen wäre für die Arbeit des Untersuchungsausschusses sehr wichtig, da die Verkäuferseite bisher nicht gehört wurde.“ Damit setze Grün-Rot im Untersuchungsausschuss zum wiederholten Male – auf Argumente verzichtend – unter schlichtem Hinweis auf die bestehenden Mehrheitsverhältnisse ihre Ansicht durch. „Dem Untersuchungsauftrag wird diese Art der Entscheidungsfindung nicht gerecht. Mit der Blockade ihr nicht genehmer Fragen gebärdet sich die grün-rote Ausschussmehrheit nunmehr auch noch ungeniert als Handlanger der Landesregierung und untergräbt dadurch die parlamentarischen Kontrollrechte“, so Glücks Fazit.

Krasses Versagen in der Haushaltspolitik – Bildungspolitik auf reiner Ideologie begründet – „Unter grün-roter Flagge fährt das Regierungsschiff einen fahrlässig falschen Kurs – die Gefahr ist groß, dass es mit Kretschmann und Co. an Bord jämmerlich auf Grund läuft.“ Dies sagten der FDP-Fraktionsvorsitzende Dr. Hans-Ulrich Rülke und die FDP-Landesvorsitzende Birgit Homburger auf einer Landespressekonferenz zum Thema „Ein Jahr grün-rote Landesregierung“. Hans-Ulrich Rülke warf der Landesregierung „krasses Versagen in der Haushaltspolitik“ vor. Wer wirtschaftlich sehr gute Zeiten nicht zur Konsolidierung des Haushalts nütze, sondern den Haushalt 2012 aufblähe, „hat von Generationengerechtigkeit und Nachhaltigkeit nichts begriffen“. So hätten die grün-roten Ministerien 2012 im Vergleich zum Ur-Haushalt 2011 mehr als 1,5 Milliarden Euro zusätzlich zur Verfügung. Weil der aktuelle Haushalt dann aber nur dadurch ausgeglichen werden konnte, dass Überschüsse aus dem Vorjahr von über einer Milliarde Euro zur Verfügung standen, könne es niemanden wundern, wenn der Haushalt des Jahres 2013 in allergrößte Schwierigkeiten komme.

Konstruktive Sparvorschläge der FDP habe die Landesregierung abgelehnt: so beispielsweise den Verzicht auf 200 Neustellen in den Ministerien und der Landesverwaltung, Verzicht auf Abschaffung der Studiengebühren, Fortführung des Stellenabbauprogramms in der Landesverwaltung und die Einführung flexibler Lebensarbeitszeitkonten für die Staatsdiener. Weiter gebe es konkrete Gesetzentwürfe der FDP wie die Aufstockung des Pensionsfonds für Beamte oder die Verankerung der Schuldenbremse des Grundgesetzes in der Landesverfassung – auch das lehne Grün-Rot ab. Rülke kritisierte auch den Umgang der Landesregierung mit den Beamten. Statt wie die Vorgängerregierung im Jahr 2007 mit dem Beamtenbund einen Pakt für die ganze Legislaturperiode zu verabreden, wurden die Verschiebung der Besoldungsanpassung und die Eingriffe in die Beihilfe per Dekret umgesetzt, von dem im Gesetzgebungsverfahren kein Jota mehr zur Diskussion stand. Dies habe mit der von Grün-Rot versprochenen Politik des Gehört-werdens nichts zu tun, so Rülke. Festzustellen sei auch, dass es in der Wirtschaftspolitik keine wichtigen neuen Initiativen gebe – Grün-Rot lebe vor allem von Initiativen der Vorgängerregierung.Länderfinanzausgleich Nach den Worten der FDP-Landesvorsitzenden Birgit Homburger liegen die Ungerechtigkeiten des Länderfinanzausgleichs auf der Hand. Baden-Württemberg zahlt Milliarden an andere Länder, die damit Leistungen finanzieren, die unsere Bürger hier aus eigener Tasche bezahlen müssten. „Die alte Landesregierung war hier auf einem richtigen Weg, um einen ungerechten Finanzausgleich zu Fall zu bringen“, so Homburger. Die weichgespülten Gesprächsankündigungen von Herrn Kretschmann in der Vergangenheit hätten die anderen Bundesländer erkennbar kalt gelassen. Nun schwenkt Kretschmann wohl wieder auf den Klageweg ein. „Jetzt nicht nur bellen, sondern auch beißen, Herr Ministerpräsident“, forderte Homburger. Allerdings nicht mit unausgegorenen Vorschlägen aus Grünen-Fraktionen, die noch höhere Belastungen für Baden-Württemberg vorschlagen. „Mit solchen Rohrkrepierern fallen die Grünen den Interessen des Landes in den Rücken“, so Birgit Homburger.Energiewende, Windkraft und NationalparkDie FDP steht zur Energiewende. Allerdings ist nach den Worten von Hans-Ulrich Rülke die alleinige Konzentration der Landesregierung auf den Ausbau der Windkraft der falsche Weg. Um dem Klimawandel zu begegnen, muss in die Entwicklung von regionalen Konzepten zur nachhaltigen Nutzung nachwachsender Rohstoffe mehr Kraft investiert werden. Selbst wenn, wie beabsichtigt, bis zum Jahr 2020 rund 1200 neue Windkraftwerke in der Höhe des Stuttgarter Fernsehturms errichtet werden, würden noch 80 Prozent des derzeitigen Strombedarfs fehlen. „Wir vermissen ein klares Bekenntnis zum Ausbau der Wasserkraft, Erdwärmetechnologie und der Nutzung von Holz und Biogas. Auch der Bau von Kohle- und Gaskraftwerken der neuesten Generation ist für Grün-Rot kein Thema“, so der FDP-Fraktionsvorsitzende. Wie Rülke weiter sagte, sei die FDP mit ihrem Vorschlag zur Änderung des Landesplanungsgesetzes zum Ausbau der Windkraft auf dem besseren Weg. Das jetzt mit grün-roter Mehrheit verabschiedete Gesetz bedeutet „Kompetenz-Wirrwarr zwischen Kommunen und Regionalverbänden und bietet zu wenig Rechts- und Planungssicherheit für Investoren“. Dazu betonen die kommunalen Landesverbände, dass sie für die neue Aufgabe der Planung regional bedeutsamer Windkraftanlagen eine Übergangsfrist von 18 Monaten brauchen. Deshalb wolle die FDP die Regionalverbände zur Ausweisung von Vorranggebieten verpflichten. Rülke: „Dazu sehen wir Regelungen zur Bürgerbeteiligung vor. Hier hat die neue Landesregierung versagt, es gibt kein Wort dazu in ihrem Entwurf.“ Im Naturschutz werden nach Auffassung der FDP die falschen Prioritäten gesetzt. Der Plan eines Nationalparks Nordschwarzwald stößt vor Ort auf weitgehende Ablehnung. Trotzdem werden für die Durchsetzung dieses grün-roten Prestigeprojekts Millionenbeträge ausgegeben. Der ökologische Nutzen ist zweifelhaft. Andere wichtige Naturschutzprojekte wie die weitere Renaturierung der Gewässer werden zurückgestellt, gestreckt oder ganz gestrichen.PolizeistrukturreformDie geplante Polizeistrukturreform lasse Böses erahnen: Nach den Worten von Rülke kritisiert die FDP-Landtagsfraktion die Schaffung von zwölf Kolossen in Form der Polizeipräsidien, da die geplante Nutzung von Synergien nicht gewährleistet sein wird. Eine Verringerung auf zwei Drittel anstatt wie geplant auf ein Drittel sei deutlich sinnvoller. Die Folge einer so starken Zentralisierung ist die Bildung neuer eigener Strukturen in den Revieren, weil die zuständigen Präsidien einfach räumlich zu weit weg sind. Außerdem sollen nicht nur die Direktionen aus der Fläche verschwinden, sondern auch die Kriminalpolizei – was nicht zuletzt für das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung ein schwerer Einschnitt sein wird. Rülke: „Wir erwarten, dass alle berechtigten Einwände bei der neuen Regierung Gehör finden und die Regierung ihre Ankündigung des Gehört-werdens wahr macht. Unsere Anhörung Ende April hat verdeutlicht, wie viele Schwachstellen die Reform aufweist und dass sie keineswegs aus der Polizei heraus wächst, sondern ihr ‚von oben‘ aufgezwungen wird.“KrankenhausförderungDie Grünen haben im Bereich Krankenhausbau jährlich 600 Millionen Euro versprochen, die SPD eine Verdoppelung der Ausgaben im Vergleich zu Schwarz-Gelb, so Hans-Ulrich Rülke. Tatsächlich sinken aber die Mittel im Jahr 2012 im Vergleich zu 2011 von 382,5 Millionen auf 370 Millionen Euro. Dabei werde noch mit dem Rückgriff auf die Sanierungsrücklage in Höhe von 50 Millionen Euro und durch Abzüge bei der Kommunalen Investitionspauschale in Höhe von 45 Millionen Euro getrickst. „Die alte Landesregierung hatte zuletzt 332,5 Millionen Euro für das letzte schwarz-gelbe Jahr 2011 bereitgestellt. Die einmalige Anhebung der grün-roten Landesregierung auf 382,5 Millionen Euro im Nachtrag für 2011 verpufft nun. Ich stelle fest: versprochen – gebrochen“, so Rülke.BildungspolitikNach den Worten der FDP-Landesvorsitzenden Birgit Homburger fehlt Grün-Rot in der Bildungspolitik der klare ordnungspolitische Kompass. Die Koalitionspartner könnten sich der Versuchung einfach nicht entziehen, von oben kräftig zu steuern und die „Bildungspolitik in den Dienst ihres ideologischen Weltbilds zu stellen“. Systematisch würden Lieblingskinder wie die Gemeinschaftsschule bevorzugt, „während andere Schulformen ins Hintertreffen geraten oder demontiert werden, wie das Beispiel Werkrealschule gezeigt hat“. Statt für faire Wettbewerbsbedingungen aller Schulen und Schularten zu sorgen, sei es das Hauptziel von Grün-Rot, das differenzierte, vielfältige und erfolgreiche baden-württembergische Schulwesen umzugraben. „Das ist das Gegenteil einer Bildungspolitik, die der Freiheit und Eigenverantwortung vor Ort Vorfahrt gibt“, so Homburger. GemeinschaftsschuleDie Einführung der Gemeinschaftsschule erfolge ohne jede fundierte pädagogische Vorarbeit oder Vorbereitung, Leidtragende der weitreichenden Umstellung der Pädagogik dürften damit die schwächeren Schüler sein. Für die 40 zum Schuljahr 2012/13 an den Start gehenden Gemeinschaftsschulen liege kein Bildungsplan vor. Gleichzeitig soll an den Gemeinschaftsschulen nicht mehr in Klassen, sondern in heterogenen Lerngruppen aus Schülern mit allen Leistungsniveaus unterrichtet werden. Noten und Wiederholen sind abgeschafft, und in den stark individualisierten Lernformen soll der Lehrer nur noch als Lernbegleiter beim Erfüllen des individuellen Arbeitsplans durch den Schüler fungieren. Homburger: „Angesichts der mangelnden Vorbereitung der Lehrkräfte auf diese weitreichende Umstellung der Pädagogik und angesichts deren sehr einseitiger Ausrichtung auf stark individualisierte Lernformen drohen gerade die schwächeren Schüler, die Anleitung und Orientierung benötigen, nicht ausreichend gefördert oder gar vernachlässigt zu werden.“Weiter sagte Homburger, dass die Gemeinschaftsschule einseitig und zu Lasten anderer Schularten privilegiert werde. Als einzige weiterführende Schulart gilt für die Gemeinschaftsschule der Klassenteiler 28. Einen Antrag der FDP-Landtagsfraktion auf Senkung des Klassenteilers für alle Schularten gemäß einem einstimmigen Beschluss des Landtags vom Frühjahr 2011 lehnte die grün-rote Landtagsmehrheit ab. Die Gemeinschaftsschulen erhalten ferner nicht nur ein Starterpaket mit zusätzlichen Lehrerwochenstunden, sondern auch dauerhaft zusätzliche Lehrerwochenstunden für besondere pädagogische Aufgaben, so Homburger. Mit der Einführung der Gemeinschaftsschule verfolge die grün-rote Koalition das Ziel, das vielfältige und differenzierte Schulwesen abzuschaffen. Der Ministerpräsident bekenne ja öffentlich: Die Gemeinschaftsschule ist ´der erste Schritt weg vom dreigliedrigen Schulsystem‘. Homburger: „Grün-Rot hat zwar die Gemeinschaftsschule als zusätzliche Schulart ins Schulgesetz aufgenommen und beteuert stets, es werde dadurch lediglich die schulische Angebotspalette erweitert. Doch die Zielsetzung der grün-roten Landesregierung ist die Zerschlagung des vielfältigen und differenzierten baden-württembergischen Schulwesens.“VerkehrDie vollmundigen Ankündigungen, die neue Regierung werde beim Erhalt der Landesstraßen deutlich mehr leisten als die Vorgängerregierung, sind nach den Worten der FDP-Landesvorsitzenden eine glatte Fehlanzeige. Die schwarz-gelbe Vorgängerregierung hatte zuletzt 105 Millionen Euro in den Haushalt eingestellt, Grün-Rot will 2012 nur noch 100 Millionen Euro aufbringen. Der Betrag vermindere sich nochmal um 23,3 Millionen Euro, die für die Rückführung des Landesinfrastrukturprogramms gebraucht werden. Homburger: „Auch die Industrie- und Handelskammer teilt unsere Kritik und fordert, deutlich mehr Finanzmittel für den Straßenbau einzustellen.“ Und Verkehrsminister Hermann handele auf seine Weise: Unter bloßem Hinweis auf den Koalitionsvertrag und ohne Beteiligung der betroffenen kommunalen Landesverbände entschied die Landesregierung, in Zukunft nur noch 40 Prozent der zugewiesenen Bundesmittel für den Straßenbau zur Verfügung stellen. Der sogenannte Umweltverbund (ÖPNV, Radverkehr, Fußgänger) erhalte künftig 60 Prozent der Bundesmittel. Damit fehlen ab dem Jahr 2014 jährlich 35 Millionen Euro für den kommunalen Straßenbau, in zehn Jahren also 350 Millionen Euro. Dem Verkehrsminister Hermann sei offenbar nur noch der Radverkehr wichtig, so Homburger. Hier gebe es Förderprogramme im Umfang von vier Millionen Euro, so zum Beispiel im Haushalt 2012 ein 600.000 Euro-Programm für Fahrradabstellplätze.Auch bei der Förderung der Standardbusse werde von der grün-roten Landesregierung drastisch gekürzt. Für die zurzeit lieferbaren Busse (Euro EEV) gibt es 10000 Euro weniger als unter Schwarz-Gelb. Für die umweltschonenderen Euro VI-Busse gibt es die volle Förderung – nur sind diese zurzeit noch nicht lieferbar. „So sieht also grün-rote Mittelstandspolitik in der Praxis aus“, sagte Homburger. Schienenpersonennahverkehrs-PanneNeben der falschen Schwerpunktsetzung im Straßenbau verursache Minister Hermann auch im Schienenbereich Chaos. Längst bekannte Preissteigerungen bei den Trassen- und Stationspreisen habe er glatt verschlafen. Dieser Meinung sei übrigens auch der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Hans-Martin Haller, der laut dpa sagte: „In Kenntnis aller Rahmenbedingungen schreit Hermann kurz vor dem Abgrund ‚Hilfe, wir fahren in den Abgrund‘“. Homburger: „Wir erwarten Antworten darauf, woher Hermann die erforderlichen Millionen nehmen will und wie es mit der Ausschreibung im Schienenpersonennahverkehr weiter geht.“

Wirtschaft und Mittelstand im Lande brauchen wieder einen Ansprechpartner – In einer von der FDP-Landtagsfraktion beantragten Aktuellen Debatte zum „Chaos im Finanz- und Wirtschaftsministerium“ hat der Fraktionsvorsitzende Dr. Hans-Ulrich Rülke scharfe Kritik an der Amtsführung von Minister Nils Schmid geübt. Das Neue Schloss als Sitz des Doppelministeriums könne mittlerweile in der bundesweiten Wahrnehmung durchaus mit Einrichtungen anderer Bundesländer wie dem Komödienstadel oder dem Ohnsorg-Theater Schritt halten, so Rülke wörtlich.

Zu nennen sei etwa die sogenannte „Facebook-Affäre“. Ein pöbelnder Spitzenbeamter sei gefeuert worden, habe anschließend seine Partei verlassen und deren Fraktion beschimpft. Minister Schmid habe einen pubertierenden Jugendlichen statt eines erfahrenen Beamten zum Amtschef eines Ministeriums gemacht und trage hierfür auch die Verantwortung.Sein Staatssekretär sowie sein zweiter Amtschef aus dem Finanzministerium seien beide nach übereinstimmender Auffassung der Medien bei der Pfuschaffäre im Stuttgarter Staatstheater heillos überfordert. Die Kulturszene mache sich deutschlandweit schon über das Ländle lustig, das alles könne – außer Theaterumbau.Auch bei der Korruptionsaffäre innerhalb der staatlichen Schlösserverwaltung mache Schmid alles andere als eine glückliche Figur. Erst kündige er an, der Rechnungshof solle prüfen und dann prüfe das Ministerium doch selbst.Das alles habe zur Folge, dass seine eigene Partei und Fraktion mittlerweile eine Debatte um Schmids Überforderung angezettelt habe: „Als Konstruktionsfehler gilt selbst unter Genossen die Fusion der Ministerien für Finanzen und Wirtschaft.“ ( Heilbronner Stimme vom 26.04.). „Wir halten ihn prinzipiell für kompetent“, heißt es in der Fraktion. „Aber auch seine Woche hat nur sieben Tage.“ ( taz vom 30.04.). „Zugleich wird gerade in der Fraktion die Kritik an Schmid immer lauter. Es sei falsch gewesen…bei den Koalitionsverhandlungen auf der Zusammenlegung beider Häuser zu bestehen.“ ( Badisches Tagblatt vom 24.04.). „Inzwischen sei ihm die Sache ganz und gar entglitten“, so ein SPD-Landtagsabgeordneter. Und einer, der sich im Ministerium nicht dem alten Apparat zugehörig fühle, wundert sich, dass nicht noch mehr öffentlich werde. (Badisches Tagblatt vom 21.04).Wohlgemerkt stamme all dies nicht von der Opposition, sondern von den eigenen Genossen.Hinzu komme die ebenfalls aus den eigenen Reihen angezettelte Debatte zur Frage, wer in der Landes-SPD das Sagen habe: der „angeleinte Terrier Schmiedel“ oder der „Kleine Nils“. Auch diese beiden Zitate stammten aus der SPD.Die Diagnose des ehemaligen – von Schmid berufenen – Amtschefs aus dem Wirtschaftsministerium sei ebenfalls nachzulesen. Nicht Schmid, sondern Schmiedel habe ihn entlassen. Außerdem torpediere der SPD-Fraktionschef die Arbeit der grün-roten Regierung. Es gebe permanente Querschüsse der „Old Boys“ aus der SPD-Fraktion, die sich rächen wollten, weil sie bei der Regierungsbildung zu kurz gekommen seien. In der Tat – so Rülke – sei es ja bemerkenswert, dass Schmid zunächst angekündigt hatte, Rousta samstags zur Rede zu stellen, Schmiedel aber schon am Donnerstag dessen Entlassung im SWR-Fernsehen bekannt gegeben habe. Schmiedels Begründung: „So etwas kann man nicht lange wabern lassen“, sei nur begrenzt glaubwürdig. Immerhin habe Schmiedel am selben Donnerstag im Landtag erklärt, die Personalie Rousta sei „nicht dringlich“. Es liege also nahe, dass es Schmiedel darum gegangen sei, Schmid zu zeigen wo der Bartel in der SPD den Most hole.Wenn man all dies als Beobachter auf sich wirken lasse, so mute es schon eigenartig an, dass die SPD versuche, den Begriff „Chaos“ in diesem Zusammenhang zu verhindern. „Hier nur von Chaos zu reden, ist ja fast schon die aufmunternde Bemerkung eines näherungsweise altersmilden Parlamentariers“, so Rülke wörtlich.Schmid müsse schleunigst klarstellen, wer im Ministerium das Sagen habe. Der „Kleine Nils“ oder der „Terrier Schmiedel“. Außerdem solle Schmid seine Überforderung beenden und das Wirtschaftsressort freigeben. Wirtschaft und Mittelstand des Landes brauchen endlich wieder einen Ansprechpartner, der überdies auch Zeit für sie habe.

FDP-Fraktion sieht in der Finanzpolitik „chaotische Zerstrittenheit“ bei Grün-Rot – Der Vorsitzende und finanzpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, hat sich erstaunt darüber gezeigt, dass die SPD-Fraktion eine Aktuelle Debatte zum Thema Haushalt und Finanzen beantragt habe. Angesichts des Chaos und der Zerstrittenheit der Landesregierung gerade in diesem Bereich grenze dies schon an Masochismus, so Rülke.

Zunächst sei Grün-Rot angesichts gewaltiger Steuermehreinnahmen der ausgeglichene Haushalt des Jahres 2012 praktisch in den Schoß gefallen. Finanzminister Nils Schmid habe sich dafür mehrfach öffentlich als großen Haushaltskonsolidierer selbst gefeiert. Parallel dazu habe die Landesregierung das Geld für ihre ideologischen Prestigeprojekte wie Abschaffung der Studiengebühren und Gemeinschaftsschule mit vollen Händen zum Fenster hinaus geworfen.Nun merke man plötzlich, dass man wieder in die Neuverschuldung rutsche. Nachdem man den ausgeglichenen Haushalt im ersten Regierungsjahr angeblich als eigene Leistung verbuchen konnte, habe Grün-Rot entdeckt, dass an der angekündigten Milliardenneuverschuldung der Jahre 2013/2014 dann wieder die alte Landesregierung und deren „Erblasten“ schuld seien. Nachdem die heute Regierenden zu Oppositionszeiten noch strengere Verschuldungsverbote als FDP und CDU sie beschlossen hatten gefordert hatten, sei man nun daran gegangen, das Neuverschuldungsverbot in der Landesverfassung auszuhebeln.„Die Landesregierung ist aber nur dann einig, wenn es gilt, einen gemeinsamen Schulden-Sirtaki zu tanzen“, so Rülke wörtlich.Ansonsten beherrsche Chaos und Streit das Regierungshandeln. Spreche sich Finanzminister Schmid für eine Entlastung des Landes beim Länderfinanzausgleich aus, so suche die Fraktion der Grünen krampfhaft danach, noch mehr baden-württembergisches Geld in die Ausgleichssysteme zu pumpen. 700 Millionen Euro haben wir zusätzlich zu verschenken, so die grüne Botschaft. Nach dem Prinzip: ‚Wenn wir es nicht schaffen, die Belastungen zu verringern, dann erhöhen wir sie eben‘.Bei der Frage der Konsolidierung des Landeshaushalts im Personalbereich habe die Koalition sogar drei Meinungen. Der Ministerpräsident wolle 20.000 Stellen abbauen, der SPD-Fraktionsvorsitzende Schmiedel 15.000 und der Finanzminister maximal 8.000.„Chaos bei Grün-Rot, wohin man blickt und das gilt auch für das Steuerabkommen mit der Schweiz“, so Rülke weiter. Der Finanzminister verharre im ideologischen Dogmatismus und lehne jeglichen Kompromiss ab, während der Ministerpräsident einmal mehr erklärt habe, er sei in seinen Grundsätzen elastisch, wenn die Kasse stimmt. Rülke wagte die Prognose, am Ende würden beide gemeinsam umfallen, weil es sich diese Landesregierung nicht leisten könne, einerseits 1,3 Milliarden zu verschenken und andererseits den kleinen Beamten an die Beihilfe zu gehen.In der vergangenen Woche habe Ministerpräsident Kretschmann ein tolles Stück aufgeführt. Unter großen Ankündigungen sei er nach Bern gereist. Er werde das Steuerabkommen mit der Schweiz nachverhandeln. Rülke: Man stelle sich vor, die USA und Deutschland schließen ein Abkommen. Dann reist der Gouverneur von Arizona nach Berlin und will das Abkommen nachverhandeln. Wie viele Kübel an Spott und Häme würden wohl über ihm ausgekippt werden? Entsprechend war auch der Reiseverlauf. Am Ende erklärt dann Herr Kretschmann mit hochwichtiger Miene, die Schweizer Finanzministerin habe seiner Delegation die Einzelheiten des Abkommens erklärt, jetzt habe man es verstanden und könne zustimmen. „Herr Ministerpräsident, dann hätten Sie Ihren Finanzminister mitnehmen sollen. Vielleicht hätte er es dann auch verstanden!“, so Rülke wörtlich.

Chaos in der SPD treibt immer neue Blüten – Nachdem Nils Schmid neulich vom Terrier Schmiedel gesprochen habe, der an der Leine sei, aber keinen Maulkorb habe, solle dem SPD-Fraktionschef nun wohl auch der Maulkorb angelegt werden. Dies vermutet der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion Dr. Hans-Ulrich Rülke. Es sei ein beispielloser Vorgang, dass zwischen einem Minister und seinem Fraktionschef die Feindseligkeiten so offen ausgetragen würden. Das Chaos in der SPD sei unübersehbar. Die Partei sei gut beraten, bald zu klären, wer das Sagen habe, so Rülke.

FDP-Fraktionsvorsitzender begrüßt, dass Ministerpräsident auf Linie der alten Landesregierung einschwenkt – Der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, hat Ministerpräsident Kretschmann dafür gelobt, im Streit über den Länderfinanzausgleich auch eine Verfassungsklage anzustreben. Rülke begrüßte, dass der Ministerpräsident damit auf die Linie der alten Landesregierung einschwenkt. „Ohne eine Drohung, vor dem Bundesverfassungsgericht zu klagen, bewegt sich nichts“, sagte Rülke.

Landesregierng soll sich von diesem Unsinn umgehend distanzieren – Scharfe Kritik übte der Vorsitzende der baden-württembergischen FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, am Reformvorschlag der Grünen zum Länderfinanzausgleich. Rülke: “Wenn man die Grünen an die Regierung lässt, dann wollen sie aus dem Verliererland des Länderfinanzausgleichs ein Super-Verliererland Baden-Württemberg machen. Die FDP-Landtagsfraktion fordert die Landesregierung auf, sich von diesem Unsinn umgehend zu distanzieren.”

Nach Nils Schmid wird jetzt auch Ministerpräsident Kretschmann vom angeleinten Terrier Schmiedel gebissen – Angesichts der gegensätzlichen Positionen innerhalb von Grün-Rot zu den geplanten Steuersenkungen der Bundesregierung sieht der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, ein „erneutes Chaos in der Landesregierung“. Rülke: „Nach Nils Schmid wird jetzt auch Ministerpräsident Kretschmann vom angeleinten Terrier Schmiedel gebissen.“ Die Landesregierung müsse sich schleunigst einigen, wer die Haushaltspolitik bestimmt und wer für sie spricht. „Dem Land droht ein Verlust von Ansehen und Glaubwürdigkeit“, so Rülke.

SPD soll sagen, wer im Ministerium das Sagen hat – Nach Auffassung des Vorsitzenden der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, sollte die SPD rasch klarstellen, wer im Finanz- und Wirtschaftsministerium des Landes das Sagen hat. Nachdem der geschasste Ministerialdirektor Rousta öffentlich davon ausgehe, nicht von Minister Schmid, sondern von Fraktionschef Schmiedel gefeuert worden zu sein, stelle sich schon die Frage, wer im Ministerium das Sagen habe. Das Possenspiel um “Klein-Nils allein zu Haus” müsse im Interesse des Landes ein rasches Ende haben.

Ein mit 10.000 Euro dotierter Job, auf mit dem lediglich ein Parteisoldat versorgt wurde, ist überflüssig und eine Zumutung für den Steuerzahler – Nach der Entlassung des Ministerialdirektors im Finanzministerium, Daniel Rousta, fordert die FDP-Landtagsfraktion, diese Stelle in Zukunft einzusparen. Wie der Fraktionsvorsitzende Dr. Hans-Ulrich Rülke sagte, ist ein mit rund 10.000 Euro im Monat dotierter Job, mit dem lediglich ein Parteisoldat versorgt wurde, überflüssig und eine Zumutung für den Steuerzahler. „Da im Finanzministerium schon wieder über Plänen gebrütet wird, die kleinen Staatsdiener zu schröpfen, sollte Finanzminister Schmid wenigsten an dieser Stelle mit gutem Beispiel vorangehen und einen Sparbeitrag leisten“, so Rülke. Und: „Herr Schmid wollte unbedingt das Finanz- und Wirtschaftsressort in einem Haus zusammenführen – dann muss auch ein Ministerialdirektor reichen.“

‘- „Unsere Fraktionen haben heute einen gemeinsamen Fragenkatalog an die französischen Zeugen der EDF eingereicht, deren Erscheinen der Untersuchungsausschuss aus Rechtsgründen nicht anordnen kann. Mit unseren Fragen leisten wir einen weiteren Beitrag, um vollständige Transparenz über den Ankauf der EnBW-Anteile durch das Land herbeizuführen. Nachdem die grün-rote Landesregierung dem Vertragspartner EDF mit der Klage vor dem ICC-Schiedsgericht einen nachvollziehbaren Grund geliefert hat, von einem Erscheinen vor dem Untersuchungsausschuss Abstand zu nehmen, begrüßen wir, dass die EDF zumindest schriftlich ihre Sicht der Dinge schildern wird. Diese Angaben sind für ein umfassendes Bild der Transaktion unbedingt erforderlich“, erklärten die Obleute von CDU- und FDP/DVP-Fraktion im Untersuchungsausschuss „Ankauf der EnBW-Anteile“ Volker Schebesta MdL und Andreas Glück MdL heute (19.04.) in Stuttgart.

„Das Verhalten der grün-roten Landesregierung gegenüber dem Untersuchungsausschuss ist nicht akzeptabel. Mit fadenscheiniger Begründung verweigert sie dem Untersuchungsausschuss nun auch noch die Herausgabe der Antragsschrift im Verfahren vor dem ICC-Schiedsgericht. Dabei verbietet die entsprechende Vertragsklausel eine Herausgabe der Antragsschrift an den Landtag oder seine Ausschüsse überhaupt nicht. Die Blockadehaltung der Landesregierung ist ein weiterer Beleg für ihre zögerliche Mitwirkung – sei es nun die Auseinandersetzung um die Vorlage von Akten oder das Ringen um Vertraulichkeitsvereinbarungen. Spätestens nach der Androhung der EDF, selbst Schadensersatz vom Land zu fordern, drängt sich der Eindruck auf, dass die Landesregierung etwas zu verbergen hat. Im Hinblick auf die potenziellen Folgen des ICC-Verfahrens für das Land ist diese Beeinträchtigung parlamentarischer Kontrollrechte nicht hinnehmbar. Wir fordern die Landesregierung deshalb nachdrücklich auf, unverzüglich die Antragsschrift im ICC-Verfahren dem Ausschuss vorzulegen“, so Schebesta und Glück weiter.„Wir hoffen, dass auch die Grünen nun bereit sind, die Arbeit des Untersuchungsausschusses voranzubringen. Es ist doch sehr verwunderlich, dass der Grünen-Obmann und seine Kollegen trotz externer Berater bisher nur durch Suggestivfragen und Polemik aufgefallen sind. Es ist nicht die Aufgabe der Ausschussmitglieder, mit gespielter Empörung immer wieder die eigenen Vorurteile zu wiederholen. Am Ende muss die Transparenz der Transaktion stehen. Dem werden die Grünen mit Ihrem bisherigen Gebaren nicht gerecht“, übten Schebesta und Glück deutliche Kritik am Verhalten der Grünen-Abgeordneten im Untersuchungsausschuss.

Damit der Schaden für das Land nicht noch größer wird, muss Minister Schmid jetzt handeln – Nach den Worten des Vorsitzenden Dr. Hans-Ulrich Rülke hat die FDP-Landtagsfraktion zusammen mit der CDU-Landtagsfraktion die sofortige Entlassung des Ministerialdirektors im Finanz- und Wirtschaftsministerium, Daniel Rousta, gefordert. Wie Rülke sagte, habe Rousta über Monate durch seine unsäglichen und eines Spitzenbeamten nicht würdigen Facebook-Einträge unter dem Abbild des Landeswappens Baden-Württemberg großen Schaden zugefügt. „Damit der Schaden nicht noch größer wird, muss Finanz- und Wirtschaftsminister Schmid sofort handeln. Wenn Schmid dies nicht tue oder das Handeln seines Ministerialdirektors sogar toleriere, „ist Ministerpräsident Kretschmann gefordert“, sagte Rülke.

Rousta habe beispielsweise am 6. Februar 2012 eine Einladungskarte zum Jahresempfang des Bundes der Vertriebenen auf seine Facebook-Seite gestellt. Der Name der Vorsitzenden Erika Steinbach ist rot gekennzeichnet. Sein „Nein“ der Einladung zu folgen, kommentiert Rousta mit den Worten: „Daniel Rousta hat am 20. März garantiert einen anderen Termin. Zur Not Zahnarzt“. Dahinter steht „Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Stuttgart (Ortsangabe)“.Am 17. Februar 2012 hat Herr Rousta das Bild einer Frau auf seine Seite gestellt, die mit gebückter Haltung in einen Hubschrauber steigt und von hinten zu sehen ist. Das Bild ist wie folgt betextet: „Es war nicht alles schlecht!“Am 29. März 2012 hat Rousta mit Bezug auf eine Berichterstattung zur „Schlecker-Rettung“ folgende Äußerung ins Netz gestellt: „Netter kleiner shitstorm, der da gerade über die FDPisser hereinbricht.“ Auch dieser Satz steht im Kontext zum Landeswappen.

Kretschmann will der Georgios Papandreou der Grünen werden – Zur Absicht von Ministerpräsident Kretschmann, die Schuldenbremse im Landesgesetz auszuschalten, sagte der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke:

„Das Eingeständnis des Ministerpräsidenten, die Regelungen der Landeshaushaltsordnung zum Haushaltsausgleich ohne Kreditaufnahme in den künftigen Jahren nicht einhalten zu wollen, stellt eine Bankrotterklärung grün-roter Landespolitik dar. Alles Gerede von Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit in der Haushaltswirtschaft erweist sich als Lug und Trug. Das ist gerade vor dem Hintergrund der Staatsschuldenkrise im Euro-Raum ein Skandal ersten Ranges. Den Haushalt 2012 in Zeiten sprudelnder Steuereinnahmen gewaltig aufzublähen und dann für die kommenden Jahre Alarm zu schlagen, spricht für sich. Ich bleibe dabei, Winfried Kretschmann will der Georgios Papandreou der Grünen werden.“