SPD einmal mehr umgefallen: Noch drastischerer Steuererhöhung zugestimmt – Der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, sagte zu den Bildungs- und Steuerbeschlüssen der künftigen baden-württembergischen grün-roten Koalition: “Winfried Kretschmann und Nils Schmid schrecken nicht davor zurück, zur Durchsetzung ihrer Bildungsideologie noch mehr Steuererhöhungen anzukündigen. So werden die Bürger weiter belastet und die Konjunktur abgewürgt.

Die SPD ist einmal mehr umgefallen: Zunächst wies sie ihren künftigen grünen Partner zurück, als dieser die Grunderwerbssteuer um einen Punkt erhöhen wollte. Eine neue Regierung solle sich doch nicht mit Steuererhöhungen einführen, hieß es. Und jetzt macht die SPD sogar bei einer Erhöhung um 1,5 Prozent mit. Hier will eine Koalition ans Werk gehen, die den Politikwechsel so versteht, dass die Bürgerinnen und Bürger abgezockt werden sollen.”

Zweifel, ob Kretschmanns Autorität ausreicht, um Palmer in die Schranken zu verweisen – Zur Äußerung von Winfried Kretschmann, am mit der SPD ausgehandelten Kompromiss festzuhalten und auch einen nach der Volksabstimmung gescheiterten Ausstieg aus dem Bahnprojekt Stuttgart 21 zu akzeptieren, sagte der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke:

“Die Botschaft Kretschmanns hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube. Es wird spannend sein zu verfolgen, ob der designierte Ministerpräsident genügend Autorität hat, um von einer persönlichen Mission getragene Stuttgart-21-Gegner wie Boris Palmer in die Schranken zu verweisen.”

Grüne werden weiterhin alles für ein Scheitern von Stuttgart 21 tun – Zur Einigung von Grünen und SPD beim Thema Stuttgart 21 sagte der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion Dr. Hans-Ulrich Rülke:”Die Grünen können vorerst ihren Anhängern kein Ende von Stuttgart 21 verkünden. Stattdessen mussten sie sich auf Druck der SPD auf ein juristisch zweifelhaftes Verfahren zur Einleitung der Volksabstimmung einlassen.

Dabei hoffen sie auf eine verfassungsverändernde Mehrheit im Landtag. Bei Lichte betrachtet ist dieser Kompromiss nur ein Burgfrieden. Kretschmann und die Grünen werden weiterhin alles tun,um das gesamte Bahnprojekt Stuttgart – Ulm scheitern zu lassen, notfalls auch gegen den Volkswillen.”

Vorstand nun komplett – Bullinger auch neuer Parlamentarischer Geschäftsführer – Der Vorstand der FDP/DVP-Landtagsfraktion ist komplett. Die FDP-Abgeordneten wählten Dr. Friedrich Bullinger (Wahlkreis Schwäbisch Hall) in der heutigen Frakti-onssitzung einstimmig zum stellvertretenden Vorsitzenden und neuen Parlamentarischen Geschäftsführer.

Als weiterer stellvertretender Fraktionsvorsitzender wurde einstimmig Jochen Haußmann (WK Schorndorf) gewählt. Dr. Hans-Ulrich Rülke (WK Enz) war von der FDP/DVP-Fraktion vor drei Wochen einstimmig als Vorsitzender bestätigt worden.

Absenkung auf maximal ein Fünftel der Wahlberechtigten in Aussicht gestellt – Zur von Winfried Kretschmann ins Gespräch gebrachten Absenkung des Quorums für Volksentscheide in Baden-Württemberg sagte der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke:

„Es war immer schon der Wunsch der FDP das Quorum in der Landesverfassung abzusenken. Der Vorschlag, von einem Drittel zu einem Viertel zu kommen, war auf Wunsch der FDP gegen den Widerstand der CDU 2006 in den Koalitionsvertrag gekommen.“ Rülke bot an, die neue Landesregierung bei einer Absenkung des Quorums auf maximal ein Fünftel der Wahlberechtigten im Landtag zu unterstützen.

Verdacht des Wahlbetrugs bei Volksabstimmung über Stuttgart 21 drängt sich auf – Zu Äußerungen Winfried Kretschmanns, wonach die Grünen bei der Frage nach einer Volksabstimmung über das Bahnprojekt Stuttgart 21 Fehler gemacht haben, sagte der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke:

„Diese Ehrlichkeit hätte Herrn Kretschmann vor der Wahl besser angestanden. Nun drängt sich der Verdacht des Wahlbetrugs auf: Erst werden die Wähler mit dem Versprechen einer Volksabstimmung geködert. Wenn dann die Stimmen in der Wahlurne liegen, stellt man plötzlich fest, dass man hier einen Fehler gemacht hat.“

Grün-Rot darf sich Plänen der Bundesregierung im Interesse des Landes nicht verschließen – Der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, hat sich vor dem Hintergrund des Arbeitspapiers des Bundesverkehrsministeriums für eine rasche Einführung einer Pkw-Vignette ausgesprochen: „Ohne die Einführung einer Pkw-Vignette ist die Finanzierung von Ausbau und Unterhalt unseres Fernstraßennnetzes nicht zukunftsfähig.

Deswegen begrüßen wir, dass bei der Bundesregierung offensichtlich ein Umdenkprozess eingesetzt hat.“ Rülke sprach sich dafür aus, im Gegenzug die Kfz-Steuer abzuschaffen, um die Bürgerinnen und Bürger nicht zusätzlich zu belasten. „Ziel muss es sein, auch die ausländischen Verkehrsteilnehmer wie in allen anderen europäischen Ländern zur Kasse zu bitten, um so zusätzliche Erlöse für Straßenbau und Unterhalt zu erzielen.“Rülke forderte Grüne und SPD in Baden-Württemberg auf, ihren Widerstand gegen die Pkw-Vignette aufzugeben. Gerade für Baden-Württemberg sei es von zentraler Bedeutung, dass der Ausbau der Infrastruktur durch Erhebung einer Maut für Pkw unabhängig von der Kassenlage des Bundes forciert werden kann. „Im Transitland Baden-Württemberg werden wir bis 2025 ein überdurchschnittliches Wachstum im straßengebundenen Güter- und Personenverkehr haben, das ist so viel wie in keinem anderen Bundesland“, so Rülke. „Wenn Grün-Rot den Wohlstand des Landes nicht gefährden will, sollten die künftigen Koalitionäre ihren ideologischen Widerstand gegen die Vignette aufgeben und auf ein Modell hinwirken, welches die Bürgerinnen und Bürger nicht zusätzlich belastet.“

Beide Partner wollen Volksabstimmung nur riskieren, wenn Ergebnis in ihrem Sinne ist – Zu den ins Stocken geratenen Verhandlungen zwischen Grün und Rot über das Bahnprojekt Stuttgart 21 sagte der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke:

„Die grün-rote Liebesheirat scheint sich beim Thema Stuttgart 21 eher als Zwangsehe zu entpuppen. Beide Partner wollen eine Volksabstimmung nur riskieren, wenn das Ergebnis in ihrem Sinne ist. Die nächsten Wochen werden zeigen, wer in der künftigen Koalition der Koch und wer der Kellner ist. Die angebliche Partnerschaft auf Augenhöhe wird an diesem Thema zerbrechen.“

Kritik an Vorhaben, Gewerbesteuer auf Freiberufler und Selbstständige auszudehnen – Der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, bezeichnete das Vorhaben der künftigen grün-roten Koalition, die Gewerbesteuer auf Freiberufler und Selbstständige auszudehnen als pure Mittelstandsfeindlichkeit.

„Grün-Rot scheint mit Gewalt zu versuchen, den wirtschaftlichen Aufschwung abzuwürgen und die Bürokratie zu vergrößern“, sagte Rülke. Statt die konjunkturell anfällige Gewerbesteuer auszudehnen, muss es nach den Worten von Rülke darum gehen, diese abzuschaffen und den Kommunen stattdessen einen höheren Anteil an der Mehrwertsteuer zur Verfügung zu stellen. „Mit einem eigenen Hebesatzrecht auf die Einkommens-und Körperschaftssteuer ist den Kommunen besser gedient“, sagte Rülke. Und: „Freiberufler in die Gewerbesteuerpflicht einbeziehen zu wollen ist eine Milchmädchenrechnung, da dies mehr Aufwand als Ertrag bedeutet“.

Unseriöses Vorgehen – Finanzrahmen ohne Bedarfsermittlung festgezurrt – Die von Grün-Rot vor den Landtagswahlen geforderte Neuausrichtung in der Bildungspolitik hat sich nach den Worten des FDP-Fraktionsvorsitzenden Dr. Hans-Ulrich Rülke durch die Ankündigung, Lehrerstellen zu streichen, als unseriös entlarvt.

„Noch nicht einmal im Amt zeigen die grün-roten Koalitionäre ihr wahres Gesicht. Bevor Grün-Rot mit den Schulträgern und Verantwortlichen vor Ort den Bedarf überhaupt ermittelt, zum Beispiel beim Ausbau der Ganztagesbetreuung und frühkindlichen Bildung, wird schon der Finanzrahmen festgezurrt und einer weiteren Qualitätsverbesserung der Boden entzogen“, so Rülke. CDU und FDP haben in der vergangenen Legislaturperiode die Qualität im Bildungswesen erheblich gesteigert, wie zahlreiche Leistungsstudien belegen. Für Qualitätsmaßnahmen wie die Senkung des Klassenteilers hat die schwarz-gelbe Koalition zusätzlich 530 Millionen Euro aufgewandt. Und für weitere Qualitätsverbesserungen wurden die kw-Vermerke bei 6500 Lehrerstellen auf die Jahre 2014 bis 2018 verschoben. „Die bildungspolitischen Leistungen von CDU und FDP drohen jetzt durch grünen Dirigismus und roten Etatismus zunichte gemacht zu werden“, so Rülke. Und: Wenn Winfried Kretschmann und Nils Schmid die Streichung von Lehrerstellen mit einer vermeintlich katastrophalen Finanzlage des Landes in Zusammenhang bringen, zeige das nur eines: In der Regierungsverantwortung sei Schluss mit der bequemen Strategie, einerseits millionenschwere Bildungsprogramme zu versprechen und andererseits die Regierung wegen angeblich unzureichender Sparanstrengungen zu kritisieren. „Fakt ist, dass in der Planung der schwarz-gelben Koalition schon für das Jahr 2014 ein Haushalt ohne zusätzliche Schulden vorgesehen und realistisch darstellbar war“, so Rülke.

Fraktion und Partei stehen in großer Geschlossenheit hinter der Landesvorsitzenden – Die FDP-Landtagsfraktion hat Dr. Hans-Ulrich Rülke erneut zu ihrem Vorsitzenden gewählt. „Es freut mich, dass die Fraktion mir in überzeugender Weise ihr Vertrauen ausgesprochen hat“, so Rülke, der einziger Kandidat für die Wahl des Fraktionsvorsitzenden war und von Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll vorgeschlagen wurde.

Alle sieben neuen Abgeordneten votierten für Rülke, der damit einstimmig gewählt ist. Die stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden werden im Laufe der nächsten Wochen gewählt. Prof. Dr. Ulrich Goll und der Fraktionsvorsitzende Dr. Hans-Ulrich Rülke stellten fest, dass die baden-württembergische FDP und die FDP/DVP-Fraktion in großer Geschlossenheit hinter der Landesvorsitzenden stehen. „Wer an Birgit Homburger rüttelt, bekommt es mit Partei und Fraktion der Südwest-FDP zu tun“, sagten Goll und Rülke. Die Parteivorsitzende habe das große Vertrauen von Partei und Landtagsfraktion. Birgit Homburger werde die anstehende organisatorische Neuaufstellung der FDP Baden-Württemberg erfolgreich in die Wege leiten.

Liberale setzen auf Freiheit und Verantwortung vor Ort – Frühkindliche Bildung ausbauen – Zu der von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sowie anderen Verbänden erhobenen Forderung nach Einführung einer Gemeindschaftsschule sagte die bildungspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Birgit Arnold:

„Die von Grünen und SPD angestoßene Debatte über die Schulstruktur geht meist an der Realität oft vorbei und verstellt häufig den Blick für Überlegungen, wie die Qualität des Schulwesens gesichert und weiterentwickelt werden kann. Die Liberalen treten für ein differenziertes und vielfältiges Schulwesen ein, das den Schulen und den Verantwortlichen vor Ort so viel Freiheit und Eigenverantwortung wie nur möglich einräumt. Qualität in der Bildung lässt sich weder verordnen noch erzwingen, sie entsteht vielmehr durch Motivation, Leistungsbereitschaft und einen Wettbewerb im besten Sinne.“ Weiter sagte Arnold: „Einem Zusammenhang zwischen Bildungserfolg und sozialer Herkunft lässt sich nach liberaler Auffassung am wirksamsten begegnen, indem eine individuelle Förderung möglichst früh im Kindesalter beginnt. Aus dieser Überlegung heraus setzt sich die FDP für eine flächendeckende Umsetzung des Orientierungsplans an Kindergärten und für den Ausbau der frühkindlichen Sprachförderung ein.“

Zahl und Qualität der Existenzgründungen soll deutlich steigen – Verbesserte Beratung – Die FDP-Landtagsfraktion und das Wirtschaftsministerium wollen die Zahl und Qualität der Existenzgründungen im Land deutlich steigern. „Das Ziel ist, der baden-württembergischen Gründerkultur einen weiteren Schub zu geben. Es gibt zahlreiche innovative Köpfe in unserem Land – dieses Potenzial werden wir durch eine Intensivierung der Beratung noch gezielter fördern“, sagten der Fraktionsvorsitzende Dr. Hans-Ulrich Rülke und Wirtschaftsminister Ernst Pfister auf einer Landespressekonferenz.

Nach den Worten von Rülke werde die FDP in der nächsten Legislaturperiode den Ausbau der sogenannten Mikrofinanzierung als weiteren Kernpunkt einer umfassenden Gründungskampagne vorantreiben. Bisher schon hätten die neuen Ansätze im Bereich der Mikrofinanzierung den Zugang zum Kapitalmarkt für Existenzgründerr mit kleinem Finanzierungsbedarf – unter 25.000 Euro – deutlich verbessert. Bereits 150 Gründungsvorhaben wurde so der Zugang zu Kleinkrediten verschafft. Ermöglicht wurde dies durch die seit einem Jahr im Modell erprobte Kopplung neuer Mikrofinanzierungsansätze mit den vom Wirtschaftsministerium geförderten Beratungsangeboten. „Auch den jungen Hightech-Unternehmen kommt im Blick auf die technologische Leistungsfähigkeit des Landes eine Schlüsselrolle zu“, sagte Ernst Pfister. Da diese vor allem in der risikoreichen Frühphase Schwierigkeiten hätten, Geldgeber zu finden, habe sein Ministerium mit der Aufstockung des Risikokapitalfonds des Landes bei der MBG sowie der Einrichtung eines sogenannten Seedfonds die Situation verbessert. „Die Einrichtung des Venture Capital Fonds, für den die Landesregierung in einem ersten Schritt vier Millionen Euro bereitstellt, ist der Grundstock für die Verbesserung der Frühphasenfinanzierung“, so der Wirtschaftsminister. Der weitere Ausbau sollte ein Schwerpunkt der Innovationspolitik in der nächsten Legislaturperiode sein. Und: „Unser großer Coup, das erfolgreiche Modell der Innovationsgutscheine, soll ausgebaut und verstärkt auch jungen innovativen Unternehmen zugutekommen“, so Pfister.

Förderung der erneuerbaren Energien – Im Zweifel Abschaltung der KKW statt Laufzeitverkürzung – Für den Vorsitzenden der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans Ulrich Rülke, hat die Kernkraft langfristig keine Zukunft. „Die Geschehnisse in Japan bestärken uns in unserem Vorhaben, aus der Kernenergie auszusteigen.

Sie war und ist für uns nur eine Brückentechnologie zur Erreichung eines regenerativen Zeitalters“, sagte Rülke in einer Sondersitzung des Landtags zum Atomunglück in Japan. „Entscheidend ist aber stets die Sicherheit. Im Zweifel hilft keine Laufzeitverkürzung, sondern nur Abschalten.“Der FDP-Fraktionsvorsitzende erinnerte daran, dass auch die rot-grünen Ausstiegsbeschlüsse die Notwendigkeit einer solchen Brücke eingeräumt haben. „Auch Grüne und SPD hatten eine Ausstiegsperspektive von mehr als zwanzig Jahren vorgesehen. Konsens ist also, dass Kernkraft als Brückentechnologie notwendig ist, es fragt sich nur wie lange.“Nach den Worten von Rülke müssen jetzt die Vorfälle in Japan genauestens analysiert werden. „Es ist notwendig, eigene Konsequenzen daraus zu ziehen und eine neue strengere Sicherheitsüberprüfung unserer Kernkraftwerke vorzunehmen, die auf den gewonnenen Erkenntnissen aus der japanischen Katastrophe basiert.“ Rülke begrüßte deshalb ausdrücklich die angelaufene Überprüfung der vier baden-württembergischen Reaktoren. Dies sei ein richtiger und wichtiger Schritt. „Erst wenn die Sicherheit garantiert ist, können die Kernkraftwerke so lange weiterlaufen, bis sie durch regenerative Energiequellen ersetzbar sind“, so der Fraktionsvorsitzende. Er begrüßte auch das von der Bundesregierung beschlossene Moratorium der Laufzeitverlängerung. „ Die Ereignisse in Japan zwingen uns dazu, auch den unwahrscheinlichsten Fall einer Katastrophe gedanklich durchzuspielen und diejenigen Kernkraftwerke abzuschalten, bei denen für einen solchen Fall ein Restrisiko denkbar erscheint.“ Aus Rülkes Sicht sei es insofern unwahrscheinlich, dass das Kernkraftwerk Neckarwestheim I nach dem Moratorium wieder ans Netz gehe. „Energiewirtschaftlich verkraften wir die Abschaltung, da wir uns in den letzten Jahren ohnehin darauf einstellen mussten“, so Rülke.Sollte die Sicherheitsüberprüfung während des Moratoriums aber ergeben, dass weitere Kernkraftwerke in Baden-Württemberg oder auch in größerem Umfang weitere Kernkraftwerke bundesweit abzuschalten sind, so habe dies dramatische Folgen für die Notwendigkeit des Ausbaus der Erneuerbaren Energien. Beispielsweise bedürfe es eines rasanten Netzausbaus, der enorm teuer werde. Dies müsse man den Menschen auch deutlich sagen. Vor allem müssten dann jene politischen Kräfte, die sonst stets offiziell für Erneuerbare Energien einträten ihren Widerstand vor Ort gegen den Netzausbau einstellen. Es darf bei der Debatte nicht vergessen werden, dass unser Land für die Sicherung seines Wohlstands auch weiterhin eine sichere Energieversorgung braucht.Rülke stellte für die FDP-Fraktion abschliessend klar, dass die Frage der Sicherheit der Kernkraftwerke oberste Priorität haben müsse: „Wenn Zweifel an der Sicherheit unserer Re-aktoren auftauchen, dann muss umgehend abgeschaltet werden, dann ist auch eine Laufzeitverkürzung der falsche Weg.“

Selbstverwaltung der Ärzteschaft stellt Innovationskraft unter Beweis – Zum vorgestellten Projekt „RegioPraxisBW“ der Kassenärztlichen Vereinigung Ba-den-Württemberg sagte der sozialpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Ulrich Noll:„Es ist zu begrüßen, dass die Selbstverwaltung der freiberuflichen niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten nun ein konkretes Projekt vorschlägt, das mit dem Akti-onsprogramm „Landärzte“ der Landesregierung – Sicherung der flächendeckenden ambulanten ärztlichen Versorgung in Baden-Württemberg – in idealer Weise verbunden werden kann.

Ich habe bereits im Jahr 2004 mit meinem Antrag ‚Ärztemangel‘ auf die sich abzeichnenden Gefahren hingewiesen. Es freut mich, dass meine Initiative jetzt Früchte trägt. Die Lösung des Problems liegt in der Stärkung der freiberuflichen niedergelassenen Arzttätigkeit. Alle Versuche einer Staatsmedizin à la rot-grün müssen scheitern. Transparenz, Wettbewerb und Patientensouveränität sowie leistungsgerechte Vergütung sind die richtigen Schlüssel für eine weiterhin hochleistungsfähige ärztliche Versorgung für alle Bürgerinnen und Bürger. Hier hat die KV BW einen wichtigen Beitrag geleistet. Sie setzt mit ‚RegioPraxisBW‘ die richtigen Im-pulse und bleibt dem Ziel der ärztlichen Trägerschaft in Freiberuflichkeit treu. Das deckt sich mit den Zielsetzungen der FDP Baden-Württemberg.“

Ruf nach Erweiterung der Vorratsdatenspeicherung ist nicht nachvollziehbar – Zur aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik in Baden-Württemberg erklärt der innenpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Hagen Kluck:

„Der Rückgang der Kriminalitätsbelastung ist ein beeindruckendes Zeugnis für die Leistungsfähigkeit von Polizei und Justiz. Angesichts dieses neuen Tiefstands der Deliktzahlen ist allerdings der Ruf nach einer Erweiterung des rechtlichen Instrumentariums im Bereich der Vorratsdatenspeicherung nicht nachvollziehbar. Die FDP lehnt gesetzgeberische Schnellschüsse ab, mit denen Grundrechte unbescholtener Bürgerinnen und Bürger eingeschränkt werden. Deshalb sind die Liberalen nach wie vor gegen eine anlasslose Speicherung von Telekommunikationsdaten, da diese bei 99,5 Prozent aller Ermittlungsverfahren überhaupt keine Rolle spielen.Sorge bereitet den Liberalen die wachsende Zahl von Widerstandsdelikten gegen Polizeibeamte. Als Trägerin des staatlichen Gewaltmonopols schützt die Polizei Leben, körperliche Unversehrtheit, Freiheit und Eigentum der Bürgerinnen und Bürger. Wer seinen Unmut über politische Entscheidungen an der Polizei auslässt, erweist der Demokratie einen Bärendienst.“

Kusterdinger Modell zulassen – Wahlmöglichkeiten nicht einschränken – Der Vorstoß der Kultusministerin, sich jetzt auch den kleineren Hauptschulstandorte anzunehmen, birgt die Gefahr der Verwässerung des Werkrealschul-Konzepts. Dies sagten der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, und die bildungspolitische Sprecherin Dr. Birgit Arnold, auf einer Landespressekonferenz.

Wichtiger als jetzt auch einzügigen Hauptschulen den Titel Werkrealschule zu geben, „ist es, ihnen die Freiheit zu lassen, sich zusammenzuschließen und eine Werkrealschule mit der ganzen Palette an Wahlpflichtfächern anzubieten.“ Deshalb forderten Rülke und Arnold das Kultusministerium noch einmal auf, Konsequenzen aus dem Urteil des Sigmaringer Verwaltungsgerichts zur Werkrealschule in Kusterdingen zu ziehen und die Schulen vor Ort in die Freiheit zu entlassen, die ihnen das Schulgesetz schon jetzt bietet. „Lassen Sie das Kusterdinger Modell dort zu, wo es vor Ort gewollt ist oder gewollt wurde, aber aufgrund der vom Verwaltungsgericht jetzt kassierten ministeriellen Verordnung nur bis Klasse 7 erlaubt war“, so Birgit Arnold. Und: „Die neue Werkrealschule ist ein Erfolgsmodell, das jeder Hauptschule offenstehen muss.“ Die Absicht des Kultusministeriums, das Erfüllen eines Qualitätskriteriums zur Voraussetzung für die Gründung einer Werkrealschule zu machen, sei der falsche Ansatz, so Arnold. „Qualitätsentwicklung muss alle Haupt-und Werkrealschulen umfassen und darf nicht einzelne Schulen ausschließen“, sagte die bildungspolitische Sprecherin. Die FDP trete für weitgehende Wahlmöglichkeiten ein. Erstens müssten einzügige Hauptschulen weiter bestehen können und wie die neuen Werkrealschulen zusätzliche Lehrerwochenstunden für die individuelle Förderung sowie für ein Wahlpflichtfach erhalten, wie es der Beschluss der Koalition vorsieht. Zweitens müsse die Möglichkeit bestehen, gemeinsam mit Kooperationspartnern eine Werkrealschule mit allen drei Wahlpflichtfächern – Natur und Technik, Gesundheit und Soziales, Wirtschaft und Informationstechnik – unter dem Dach einer Schulleitung zu bilden. „Drittens treten wir Liberalen dafür ein, dass Haupt- bzw. Werkrealschulen mit Realschulen weitgehende Kooperationen eingehen können. Dabei sollen die jeweiligen Bildungsgänge erhalten bleiben“, so Birgit Arnold.

Linke sind „fest entschlossen“ an die Regierung zu kommen – SPD für Links-Koalition bereit – Nach den Worten des FDP-Fraktionsvorsitzenden Dr. Hans-Ulrich Rülke ist die Gefahr, dass die Linken angesichts ihrer Umfragewerte bei der Landtagwahl ins Parlament einziehen, nicht von der Hand zu weisen.

„Ich kann vor einer drohenden Regierungsübernahme durch Grüne, SPD und Linken nur warnen“, sagte Rülke. Die Linke sei nach eigener Aussage „fest entschlossenen, mitzuregieren“ und ihre Grundpositionen in einem Regierungsprogramm zu verankern. Da SPD und Grüne eine Koalition unter Einschluss der Linken explizit nicht ausschließen, verheiße das für die Zukunft Baden-Württemberg nichts Gutes, so Rülke. „Dagegen kann die schwarz-gelbe Regierungskoalition Erfolgsdaten vorweisen, um die uns andere Länder beneiden. Die Wähler haben die Wahl zwischen der Fortsetzung der erfolgreichen bürgerlichen Koalition von CDU und FDP und einem Zusammenschluss von Grünen, SPD und Linken“, sagte der Fraktionsvorsitzende.

Schmid will nicht nur eine Tolerierung durch die Kommunisten, sondern eine Koalition – Der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, wirft dem SPD-Landesvorsitzenden Nils Schmid vor, bei einer eventuellen Regierungsübernahme in Baden-Württemberg eine Koalition aus Grünen, SPD und Linken zu planen.

Nach einem Bericht der Südwest-Presse schließt der SPD-Spitzenkandidat eine Koalition unter Einschluss der Linken je nach Ausgang der Landtagswahl am 27. März nicht aus. „Die SPD lässt nun die Maske fallen“, sagte Rülke. Schmid wolle nicht nur eine Tolerierung durch die Kommunisten, sondern mit ihnen bei einem Einzug in den Landtag sogar eine Koalition eingehen. Rülke: „Die Bürger haben die Wahl – Fortsetzung der erfolgreichen bürgerlichen Koalition aus CDU und FDP oder eine grün-rot-rote Linksregierung.“

Justizminister Goll unterstützt Kompromissvorschlag der Bundesjustizministerin – Der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, hat auf dem „Foyer liberal“, das sich im Landtag mit dem neuen Sorge- und Unterhaltsrecht beschäftigte, die Rechtspolitik als eine der Kernkompetenzen der Liberalen bezeichnet.

Die FDP bekenne sich zum starken Staat, aber nur dort, wo er notwendig sei. „Der starke Staat darf aber nicht sämtliche Lebensbereiche der Bürgerinnen und Bürgern dominieren“, so Rülke. Die Liberalen setzten vielmehr auf den mündigen Bürger, der seine Lebensbereiche selbst regelt. „Darin unterscheiden wir uns von politischen Konkurrenten, die populistisch für fast jede Lebenslage mit einem Verbot aufwarten“, sagte der Fraktionsvorsitzende.Der Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll unterstützte den Kompromissvorschlag der Bundesjustizministerin zum Sorgerecht bei nicht verheirateten Eltern. „Der Kompromissvorschlag ist ausgewogen. Ich halte ihn für sehr gelungen. Er stärkt die Rechte lediger Väter und berücksichtigt zugleich die Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte und des Bundesverfassungsgerichts“, sagte Goll. Ein großer Vorteil des Vorschlags sei, dass eine Gerichtsentscheidung nur erforderlich werde, wenn die Eltern sich nicht einig würden. Beim Unterhaltsrecht sind nach den Ausführungen des Justizministers das Kindeswohl und die Stärkung der Eigenverantwortung der Eltern in den Vordergrund gerückt. Der rechtspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Peter Wetzel, erklärte, es sei notwendig, die Zahl der Betreuungsplätze für Kinder weiter auszubauen. Denn mit dem im Jahr 2008 in Kraft getretenen Unterhaltsrecht seien viele geschiedene Frauen in Zwang geraten, sich nach jahrelanger Konzentration auf die Kindererziehung eine Beschäftigung zu suchen. An der Podiumsdiskussion, die die Journalistin Gabriele Renz leitete, nahmen auch Helmut Borth, Präsident des Amtsgerichts Stuttgart a. D., und die Fachanwältin Jana Neuhauser teil.

Kein anderes Land investiert so viel in den Naturschutz wie Baden-Württemberg – Zur Kritik des Naturschutzbundes (NABU) und des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) an der Umwelt- und Klimaschutzpolitik des Landes sagte der Fraktionsvorsitzende Dr. Hans-Ulrich Rülke:

„Naturschutzbund und der Bund für Umwelt und Naturschutz leiden offenbar unter Realitätsverlust. Kein anderes Bundesland investiert so viel in den Naturschutz wie Baden-Württemberg, prozentual zur Landesfläche hat der Südwesten mit die meisten Schutzgebiete. Jüngst sprach der NABU in einer öffentlichen Erklärung von „Getreidewüsten“ in Baden-Württemberg. Wenn die beiden Verbände jetzt noch feststellen, dass ihnen die Wahlprogramme von Grünen und Linken am nächsten stehen, dann wundert mich nichts mehr.“

Europäische Transferunion verhindern – Aus Versagen des Länderfinanzausgleichs lernen – Der europapolitische Sprecher der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Ulrich Noll, sagte anlässlich der Ausspreche über den Europabericht der Landesregierung: „Die aktuelle Diskussion über die Stabilisierung des Euros zeigt, dass eine aktive Europapolitik nicht zuletzt auf-grund unserer gemeinsamen Währung eine wachsende Bedeutung hat. Unsere Landesregierung hat dies schon seit Langem erkannt und legt mit dem Europabericht ein beeindruckendes Zeugnis ihrer Aktivitäten vor.“

Noll ermutigte die Landesregierung, ihr Engagement in der europäischen Wirtschafts- und Finanzpolitik weiter zu verstärken: „Baden-Württemberg ist durch seine exportorientierte Wirtschaft wie kein anderes Bundesland auf eine stabile und vertrauenswürdige Währung angewiesen. Die Stabilität des Euros hängt in erster Linie von einer soliden Wirtschafts- und Sozialpolitik in den Euroländern ab.“ Hierfür müsse man die Anreize stärken. Der europapolitische Sprecher sprach sind in diesem Zusammenhang gegen weitere zusätzliche EU-Hilfen in Form von Garantien oder Krediten an Krisenländer aus. „Zusätzliches Geld wird die bestehenden Verschuldungsrobleme in den Krisenländern nur vertagen und verhindert grundlegende Reformen zur Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit dieser Volkswirtschaften. Wir wenden uns deshalb eindeutig gegen die Schaffung einer solchen Transferunion.“Noll erinnerte daran, dass man aus den Fehlern des bundesdeutschen Länderfinanzausgleichs lernen sollte. „Genauso, wie es hierzulande nicht zu vermitteln ist, dass die Geberländer unter großen Anstrengungen ihre eigenen Haushalte konsolidieren und Nehmerländer infolge der Transfermittel des Finanzausgleichs beispielsweise großzügig auf Studien- oder Kindergartengebühren verzichten, sollte es in Europa selbstverständlich sein, dass jeder vor seiner eigenen Haustüre kehrt, bevor er die Nachbarn zu Hilfe ruft.“

Rot-Grün und Rot-Rot haben schlechtes Gewissen und reagieren mit Populismus – In einer Aktuellen Debatte über den Länderfinanzausgleich sagte der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, die unsachlichen Reaktionen aus den Nehmerländern Nordrhein-Westfalen und Berlin zeigten einmal mehr die dringende Notwendigkeit, den „ungerechten und leistungsfeindlichen Finanzausgleich“ zu reformieren.

„Rot-Grün und Rot-Rot haben wohl ein schlechtes Gewissen und reagieren mit reinem Populismus auf die Kritik der Geberländer Baden-Württemberg, Bayern und Hessen“, sagte Rülke. Aus Sicht der FDP sei es jedoch nicht zu vermitteln, dass die Geberländer unter großen Anstrengungen ihre eigenen Haushalte konsolidieren und Nehmerländer infolge der Transfermittel des Finanzausgleichs großzügig auf Studien- oder Kindergartengebühren verzichten und Schuldenberge auftürmen. „Damit keine Missverständnisse entstehen – wir wollen unseren solidarischen Beitrag gerne im Wege eines dann reformierten Länderfinanzausgleichs leisten. Es kann aber nicht sein, dass Baden-Württemberg für seine Leistungskraft bestraft wird“, so Rülke. Vor diesem Hintergrund zeigte sich Rülke überzeugt, dass den Geberländern nur noch die Klage vor dem Bundesverfassungsgericht bleibt, „da es wohl aussichtslos ist, dass wir uns in Verhandlungen mit Argumenten durchsetzen.“ Ziel eines fairen Länderfinanzausgleichs müsse ein System sein, das Anreize dafür setzt, dass leistungsempfangende Länder sukzessiv aus ihrem Status herauskommen. Der Umstand, dass im Wesentlichen immer die gleichen Länder als Einzahler fungierten und dass nur ein einziges Land (Bayern) den Weg vom Nehmerland zum dauerhaften Geberland gefunden hat, verdeutliche die Unzulänglichkeit des bestehenden Systems. Die hierzu erstellten Rechtsgutachten von Prof. Dr. Kube (Mainz) sowie von Prof. Dr. Seiler (Tübingen) belegten nachdrücklich, dass das Ausgleichssystem in seiner derzeitigen Ausgestaltung nicht den objektiven Maßstäben entspricht, die das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil 1999 gefordert hat, so Rülke.

FDP kritisiert in Plenardebatte über Untersuchungsausschuss Vorverurteilungen – Mehr Respekt vor der Polizei als Trägerin des staatlichen Gewaltmonopols forderte der FDP-Obmann Hagen Kluck in der Landtagsdebatte über den Untersuchungsausschuss zum „Polizeieinsatz Schlossgarten“. Gleichzeitig verlangte Kluck ein Ende der verbalen Aggressionen: „Wir Liberalen raten zur Abrüstung, fangen wir bei den Worten an. Schließlich geht es um einen Bahnhof und nicht um den Bau einer Startrampe für Massenvernichtungswaffen“.

„Wäre der Einsatz optimal gewesen, bräuchten wir diese Debatte heute nicht zu führen“, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Weil einiges schief gelaufen sei, erwarte man von der Polizeiführung eine intensive Nachbereitung des Einsatzes. Kluck erinnerte daran, dass es zum Polizeieinsatz zahlreiche Anzeigen gebe: „Wenn die Ergebnisse der gerichtlichen Überprüfungen vorliegen, kann man Schlussfolgerungen ziehen. Bis dahin gilt für Polizisten wie für Demonstranten in einem Rechtsstaat die Unschuldsvermutung. Da sind Vorverurteilungen, Entlassungsbegehren und Rücktrittsaufforderungen wenig hilfreich“. Das gelte auch dann, wenn sie hier und da von FDP-Mitgliedern erhoben würden, so Kluck.

Für den innenpolitischen Sprecher steht fest, dass weder der Ministerpräsident noch andere Regierungsmitglieder Einfluss auf die Arbeit der Polizei genommen haben. „Für die gegenteilige Behauptung der Opposition gibt es keine Beweise, ja nicht einmal Indizien“, so Kluck. Leider fehle Grünen und SPD die Größe, das zuzugeben. Als die Opposition begriffen habe, dass es keinerlei Anweisungen „von oben“ gab, habe sie ihr Ziel im Untersuchungsausschuss geändert. Kluck: „Zuerst warfen Sie Ministerpräsident Mappus vor, den Polizeieinsatz veranlasst zu haben. Dann plötzlich nehmen Sie ihm übel, dass er den Einsatz nicht verhindert hat.“

Die FDP sei unvoreingenommen in den Untersuchungsausschuss gegangen und habe sich auch als einzige vor Abschluss der Beratung einer öffentlichen Beweiswürdigung enthalten. „Statt Sachverhalte aufzuklären und nach der Wahrheit zu suchen, wollte vor allem die Opposition wohl eher Punkte im Wahlkampf sammeln. So kann man einen Auftrag gründlich missverstehen.“

Dem Ruf nach Änderungen des Versammlungsrechts erteilte Hagen Kluck eine Absage. Die in Baden-Württemberg geltenden Versammlungsregeln seien ausreichend und ausgewogen. „Wir stehen auch uneingeschränkt zum friedlichen Demonstrationsrecht, so wie es in Artikel 8 des Grundgesetzes garantiert ist“. Über das, was friedlich ist, seien im Untersuchungsausschuss unterschiedliche Auffassungen zu Tage getreten, manche würden sich auf das im Grundgesetz garantierte Widerstandsrecht berufen. Kluck: „Das gilt aber nicht für den Fall, dass man bestandskräftige Baugenehmigen nicht akzeptiert. Ein eventuelles Widerstandsrecht muss vielmehr gegen denjenigen gerichtet sein, der die demokratische Grundordnung beseitigen will.“ Kluck zitierte den Sprecher der so genannten Parkschützer mit dem Satz: „Das können doch die Menschen für sich entscheiden, wann sie etwas gewalttätig finden und wann nicht“. Dabei habe selbst der von der Opposition geladene Sachverständige Prof. Poscher klargestellt, dass ein Platzverweis in jedem Fall zu befolgen ist. Nach dessen Aussage hätten auch die anderen formellen Voraussetzungen für den Einsatz der Vollstreckung und des unmittelbaren Zwanges vorgelegen. Den Vergleich der Demonstrationen gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21 mit Gandhis Kampf gegen die britische Kolonialherrschaft in Indien oder mit den Montagsdemonstrationen in Leipzig und anderswo in der DDR ist für Kluck unerträglich: „Das kommt einer Verhöhnung der Opfer dieses berechtigten zivilen Ungehorsams gleich.“

Nach den Worten von Kluck sind aus dem eskalierten Protest politische Lehren zu ziehen: „Der Dialog über umstrittene Großprojekte muss frühzeitig beginnen, wir brauchen im Vorfeld von Planungsentscheidungen eine intensivere, für Otto Normalverbraucher und Lieschen Müller verständliche Bürgerbeteiligung.“ Die politische Bildungsarbeit müsse verbessert werden, damit Schülerinnen und Schüler den Unterschied zwischen einem diffusen egoistischen Rechtsempfinden und dem tatsächlichen Recht erkennen. Kluck: „Alle politischen Kräfte sollten sich darüber einig werden, dass ein liberaler Rechtsstaat keine rechtsfreien Räume dulden darf. Rechtssicherheit ist ein hohes Gut. Recht und Freiheit gehören untrennbar zusammen.“

Batterie-Leasing könnte Kaufanreize setzen – Südwesten ist Land der Erfolgsbilanzen – In einer von der FDP/DVP beantragten Aktuellen Debatte über das „Erfolgsmodell Baden-Württemberg“ hat der Fraktionsvorsitzende Dr. Hans-Ulrich Rülke dazu aufgerufen, in der gegenwärtigen Diskussion über die Marktchancen von Elektromobilen neue Wege auszuloten.

Nach den Worten von Rülke könnten Kaufanreize unter Umständen auch über ein Modellprojekt Batterie-Leasing gesetzt werden. „Man muss das Auto der Zukunft ja nicht als untrennbare Einheit verstehen. Wenn man die Batterie leasen könnte, wäre ein Elektrofahrzeug für den normalen Bürger leichter erschwinglich“, so Rülke. Der Wettbewerb um das Antriebskonzept der Zukunft ist nach den Worten des Fraktionsvorsitzenden für die Liberalen von besonderer Bedeutung. Dabei böten die Brennstoffzellen-Technologie und die Weiterentwicklung der Verbrennungsmotoren weiter erfolgsversprechende Perspektiven. „Unser Kurs des Wachstums, der Innovation und Tradition hat dazu geführt, dass Baden-Württemberg das Land der Erfolgsbilanzen geworden ist. Dies ist dem Fleiß und der Tüchtigkeit der Arbeitnehmer und Unternehmer zu verdanken“, sagte Rülke weiter. Laut den aktuellen Zahlen der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit hat Baden-Württemberg jetzt mit 4,7 Prozent (Januar 2011) bundesweit die niedrigste Arbeitslosenquote erzielt und damit den Dauerkonkurrenten Bayern übertroffen. Man wolle sich aber nicht auf Erfolgsmeldungen wie beispielsweise dem bundesweit niedrigsten Armutsrisiko und dem europäischen Spitzenwert beim Innovationsindex ausruhen, so Rülke. Entscheidend seien die richtigen Weichenstellungen für die Zukunft. So stoße die Landesregierung auf Basis des McKinsey/IAW-Gutachtens Wegweisendes an: das neue Helmholtz-Institut Ulm für elektrochemische Energiespeicherung zur Optimierung der Batterietechnik, die neue Abteilung Leichtbau im Fraunhofer-Institut Stuttgart oder die Weiterentwicklung von Dünnschicht-Solarzellen für schnelleren Technologietransfer beim Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung.