In der heutigen Regierungsbefragung zum Meisterbonus auf Initiative der FDP/DVP-Fraktion sagte der handwerkspolitische Sprecher der Fraktion, Prof. Dr. Erik Schweickert:

„Mit der stetigen Weigerung, einen Meisterbonus in Baden-Württemberg einzuführen, isoliert die Wirtschaftsministerien das Land im Bundesvergleich. Schon heute gibt es in zwölf Bundesländern bei erfolgreich abgeschlossener Meisterprüfung eine Prämie zwischen 1000 und 4000 Euro. Damit wird die berufliche Qualifikation honoriert, aber auch ein früher Anreiz gegeben, die Meisterausbildung anzugehen.

Das Argument der Wirtschaftsministerin, die Wirkung der Prämie als Anreizgeber sei nicht messbar, muss ich deutlich wiederlegen. Denn es reicht der Blick ins Nachbarland Bayern. Dort konnte die Zahl der Meiserabsolventen seit 2013 um 18 % gesteigert werden, während diese Zahl bei uns sogar rückläufig ist. Die Prämie wird dort zur Jahresmitte sogar nochmal erhöht von 1500 auf dann 2000 Euro. Die Bayern verlassen sich dabei ebenso wenig auf ungewisse Maßnahmen des Bundes, die vielleicht in ein paar Jahren, vielleicht aber auch gar nicht kommen, wie etwa Sachsen-Anhalt, wo man den Meiserbonus ab der Jahresmitte sogar erst einführt.

Es wird deutlich, dass unsere Wirtschaftsministerin mit ihrem diffusen ‚Baden-Württemberg-Weg‘ auf dem Irrweg ist.“

Bei einer Landtagsdebatte über den Abschlussbericht der Kohlekommission, der auch das Ende der 18 baden-württembergischen Kohlekraftwerke einleiten soll, erklärte der energiepolitische Sprecher der FDP/DVP Fraktion, Andreas Glück: „Die Empfehlungen der Kohlekommission sind leider weitgehend von einer planwirtschaftlichen Herangehensweise geprägt und blicken nicht über den nationalen Tellerrand hinaus.“

Er hoffe, die Bundesregierung werde sich nicht sklavisch an die Empfehlungen der Kommission halten und mehr auf die marktwirtschaftliche Lenkungswirkung des europäischen Emissionshandels setzen, der endlich auf weitere Verbrauchssektoren wie den Verkehr ausgeweitet werden müsse. Schließlich habe der CO2-Preis inzwischen ein Niveau erreicht, bei dem er im Energiesektor erste Wirkungen bei der Wahl zwischen Steinkohle und Erdgas zeige. Glück bedauerte auch, dass die CCS-Technologie zur Abscheidung und Einlagerung der CO2-Emissionen von Kohlekraftwerken mit keiner Silbe erwähnt werde, obwohl Nachbarländer wie Polen sie gezielt vorantreiben. „Ich sage nicht, dass CCS der Königswegs ist, aber es kann sein, dass wir diese Technologie Mitte des Jahrhunderts auf den letzten Metern brauchen“, sagte Glück. Abermals mangele es der deutschen Energiewende an Technologieoffenheit. Zudem stelle sich hinsichtlich der vorgelegten Abschaltpläne für den Kraftwerkspark die Frage, wie realistisch sie überhaupt sind. „Wer davon ausgeht, wir könnten bis 2022 ohne größere Probleme eine gesicherte Kraftwerksleistung von fast 13 Gigawatt vom Netz nehmen und dann in weiteren Etappen dieses Tempo 2038 beibehalten, der hat keinen Blick für die Realität“, sagte Glück.

Dennoch sehe er auch einzelne Lichtblicke im Bericht der Kohlekommission. „Positiv – vor allem für Baden-Württemberg – ist, dass die Kommission einen realistischen Blick auf die Kraft-Wärme-Kopplung geworfen hat“. Denn gut zwei Drittel der Kohlekraftwerke versorge die Bevölkerung nicht nur mit Strom, sondern auch mit Fernwärme. „Es ist vernünftig, dass die Kohlekommission hier anders als Umweltminister Untersteller nicht gleich von einer vollständig neuen Infrastruktur fantasiert, sondern auch die Möglichkeiten der Umrüstung auf Gaskraftwerke und der Nutzung sogenannter grüner Gase aufzeigt“, sagte Glück. Je mehr technologische Möglichkeiten sich Deutschland offen halte und je mehr es bei der Erreichung seiner Emissionsziele auf den Marktmechanismus setze, desto stabiler und kostengünstiger werde es den historischen Übergang zur emissionsarmen Wirtschaftsweise erreichen. Und dieser müsse gelingen, sagte Glück. Denn erstens sei die Verfügbarkeit fossiler Brennstoffe endlich und es sei daher sinnvoll, unseren wirtschaftlichen Wohlstand von endlichen Ressourcen zu entkoppeln. „Und zweitens wollen wir alle diesen schönen Planeten in einem guten Zustand an unsere Kinder übergeben“, schloss Glück.

Zur neuerlichen heftigen Kritik der Grünen-Landesspitze am Kurs der CDU in der Frage der Stickoxid-Grenzwerte, Messstationen und der damit verbundenen Fahrverbote sagt der Vorsitzende der FDP/DVP Fraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke:

„In der grün-schwarzen Regierungskoalition herrscht offenbar völlige Unklarheit über das weitere Vorgehen bei den Fahrverboten für Diesel-Fahrzeuge. Der Streit bringt das Land nicht weiter und hinterlässt nicht nur bei den betroffenen Dieselfahrern den Eindruck von politischer Handlungsunfähigkeit. Wir halten an unserem Kurs fest und fordern eine Aussetzung der unverhältnismäßigen Fahrverbote in Stuttgart. Bei der aktuellen Debatte morgen im Landtag werden wir von den Grünen und der CDU Bekenntnisse zu ihren Standpunkten abverlangen und klare Aussagen, wie nun mit den Fahrverboten weiter vorgegangen werden soll.“

Zur Gründung einer Stiftung für den islamischen Religionsunterricht durch die Landesregierung sagte der rechtspolitische Sprecher der FDP/DVP Fraktion, Nico Weinmann:

„Obwohl die Frage nach der Art des Islamunterrichts im Land gesellschaftspolitisch angeregt diskutiert wird, hat die Landesregierung ihr Konzept für den Islamunterricht bisher nicht im Landtag vorgestellt. Auf Initiative der FDP-Fraktion wird sich nun in der kommenden Woche (Donnerstag, 07.02.2019, 14.00 Uhr, Bürger- und Medienzentrum des Landtags) der Bildungsausschuss in einer öffentlichen Sitzung mit dem Thema beschäftigen.

Die FDP/DVP Fraktion tritt seit Jahren für einen flächendeckenden Islamunterricht an staatlichen Schulen durch staatlich ausgebildete Lehrer ein. Wichtig ist uns dabei, dass sich der Unterricht in den Grenzen der freiheitlich demokratischen Grundordnung bewegt. Zu einer integrationsfeindlichen Indoktrinierung junger Muslime darf es nicht kommen. Ob das Stiftungsmodell der Landesregierung dem genügt, wird die Landesregierung im Bildungsausschuss zu erklären haben.“

Die FDP/DVP Fraktion hat in ihrer Sitzung einstimmig beschlossen, anlässlich der morgigen von ihr beantragten Aktuellen Debatte zu den Diesel-Fahrverboten einen Antrag im Landtag zur Abstimmung zu stellen. Darin soll die Landesregierung dazu veranlasst werden, vom Bund die Voraussetzung für ein Fahrverbotsmoratorium einzufordern. Ziel dieser Maßnahme soll die Aussetzung des in Stuttgart bestehenden Fahrverbots sein.

Dazu sagt der Vorsitzende der FDP/DVP Fraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke: „Wir geben morgen allen Abgeordneten im Landtag die Gelegenheit, durch ihr Abstimmungsverhalten Stellung zu beziehen“. Das Augenmerk werde sich besonders auf die Mitglieder der CDU-Fraktion richten, deren Partei erst vor wenigen Tagen bei einer Vorstandsklausur beschlossen habe, bis zu einer Neufestlegung der Grenzwerte auf wissenschaftlicher Grundlage ein Moratorium für die massiven Eingriffe ins Eigentum durch Fahrverbote zu fordern. „Wir sind gespannt, ob die CDU Baden-Württemberg in der Realität nach ihren eigenen Beschlüssen handelt oder ob es das Windei einer Klausurtagung ist“, so Rülke.

Der Vorsitzende der FDP/DVP Fraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, gratuliert seinem Abgeordnetenkollegen Andreas Glück im Namen der Fraktion zur Nominierung für die Wahlen zum Europäischen Parlament:

„Wir freuen uns, dass Andreas Glück einen aussichtsreichen Platz auf der Liste der FDP zur Europawahl erlangen konnte. Bei der diesjährigen Wahl zum Europäischen Parlament geht es um viel, um die Zukunft der Europäischen Union und die Frage, ob Nationalpopulisten in die Schranken gewiesen werden können. Baden-Württemberg als leistungsfähiges Bundesland im Herzen Europas braucht eine gut aufgestellte Europäische Union, die uns Frieden, Sicherheit und Wohlstand gibt.

Mit seiner aufgeschlossenen und bürgernahen Art hat der Abgeordnete Glück schon viele Jahre bewiesen, dass er begeistern kann. Ich bin davon überzeugt, dass er mit seiner Arbeit auch auf europäischer Ebene die liberale Sache voranbringen wird.“

Zur Forderung des CDU-Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Reinhart nach einer Aussetzung der gesetzlichen  Grenzwerte für Stickoxid und Feinstaub sagt der Vorsitzende der FDP/DVP Fraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke:

„Reinhart liegt mit dem Einschwenken auf den FDP-Kurs zu den Stickoxidgrenzwerten goldrichtig. Wir fordern schon länger, dass diese geschätzten Grenzwerte auf den Prüfstand gehören. Und so lange die grundständige wissenschaftliche Erörterung läuft, muss der Vollzug ausgesetzt sein. Es ist allgemein bekannt, dass der Grenzwert von 40 Mikrogramm von der WHO selbst nur geschätzt wurde. Und zwar anhand Krankheitsauffälligkeiten von Kindern in Haushalten mit Gasherden. Dort treten aber Konzentrationen auf, die ein Mehrfaches der 40 Mikrogramm betragen. Dieser Grenzwert konnte sich nur deshalb ins Gesetzblatt schleichen, weil eine Scheinseriosität aufgebaut wurde. Wir fordern Fakten statt Fahrverboten. Reinhart muss sich jetzt endlich von den Grünen emanzipieren. Das flächendeckende Fahrverbot für ganz Stuttgart muss fallen. Wenn es Reinhart ernst mit dem Thema ist, muss er dies erreichen.“

In der Debatte zur Regierungserklärung von Ministerpräsident Kretschmann zum Europaleitbild der Landesregierung, bei der er die Brexit-Krise zum Anlass nimmt, das Land eingangs des Europawahljahres europapolitisch zu positionieren, teilt der Vorsitzenden der FDP/DVP Fraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke,  Kretschmanns Auffassung, dass sich Europa am Scheideweg befinde und  die Europäische Union in einer Orientierungskrise sei: „Bilanzierend gebe ich ihm Recht, dass Europa für Baden-Württemberg Teil der Staatsraison ist, wie das schon in der Landesverfassung zum Ausdruck kommt.“

Nach Aussage Rülkes gehe es in der Tat um die Frage, ob das vereinte Europa sich erneuere oder ob es in die Zeit des Nationalismus und der Kriege zurück falle: „Aus meiner Sicht geht es in diesem Jahr um die Frage, ob der Nationalpopulismus – wie wir ihn in Polen, Ungarn, Italien und anderen Ländern erleben – immer mehr Zulauf erhält und am Ende möglicherweise die EU kaputt macht. Auch in Deutschland hat die AfD die Möglichkeit eines Austritts aus der EU beschlossen und zeigt damit, dass diese Partei eine Gefahr für Deutschland ist!“, so Rülke. Es müsse nach seinen Aussagen deutlich werden, dass der europäischen Integration ein Dreivierteljahrhundert Frieden in Deutschland zu verdanken sei und dass – gerade in Baden-Württemberg in der Mitte des Kontinents – offene Grenzen und offener Welthandel zentral für den Erhalt des Wohlstands seien.

Rülke differenziert in seiner Stellungnahme zu den Ausführungen Kretschmanns: „Der Ministerpräsident fordert ein Europa der Werte und nennt Freiheit, Demokratie und Rechtsstaat. Dem pflichte ich bei. Außerdem will er weniger Einstimmigkeitsentscheidungen, sondern mehr Mehrheitsvoten bei Entscheidungen auf europäischer Ebene. Da bin ich skeptisch.“ So könne es nicht sein, dass Malta und Luxemburg dieselbe Stimmkraft hätten wie Deutschland. Als Beispiel nennt Rülke den Beschluss „abstruser Grenzwerte wie der Stickoxidgrenzwert, der zu den Fahrverboten in Stuttgart geführt hat.“ Außerdem sei auf jeden Fall zu vermeiden, dass eine – bis auf wenige Ausnahmen – wirtschaftsfeindliche Kommission der Europäischen Union die Herrschaft über die heimische Volkswirtschaft übernehme.

„Es ist richtig, ein Europa der Subsidiarität zu wollen, das aber auch in vielen Bereichen auf Zusammenarbeit setzt“, so Rülke und nennt als Beispiele die Lösung des Migrationsproblems, die gemeinsame Sicherheitspolitik, die Digitalisierung und den Emissionshandel. Er plädiert für das richtige Maß bei der Zusammenarbeit: „Für unsere Sparkassen und Volksbanken sind keine Rettungsschirme wie bei den Großbanken nötig, aber ein Klimanationalismus ist ebenso unnötig “, so Rülke, „denn Baden-Württemberg und Deutschland werden nicht im Alleingang das Klima retten.“

Er kritisiert, dass das Thema Energiewende beim Ministerpräsidenten fehle: „Ein deutscher Sonderweg in der Energiepolitik funktioniert erkennbar nicht“, so Rülke, „schon gar nicht ein baden-württembergischer Sonderweg mit Windrädern, wo kein Wind weht. Wir brauchen ein gesamteuropäisches Netz und eine gesamteuropäische Energiestrategie und nicht 16 Energiewenden in 16 Bundesländern.“  Rülke fordert Subsidiarität auch in der Verkehrspolitik ein. Er stellt fest, dass Technologieoffenheit in den Antriebssystemen und der Verbrennungsmotor noch viele Jahre benötigt würden. „Alles andere legt die Axt an den Automobilstandort Baden-Württemberg, an die Zuliefererindustrie und damit auch an die Wurzel unseres Wohlstands“, so Rülke.

Zu der vom Ministerpräsidenten beschworenen Bürgerbeteiligung bei der Europastrategie stellt Rülke fest, dass die damit beauftragte Staatsrätin Gisela Erler nach eigenen Aussagen Zufallsbürger ausgewählt hätte: „Wahrscheinlich kamen auch Zufallsergebnisse heraus. Jedenfalls hat man bisher noch kaum etwas über die Ergebnisse gehört.“

Als erfreulich bezeichnet es der Vorsitzende der FDP/DVP Fraktion, dass auch bei diesen Bürgern die Grundeinstellung zur EU positiv sei. „Man muss aber schon zur Kenntnis nehmen, dass die Leute nicht wollen, dass die EU überall präsent ist und dass auch Kritik geäußert wurde“, merkt Rülke an und sagt an die Adresse des Ministerpräsidenten gewandt, dass er bei ihm das Bekenntnis vermisse, wonach man zwar ja zu Europa, aber nein zur Schuldenunion sage.

Zusammenfassend stellt Rülke fest, dass das Bekenntnis zu Europa in der Tat Teil der Staatsräson des Landes Baden-Württemberg sei. So habe Europa Frieden und Wohlstand gebracht und eine enge Kooperation sei auch weiterhin das Ziel der Liberalen. Dies aber nicht pauschal: „Auswüchse wie das Streben nach einer Schuldenunion und eine wirtschaftsfeindliche Umweltpolitik wollen wir vermeiden“, so Rülke und stellt abschließend fest: „Das gemeinsame Ziel aller demokratischen Kräfte muss es sein, bei der Europawahl im Mai den Nationalpopulisten eine deutliche Abfuhr zu erteilen.“

Anlässlich einer Landtagsdebatte über die Besoldung von Schulleitern und die Zukunft kleiner Grundschulen kritisierte der finanzpolitische Sprecher der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Stephen Brauer, eine falsche Prioritätensetzung der grün-schwarzen Landesregierung und forderte, auch die Schulleiter kleinerer Schulen besser zu bezahlen. Brauer hierzu:

„Damit wir auch an unseren Schulen die beste Qualität anbieten können, brauchen wir sehr gute Lehrerinnen und Lehrer, aber auch sehr gute Schulleiterinnen und Schulleiter, die motiviert ihrer Aufgabe nachgehen. Nach Angaben der vier Regierungspräsidien waren Ende 2018 jedoch 216 Rektorenstellen landesweit vakant, 143 davon allein an Grundschulen. Deshalb plant die Landesregierung, die Schulleiter besser zu bezahlen. Im Falle kleiner Schulen sollen die Schulleiter allerdings nur dann von A12 in A13 befördert werden, wenn ihre Schule mehr als 40 Schüler umfasst. Wir Freie Demokraten sind die Letzten, die in Zeiten gigantischer Steuereinnahmen dazu aufrufen, jedes Maß zu verlieren und mit dem Füllhorn durch die Lande zu spazieren. Aber hier geht es nicht um neue Stellen, sondern um eine dringend gebotene Anpassung der Besoldung von Landesbeamten, die einen wichtigen Job erfüllen, die mit Herzblut bei der Sache sind und für die Zukunft unseres Bundeslandes wichtige Weichenstellungen vornehmen. Die Anpassung der Besoldung ist also ein Gebot der Fairness und mehr als überfällig – und zwar für die Schulleiter aller Schulen einschließlich der kleinen.“

Der willkürlichen Grenzziehung von 40 Schülern liege laut Brauer die Absicht zu Grunde, Schulschließungen voranzutreiben. „Den Trick mit starren Größenvorschriften hat bereits die grün-rote Vorgängerregierung angewandt, um die Haupt-und Werkrealschulen zum Aufgeben zu zwingen oder an ihrer Stelle Gemeinschaftsschulen zu etablieren. Die FDP/DVP Fraktion fordert Grün-Schwarz auf, die Entscheidung über die Ausgestaltung des Schulangebots den vor Ort Verantwortlichen zu überlassen.
Ob ein Schulstandort wegfallen kann, hat schließlich vor allem mit den örtlichen Gegebenheiten zu tun, insbesondere mit möglichen Alternativen in der näheren Umgebung oder – vor allem im Ländlichen Raum – mit der Verkehrsanbindung. Das Schulwesen in die Freiheit zu entlassen und auch kleinen Grundschulen eine Chance zu geben, das ist der dringende Rat der Freien Demokraten an die Landesregierung.“

Siehe auch: Antrag der Fraktion der FDP/DVP vom 09.01.2019 „Alle Schulleitungen wirksam unterstützen und nicht kleine Schulen ins Abseits stellen“, Drucksache 16/5487.

Zu Meldung, die Landesregierung halte sich das Votum in Sachen Ausweitung sogenannter sicherer Herkunftsländer offen, Innenminister Strobl könne das Verhalten der Grünen nicht nachvollziehen, das Staatsministerium wolle den Gesetzentwurf erst prüfen, sagte der Vorsitzende der FDP/DVP Fraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke:

„Die äußerst geringen Anerkennungsquoten bei Migranten aus dem Maghreb und Georgien zeigen, dass es sich bei diesen Staaten um grundsätzlich sichere Herkunftsländer handelt. Da mit der Anerkennung auch nicht das Recht auf Asyl beschnitten wird, gibt es keinen ernsthaften Grund, die Einstufung zu verweigern. Die Grünen haben aber erkannt, dass sie und die rechtspopulistische AfD die einzigen sind, die von Fehlern in der Flüchtlings- und Asylpolitik und einer Spaltung der Gesellschaft bundesweit profitieren. So wird die Anerkennung sicherer Herkunftsländer erneut an den Grünen scheitern. Innenminister Strobl sollte dabei nicht erstaunt tun. Seit 2016 regiert er mit den Grünen und lässt sich von ihnen vorschreiben, was er im Asylbereich und bei der inneren Sicherheit machen darf und was nicht.“

Zur gestrigen Niederlage von Theresa May im Unterhaus erklärt der europapolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion, Prof. Dr. Erik Schweickert:

„Die krachende Niederlage von Theresa May für Ihren Brexit-Plan zeigt vor allem eines: Jeder weiß, wie es nicht geht. Das Thema polarisiert und emotionalisiert die Briten so stark, dass die Abgeordneten von Tories und Labour lieber ein ungewissen Chaos in Kauf nehmen als die Realität zur Kenntnis zu nehmen. Von gewählten Abgeordneten kann man mehr erwarten. Wenn die politische Klasse versagt, bleibt nur noch, die Entscheidung wieder den Bürgerinnen und Bürgern zurückzugeben.“

Zur Ablehnung einer Meisterprämie durch das hiesige Wirtschaftsministerium, die in nahezu allen Bundesländern bereits Usus ist, kritisierten der Vorsitzende der FDP/DVP Fraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke sowie der Sprecher für Handwerk und Mittelstand, Prof. Dr. Erik Schweickert:

„Das Wirtschaftsministerium erteilt der Einführung eines Meisterbonus eine klare Absage. Das ist nicht nur sehr bedauerlich, sondern wird dem enormen Fachkräftebedarf in Baden-Württemberg und der Vielzahl der hiesigen Unternehmen, in denen sich zeitnah die Frage der Nachfolge stellen wird, nicht gerecht. Die Argumentation des Ministeriums, es gäbe ja nur einen marginalen Rückgang der Meisterabschlüsse, verkennt die tatsächliche Situation.“, so Rülke unter Verweis auf eine aktuelle Antwort des Wirtschaftsministeriums auf einen Antrag der FDP/DVP Fraktion und ihres Sprechers für Handwerk und Mittelstand, Prof. Dr. Erik Schweickert (Landtags-Drucksache 16/5166).

Dieser kritisiert auch die Begründung des Ministeriums, das die Meisterprämie mit dem Verweis auf eine mögliche bundesrechtliche Regelung bis zum Ende der Legislaturperiode pauschal ablehnt. „Vor diesem Hintergrund ist es mindestens irritierend, dass etwa in Bayern sogar eine Erhöhung des Meisterbonus von 1500 auf 2000 Euro zur Jahresmitte realisiert wird. Nicht nur dort hat man den Stellenwert der beruflichen Bildung erkannt – insgesamt zwölf Länder gewähren einen Meisterbonus. Drei Länder haben die Prämie erst zum Jahresbeginn bzw. zur Jahresmitte 2019 eingeführt und verlassen sich insoweit nicht auf ungewisse Maßnahmen des Bundes.“.

Meisterbonus in BW 16-5166 (2)

Zur Entscheidung der Bundesamtes für den Verfassungsschutz, die AfD zum Prüffall zu erheben, sagte der Vorsitzende der FDP/DVP Fraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke:

„Der Auftrag des Verfassungsschutzes ist klar. Als Frühwarnsystem soll er verfassungsfeindliche Bestrebungen beobachten, analysieren und den zuständigen Stellen melden. Angesichts der extremistischen Entwicklungen in der AfD und im Dunstkreis der AfD ist es richtig, dort genau hinzuschauen. Anhaltspunkte liefern auch AfD-Politiker aus Baden-Württemberg genug. Unsere freie Gesellschaft ist vielfältigen extremistischen Angriffen ausgesetzt, sie muss sich wehrhaft zeigen. Vom Verfassungsschutz erwarte ich dabei eine rechtlich einwandfreie Prüfung. Es darf der AfD nicht gelingen, sich als Opfer zu stilisieren.“

Zum plötzlichen Tod des CDU-Landtagsabgeordneten Bernhard Lasotta sagt der Vorsitzende der FDP/DVP Fraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke:

„Mit großer Betroffenheit hat unsere Fraktion vom plötzlichen Tod von Bernhard Lasotta erfahren. Wir verlieren einen sympathischen, kompetenten und geschätzten Kollegen. Unsere Gedanken und Mitgefühl sind bei seiner Familie.“

Zur Meldung, wonach 108 Millionen Euro aus dem Landeswohnraumförderprogramm im Jahr 2018 nicht abgerufen wurden, sagt die wohnungsbaupolitische Sprecherin der FDP/DVP Fraktion, Gabriele Reich-Gutjahr:

„Es ist bezeichnend, dass 108 Millionen Euro aus dem Landeswohnraumförderprogramm nicht abgerufen wurden. Das zeigt nämlich, dass die Neuausrichtung des Programms fehlgeht, bei dem die individuelle Eigentumsbildung immer weiter aus dem Blick geriet. Im Jahr 2017 blieben auch schon 50 Millionen im Topf. Damals vertröstete uns die Ministerin mit dem Hinweis, dass viele potentielle Antragsteller auf die Neuauflage des Landesprogramms im Jahr 2018 warten würden, um dann ihre Anträge zu platzieren. Die aktuellen Zahlen sprechen aber eine ganz andere Sprache. Sie belegen nämlich, dass sich die Ministerin mit ihrem opulenten  Landeswohnraumförderprogramm auf dem Irrweg befindet. Hoffentlich landen die nicht abgerufenen Mittel nun nicht auch noch in kommunalen Förderprogrammen, die mit dem individuellen Eigentumserwerb als originäre Intention des Landesprogramms überhaupt nichts mehr zu tun haben. Wir brauchen vielmehr eine Neuausrichtung des Programms, die diesem Aspekt wieder hinreichend Beachtung schenkt.“

Zu Forderungen aus der CDU-Landtagsfraktion in der heutigen Stuttgarter Zeitung, im Klimaschutzgesetz des Landes bis zum Jahr 2030 noch höhere Minderungsziele für Treibhausgas-Emissionen festzulegen, als es das grün-geführte Umweltministerium in seinem Entwurf vorsieht, erklärt der Sprecher der FDP/DVP-Fraktion für Energiewirtschaft und Klimapolitik, Andreas Glück:

„Jetzt hat sich die CDU energiepolitisch vollends verrannt. Erst hat die grün-schwarze Landesregierung im August fünf Jahre nach der Einführung des damals schon sinnfreien Landesgesetzes für Klimaschutz eingeräumt, dass Baden-Württemberg die Klimaschutzziele für 2020 voraussichtlich um 2 bis 6 Prozentpunkte verfehlen wird, weil das Land anders als der Bund und die Europäische Union die zentralen Stellschrauben des Klimaschutzes gar nicht in der Hand hat. Dann schlägt der grüne Umweltminister Untersteller trotzig neue landesgesetzliche Minderungsziele für 2030 vor und nun meint ausgerechnet die CDU, dies noch übertrumpfen zu müssen. Was Grün-Schwarz hier treibt, ist ein skurriles Schauspiel.“

Glück bleibt bei seiner Einschätzung, dass das Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg überflüssig sei. Das Land könne weder den europäischen Emissionshandel gestalten noch die Emissionsvorgaben der EU für die Automobilhersteller regeln. Das Land könne nicht das Erneuerbare-Energien-Gesetz des Bundes ändern, oder die Ausschreibungen der Bundesnetzagentur gestalten. Und das Land könne leider auch nicht die dringend erforderliche steuerliche Absetzbarkeit energetischer Gebäudesanierungen beschließen, die in Bundestag und Bundesrat immer wieder an schwarzen oder grünen Spielchen scheitere. Insofern seien gesetzliche Selbstverpflichtungen des Landes pure Augenwischerei, findet Glück.

Ebenfalls falsch sei die Forderung der CDU, das Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) des Landes fortzuschreiben und um zusätzliche Erfüllungsoptionen zu erweitern. „Richtig ist die Beobachtung, dass das EWärmeG in seiner jetzigen Fassung eine Klimaschutz-Bremse ist, weil seine Auflagen den Tausch des Heizkessels stark verteuern und somit dazu führen, dass Hauseigentümer nicht auf hoch effiziente Brennwertkessel umsteigen, sondern den alten Kessel noch zig Mal reparieren lassen“, erläutert Glück. Die plausible Schlussfolgerung daraus könne aber nicht sein, das EWärmeG noch weiter zu verkomplizieren. „Dieses Gesetz hat sich nicht bewährt und gehört deshalb einfach abgeschafft“, fordert der Energiepolitiker der Freien Demokraten.

Mit Spott reagiert der Vorsitzende der FDP/DVP Fraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, auf die Zumeldung des Staatssekretärs im Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration, Wilfried Klenk, zu seiner gestrigen Pressemitteilung:

„Wenn Staatssekretär Klenk von Aufwachen redet, dann spricht er offenbar über sein eigenes Schlafbedürfnis. Dass das Innenministerium mehr als einen Tag braucht, um eine Pressemitteilung von mir – und dann noch derart primitiv – zu kommentieren spricht Bände. Offenbar ist dieses Ministerium mit seinen Pressemitteilungen genau so langsam wie mit der Digitalisierung im Lande Baden-Württemberg.“ Rülkes Fazit: „Der Staatssekretär ist genauso von gestern wie die Pressemitteilungen, die er kommentiert!“

Das Thema Digitalisierung wird ein Schwerpunkt der FDP/DVP Fraktion im Jahr 2019 sein. Nach der Klausurtagung seiner Fraktion in Karlsruhe zu Jahresbeginn kündigte dies der Vorsitzende der FDP/DVP Fraktion, Dr. Hans Ulrich Rülke, an. Die grün-schwarze Landesregierung versage in dieser wichtigen Zukunftsfrage für den Standort Baden-Württemberg in erschreckendem Maße, so Rülke, und stellte in Aussicht „der Regierung das Thema Digitalisierung vorzudeklinieren.“

Er erinnerte an das Desaster um die Bildungsplattform „Ella“, bei der die Landesregierung nun viel Energie und Geld investieren müsse, um die fatalen Folgen ihres unprofessionellen Vorgehens zu kaschieren. „Damit haben Digitalisierungsminister Strobl und Kultusministerin Eisenmann ihre Visitenkarte des Versagens schon abgegeben. Dies ist aber nur eine Leerstelle der Landesregierung“, erinnerte Rülke, „die flächendeckende Versorgung mit leistungsfähigem Glasfasernetz und die Änderungen in praktischen Abläufen in fast allen Lebensbereichen sind Handlungsfelder, bei denen von dieser Landesregierung nicht viel zu erwarten sein wird“. Mit der Zuständigkeit für Digitalisierung im Ministerium Thomas Strobls sei der Bereich aus seiner Sicht zum Scheitern verurteilt. „Wer wie der Innenminister schon ganz augenfällig mit dem Bereich Innere Sicherheit hoffnungslos überfordert ist, ist wohl kaum geeignet, um diesen Zukunftsbereich tatkräftig zu lenken“, kritisierte Rülke und wiederholte die Forderung der FDP/DVP Fraktion nach einem eigenen Digitalisierungsministerium in Baden-Württemberg.

Als Auftakt des Jahresprojekts Digitalisierung beschloss die FDP/DVP Fraktion ein Impulse mit dem Titel „Arbeit 4.0 – Chancen und Herausforderungen eines digitalen Arbeitswelt“. „Innovation als wichtige Triebfeder für unsere Wirtschaft hängt unmittelbar mit der Arbeitswelt 4.0 zusammen“, stellte Rülke fest und hob hervor: „Unser aller Wohlstand hängt davon ab, ob gerade in den kleinen und mittleren Unternehmen bei uns die Digitalisierung gelingt.“

Grundlage dafür sei eine dementsprechende Bildung. Rülke forderte ein „Bildungsupdate“ für Baden-Württemberg, bei dem nicht nur das Interesse an Naturwissenschaften und Technik von Anfang an stärker gefördert werden müsste, sondern der Umgang mit den vernetzten Informationen zur Selbstverständlichkeit gehörte. „Die junge Generation wächst in einer digitalisierten Welt auf. Wir dürfen es nicht zulassen, dass die Schulen die einzigen Relikte der Papier- und Kreidezeit bleiben“, forderte Rülke und wiederholte seine Kritik an der ablehnende Haltung des Ministerpräsidenten gegenüber des Bund-Länder-Digitalpakts für die Bildung. „Die grün-schwarze Regierung kann sich ihre bockige Haltung angesichts des eigenen Rückstands überhaupt nicht leisten“, kritisierte Rülke. In Betrieben sei digitale Weiterbildung ein entscheidender Zukunftsfaktor. Statt die Betriebe darin mit mehr Freiheiten zu unterstützen, belaste der Staat diese noch mit unsinnigen und fehlgehenden Regelungen zu  Bildungsurlauben oder ließe diese alleine mit den oft schwer nachvollziehbaren Regelungen der neuen Datenschutzgrundverordnung.

Digitalisierung wirke sich positiv auf das eigenständige Arbeiten aus, verbessere die Zusammenarbeit und ermögliche insbesondere eine bessere Vereinbarkeit des beruflichen und privaten Lebens, nicht zuletzt durch neue digitale Tools wie Cloudworking, Smartphones und Home Office, so die Fraktion in ihren Thesen. „Wir kommen weg von Stechuhren mit starren Arbeitszeiten“, so Rülke dazu. Die Frage der Arbeitszeitgesetze sei vor diesem Hintergrund eine Schlüsselfrage des Personalmarkts, denn leistungsfähige Mitarbeiter könnten nur noch mit modernen Arbeitszeitangeboten gewonnen und gehalten werden. Der rechtliche Rahmen dazu sei das letzte Mal vor 20 Jahren angepasst worden, Änderungen seien schon lange überfällig. Aber auch in diesem Punkt lasse die Landesregierung keinerlei Aktionsbereitschaft erkennen, so Rülke und erinnerte an zahlreiche Vorstöße der FDP/DVP Fraktion zu Bundesratsinitiativen für eine Flexibilisierung der Arbeitszeitgesetzgebung.

„Der digitale Raum kennt keine Landesgrenzen oder Schutzzäune“, warnte Rülke und bezog dies nicht nur auf Privatdaten von Politikern und Privatpersonen, wie im jüngsten Fall, sondern auch auf schützenswerte Daten von Unternehmen. Besonders kleinen und mittleren Unternehmen fehle hier momentan oft noch das nötige Problembewusstsein. Diese Sorglosigkeit gefährde ganze Branchen, so Rülke und regte an, dass die Einrichtung der Cyberwehr zur Schärfung des Problembewusstseins auch stärker mit Gefährdungsanalysen auf die Betriebe zugehen müsste.

Impulspapier Arbeit 4.0 – Chancen und Herausforderungen einer digitalen Arbeitswelt

Zu den erneuten Verwerfungen in der AfD-Landtagsfraktion mit dem Misstrauensbeschluss der Mehrheit der Fraktionsmitglieder gegen den eigenen Fraktionsvorstand sagt der Vorsitzende der FDP/DVP Fraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke:

„Ein weiterer Akt im Schmierentheater der AfD spielt sich ab. Die AfD-Landtagsfraktion ist auf dem Weg nach Rechtsaußen und stellt sich auf die Seite der Antisemiten und Demokratieverächter in den eigenen Reihen. Ob diese neuerliche Säuberungsaktion wieder zu einer Spaltung führt, wird sich zeigen. Der Landtag sollte aber nicht schon wieder die Bühne für diese Schmierenkomödie abgeben.“

Zu den Forderungen der kommunalen Spitzenverbände zur Schaffung von mehr Wohnungen durch die Kommunalverbände und die Bauwirtschaft sagt die wohnungsbaupolitische Sprecherin der FDP/DVP Fraktion, Gabriele Reich-Gutjahr:

„Die wenigen verfügbaren Flächen stellen neben den rechtlichen Hürden das zentrale Nadelöhr beim Wohnungsbau dar. Es wird uns nicht gelingen, die dringend benötigten Wohnungen zu bauen, wenn wir nicht bedeutend mehr Fläche gewinnen können. Dazu brauchen wir Erleichterungen im Baurecht, die über die zu kurzschrittigen Pläne der Landesregierung hinausgehen. Für uns ist schon lange klar, dass sich die Landesregierung endlich von der Netto-Null beim Flächenverbrauch verabschieden muss, die sich angesichts der tatsächlichen Bedarfe als nicht praktikabel erwiesen hat. Aber auch die Hoheit und Freiheit kommunaler Flächenplanung muss gestärkt werden. Vor Ort weiß man am besten Bescheid, wo die Bedarfe und Potentiale liegen. Die von der Landesregierung verfolgten Pläne zur Aufstockung von Bauten und der Innenverdichtung reichen dabei als Befreiungsschlag für den Wohnungsbau nicht aus.“

Zum Vorstoß der SPD, die Kinderbetreuung bis zum Schuleintritt kostenlos zu machen, sagte der bildungspolitische Sprecher der FDP/DVP Fraktion, Dr. Timm Kern:

„Der Vorstoß der SPD mag gut gemeint sein. Wir Freie Demokraten halten ihn jedoch für den Ausdruck einer falschen Prioritätensetzung. In Baden-Württemberg besuchten 99,0 Prozent der Kinder im letzten Kindergartenjahr 2013 eine Kinderbetreuungseinrichtung, bundesweit waren es im Jahr 2018 95 beziehungsweise 97 Prozent bei den 4- und 5-Jährigen. Auf der anderen Seite gibt es bei der frühkindlichen Bildung mehrere Großbaustellen. Zu nennen sind hierbei unter anderem die Sprachförderung, die durchaus ausbaufähig ist, eine Leitungszeit, damit die Einrichtungsleitungen die Qualität voranbringen können, der Orientierungsplan, den die derzeitige grün-schwarze Landesregierung nicht für verbindlich erklären will, und schließlich die Tageseltern, deren familiäre und flexible Betreuungsform immer noch nicht der Betreuung in einem Kindergarten oder einer Kita gleichgestellt sind. All diese Großbaustellen haben aus Sicht der FDP/DVP Fraktion klar Vorfahrt vor einer kostspieligen allgemeinen Beitragsfreiheit verdient. Dabei sind auch wir Freie Demokraten für Beitragsbefreiungen – aber nur für diejenigen Eltern, welche die Beiträge nicht aufbringen können.“

Rede von Dr. Hans-Ulrich Rülke, Vorsitzender der FDP/DVP Fraktion:

– Es gilt das gesprochene Wort –

„Meine Damen und Herren,

am Dreikönigstag des Jahres 2019 ist unsere Republik, wie auch unser Land Baden-Württemberg, geprägt von einer großen Handlungsarmut der Politik. Diese Handlungsarmut speist sich aus Selbstzufriedenheit; Selbstzufriedenheit ob hoher Steuereinnahmen und Rekordständen bei der Beschäftigung.

Was aber wie ein schleichendes Gift immer weniger und weniger wird, das ist die Wettbewerbsfähigkeit dieses Landes. 2014 lagen wir weltweit noch auf Platz 6, 2018 nur noch auf Platz 15, Tendenz weiter fallend. Die Merkels und Kretschmänner dieser Welt in ihren scheinbar großen Koalitionen stellen fest, dem Land gehe es gut, und sie behaupten in ihren Regierungserklärungen auch noch, das sei  ihr Verdienst.

Wie sagte doch der Aphoristiker Rudolf Mitsch: „In alten Märchen steckt oft mehr Wahrheit, als in neuen Regierungserklärungen.“ Wir sind eben nicht auf die nächste Krise vorbereitet. Wir haben eben nicht das Schiff wetterfest gemacht. Und wir haben nicht die Hausaufgaben für die Zukunft gemacht, sondern es wurden soziale Wohltaten verteilt. Bei den Sozialversicherungsbeiträgen der Arbeitnehmer liegt Deutschland auf Platz 59 von 63 Ländern.

Was, meine Damen und Herren, müssen wir stattdessen tun im Jahre 2019, möglicherweise am Vorabend der nächsten Krise in Deutschland und Europa?

 

Erlauben Sie mir, sechs Felder zu umreißen, wo dringender Handlungsbedarf herrscht:

 1.) Wir brauchen statt konsumtiver Ausgaben Investitionen in die Infrastruktur. Vor allem in die digitale Infrastruktur!

In Baden-Württemberg gibt es mittlerweile mehr Funklöcher, als neuangemeldete Patente.

Nach der Landtagswahl hat unser Land einen Digitalisierungsminister im Nebenberuf bekommen. Einen Migranten aus Berlin. Thomas Strobl wird er genannt. Ihn mag Marie von Ebner-Eschenbach im Sinn gehabt haben, als sie einst sagte: ‚Über das Kommen mancher Menschen tröstet uns nur die Aussicht  darauf, dass sie auch wieder gehen.‘ Was dieser Minister anpackt geht schief.

Reden wir dabei gar nicht über seine Hauptaufgabe als Innenminister.
Reden wir nicht über das leere Versprechen von 1500 zusätzlichen Polizeistellen.
Reden wir nicht darüber, dass er in Sigmaringen verdeckte Ermittler verraten hat.
Reden wir nicht davon, dass er in Ellwangen rechtsfreie Räume zugelassen hat.
Und reden wir nicht über sein Versagen im Vergewaltigungsfall Freiburg!

Sondern reden wir davon, dass das Leuchtturmprojekt der Digitalisierung im Lande, die Bildungsplattform ‚Ella‘ im Desaster geendet ist.
Und reden wir davon, dass er den Ausbau der digitalen Infrastruktur um keinen Deut vorangebracht hat. Es muss endlich Schluss damit sein, dass die Telekom prähistorische Kupferkabel verlegt, sondern die Politik muss ihr vieles Geld dazu nutzen, dass endlich moderne Glasfaserleitungen in diesem Land verlegt werden.

Neuerdings wendet sich Thomas Strobl ja plötzlich der Künstlichen Intelligenz zu, abgekürzt ‚KI‘. Dazu kann ich nur sagen: Wo der gesunde Menschenverstand fehlt, hilft Künstliche Intelligenz auch nicht mehr viel!

2.) Wir brauchen im Kampf gegen den Fachkräftemangel eine bessere Bildungspolitik und endlich, endlich ein Einwanderungsgesetz, das den Namen auch verdient.

Keine halbgaren Zuwanderungskompromisse einer Union, die nur noch von der Angst vor der AFD getrieben ist, sondern endlich den Mut, die Zuwanderung in unser Land so zu regeln, wie es den Erfordernissen unseres Arbeitsmarktes entspricht.

Und wir brauchen auch endlich das Geld des Bundes für die Digitalisierung der Schulen, statt des Bildungsprovinzialismus einiger Länder. Das Haupthindernis auf diesem Weg heißt Winfried Kretschmann,  der zu diesem Thema gesagt hat: ‚I lass mehr doch vom Bund net ind  Bildung neischwätze.‘ Meine Damen und Herren, ein polnisches Sprichwort sagt: Die gefährlichste Waffe sind die Menschen kleinen Kalibers.

Wer in acht Jahren Baden-Württemberg von einem Spitzenplatz unter den Bundesländern in der Bildung ins untere Mittelfeld geführt hat,…
Wer in acht Jahren die weltweit anerkannte Duale Ausbildung zugunsten einer Gemeinschaftsschulideologie kaputt gemacht hat,…
Und wer in acht Jahren den Fachkräftemangel dadurch verschärft hat, dass er den Leuten eingeredet hat, der Mensch fange erst beim Abitur an,…

…der braucht sich nicht davor zu fürchten, dass ihm irgendwer hineinredet, sondern der sollte froh sein, wenn von irgendwoher Hilfe kommt!

3.) Die Politik darf über Bürokratieabbau nicht immer nur reden, sondern muss endlich auch einmal handeln.

Es kann nicht sein, dass eine Eigentumsübertragung in Deutschland mehr als 50 Tage dauert.
Es kann auch nicht sein, dass eine Unternehmensgründung in Deutschland im Schnitt neun Behördengänge erfordert, aber international nur sechs. Hier muss die Politik endlich etwas ändern!

4.) Es wird höchste Zeit einzusehen, dass die Energiewende verkorkst ist.

Wir haben in Deutschland mit fast 30 Cent pro Kilowattstunde den höchsten Energiepreis in der EU wegen einer ideologischen Energiepolitik.

Wir sollten schleunigst einsehen, dass Windkraft dort Sinn ergibt, wo Wind auch weht und unsere Stärke in Baden-Württemberg eher bei Themen wie der Energieeffizienz zu suchen ist.

5.) Wir müssen – vor allem im Verhältnis zur USA – auch steuerlich wettbewerbsfähiger werden. Die Körperschaftssteuer muss sinken und der Soli muss endlich weg!

Beim Solidaritätszuschlag verweigert sich die SPD und die Union lügt, dass sich die Balken biegen. Jetzt will man den Soli scheinheilig streichen, aber bei den Jamaika-Verhandlungen ist man der FDP keinen Millimeter entgegen gekommen.

Wenn ich mir die steuerpolitischen Debatten innerhalb der GroKo anschaue, so ist das ein Trauerspiel. Bertrand Russell hat einmal gesagt: ‚Manche Menschen würden eher sterben, als zu denken.‘ Und in der Tat:  Sie tun es!

Zur finanzpolitischen Wettbewerbsfähigkeit gehört aber auch die Sanierung der Haushalte. Derzeit verhandeln wir mit der Landesregierung über die Implementierung der Schuldenbremse in die Landesverfassung. Die Landesregierung will dabei einen gewissen Spielraum für haushaltspolitische Notzeiten. Diese wird es mit der FDP nur geben, wenn der jetzige Spielraum deutlich mehr für die Schuldentilgung genutzt wird, als Grüne und Schwarze sich das vorstellen. Die FDP will nämlich eine Finanzpolitik, die auch noch die Generationen von Kindern und Enkeln im Blick hat.

6.) Hören wir auf damit, mit der Automobilindustrie unseren wichtigsten Wohlstandsanker selbst zu zerstören!

Schluss mit Fahrverboten auf Grund absurder Grenzwerte! Wir brauchen Technologieoffenheit bei den Antriebssystemen.

Höchste Zeit wird es, einem Winfried Hermann in den Arm zu fallen, in seinem Kampf gegen das Automobil und damit letztlich auch gegen die Zuliefererindustrie in diesem Lande. Wenn im Landtag von Baden-Württemberg über dieses Land als Automobilstandort gesprochen wird, darüber wie viele Arbeitsplätze am Verbrennungsmotor hängen, dann schüttelt ein Verkehrsminister Hermann nur den Kopf. Hier gilt ein Satz des amerikanischen Schriftstellers Truman Capote:

‚Bevor Du den Kopf schüttelst, vergewissere Dich, dass Du überhaupt einen hast!‘

Doch abschließend ein versöhnliches Wort an diese Landesregierung:
Bei allem Streit in der Sache eint die demokratischen Fraktionen doch ihr gemeinsames Bekenntnis zum Rechtsstaat und zur Parlamentarischen Demokratie. Leider gilt dies nicht für alle in diesem Parlament.

Wenige Tage vor Weihnachten wurden wir im Landtag Zeuge eines neuerlichen Tumults der AfD-Fraktion. Zielscheibe war auch dieses Mal wieder die Landtagspräsidentin, Muhterem Aras. Ihr persönlicher Werdegang beweist, dass diese Gesellschaft integrationsfähig ist: Vom Migrantenkind, das kein Wort Deutsch spricht, über Bildung zur beruflichen Selbständigkeit. Anschließend über die Kommunal- in die Landespolitik. Schließlich an die Spitze des Parlaments unseres Landes. Dieser Werdegang beweist auch, welche Chancen man in dieser Gesellschaft hat, wenn man integrationswillig ist und sich zu den Werten dieses Staates und dieser Gesellschaft bekennt. Und deshalb werden wir uns als Liberale immer vor Frau Aras stellen, wenn Rassisten die Legitimität der baden-württembergischen Landtagspräsidentin in Frage stellen, nur weil sie nicht in Deutschland geboren ist!

Im Jahre 2018 hat die AfD in der baden-württembergischen Landespolitik der Präsidentin das Recht abgesprochen, sich an deutscher Erinnerungskultur zu beteiligen. Sie hat ihr gesagt, sie möge ein Parlament in Anatolien führen. Sie hat Quoten als ein Instrument für ‚hässliche Frauen‘ bezeichnet. Sie sprach von anderen Abgeordneten als ‚Koksnasen‘ und wiederholt von ‚Volksverrätern.‘ Außerdem hat diese Partei einen Abgeordneten immer noch nicht ausgeschlossen, der bei jeder Gelegenheit von einer ‚jüdischen Weltverschwörung‘ schwadroniert.

Gelegentlich wird mir gesagt, diese Partei erhalte zu viel Aufmerksamkeit, man solle sie doch besser ignorieren. Dazu kann ich nur sagen: Wir müssen aufpassen, dass sich Geschichte nicht wiederholt. Die Weimarer Republik hätte man nicht dadurch retten können, dass die Demokraten die Demokratieverächter ignoriert hätten. Aber vielleicht hätte man die Demokratie von Weimar dadurch retten können, dass die Demokraten den Radikalen geschlossen entgegen getreten wären.

Meine Damen und Herren, so möchte ich mit einem Satz von Jean-Paul Sartre schließen: ‚Wenn Ihr Eure Augen nicht gebraucht um zu sehen, so werdet Ihr sie brauchen, um zu weinen.‘

Ich danke Ihnen ganz herzlich!“

Zur Berichterstattung über die Belastungen bei Gerichten, Staatsanwaltschaften und im Strafvollzug sagte der rechtspolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion, Nico Weinmann:

„Die Aufrechterhaltung unseres Rechtsstaats ist eine der Kernaufgaben der Landesregierung. Dazu gehört auch die Anpassung der personellen Situation in der Justiz, dem Strafvollzug und bei den Sicherheitsbehörden an die Erfordernisse der Zeit. Hier haben die von Ministerpräsident Kretschmann geführten Landesregierungen jahrelang völlig desinteressiert agiert und viel zu wenig getan. Der Unmut von Richterbund, den Strafvollzugsbediensteten und den Polizeigewerkschaften ist daher nur zu verständlich und richtig.

Allein die gerichtlichen Asylverfahren haben sich in den Jahren 2007 bis 2017 mehr als verfünfzehnfacht, von 3.193 auf 47.906. Statt frühzeitig auf diese Entwicklung zu reagieren, hat die Landesregierung mit Millionenbeträgen Ministerien aufgebläht und überflüssige Stellen beispielsweise in der Umweltverwaltung geschaffen. Auch auf die seit dem Jahr 2015 steigende Zahl der Gefangenen im Justizvollzug wurde nicht adäquat reagiert. Mittlerweile ist Baden-Württemberg bundesweites Schlusslicht bei der Relation der JVA-Bediensteten zu den Gefangenen. Während bei uns 34,75 Bedienstete auf 100 Gefangene kommen, sind es im bundesweiten Durchschnitt immerhin 41,76. In keinem andern Bundesland muss ein JVA-Bediensteter so viele Gefangene im Blick behalten. Dabei platzen die Justizvollzugsanstalten aus allen Nähten und macht die zunehmende Heterogenität der Gefangenen die Arbeit der Angehörigen des Justizvollzugs besonders schwer. Es rächt sich, dass die Grünen den Neubau der JVA Rottweil jahrelang verzögerten und die Justizvollzugsanstalten nicht besser ausstatteten.

Nun ist es zwar gut, dass sich Justizminister Wolf mit der Schaffung zusätzlicher Stellen um eine Verbesserung der Situation bemüht. Vergleicht man diese aber mit dem Bedarf und die Zahl der neuen Stellen mit dem, was die Grünen ideologisch motiviert an Stellen schaffen, muss man weiterhin eine völlig falsche Prioritätensetzung der Landesregierung  konstatieren.“

Zur heutigen Pressemitteilung des Innenministeriums zum Sonderstab „Gefährliche Ausländer“ sagte der innenpolitische Sprecher der FDP/DVP Fraktion, Prof. Dr. Ulrich Goll:

„Der Sonderstab ‚Gefährliche Ausländer‘ verdeutlicht, dass in unserm Land die Belange von Sicherheit und Migration nicht richtig in Einklang gebracht sind. So ist es zwar zu begrüßen, wenn 34 gefährliche Ausländer aufgrund der Arbeit des Sonderstabs das Land verlassen mussten. Sicherheitsbehörden, Ausländerbehörden und die Justiz sollten allerdings flächendeckend so gut zusammenarbeiten, dass es keiner Sonderstäbe bedarf. Hier haben die Landes- und die Bundesregierung noch viel nachzuholen. Der Sonderstab ist nicht die Lösung für alle Probleme, wie der erfolglos dem Sonderstab gemeldete, mit 29 Straftaten bekannte Hauptverdächtige der Freiburger Gruppenvergewaltigung beispielhaft zeigte. Gleichzeitig muss das Migrationsrecht praktikabler ausgestaltet werden. Man kann nicht zufrieden sein, wenn im Zeitraum vom 1. Juni 2017 bis 31. Mai 2018 landesweit insgesamt 8.030 Abschiebungen geplant wurden, davon aber 4.886 scheiterten, wenn in den zwölf Monaten bis Mai 2018 aus den Landesaufnahmeeinrichtungen 583 Personen abgeschoben werden, 1.406 Abschiebungsversuche aber scheitern.

Der Rechtsstaat zeigt sich auch alles andere als durchsetzungsstark, wenn einer der Rädelsführer der Gewalt gegen die Polizei in Ellwangen nach seiner Abschiebung mit einem neuerlichen Asylantrag zurück nach Deutschland gelangt. Der Drehtüreffekt, dem der Sonderstab 2018 in 10 Fällen mit Wiedereinreisesperren begegnete, muss grundsätzlicher angegangen werden.“

Zur Meldung, dass Wissenschaftsministerin Bauer mehr Geld gegen Studienabbrüche verspricht, sagte der hochschulpolitische Sprecher der FDP/DVP Fraktion, Stephen Brauer: 

„Die niedrige Studienabbrecherquote im Land ist erfreulich. Man muss allerdings auch sehen, dass nun mit beträchtlichem finanziellen Aufwand von über 20 Mio. Euro in den Jahren 2019 und 2020 die politische Prämisse der vergangenen grün-roten Regierungskoalition zu retten versucht wird, die jeden zweiten jungen Menschen an die Hochschule bringen sollte. Aktuell dürfte sich bei genauer Betrachtung zeigen, dass diese Ausgaben und die Einnahmen aus den Gebühren für Studierende von außerhalb der EU sich ungefähr die Waage halten. Damit würde der Studienerfolg aller gewissermaßen durch die internationalen Studierenden finanziell getragen. Redlicherweise muss die Ministerin nämlich eingestehen, dass die zusätzlich finanzierten Angebote, wie etwa die Tutoren- und Mentoren-Programme, in Zeiten allgemeiner Studiengebühren bereits hochschulindividuell existierten. Es ist unsauber und Augenwischerei, wenn man einerseits millionenschwere Förderprogramme ausbringt, aus vermeintlicher finanzieller Not heraus aber die internationalen Studierenden zur Kasse bittet.

Nach der Abschaffung der allgemeinen Gebühren werden die studienunterstützenden Maßnahmen nun aus dem Landeshaushalt finanziert, den die Ministerin mit den Ausländer-Studiengebühren zu konsolidieren versucht, die an einigen Hochschulen schon jetzt zu kräftigen Verwerfungen geführt haben. Ich halte es für angezeigt, über die Einführung nachlaufender Studiengebühren nachzudenken, mit denen alle Studierenden gleichermaßen an den Kosten ihrer Ausbildung beteiligt werden.“