Rems-Murr-Kliniken sind wegweisend


Nicht jede Mutter kann ihr frühgeborenes Baby schon von Geburt an mit der eigenen Muttermilch ausreichend versorgen. Andere wiederum erzeugen mehr als ihr eigenes Frühchen benötigt. Hier setzt die Frauenmilchbanken an: Nach strenger Untersuchung von Spenderin und Milch auf Krankheiten und Keime wird die überschüssige Milch in der Frauenmilchbank gesammelt und an jene Frühgeborene weitergeben, die sonst auf industrielle Ersatzprodukte angewiesen wären. Tiefgekühlt ist die Spendermilch bis zu sechs Monate haltbar.

Der gesundheitspolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion, Jochen Haußmann, hat zu diesem wichtigen Thema Gesundheitsminister Lucha angeschrieben, um die Versorgungssituation im Land Baden-Württemberg abzufragen. Bereits 2020 haben die Rems-Murr-Kliniken die erste Frauenmilchbank in der Region eingerichtet. Im zertifizierten Perinatalzentrum Level 1 am Rems-Murr-Klinikum Winnenden können Frühgeborene mit gespendeter Muttermilch versorgt werden. „Überrascht bin ich, dass das Sozialministerium als oberste Krankenhausplanungsbehörde keinen Überblick über die Anzahl und die Arbeit von Frauenmilchbanken in Baden-Württemberg vorliegen hat.“ Laut dem Jahresbericht des Netzwerks Frauenmilchbanken Baden-Württemberg sind zehn Kliniken in Baden-Württemberg darin organisiert: Als sogenannte Hub-Kliniken, die auch Milch aus anderen Kliniken annehmen und weiterverteilen, fungieren das Universitätsklinikum Freiburg und die von Ihnen beschriebenen Rems-Murr-Kliniken Winnenden; die Universitätskinderklinik Tübingen ist als Hub-Klinik in Vorbereitung. Als Depot-Kliniken fungieren die sieben baden-württembergischen Kliniken Ortenau-Klinikum, Hegau-Bodensee-Klinikum Singen, Schwarzwald-Baar-Klinikum, Klinikum Esslingen, Kliniken Böblingen, Klinikum Ludwigsburg sowie die Universitätskinderklinik Mannheim. Laut Jahresbericht des Netzwerk Frauenmilchbanken Baden-Württemberg war demnach im Sommer 2025 eine weitere Frauenmilchbank am Universitätskinderklinikum Heidelberg im Aufbau. Weitere Frauenmilchbanken am Klinikum Stuttgart, am Universitätskinderklinikum Ulm sowie an der Kinderklinik Lörrach dienen nach dem Jahresbericht des Netzwerks ausschließlich zur internen Versorgung.

Im Rahmen der Umsetzung der Ziele des Nationalen Gesundheitszieles „Gesundheit rund um die Geburt“ und der bekannten Vorteile der Ernährung mit Muttermilch für die zu früh geborenen Kinder sind diese Entwicklungen grundsätzlich zu begrüßen. Da dies keine Kassenleistung ist, hat sich das Netzwerk Frauenmilchbanken Baden-Württemberg um finanzielle Unterstützung beworben. Bisher gibt es keine Förderung vom Land Baden-Württemberg. „Ich halte es für wichtig, dass das Land im Rahmen der Krankenhausplanung die auch Versorgungssituation der Frauenmilchbanken berücksichtigt, damit wir nicht nur in zehn Kliniken diese hervorragende Versorgung anbieten können.“

 

Fokus sollte auf eine unideologische Herangehensweise gerichtet werden


Zum Jahresbericht 2025 des Rechnungshofs erklärt das Mitglied des Finanzausschusses, Silvia Hapke-Lenz im Rahmen der dazugehörenden Landtagsdebatte:

„Der Rechnungshof ist das Fleisch gewordenen finanzielle Gewissen. Und auch dieser Jahresbericht hat wieder Erstaunliches hervorgebracht. So wird das Auswahlverfahren für Schulpsychologen als unerhört kompliziert entlarvt. Auch kurzfristige Förderungen im Verkehrsministerium sind immer dann erstaunlich unkompliziert, wenn es auf den ideologischen Kurs der Grünen einzahlt.

Und das fällt mir in meiner Zeit im Landtag auf: eine ideologische Herangehensweise kostet am Ende mehr als es bringt. Wer den gesunden Menschenverstand hinter politischen Geländegewinnen zurückstellt, schadet am Ende allen. Wenn ein Wunsch für die nächste Regierung gefragt ist, dann: bitte keine ideologische Herangehensweise mehr!“

Änderung der Geschäftsordnung ahndet Verfälschen von Tatsachen


Mit einem interfraktionellen Antrag änderte der Landtag seine Geschäftsordnung. Das Verfälschen von Videos, Bildern oder Audioformaten aus dem Plenum des Landtags kann nun durch Ordnungsmaßnahmen gegen den verursachenden Abgeordneten geahndet werden. Dazu sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Parlamentarische Geschäftsführer der FDP/DVP-Fraktion, Jochen Haußmann:

 

„Als FDP ist uns die Meinungsfreiheit besonders wichtig. Die FDP hat sich seit ihrer Gründung immer für Bürgerrechte und freie Meinungsäußerung stark gemacht. Dazu gehört es auch, kontroverse Meinungen zu vertreten oder auszutauschen. Wir halten nichts davon, wenn beispielsweise Politiker wie der ehemalige Wirtschaftsminister Habeck Menschen und die Justiz mit völlig übertriebenen Strafverfahren einschüchtern und lahmlegen. Auch das gefährdet unsere Demokratie.

 

Bei der heutigen Änderung der Geschäftsordnung geht es nicht um das Bestrafen von Meinungen. Es geht um Konsequenzen für den Abgeordneten, der Videos, Bilder oder Sprachaufnahmen aus dem Plenum des Landtags so fälscht oder manipuliert, dass sie zur Verächtlichmachung des Parlaments genutzt werden können. Das ist ein zentraler Unterschied. Meinungsfreiheit ist zu schützen. Aber wer anhand gefälschten Materials der Bevölkerung weis machen will, es ist im Landtag etwas passiert, was tatsächlich so nicht passiert ist, der verdient keinen Schutz. An der Stelle geht es nicht um Meinungen, sondern um den Betrug am Bürger.

 

Es ist bedauerlich, dass solche Maßnahmen überhaupt notwendig sind. Und es ist bezeichnend für den Zustand unserer politischen Kultur, dass wir mittlerweile solche Maßnahmen ergreifen müssen. Mit der heutigen Änderung der Geschäftsordnung setzt der Landtag aber ein klares Zeichen, dass derartige Manipulationen nicht geduldet werden“

 

Weitere Verbesserungen in Richtung echter Freiheit für automatisierte Kleinläden notwendig


Prof. Dr. Erik Schweickert, Sprecher für Mittelstand, Handwerk und Tourismus der FDP-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg, kommentiert das „Gesetz zur Änderung des Gesetzes über die Ladenöffnung Baden-Württemberg“ der Fraktionen Grüne und CDU:

„Der heute von den Regierungsfraktionen vorgelegte Gesetzesentwurf ist um Längen besser als der ursprüngliche Entwurf der Landesregierung zur Ladenöffnung. Er zeigt damit, dass Opposition wirkt. Unsere Kritik an der Berücksichtigung der Gottesdienstzeiten, am Mikromanagement gegenüber Ladenbesitzern oder dem Misstrauen gegenüber den Bürgern hat Wirkung gezeigt und die Landesregierung hatte nicht mehr den Mut, ihren fehlerhaften Gesetzesentwurf weiterzuverfolgen.

Dass der neue Gesetzentwurf aus der Feder der beiden Regierungsfraktionen stammt, zeigt gleichzeitig, dass diese ihrer eigenen Landesregierung misstrauen und ihr Gestaltungskraft und Mut zur Veränderung absprechen. Damit zeigt das Handeln der Regierungsfraktionen, was wir schon lange wissen: Es ist Zeit für eine neue Regierung.

Leider ist aber auch der neue Gesetzesentwurf zu kurz gesprungen. Die Differenzierung zwischen guten und schlechten Feiertagen, ein Genehmigungsvorbehalt für Kommunen oder ein Verbot von Beschickung und Wartungen am Sonntag sind unnötig. Wir brauchen echte Freiheit für die automatisierten Kleinläden und echte Eigenverantwortung für die Bürger – beides aber wollen Grüne und CDU nicht. Daher braucht auch der neue Gesetzesentwurf weitere Verbesserungen!“

 

 

 

 

Das Land braucht einen großen Baubürokratieabbau


Zum Gesetzentwurf der Landesregierung zur Beschleunigung von Bauvorhaben für die Bundeswehr erklärt Prof. Dr. Erik Schweickert, Sprecher für Landesentwicklung der FDP/DVP Fraktion, in der Landtagsdebatte:

„Das ist ein Bau-Turbo – aber nur auf einer Spur. Die Bundeswehr darf durch, Kommunen, Wohnungsbau und Zivilschutz stehen weiter im Stau. So sieht Bürokratieabbau mit VIP-Ausweis aus.

Aber Resilienz endet nicht am Kasernentor. Feuerwehrhäuser, Rettungswachen, Krankenhäuser, Notstrom und Warninfrastruktur sind Teil unserer Verteidigungsfähigkeit. Selbst Landkreistag und Normenkontrollrat fordern, weiterzugehen – die Landesregierung ignoriert das.

Der Großteil der Bürokratie sitzt im EU- und Bundesrecht. Wer Tempo will, muss im Bund liefern – nicht nur Ankündigungen machen. Auch beim Wohnungsbau fehlt jeder Reformmut. Wenn Freistellungen für Kasernen möglich sind, dann auch für Wohnungen. Alles andere ist keine Notwendigkeit, sondern mangelnder Wille.

Wir sagen Ja zur Beschleunigung für die Bundeswehr. Aber wir sagen Nein zu einer Entbürokratisierung, die nur funktioniert, wenn ‚Bundeswehr‘ draufsteht. Weniger Bürokratie muss für alle gelten – sonst bleibt es Stückwerk.“

Effektives Management von Biber und Saatkrähe ohne grüne Verblendung.


Das Vorhaben der CDU, Biber und Saatkrähe in das Jagd- und Wildtiermanagementgesetz (JWMG) aufzunehmen, wurde im Dezember 2025 durch das grüne Umweltministerium blockiert, obwohl der Spitzenkandidat der Grünen, Cem Özdemir, dies beim Landesbauerntag 2025 öffentlich zugesagt hatte. Die FDP/DVP-Fraktion unterstützt den Vorstoß der CDU und hat deshalb einen eigenen Gesetzentwurf eingebracht. Anlässlich der Ersten Beratung fordert der Vorsitzende der FDP/DVP-Fraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke:

 

„Özdemir segelt auch beim Wildtiermanagement unter falscher Flagge. Beim Landesbauerntag hat er scheinheilig behauptet, mit ihm wäre es unproblematisch zu machen, dass Biber und Saatkrähe dem JWMG unterstellt werden. Die Grünen aber haben im Anschluss eine entsprechende Rechtsverordnung des Landwirtschaftsministeriums blockiert. Das zeigt auch, was bei den Grünen das Wort ihres Spitzenkandidaten zählt, nämlich nichts. Wir unterstützen den richtigen und wichtigen Vorstoß der CDU und haben deshalb einen eigenen Gesetzentwurf eingebracht, mit dem Biber und Saatkrähe ins JWMG aufgenommen werden sollen. Die grüne Natur- und Artenschutzromantik müssen wir beenden, sie geht komplett an der Realität vorbei. Wir brauchen in Baden-Württemberg ein faktenbasiertes und effektives Wildtiermanagement ohne ideologische Verblendung.“

 

Der natur- und forstpolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion, Klaus Hoher ergänzt:

 

„Biber und Saatkrähe haben sich massiv im Land ausgebreitet. Biber überfluten Felder sowie Wälder und richten massive Schäden an kritischer Infrastruktur an. Das gefährdet im schlimmsten Fall Menschenleben. Saatkrähen zerstören Ernten und verkoten Gebäude. Sie sind daher auch ein Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung. Die Aufnahme von Biber und Saatkrähe in das JWMG ermöglicht Monitoring, Prävention, Management und rechtssichere Entnahme im Problemfall aus einem Guss. Der bisherige Flickenteppich an willkürlichen Einzelfallentscheidungen für Ausnahmegenehmigungen durch Naturschutzbehörden sowie zig Managementplänen und Verordnungen hingegen ist ineffektiv und geht mit exzessiven Kosten und Bürokratie einher. Nur mit einem angepassten Jagdrecht können wir Biber und Saatkrähe landesweit einheitlich, rechtssicher und im Sinne einer schlanken Verwaltung managen“.

 

Der Petitionsausschuss ist das direkte Drahtseil zwischen Bürgern und Parlament


Zum Bericht des Vorsitzenden des Petitionsausschusses, sagte der Sprecher für Petitionen der FDP/DVP-Fraktion, Dr. Christian Jung:

 

„Der Petitionsausschuss ist gelebte Bürgernähe – er hält dem Staat den Spiegel vor. Wer daneben noch eine Bürgerbeauftragte installiert, baut Doppelstrukturen statt Lösungen. 154 Bürgerbeauftragte sind besser als eine: Unsere Abgeordneten sind vor Ort ansprechbar – und der Petitionsausschuss ist die zentrale, wirksame Anlaufstelle.

Angesichts tausender Eingaben wird deutlich: Der Druck im Land wächst – und viele Konflikte sind hausgemacht. Bei Steuersachen spüren Bürger die Folgen einer schlecht erklärten und komplizierten Grundsteuerreform. Bei der Windenergie zeigt sich, was passiert, wenn Planung gegen Akzeptanz vor Ort durchgedrückt wird. Am Ende bleiben Frust, Rechtsunsicherheit und das Gefühl, nur noch per Petition gehört zu werden.

 

Wenn Bürger sich massenhaft mit Petitionen wehren müssen, ist das ein Alarmsignal: Die Bürokratie wuchert wie Efeu über Zuständigkeiten und Verantwortung. Wir müssen Regeln vereinfachen, Verfahren entschlacken und Entscheidungen nachvollziehbar machen.“

 

Statt an der Qualität sparen zu wollen, sollten wir an Bürokratie und Vorgaben sparen – Freie Demokraten fordern pragmatische Lösungen, die gleichzeitig die Qualität sichern


Zur Meldung, wonach Baden-Württemberg bei der Ausstattung mit Fachpersonal in Kitas bundesweit Spitzenreiter ist, sagt der Sprecher für frühkindliche Bildung der FDP/DVP-Fraktion, Dennis Birnstock:

 

„Die Studie mag auf den ersten Blick beruhigend wirken und ein Grund zur Freude sein, doch die – auf dem Papier – hervorragenden Ergebnisse in der Ausstattung mit Fachpersonal dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir in der frühkindlichen Bildung vor enormen Herausforderungen stehen. Gerade die Ergebnisse der Bildungs- und Vergleichsstudien der letzten Jahre und die bekannten Probleme der Kinder im weiteren schulischen Verlauf zeigen klar: Wenn wir Bildung ernst nehmen und zurück an die Spitze wollen, müssen wir ganz am Anfang ansetzen. Frühkindliche Bildung ist das Fundament des weiteren schulischen und beruflichen Bildungsweges. Es wäre daher der falsche Weg, nun aus Kostengründen Standards aufweichen zu wollen oder sich an schlechteren Betreuungsrelationen zu orientieren. Wer am Fundament spart, riskiert, dass das gesamte Bildungshaus Risse bekommt – zulasten der Kinder und der Fachkräfte, die jeden Tag Herausragendes leisten.

 

Statt an der Qualität sparen zu wollen, sollten wir an Bürokratie und Vorgaben sparen, die die Arbeit vor Ort erschweren. Denn angesichts von Kita-Platz-Mangel, zu großen Gruppen und Notbetreuung kann von einem Goldrahmen in der frühkindlichen Bildung und Betreuung nicht die Rede sein. Statt unnötiger Diskussionen über die Absenkung vermeintlich zu gut beschaffener Standards brauchen unsere Kindertagesstätten spürbare Entlastung und eine pragmatische Öffnung für zusätzliches Personal. Dafür braucht es die Entlastung der Fachkräfte durch Verwaltungs-, Hauswirtschafts- und Zusatzkräfte von nicht pädagogischer Arbeit, die Ausweitung multi-professioneller Teams, eine Erhöhung der Ausbildungskapazitäten der Praxisintegrierten Ausbildung (PiA) und des Direkteinstiegs Kita, die Erweiterung des Fachkräftekatalogs und ein Anwerbeprogramm für Erzieherinnen und Erzieher, um für Fachkräfte aus ganz Deutschland und dem Ausland attraktiv zu sein.

 

Wir Freie Demokraten werden uns in der kommenden Legislatur dafür einsetzen, dass die frühkindliche Bildung durch pragmatische Lösungen, die gleichzeitig die Qualität sichern, zu einem stabilen Fundament für erfolgreiche Bildungsbiografien wird. “

 

Grünen haben unsere Wirtschaftsinteressen gefährdet.


In der Aktuellen Debatte „Schlecht für´s Land – Grüner Irrweg bei Mercosur gefährdet Industriearbeitsplätze“ äußerte sich der Fraktionsvorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, wie folgt:

 

„Wenn man durch baden-württembergische Unternehmen unterschiedlichster Größe kommt, ist der Befund immer ähnlich: Zurückhaltung bei Investitionen, Nachdenken über Produktionsverlagerung. Gerade die Mittelständler sagen uns: Wir sind diesem Standort treu, aber die Politik macht es uns nicht leicht”, so Rülke. „In dieser Situation bietet sich mit Mercosur die Chance, über mehr Freihandel mit dem südamerikanischen Markt etwas für unsere Wirtschaft zu tun. Und dann ziehen die Grünen im Europäischen Parlament zu Felde, um das Ganze zu verhindern.”

Besonders problematisch sei, dass die Grünen dabei gemeinsam mit rechtspopulistischen Parteien wie der AfD gegen das Abkommen gestimmt hätten. „Die Grünen sind sich nicht zu schade, gemeinsame Sache mit Demokratiefeinden zu machen. Sie sollen anderen nie wieder etwas über Brandmauern erzählen.”, kritisierte Rülke.

Der FDP-Fraktionschef wies darauf hin, dass auch der Stuttgarter Europaabgeordnete der Grünen Michael Bloss den verheerenden Entschließungsantrag zur Einholung eines EuGH-Gutachtens selbst unterzeichnet habe – genau jene Strategie, die das Abkommen verzögern sollte. „Der Spitzenkandidat der Grünen, Özdemir, erklärt dann, Baden-Württembergs Grüne hätten damit nichts zu tun. Aber der einzige grüne Abgeordnete aus Baden-Württemberg im Europäischen Parlament hat diesen Antrag persönlich unterschrieben. Das ist die Unwahrheit, die hier von Özdemir verbreitet wurde. So jemand darf in unserem Land keine Verantwortung übernehmen.“

In seiner zweiten Wortmeldung legte Rülke nach: „Gerade in Zeiten, in denen wir in einer neuen sicherheitspolitischen Realität leben und die Notwendigkeit für Mittelmächte besteht, gemeinsam vorzugehen, ist es umso wichtiger, bei Mercosur zusammenzuarbeiten. Wo waren Sie, Herr Ministerpräsident, als dieser Entschließungsantrag im Europäischen Parlament eingereicht wurde? Warum haben Sie da nicht eingegriffen?”

Rülke forderte die Grünen auf, Farbe zu bekennen: „Die demokratische Mitte hat in diesem Parlament in den letzten Jahren immer zusammengestanden, wenn es um Herausforderungen von ganz rechts oder ganz links ging. Aber die demokratische Mitte hat nicht zusammengestanden bei der Abstimmung im Europäischen Parlament. Da haben die Grünen gemeinsam mit Rechtsradikalen Sache gemacht. Ihr Europaabgeordneter war beteiligt. Wenn Sie ehrlich sind, dann müssen Sie auch diesen Herrn kritisieren und die Behauptung zurücknehmen, dass die baden-württembergischen Grünen nichts damit zu tun haben.”

 

Die europapolitische Sprecherin der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Alena Fink-Trauschel fügte hinzu:

 

„Es geht in dieser Debatte um die Grundsatzfrage, ob Baden-Württemberg ein offenes, exportstarkes Industrieland bleibt oder ob wir uns aus ideologischen Gründen schrittweise selbst vom Weltmarkt abkoppeln. Baden-Württemberg lebt vom Export -von Maschinen, Fahrzeugen und Technologien, die hier entwickelt und weltweit gebraucht werden. Deshalb sind neue Handelsabkommen wie Mercosur und das gasten beschlossene Abkommen mit Indien so wichtig. Sie sind große Freihandelsprojekte und echte Wachstumsimpulse für ein Land, das wirtschaftlich unter Druck steht. Wer Mercosur ablehnt, schwächt Europas Handlungsfähigkeit und schadet unserem Wirtschaftsstandort. Das müssen auch Özdemir und seine grünen Parteikollegen endlich einsehen.

 

Jetzt braucht es ein klares Ja zu Mercosur und Indien. Baden-Württemberg darf sich nicht aus ideologischen Gründen vom Welthandel abkoppeln. Freihandel sichert Arbeitsplätze und stärkt unseren Industriestandort.“

 

Gedenkstätte und Schloss Grafeneck dauerhaft als Erinnerungsort bewahren


Im Rahmen der heutigen Debatte zum überparteilichen Entschließungsantrag zur Sicherung der Gedenkstätte Grafeneck sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP/DVP-Fraktion, Dr. Timm Kern:

“In Grafeneck sind im Jahr 1940 staatlich organisiert 10.654 Menschen in einer als Duschraum getarnten Gaskammer getötet worden. Diese Menschen wurden nicht von heute auf morgen Opfer. Ihre Existenz wurde zuvor entwürdigt. Sie wurde staatlich infrage gestellt, vermessen, bewertet und für wertlos erklärt. Was in Grafeneck geschehen ist, war kein Zufall und kein dunkles Kapitel ohne Akteure. Es war das Ergebnis von Entscheidungen, von Gesetzen, von Verwaltungsakten – und von Menschen, die Macht hatten und sie verheerend missbraucht haben.

Wir Demokratinnen und Demokraten können und müssen streiten. Wir dürfen hart ringen um den richtigen politischen Weg. Es gibt jedoch eine klare Grenze: Es gibt einen Punkt, an dem es keine Abstufungen, keine Graubereiche und keine taktischen Abwägungen gibt. Und das ist Artikel 1 unseres Grundgesetzes: ‚Die Würde des Menschen ist unantastbar.‘ Sobald Menschenfeindlichkeit offen geäußert wird, darf kein Demokrat schweigen und es darf kein taktisches Verhalten mehr geben.

Der heute beratene überparteiliche Entschließungsantrag setzt genau hier an. Er sichert Grafeneck als die zentrale Erinnerungs- und Mahnstätte für die 10.654 Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen. Zugleich wird Grafeneck damit für viele tausende Menschen ein Ort der individuellen Trauer und des kollektiven Gedenkens sowie ein Raum für Forschen, Lernen und Begegnung bleiben.

Unser heutiger gemeinsamer Antrag ist ein sichtbares und starkes Zeichen, dass Demokratinnen und Demokraten bei diesem Thema geschlossen zusammenstehen.“

FDP-Politik wirkt: Zum ersten Mal wird ein Problemwolf legal zum Abschuss freigegeben


Die FDP fordert seit Jahren, Problemwölfe zum Abschuss freizugeben. Zur Meldung, dass Umweltministerin Walker heute eine Ausnahmegenehmigung erteilt hat, um den im Nordschwarzwald ansässigen Wolfsrüden GW2672m durch ein spezialisiertes Jagd-Team legal abschießen zu lassen, weil dieser sich Menschen teilweise bis auf wenige Meter näherte, meint der Vorsitzende der FDP/DVP-Fraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke:

 

„Unsere Politik wirkt. Einen Tag vor der Beratung unseres Gesetzentwurfs zur Änderung des Jagdrechts in Baden-Württemberg wird nach 180 Jahren zum ersten Mal ein Wolf im Land legal zum Abschuss freigegeben.

 

Dabei hatte sich Umweltministerin Walker noch vor wenigen Wochen gegen eine Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht gestellt und damit den Spitzenkandidaten ihrer eigenen Partei, Cem Özdemir, vorgeführt. Dieser hatte beim Landesbauerntag im November 2025 vollmundig verkündigt, mit ihm könnten Problemwölfe in Baden-Württemberg geschossen werden.

 

Nun, genau einen Tag vor der Beratung unseres Gesetzentwurfs zur Änderung des Jagd- und Wildtiermanagementgesetzes in Baden-Württemberg, gibt Umweltministerin Walker über eine Ausnahmegenehmigung den Wolf zum Abschuss frei. Der Wolf GW2672 wird so als Opferlamm für Özdemirs Wahlkampf in die Geschichte eingehen. Denn natürlich wollen die Grünen nach der Wahl wieder jeden Wolf schützen, egal wie gefährlich er für Mensch und Tier ist. Vielleicht ist deshalb auch der NABU bereit, den einen Wolf für die PR-Masche zu opfern.“

 

Freie Demokraten wollen einen Ganztag, der durch Qualität und Vielseitigkeit überzeugt – Konkrete Vorschläge liegen seit Jahren vor, doch Kultusministerin Schopper bleibt tatenlos und schiebt Verantwortung ab


Die Ergebnisse einer vom VBE beauftragten forsa-Umfrage zum Thema Ganztagsbetreuung, kommentiert der Sprecher für frühkindliche Bildung und Ganztagsbetreuung der FDP/DVP-Fraktion, Dennis Birnstock:

 

„Die aktuelle forsa-Umfrage im Auftrag des VBE zeigt schonungslos: Baden-Württemberg ist auf den Ganztag nicht vorbereitet. Die Umsetzung des Rechtsanspruchs zum 01. August dieses Jahres droht krachend zu scheitern. Wenn 29 % der befragten Schulleitungen davon ausgehen, dass die Betreuung im kommenden Schuljahr nicht sichergestellt werden kann und an 67 % aller Grundschulen keine pädagogische Mindestqualifikationen für das eingesetzte Personal vorliegen, dann ist das eine bildungspolitische Bankrotterklärung der grün geführten Landesregierung.

 

Seit über vier Jahren hätte Kultusministerin Theresa Schopper Zeit gehabt, den Ganztag gründlich vorzubereiten. Doch statt Personal zu akquirieren und zu qualifizieren, Kommunen verlässlich zu unterstützen und klare Rahmenbedingungen bezüglich Qualität der Angebote und Einbindung der außerschulischen Akteure zu setzen, wurde Verantwortung einfach weitergereicht – wahlweise an die Kommunen oder den Bund. Und als Ersatz für konkrete Maßnahmen präsentierte das grüne Kultusministerium mit dem Leitbild Ganztag viel hübsche Prosa ohne jegliche Verbindlichkeit. Wer so Politik macht, baut ein Haus aus Pappkarton und hofft, dass Sturm und Regen ausbleiben.

 

Wir Freie Demokraten warnen seit Jahren davor, den Ganztag zur bloßen Aufbewahrung verkommen zu lassen. Daher fordern wir landesweit verbindliche Qualitätsstandards und einen differenzierten Fachkräftekatalog mit Mindestqualifikation und Möglichkeiten der Weiterqualifizierung für das eingesetzte Personal. Es ist ein eklatanter Widerspruch, wenn die grün geführte Landesregierung sich mit einem Masterplan Kinderschutz schmückt, im Ganztag aber willentlich beide Augen verschließt.

 

Seit Jahren legen wir Freie Demokraten unter Einbindung aller Experten und Beteiligten konkrete Vorschläge vor: Von einem Fachkräftekatalog über die Einrichtung von Koordinierungsstellen bis hin zu klaren Vorgaben für die Ferienbetreuung und die Einbindung außerschulischer Akteure.

 

Unser Ziel ist klar: Qualität vor Quantität, Chancen statt Chaos und ein Ganztag, der die Wahlfreiheit der Familien stärkt und durch Qualität und Vielseitigkeit überzeugt.“

 

 

Deutsche Grüne verbünden sich in Straßburg mit der AfD zur Mercosur-Verhinderung


Der Vorsitzende der FDP/DVP-Fraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, kommentiert die heutige Abstimmung des Europaparlaments zur EuGH-Prüfung des Mercosur-Deals wie folgt:

„Während Cem Özdemir scheinheilig in Baden-Württemberg den Abschluss des Mercosur-Handelsabkommens feiert, verbünden sich die deutschen Grünen im Europaparlament mit der AfD, um das Abkommen zu verhindern. Die baden-württembergische Wirtschaft kann auf das wichtigste Freihandelsabkommen unserer Zeit nicht verzichten. In Zeiten neuer Zölle und des Zweifels an traditionellen Bündnissen brauchen wir dringend neue Märkte und Absatzkanäle.

Özdemir sollte endlich aufhören, ständig unter falscher Flagge zu segeln. Es ist nicht gerade redlich, den Wählerinnen und Wählern in Baden-Württemberg Zusagen zu machen, die von der eigenen Partei abgelehnt werden.“

 

Entscheidung über Rückzahlung der rechtswidrig zurückgeforderten Corona-Soforthilfen lange überfällig


Prof. Dr. Erik Schweickert, Sprecher für Mittelstand, Handwerk und Tourismus der FDP-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg, kommentiert die heutige Bekanntgabe der Rückzahlung von rechtswidrig zurückgeforderten Corona-Soforthilfen:

„Die Wirtschaftsministerin teilt mit ihrer Bekanntgabe, die rechtswidrig zurückgeforderten Corona-Hilfen wieder an die betroffenen Unternehmen auszuzahlen, letztlich nur mit, was die Betroffenen und der Landtag, inklusive ihrer eigenen Regierungsfraktionen von ihr erwartet haben. Alles andere wäre eine Bankrotterklärung für Sie gewesen. Die von ihr noch als ‚laufend‘ bezeichneten Gespräche mit dem Finanzministerium müssen nun schnellstmöglich abgeschlossen und vollständige Klarheit darüber geschaffen werden, wie die Rückzahlung genau ablaufen soll. Die Verantwortung für weitere Verzögerungen darf jetzt nicht zwischen dem Finanzminister und der Wirtschaftsministerin hin- und hergeschoben werden. Ein Schwarzer-Peter-Spiel verbietet sich! Man hatte jetzt eineinhalb Jahre Zeit, um darüber nachzudenken, wie man im Falle einer Niederlage vor Gericht vorgeht und auch die Regierungsfraktionen haben zuletzt immer betont, dass im Haushalt ausreichende Rücklagen geschaffen wurden! Die Unternehmen erwarten deshalb Antworten und zwar jetzt.

Mein Vorschlag steht seit Wochen: Ein unbürokratisches Förderprogramm, bei dem alle Unternehmen antragsberechtigt sind, die bis einschließlich 7. April 2020 Soforthilfe beantragt und Rückzahlungen zu leisten hatten. Die notwendigen Daten, um diese zu kontaktieren, liegen vor. Jetzt muss gehandelt werden!

Darüber hinaus muss es weitere Diskussionen darüber geben, was mit denjenigen Unternehmen geschieht, die ihre Hilfen erst ab dem 8. April 2020 beantragt haben und damit nicht mehr unter die gerichtlich beanstandete Richtlinie des Ministeriums fallen. Denn die Regelungen der nachfolgenden Verwaltungsvorschrift zur Rückzahlung mögen zwar rechtskonform formuliert gewesen sein, sie atmen aber den gleichen Geist wie in der Richtlinie.“

Biber und Saatkrähe müssen dem Jagd- und Wildtiermanagementgesetz unterstellt werden.


Die FDP/DVP-Fraktion fordert die Aufnahme von Biber und Saatkrähe in das Jagd- und Wildtiermanagementgesetz (JWMG) und hat einen entsprechenden Gesetzentwurf eingebracht. Anlässlich der öffentlichen Anhörung dazu fordert der agrarpolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion, Georg Heitlinger:

 

„Die ideologiegetriebene Schutzpolitik der Grünen hat ermöglicht, dass sich Biber und Saatkrähe massiv im Land ausbreiten konnten. Die Auswirkungen sind fatal. Es kommt infolge von Biberaktivitäten immer häufiger zur Vernässung oder Überflutung von land- und forstwirtschaftlichen Flächen oder fischereiwirtschaftlichen Anlagen sowie zu Konflikten an kritischer Infrastruktur der Wasserversorgung, was im schlimmsten Fall Menschenleben gefährdet. Saatkrähen verursachen erhebliche Schäden in der Landwirtschaft, indem sie Saatgut und junge Pflanzen wie Mais, Sonnenblumen und Zuckerrüben fressen. In Städten und Gemeinden verkoten sie Gebäude, was auch eine Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung darstellt. Ein Kurswechsel hin zu einem effektiven, rechtssicheren Management von Biber und Saatkrähe ist daher unumgänglich. Wir müssen sie dem Jagd- und Wildtiermanagementgesetz (JWMG) unterstellen.“

 

Der natur- und forstpolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion, Klaus Hoher, ergänzt:

 

„Unser Gesetzentwurf ist die adäquate Reaktion auf die dynamische Entwicklung von Biber und Saatkrähe und der durch diese Wildtiere verursachten Schäden und Konflikte. Wir brauchen eine landesweite jagdrechtliche Lösung. Der aktuelle Flickenteppich an artenschutzrechtlichen Ausnahmegenehmigungen und Einzelfallentscheidungen der Naturschutzbehörden ist nicht nur ineffektiv. Das bisherige Vorgehen geht mit massiven Kosten und einem Bollwerk an Bürokratie einher. Das ist angesichts der Populationsentwicklung von Biber und Saatkrähe und der massiv steigenden Zahl von Schäden und Konflikten nicht mehr zu rechtfertigen. Nur mit einem angepassten Jagdrecht ist es möglich, landesweit einheitlich schnell und rechtssicher sowie im Sinne einer schlanken Verwaltung zu reagieren, ohne dabei den Arten- oder Tierschutz infrage zu stellen. Ein professionelles Management beugt Konflikten und Schäden vor, schützt die Art und erhöht die gesellschaftliche Akzeptanz.“

Freie Demokraten diskutieren mit renommierten Expertinnen und Experten über Herausforderungen des Bildungssystems – Schulen müssen entlastet, gestärkt und zielgerichtet weiterentwickelt werden


Zur gelungenen Veranstaltung der FDP/DVP-Fraktion mit dem Titel „Starke Bildung für ein starkes Land!“ mit über 100 Teilnehmern am Dienstagabend in Stuttgart äußern sich der bildungspolitische Sprecher der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Timm Kern sowie die Sprecherin für digitale und berufliche Bildung, Alena Fink-Trauschel, wie folgt:

 

Dr. Timm Kern:

 

„Die rege Teilnahme von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften, Pädagogen sowie Expertinnen und Experten aus Sport, Musik, Kunst, Jugendbildung und vielen weiteren Bereichen an unserem gestrigen Bildungsgipfel zeigt sehr deutlich, welche zentrale Bedeutung Bildung für unsere Gesellschaft hat. Baden-Württemberg war immer dann stark, wenn wir stark in Bildung waren: durch eine vielfältige Schullandschaft, durch Ingenieurskraft und durch Innovationen, die aus Ideen konkrete Realität gemacht haben. Das war die Grundlage unseres wirtschaftlichen Erfolgs. Klar ist aber auch: Wir können uns schlechte Bildung nicht leisten. Wenn wir unseren Wohlstand und unsere Zukunft sichern wollen, müssen wir zurück an die Bildungsspitze.

 

Uns Freien Demokraten ist es nicht nur gelungen, mit ausgewiesenen Expertinnen und Experten offen über die Herausforderungen unseres Bildungssystems zu diskutieren – mit der Landesvorsitzenden des Realschullehrerverbands, Frau Dr. Broszat, mit der stellvertretenden Landesvorsitzenden des Philologenverbands, Frau Claudia Grimm, mit dem Landesvorsitzenden des Berufsschullehrerverbands, Herrn Thomas Speck, sowie mit Prof. em. Dr. Hartmut Esser von der Universität Mannheim – sondern wir haben gemeinsam mit allen Teilnehmern kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen erörtert, die unsere Schulen und Lehrkräfte spürbar entlasten können. Dabei haben wir gemeinsam mit unseren Referentinnen und Referenten auch Wege aufgezeigt, wie wir unsere Bildungslandschaft wieder zielgerichtet und qualitätsvoll weiterentwickeln können.

 

Das klare Fazit unsere Bildungsgipfels lautet: Bildungsgerechtigkeit entsteht nicht durch Absenkung von Standards, sondern durch Effizienz und Leistung. Soziale Gerechtigkeit und Leistungsgerechtigkeit gehören zusammen. Wer jedem Kind echte Aufstiegschancen eröffnen will, muss Leistung ermöglichen, einfordern und fördern. Dafür braucht es klare Qualitätsstandards, verlässliche Leistungsanforderungen und ein Bildungssystem, das Stärken erkennt und gezielt weiterentwickelt. Unser Anspruch ist ein leistungsfähiges, gerechtes Bildungssystem, das Aufstieg durch Bildung wieder möglich macht – genau dafür werden wir Freie Demokraten uns mit aller Kraft einsetzen.“

 

 

Alena Fink-Trauschel:

 

„Bildung hat in Baden-Württemberg lange verlässlich funktioniert. Leistung, Aufstieg und Durchlässigkeit haben zusammengehört – dieses erfolgreiche Selbstverständnis steht heute jedoch massiv unter Druck. Die aktuellen Umfragen der Lehrerverbände, von Grundschulen bis hin zu beruflichen Schulen, sind ein deutliches Warnsignal für die bisherige Bildungspolitik der grün geführten Landesregierung. Aus der Praxis wird klar benannt, dass die schwindenden Basiskompetenzen und eine mangelnde Leistungsfähigkeit über alle Klassenstufen hinweg zu den größten Herausforderungen zählen. Hinzu kommen eine zunehmend heterogene Schülerschaft und gesellschaftliche Entwicklungen, die Schulen und Lehrkräfte immer stärker belasten. Dabei gilt: Schule ist kein gesellschaftlicher Reparaturbetrieb, aber sie muss auf gesellschaftliche Herausforderungen und Veränderungen angemessen reagieren können.

 

Genau hier müssen wir ansetzen. Wir müssen unsere Schulen endlich zielgerichtet von Bürokratie entlasten und ihnen Verwaltungskräfte an die Seite stellen. Lehrkräfte müssen sich wieder auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren können – das Unterrichten. Dafür braucht es insbesondere die Unterstützung durch multiprofessionelle Teams. Gleichzeitig wollen wir Kindern Leistungsanreize setzen, denen sie auch gerecht werden können. Das gelingt nur mit der passenden Schule für jede Begabung und einer verbindlichen Grundschulempfehlung für alle Schularten. Das Zusammenspiel der unterschiedlichen Schularten hat die Qualität und Leistungsfähigkeit des baden-württembergischen Schulsystems über Jahrzehnte ausgemacht. Genau dahin wollen wir Freie Demokraten wieder zurückkehren.“

Bürger müssen sich einschränken, aber bei „dicken Fischen“ wird nicht durchgegriffen.


Die Ergebnisse der heutigen Sondersitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft anlässlich der Aufklärung der Ereignisse rund um das monatelange Schweigen des Umweltministeriums im SF₆-Skandal in Baden-Württemberg kommentiert der klimapolitische Sprecher der Fraktion der FDP/DVP, Daniel Karrais:

 

„Der Umgang mit dem erheblichen Leck von klimaschädlichem SF6 wirft weiter Fragen auf. Über ein Jahr hinweg wurden der Landtag und die Öffentlichkeit nicht darüber informiert, dass eine Emission besteht, die rund das doppelte des Agrarsektors umfasst.

Das Vorgehen der des Umweltministeriums ist zu zögerlich. Obwohl klar ist, dass es nur ein Unternehmen in ganz Europa gibt, das SF6 im großen Stil herstellt, hat man erst um den heißen Brei herum geprüft, bevor Maßnahmen ergriffen wurden. Angesichts der hohen Detailliebe, in der sich die Grünen sonst in Sachen Klima-Maßnahmen engagieren, ist es nicht nachvollziehbar, warum man bei einer Emission solcher Ausmaße nur mit Samthandschuhen vorgeht. Jeder Einzelne muss sich im Kleinsten bei den Emissionen einschränken, bei den ‚dicken Fischen‘, wird dann aber nicht durchgegriffen. Das passt in keiner Weise zum eigenen Anspruch der Ministerin.

 

Umweltministerin Walker hatte deshalb wohl ein politisches Interesse daran, den SF₆-Skandal nicht in die Öffentlichkeit zu bringen. Das passt nicht zu den ideologischen Zielen der Grünen wonach Baden-Württemberg bereits 2040 klimaneutral werden will. Wohl deshalb hielt Walker es seit Bekanntwerden der hohen SF₆-Emissionen nicht für nötig, den Umweltausschuss frühzeitig und transparent zu informieren.

 

Aus Angst vor Schadensersatzklagen von Solvay verschleierte Walker die Emissionen gegenüber der Öffentlichkeit. Bezeichnend ist, dass im Jahr 2024 dreizehn Pressemitteilungen zum Wolf, aber keine einzige zu den SF₆-Emissionen veröffentlicht wurden. Aus Sicht der FDP hätte Walker nicht nur die Wahrung von Geschäftsgeheimnissen des Emittenten in den Mittelpunkt stellen dürfen, sondern auch eine öffentliche Information über die SF₆-Emissionen veranlassen müssen. “

 

Neue Verkehrsinfrastruktur erfreulich


Zur Berichterstattung über die Eröffnungsfahrt der Hermann-Hesse-Bahn, deren Reaktivierung laut Pressemappe des Verkehrsministeriums Gesamtkosten von 240 Mio. Euro verursacht haben soll, sagte der Sprecher für den ÖPNV der FDP/DVP-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg, Hans Dieter Scheerer:

 

„Zunächst einmal ist es für Calw erfreulich, dass es eine verbesserte Anbindung durch zusätzliche Verkehrsinfrastruktur bringt. Es lohnt gleichwohl ein Blick auf die Fakten. Gestartet wurde das Projekt mit taxierten 49 Mio. Euro. Dann ging es Stück für Stück steil aufwärts. Nicht zuletzt wegen Artenschutzmaßnahmen von rund 80 Mio. Euro. Nun soll angeblich bei 240 Mio. Euro der Endpunkt der Kostenentwicklung erreicht sein. Das ist nahezu eine Verfünffachung der Gesamtkosten! Ich sehe die Entwicklung als Fanal, endlich über die sehr hohen Standards des Artenschutzes nachzudenken. Niemand will ohne Not Tiere aus ihrem Lebensumfeld verdrängen. Ein Tunnel ist aber nicht unberührte Natur, sondern ein Ingenieurbauwerk. Wie will man denn jemandem, der verzweifelt eine Wohnung sucht, erklären, dass man für öffentlichen Wohnbau kein Geld hat, aber für einen Tunnel im Tunnel für Fledermäuse und andere Maßnahmen über 80 Mio. Euro kein Problem sind? Hier muss endlich umgesteuert werden. Alles andere ist Wasser auf die Mühlen von Populisten. Es braucht mehr Pragmatismus und Verhältnismäßigkeit statt sture Öko-Ideologie. Ich habe die Hermann-Hesse-Bahn von Anfang an kritisch begleitet. Vermutlich ist das auch der Grund, dass ich trotz fachlicher Betroffenheit und örtlicher Abgeordneter nicht zur offiziellen Einweihung am 31. Januar eingeladen wurde.“

Auch in der Energiepolitik des Landes braucht es dringend eine Wende.


Die bescheidene Windkraftbilanz im Südwesten kommentiert der energiepolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion, Frank Bonath, wie folgt:

„Umweltministerin Walker handelt sich beinahe jede Woche eine neue Niederlage ein. Nach dem gescheiterten Kohleausstieg und dem Klimaskandal in Bad Wimpfen folgt nun auch beim Windkraftausbau das erwartbare Debakel. 100 Anlagen pro Jahr wurden vollmundig versprochen, letztlich sind es gerade einmal 36 geworden. Daran ändert auch nichts, dass Umweltministerin Walker Rekorde bei den Genehmigungszahlen herbeiredet, die bei genauerem Hinsehen überhaupt nicht existieren und nur durch statistische Tricks konstruiert werden.

Es drängt sich der Eindruck auf, dass Walker ihre Amtsgeschäfte nicht ernst genug nimmt. Viel zu oft lässt sie sich im Umweltausschuss von ihrem Staatssekretär vertreten. Es wird mehr als deutlich: Auch in der Energiepolitik des Landes braucht es dringend eine Wende. Pflichterfüllung und Verantwortung müssen wieder an erster Stelle stehen.“

 

 

Mittelstand, Ladenöffnungsgesetz, Coronahilfen und Aufklärung Gas-Skandal Themen bei Klausurtagung


Der Vorsitzende der FDP/DVP-Fraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, berichtete über die Tagungsergebnisse der diesjährigen Winterklausur in Ulm. Die Klausurtagung widmete sich aktuellen politischen Themen.

 

Die Fraktion beschloss bei ihrer Sitzung ein Strategiepapier für eine bessere Energieversorgung in Baden-Württemberg. Dazu sagte der Fraktionsvorsitzende: „Der Beschluss soll den Erhalt der wirtschaftlichen Stärke Baden-Württembergs sichern, die wir in der kommenden, bürgerlichen Landesregierung umsetzen wollen. In Bayern sehen wir einen Verbündeten, um den Bau von Mini-Atomkraftwerken in den 30er-Jahren sowie Kernfusion nach Süddeutschland zu holen. Zudem haben wir Anfang Januar Kontakte zur argentinischen Regierung geknüpft und schlagen vor, die wirtschaftlichen Beziehungen zu vertiefen. Konkret wollen wir dort Gas sowie blauen und grünen Wasserstoff kaufen und den Aufbau der Infrastruktur dafür politisch flankieren. Im Gegenzug erhalten wir hier Wertschöpfung und erhoffen uns gesteigerte Exporte insbesondere von Industriegütern nach Argentinien.“

 

In der Diskussion ist derzeit ein Gesetzentwurf von den Regierungsfraktionen zur Reform der Ladenöffnungsregelungen für vollautomatisierte Kleinläden. Nach Aussage Rülkes ginge diese Reformabsicht der FDP-Fraktion nicht weit genug. Er kündigte an, dass seine Fraktion Änderungsanträge bei der Verabschiedung des Gesetzes einbringen werde. Ziel der Freien Demokraten sei es, ein Ladenöffnungsgesetz mit dem Ziel einer 24/7/365-Lösung für diese Geschäfte zu schaffen, die besonders in der Nahversorgung im ländlichen Raum eine wichtige Funktion wahrnehmen. „Diese Läden sollten uneingeschränkt öffnen dürfen. Die weiteren Verbote und Einschränkungen in den Bereichen Beschickung, Wartung sowie für spezifische Feiertage sind unnötig und gehören weg“, so Rülke.

 

Die Fraktion verabschiedete eine Initiative zur weiteren Verbesserung des Gesetzes zur Förderung des Mittelstandes. Für dieses jahrzehntealte Gesetz wurde ein Reformentwurf durch die Landesregierung eingebracht. Die Freien Demokraten sehen jedoch weitergehenden Änderungsbedarf. Dies betrifft vor allem verbindlicherer Vorschriften im Bereich des Bürokratieabbaus und zum Ausschluss unnötigen „Gold Platings“ bei der Umsetzung europäischer Vorgaben. Weitere Forderungen der FDP betreffen die wirkliche Reduzierung von Vorschriften nach dem One-In-Two-Out-Prinzip und ein Ablaufdatum, mit dem Rechtsvorschriften versehen werden sollen („Sunset-Klausel“). Die Fraktion erhoffe sich nach Aussagen Rülkes dadurch ein Mittelstandsförderungsgesetz, das seinen Namen auch wirklich verdiene.

 

Über drei Monate nach den Entscheidungen des Verwaltungsgerichtshofs (VGH) Mannheim zur Rückzahlung der Corona-Soforthilfen lässt die Landesregierung nach wie vor jede Auskunft vermissen, wie sie mit diesen Urteilen umgehen möchte und Gerechtigkeit für rund 90.000 Unternehmen erreicht werden soll. Rülke erklärt: „Diese Verzögerungs- und Hinhaltetaktik der Landesregierung ist unerträglich: Wir fordern daher, dass alle Coronasoforthilfeempfänger etwaige Rückzahlungen erstattet bekommen sollen! Dabei ist egal, ob es sich um die Fallgruppe 1 oder 2 handelt, ob die Unternehmer geklagt haben oder nicht oder ob sie nach Aufforderung oder freiwillig gezahlt haben.“ Es gebe keine Hilfeempfänger unterschiedlicher Klassen und alle müssten gleichbehandelt werden. Rülke weiter: „Wir schlagen dafür eine Billigkeitsleistung vor. So können die Zahlungen schnell und unbürokratische abgewickelt werden, ohne dass weitere zig Millionen an Verwaltungskosten entstehen. Die Konstellation aus Fallgruppe 1 soll dabei auch auf Fallgruppe 2 übernommen werden“, so seine Forderung.

 

Die Fraktion befasste sich mit der in der kommenden Woche stattfindende Sondersitzung des Umweltausschusses. Dabei geht es um das weitgehende Versagen des Umweltministeriums und seiner nachgeordneten Behörden angesichts des anhaltenden Austritts eines höchst klimaschädlichen Gases bei einer Chemiefirma Bad Wimpfen. „Die grüne Umweltministerin vertuschte diesen Vorgang und informierte das Parlament nicht. Dies ist ein Umweltskandal ungeahnten Ausmaßes“, so Rülke und verwies auf den immensen Schaden, der entstanden sei: „Auf den gesamten Zeitraum seit 2020 gerechnet entspricht dies einem CO2-Ausstoß von etwa einem doppelten des jährlichen CO2-Ausstoßes des gesamten deutschen Inlands-Flugverkehrs.“  Er forderte für seine Fraktion eine lückenlose Aufklärung.

 

 

 

Mietpreisbremse ist und bleibt wirkungslos


Zu Medienberichten, wonach in Baden-Württemberg jährlich 60.000 Wohnungen gebaut werden müssten, äußert sich der wohnungspolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion, Friedrich Haag, wie folgt:

„Der dramatische Wohnungsmangel in Baden-Württemberg spitzt sich weiter zu. Laut einer aktuellen Studie fehlen im Land bereits 196.000 Wohnungen – und ein Ende der Krise ist nicht in Sicht. Das eigens ins Leben gerufene Wohnbauministerium hat bislang keinerlei Wirkung entfaltet.

Die Studie zeigt deutlich: Um den Bedarf zu decken, müssten bis 2030 jährlich über 60.000 neue Wohnungen entstehen. Tatsächlich bleibt der Wohnungsbau jedoch weit hinter dem Notwendigen zurück. Steigende Baukosten, lange Genehmigungsverfahren und immer neue Auflagen bremsen Investitionen aus.

Grün-Schwarz hat den Wohnungsbau ideologisch in ein Korsett gezwängt. Mit PV-Pflicht und anderen Auflagen war die Landesregierung selber Kostentreiber. Wer bezahlbaren Wohnraum will, muss schnelleres Bauen ermöglichen, Verfahren entschlacken und private Investitionen wieder attraktiv machen – statt sie zu verteufeln. Auch die Wiederabsenkung der Grunderwerbssteuer ist längst überfällig.“

Initiative der Wirtschaftsministerin zu unterstützen


Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut hat sich an Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder gewandt und um Unterstützung gebeten, der Fluggesellschaft Emirates Verkehrsrechte am Stuttgarter Flughafen zu erteilen. Dazu sagt der Sprecher für den Luftverkehr der FDP/DVP-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg, Hans Dieter Scheerer:

 

„Ich begrüße die Initiative von Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut, die Anbindung und den Wettbewerb am Landesflughafen Stuttgart zu steigern. Baden-Württemberg als Exportland braucht erstklassige Direktverbindungen in die Welt. Ich frage mich: Wo ist in dieser wichtigen Frage Landes-Verkehrsminister und Aufsichtsratschef Winfried Hermann? Er müsste die Wirtschaftsministerin tatkräftig unterstützen, ginge es ihm um das Wohl unseres Bundeslandes.“

Liberale Akzente in der Donaustadt


Am Vorabend ihrer diesjährigen Winterklausur in Ulm führte die FDP-Landtagsfraktion wieder einen Bürgerdialog durch, am Dienstagabend im Panoramarestaurant mit Blick auf die Stadt und den Fluss. Das Format, bei dem Gespräch und der Austausch mit den Landtagsabgeordneten im Mittelpunkt steht, wurde eröffnet vom FDP-Fraktions- und Landesvorsitzenden Dr. Hans- Ulrich Rülke, der als Spitzenkandidat der Freien Demokraten in seiner Rede die wichtigsten Akzente und Anliegen der Liberalen auf den Punkt brachte.

 

Mit Blick auf die bevorstehende Landtagswahl am 8. März betonte Rülke, dass es um die Zukunft des Landes und auch der Liberalen insgesamt ginge. So wies er darauf hin, dass die FDP in Baden-Württemberg traditionell der erfolgreichste Landesverband sei und der Landtag von Baden-Württemberg das einzige Parlament in Deutschland, in dem die Liberalen seit Bestehen ununterbrochen als Fraktion mitwirkten. Als „Mutter aller Wahlen“ sei die bevorstehende Entscheidung für die Liberalen zu verstehen, auf Baden-Württemberg als liberales Stammland komme es an.

 

„Wichtiger als die Interessen einer Partei sind jedoch die Interessen des Landes“, so Rülke. Gerade Baden-Württemberg als starkes Wirtschafts- und Exportland erlebe derzeit eine beispiellose Krise, so seien Stellenverlagerungen und Kündigungswellen in Schlüsselbranchen wie der Automobil- und Zulieferindustrie eine konkrete Bedrohung, von der dann auch weitere Branchen wie der Dienstleistungsbereich unmittelbar betroffen seien. Hier stelle sich die Frage an die Politik: „Wie können wir der Wirtschaft, vor allem den kleinen und mittleren Betrieben helfen?“, so Rülke.

 

Ein großes Feld, in dem die Politik „ins Handeln kommen müsse“ sei zweifelsohne der Bürokratieabbau. Wie Rülke beschreibt, geht ein guter Teil der Arbeitsleistung in den Betrieben für die Bewältigung von Dokumentations- und Berichtspflichten drauf. Schuld daran sei in erster Linie die Regelungswut der europäischen Ebene, so seien alleine in den letzten fünf Jahren mehr als 13.000 zusätzliche Gesetze und Verordnungen entstanden. Das sei auch für die gesamte demokratische Ordnung eine Gefahr, denn viele Regelungen seien unverständlich: „Wenn die Menschen das nicht einsehen, werden sie sich rechtsradikalen Kräften zuwenden“, so Rülkes Warnung. Er fordert für die FDP in einem Akt Demokratischer Notwehr, Berichts- und Dokumentationspflichten für kleine Unternehmen von Seiten der Behörden auszusetzen. „Und im Zweifel würde ich es auf rechtliche Auseinandersetzungen dabei ankommen lassen“, so Rülke und berichtet, dass die Bundeswirtschaftsministerin hier bereits erste solche Maßnahmen eingeleitet hätte. Es könne ja wohl nicht sein, dass Deutschland mit der neuen Rekordverschuldung unter dem Bundeskanzler Merz einerseits massiv gegen die Schuldengrenze der europäischen Maastricht-Richtlinien verstoße und andererseits Angst vor Konsequenzen bei erforderlichen Maßnahmen beim Bürokratieabbau zeige: „Wer auf Maastricht pfeift bei der Frage der Schulden, der kann auf den bürokratischen Unsinn dreimal pfeifen, der aus Brüssel kommt!“

 

In diesem Zusammenhang sieht er auch die FDP-Forderungen nach einer Verwaltungsverschlankung im Land. Mit dem Vorschlag, die Landesverwaltung um zwei Ebenen zu reduzieren und massiv in die Digitalisierung einzusteigen, erhoffen sich die Liberalen eine mittelfristige Personaleinsparung von bis zu 20%. „Wir brauchen eine regelrechte Entschlackung in diesem Bereich, wie brauchen dabei eine Verstärkung der kommunalen Verantwortung und mehr Zutrauen in sinnvolle Entscheidungen, die vor Ort getroffen werden“, so seine Forderung.

 

Einen weiteren Teil seiner Rede widmete er der Transformation im Industriebereich, bei dem insbesondere die Zukunft des Verbrennungsmotors eine wichtige Rolle spiele. Diese bisherigen Maßnahmen freuten vor allem die Wirtschaft in China, die im Bereich der Batterietechnologie nicht nur einen deutlichen Vorsprung, sondern den kompletten Zugriff für entscheidende Rohstoffe für Elektromotoren hat. Rülkes Schluss daraus: „Die Zukunft muss technologieoffen sein, sie ist auch elektrisch, aber daneben eben auch mit erneuerbaren Kraftstoffen, Wasserstoff und Beimischungen. Weg mit dem unseligen Verbrennerverbot auf der ganzen Linie, weg mit Flottengrenzwerten, sonst machen wir unsere Schlüsselindustrie kaputt!“, so Rülkes Forderung.

 

Die Forderungen in der Bildungspolitik als ureigener landespolitischer Zuständigkeit nahmen einen weiteren hervorgehobenen Platz ein. So bezeichnete es Rülke als Ursünden der Landesregierungen unter grüner Führung der letzten 15 Jahre, einseitig auf den akademischen Bildungsweg einerseits und andererseits auf die Abschaffung der Werkrealschule gesetzt zu haben. Mit diesen falschen Weichenstellungen und der Abschaffung des Leistungsprinzips sei das Bildungsniveau an baden-württembergischen Schulen nachweislich in den letzten Jahren auf das Mittelmaß gesunken. Dies sei nach Rülkes Aussage ein weiterer Grund für den Abstieg in der Wirtschaft und beim Wohlstand im deutschen Südwesten. Rülke fordert stattdessen eine Renaissance des Leistungsprinzips: „Junge Menschen wollen leisten, sie freuen sich am Gewinnen und müssen Verlieren lernen“, hebt er hervor. Als zentrale Voraussetzung für den Bildungserfolg nannte er die Sprachfähigkeit, die früh mit Sprachförderung vor der Einschulung beginnen müsse. Der Skandal um nicht besetzte Lehrerstellen, die über Jahre fälschlich in der Landesverwaltung geführt wurden und deren Ausmaß immer größer werde, setze dem grünen Versagen in Bildungspolitik und -verwaltung dann noch die Krone auf.

 

Dies alles seien wichtige Gründe für das politische Ziel, das die FDP bei der Landtagswahl verfolge: „Wir brauchen eine neue, bürgerliche Regierung in Baden-Württemberg. Am liebsten wollen wir das nur mit der CDU und, sollte das nicht reichen, dann auch mit der SPD. Wir wollen Ministerpräsident Kretschmann in den wohlverdienten Ruhestand gehen lassen und seine grüne Fraktion in die wohlverdiente Opposition schicken“.

 

Diese Inhalte griff die Stadträtin und Co-Vorsitzende der Ulmer FDP, Katja Wörz, in ihrem Grußwort auf. Sie hieß die Landtagsfraktion in Ulm nochmals herzlich willkommen und unterstrich, dass gerade eine Stadt mit solch hohen Standards, einer so leistungsfähigen Wirtschafts- und Forschungskraft wie Ulm besonders einen bürgerlichen Aufbruch ohne ideologische Schranken nötig hätte. „Wir brauchen dringend eine starke liberale Stimme, die auch in der Regierung ihren Platz hat“.

 

INFO: Auf Wunsch stellen wir Ihnen gerne Bilder der Veranstaltung zur Verfügung.

 

 

Unsere Landespolizei braucht die beste und modernste Ausstattung


Zu aktuellen Medienberichten über die Erprobung des sogenannten Tasers (Distanz-Elektroimpulsgerät) bei der Landespolizei äußert sich Julia Goll, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und innenpolitische Sprecherin der FDP/DVP-Fraktion, wie folgt:

 

„Die derzeitige Erprobungsphase ist bereits für sich genommen nicht nachvollziehbar. Der Einsatz von Tasern hat sich in zahlreichen Bundesländern und Einheiten seit Jahren bewährt. Dass nach Medienberichten nun ausgerechnet ein veraltetes Modell getestet werden soll, entzieht sich jeder sachlichen Erklärung.

 

Nach unserer Einschätzung bietet das aktuell erprobte Gerät ein geringeres Maß an Sicherheit als das neueste verfügbare Modell, das auch über eine größere Reichweite verfügt. Gerade im Bereich der Inneren Sicherheit darf es jedoch keine Abstriche geben.

 

Wir fordern daher die sofortige und flächendeckende Einführung des modernsten Taser-Modells. Unsere Polizistinnen und Polizisten leisten tagtäglich unter hohem persönlichem Risiko und mit großem Engagement einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherheit unserer Gesellschaft. Sie brauchen daher die beste und modernste Ausstattung.“

 

Echter Wandel der Wirtschaftspolitik wird nur mit FDP-Regierungsbeteiligung realisierbar sein


Die Unternehmer Baden-Württemberg (UBW) haben heute ihre Forderungen zur Landtagswahl vorgestellt. Nikolai Reith, wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg, kommentiert das wie folgt:

„UBW fordern, dass Wirtschaft wieder in den Fokus der Politik rücken muss und hat dazu einen umfangreichen Forderungskatalog vorgelegt. Dieser liest sich wie eine Agenda des Aufbruchs und des Wandels – mehr Bürokratieabbau, Modernisierung der Infrastrukturen oder Technologieoffenheit sind nur einige der Forderungen, um die seit 2019 andauernde Krise zu überwinden.

Damit rennen die Unternehmer offene Türen bei der FDP ein. Wir sagen schon lange: ‚Wirtschaft ist nicht alles, aber ohne Wirtschaft ist alles nichts‘. Denn ohne florierende Unternehmen werden wir auch keine Kulturpolitik, keine Sozialmaßnahmen oder keinen Umweltschutz finanzieren können. Die Leistungen der Wirtschaft sind die Basis von allem.

Gleichzeitig sind wir der Überzeugung, dass echter Wandel mit der aktuellen Regierungskonstellation nicht zu haben sein wird – für eine wirkliche Veränderung ist zwingend eine neue Farbe in der Regierung und damit die FDP notwendig. Nur so werden sich einige Forderungen der Unternehmer – beispielsweise die Angleichung der Klimaschutzziele von Baden-Württemberg an bundes- und europäische Vorstellungen, Rahmenbedingungen für Carbon Management oder eine Flächenpolitik, die auch die Bedarfe der Wirtschaft berücksichtigt – realisieren lassen. Wir freuen uns daher auf die angekündigten Wahlprüfsteine!“